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Spulmaschine für konische Spulen, bei der der Träger des Spulenhalters
von einer Antriebstrommel angetrieben und beim Anwachsen der Spule von der Antriebstrommel
entfernt wird. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung an Spulmaschinen, bei denen
die Spule durch Reibung von einer Trommel angetrieben wird.
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Gegenstand der Erfindung ist eine verbesserte Ahtriebsvorrichtung
für den Spulenhalter bei seiner Bewegung von'der Antriebstrommel hinweg, wenn die
auf ihn gespulte Wicklung anwächst.
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Nach der Erfindung ist eine zwangläufig wirkende Vorrichtung angeordnet,
die den Spulenhalter in der Weise führt, daß sein dickeres Ende sich schneller-
von der Antriebstrommel hinwegbewegt als seine Spitze, so daß also die Achse des
Spulenhalters dabei eine stärkere Neigung zum Umfang der Antriebstrommel annimmt
und der Winkel der kegelförmigen Oberfläche der Wicklung sich vergrößert.
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Weiterhin wird durch die Vorrichtung nach der Erfindung der Spulenhalter
in der Längsrichtung der Antriebstrommel während seines Rückganges von derselben
derartig bewegt, daß die Lagen der Wicklung auf dem Kegel eine konvexe Grundfläche
und eine konkave Spitze bilden. Außerdem bewirkt die Vorrichtung nach der Erfindung
auch, - daß der Spulenhalter bei seiner Bewegung von der Antriebstrommel hinweg
mit gleichmäßigem Druck an derselben anliegt.
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Nach der Erfindung ist noch eine Sperrvorrichtung vorgesehen, durch
die während des Spulens eine Bewegung des Spulenhalters gegen die Antriebsspule
hin verhindert wird. Hierdurch soll eine zitternde Bewegung des Spulenhalters, die
durch Unregelmäßigkeiten der kegelförmigen Oberfläche hervorgebracht werden könnte,
verhindert werden. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
dargestellt. In diesen ist: Abb. r eine Vorderansicht eines Teiles einer Spulenmaschine
mit dem Spulenhalter, der Antriebstrommel und dem Fadenführer, durch den der Faden
in der Längsrichtung des Spqlenhalters hin und her geführt wird, sowie mit der Vorrichtung
zum Steuern des Spulenhalters auf seinem Wege von der Antriebstrommel hinweg, Abb.2
eine ähnliche Darstellung, bei der der Spulenhalter in die Stellung angehoben ist,
die er bei Vollendung der Spule einnimmt, Abb. 3 eine Aufsicht auf den Spulenhalter
und die Antriebstrommel sowie die Steuervorrichtung für den Spulenhalter, letztere
im Schnitt.
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Abb. q. und 5 sind Einzelheiten.
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In Abb. i, 2 und 3 ist mit D die zylindrische Antriebstrommel bezeichnet,
die in üblicher Weise dauernd von ihrer wagerechten Welle 2 in Umdrehung gehalten
wird und von der aus die Spule ihre Drehung erhält. An der Vorderseite der Antriebstrommel
D befindet sich in üblicher Weise der Fadenführer G,- der auf
einer
hin und her gehenden Stange 3 sitzt und von dieser parallel zur Achse der Antriebstrommel
hin und her bewegt wird, wobei er den Faden in Schraubengängen zur Aufwicklung bringt.
Die Antriebsvorrichtung der Antriebstrommel D und des Ladenführers G sind nicht
beschrieben und gezeichnet, cla sie in beliebiger, bekannter Weise angeordnet sein
kiinnen.
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In üblicher Weise wird die Spule auf eine (liiiine Papierhülse
C (Abb. i) aufgewickelt. Die Papierhülse ist drehbar auf einen beliebig angeordneten
Halter aufgesteckt. In der dargestellten Ausführungsforen enthält der Spulenhalter
H einen Dorn 4. niit kegelförmigen Cndstücken 5 und 6, auf die die kegelförmige
Papierhülse C aufgesteckt werden kann. Der Spulenhalter ist in bekannter Weise noch
mit Zähnen, Kleinnien oder sonstigen nicht mit dargestellten Vorrichtungen versehen,
die die Papierhülse auf ihm festhalten. Der Dorn d. ist drehbar auf eine Achsel
aufgesteckt, die an einem Ende an einem Träger 8 befestigt ist, der in einem Schlitz
am Ende des Armes 9 schwingbar ist. Der Träger 8 ist auf einem "Zapfen io drehbar,
so daß der Dorn d. voll Hand nach außen von der Antriebstrommel D hinweggeschwenkt
werden kann. Hierdurch wird das Aufstecken der Spulenhülse C und (las Abnehmen der
fertigen Spule erleichtert. Am Ende der Achse 8 befindet sich eine Kerbe i i, in
die ein Zahn 12 am Ende einer all der Seite des Armes 9 rnit Schrauben i-. und -Muttern
15 befestigten Feder 13 eingreift. Durch den Eingriff des Zahnes 12 wird
der Dorn-[
in Arbeitsstellung gehalten, in der seine Achse zur Achse der Antriebstrommel
D parallel liegt. Anderseits behindert der Eingriff des Zahnes 12 nicht das Ausschwingen
des Dornes beim Aufstecken oder Abnehmen einer Spule. Der Arm 9, auf dem der Dorn
d. sitzt, ist fest am äußeren Ende eines zweiten Armes 2o angebracht, der den Spuleillialter
steuert. Wie aus Abb. 3 ersichtlich ist, ist der Arm 9 all einer Stange 2i angeordnet
und all ihr rnit den Schrauben 14 befestigt, die gleichzeitig zum Anschrauben der
Feder 13 dienen. Die Stange 21 ist in eine Nabe 22 am Ende des Armes 2o eingesetzt
und steht etwa rechtwinklig zri letzterem.
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Wie aus Abb. i und 2 ersichtlich, ist das entgegengesetzte Ende des
Armes 20 T-förrnig ausgebildet und besitzt zwei einander gegenüberstehende Arme
23 und 24, die auf Zapfen 27 an ihren Enden Rollen 25 und 26 tragen (vgl. Abb. 3).
Die Rollen 25 und 26 greifen in kurvenförmige Nuten 29 und 3o all der Vorderseite
einer senkrechten Platte 31 ein, die an einer Stange R des Maschinenrahrnens angeschraubt
ist (Abb. 3). Die Rollen 25 und 26 und damit der Arm 2o werden mit (feil Nutell
29 und 30 durch eine auf der Vorderseite in Vorsprüngen 33 der Platte 31
mittels Schrauben 34 angeschraubte Deckplatte 32 gehalten (Abb. 3). Die Platte 31
trägt an der Vorderseite eine bearbeitete Rippe 36, auf der eine Arbeitsfläche 35
des Armes 2o gleitet. All der Vorderseite des Armes 2o ist mittels einer Schraube
37 eine Blattfeder 38 befestigt, die mit. einem gewölbten Vorsprung 4o ihres äußeren
lindes an der Rückseite der Deckplatte 32 anliegt. Die Spannung der Feder 38 hält
den Arlll 20 gegen die Rippe 36 der Platte 31 angedrückt, so daß der Arm bei seiner
Aufbewegung, bei der die Rollen 25 und 26 in den Nuten 29 und 30 laufen, eine gelinde
Reibung erfährt. Aus Abb. i und 2 ist ersichtlich, claß die guten 29 und
30 in entgegengesetzten Richtungen gekrümmt sind und winkelförmig gegeneinander
verlaufen. Infolge dieser Anordnung wirken die Nuten als Kurvenführungen, wenn sich
die Rollen 25 und 26 in ihnen bewegen, und schwenken den Arm 20 während seiner Aufwärtsbewegung,
wodurch sich der Spulenhalter H als Ganzes im Winkel zu der Antriebstrommel D bewegt.
Der Zweck dieser Anordnung wird später erläutert «-erden.
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Wenn der Spulenhalter H nach oben hin von der Antriebstrommel D hinwegschwingt,
wird seine Rückwärtsbewegung durch ein Gesperre verhindert, das in folgenderWeise
angeordnet ist: Auf der Stange 2i, die den Arm 9 des Spulenhalters trägt, ist mittels
einer Stellschraube .I3 eine Muffe .I2 befestigt (Abb. 3 und d.). Diese trägt all
einer Seite einen kreisbogenförrnigen Teil 44, dessen konkave Seite mit einer Verzahnung
45 versehen ist. An einem Arm 47, der von einer Nabe 48 vorspringt, ist eine Sperrklinke
4.6 angelenkt, die sich mit der Verzahnung 45 in Eingriff befindet. Wie aus Abb.
5 ersichtlich, trägt die Nahe .I8 einen Zapfen 49, der drehbar in einem Lager 50
liegt, das an der Seite einer senkrechten Platte 51 des -Maschinengestelles vorspringt
(Abb. i und 2). Wie nun aus Abb. d. und 5 ersichtlich, ist der Arm 47 derartig gegabelt,
claß der Kreisbogen 44 zwischen seine beiden Schenkel hindurchgehen kann. Die Sperrklinke
46 ist mit einer Nabe 52 zwischen den beiden Seiten des Armes 47 mittels eines Stiftes
53 gelagert, der durch den Arm hindurchgeht und in einen senkrechten Schlitz 5.I
am unteren Ende der Sperrklinke eingreift (Abb. q.). Der Schlitz 5¢ ermöglicht ein
Schwingen der -Sperrklinke 46 um den Stift sowie eine beschränkte Auf- und Niederbewegung
der Sperrklinke. Der Zweck dieser Anordnung wird später auseinandergesetzt. Die
Sperrklinke 46 wird für gewöhnlich durch eine Blattfeder 55, die gegen einen abgerun-
i Beten Fuß 56 an seinem unteren Ende anliegt, in angehobener Stellung gehalten.
Die Feder
55 ist an der unteren Seite der Nabe des Armes 47 mittels
einer Feder 57 befestigt (Abb.4). Seitlich an der Sperrklinke46 befindet sich ein
Stift 58, der an einem Anschlag 59 an der Seite des Armes 47 anliegt und den Zweck
hat, die Schwingbewegung der Sperrklinke zu begrenzen. Die Nabe 48 des Armes 47
ist nach außen hin verlängert (Abb. 5) und trägt in einer Bohrung eine Stange 6o,
die konachsial zu dem Lagerzapfen 49 an ihrem einen Ende steht.
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Die Stange 6o ist in der Bohrung der Nabe .A.8 mittels einer Stellschraube
6i befestigt. Das äußere Ende der Stange 6o ist winkelförmig gebogen und dient als
Handgriff 62 dazu, durch Schwenken des Armes 47 die Sperrklinke 46 aus den Zähnen
des Segmentes 44 herauszuheben. Die Stange 6o kann noch mit einer Vorrichtung verbunden
sein, durch clie die Maschine in Gang gesetzt und angehalten wird. Da diese Verbindungen
aber für die Erfindung nicht wesentlich sind, sind sie hier nicht mit dargestellt
und beschrieben. Es mag die Angabe genügen; daß die Stange 6o zum Ingangsetzen der
Maschine in der Richtung des Pfeiles x in Abb. 2 und zum Anhalten in der entgegengesetzten
Richtung verschoben wird.
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Wie aus Abb. ¢ und 5 ersichtlich trägt der Lagerzapfen 49 des Armes
47, auf dem die Sperrklinke befestigt ist, an seinem inneren Ende einen Arm 64,
an dem eine Schraubenfeder 65 angreift. Das andere -Ende dieser Feder ist an einem
Stift 66 einer feststehenden Säule 51 befestigt. Die Feder 65 sucht den Arm 47 und
den Handgriff 62 in der dem Pfeil x in Abb. 2 und 4 entgegengesetzten Richtung zu
schwenken. Beim Einrücken der Maschine wird der Arm 49 in die Stellung nach Abb.
4 gebracht und gegen den Zug der Feder 65 durch folgende Sperrvorrichtung festgehalten.
Wie aus Abb. 5 ersichtlich, ist an der Stange 6o, die aus der Nabe 48 des Armes
47 vorsteht, mittels einer Schraube 68 eine Klinke 67 befestigt, die an der
Unterseite der Stange in schräger Richtung nach vorn zeigt (vgl. Abb. 4). Das untere,
vierkantige Ende dieser Klinke läßt sich hinter eine Schulter 69 an der Seite eines
Sperrarmes 7o einklinken. Der Sperrarm 70 kann durch eine beliebige, hier
nicht mit dargestellte Vorrichtung so bewegt werden, daß er die Klinke 67 freigibt,
wobei die Feder 65 die Stange 6o dreht und dadurch ein selbsttätiges Anhalten der
Maschine in bekannter Weise bewirkt.
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Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Soll die Vorrichtung
in Betrieb gesetzt werden, so wird zunächst der Dorn 4 .um seinen Zapfen geschwenkt
und eine Hülse auf ihn gesteckt, worauf dann der Dorn in die Stelhing nach Abb.
3 zurückgeschwenkt wird, in der die Klinke 12 in den Schlitz i i des vorstehenden
Teiles 8 -einfällt, wodurch er in Arbeitsstellung gehalten wird. Der in gestrichelten
Linien in Abb. 3 angedeutete Faden y wird von der nicht mit dargestellten Vorratsspule
aus durch den Schlitz des Fadenführers G gezogen und mit seinem Ende durch mehrmaliges
Herumwickeln an der Hülse C befestigt. Soll nun die Maschine anlaufen, so wird der
Handgriff 62 in der Richtung des Pfeiles x in Abb. 2 dem Zug der Feder 65 entgegen
umgelegt. Hierdurch erfolgt das Angehen der Maschine in der Weise, daß sich der
SpulenhalterH nach unten bis an die Antriebstrommel D bewegt. Die Teile verbleiben
in dieser Arbeitsstellung, da die Sperrvorrichtung 7 o in der aus Abb. 5 ersichtlichen
Weise über die Klinke 67 einfällt. Beim Einrücken durch Drehen des Handgriffes 62
wird der Arm 47 in der gleichen Richtung so weit geschwenkt, daß er die Sperrklinke
46 aus dem Zahnbogen 44 heraushebt. Dies geschieht in der Weise, daß der Vorsprung
59 des Armes 47 einen Stift 58 an der Seite der Sperrklinke zurückdrängt (Abb. 4).
Sobald die Sperrklinke 46 den Zahnbogen 44 freigegeben hat, sinkt der Spulenhalter
H durch sein Gewicht nach unten und bringt dadurch die Hülse C in Berührung mit
dem, Umfang der Antriebstrommel D. Sobald die Hülse C an der Antriebstrommel D anliegt,
wird sie von dieser durch Reibung mitgenommen, dreht sich daher mitsamt dem Dorn
4 und. spult den vom Fadenführer G kommenden Faden auf. Der Fadenführer G geht dabei
an der Hülse C hin und her und führt dadurch den Faden derartig, daß er sichin Schraubengängen
in bekannter Weise zu einer Kreuzspule aufwickelt. In dem Maße, in dem sich der
Faden auf die Hülse C aufwickelt, wird der Dorn 4 gegenüber der Antriebstrommel
D gehoben, wobei er durch den an seinem Ende angreifenden schwingbaren Arm 2o geführt
wird. Beim Wickeln der hier in Betracht kommenden kegelförmigen Spulen hat es sich
als zweckmäßig erwiesen, wenn die Spule zu Beginn nur schwach kegelförmig gewickelt
und der Kegelwinkel bei ihrem weiteren Anwachsen allmählich vergrößert wird. Die
zum Aufspulen dienende Hülse C hat gewöhnlich einen bestimmten Kegelwinkel, der
so bemessen ist, daß die Fadenlagen gerade noch auf ihr festhalten, ohne abzugleiten.
Die späteren Windungen haben eine bessere Unterlage, so daß sie in einem stärkeren
Kegelwinkel zur Achse gewickelt werden können, ohne .daß ein Abgleiten zu befürchten
ist. Es ist auch darum zweckmäßig, den äußeren Lagen der Spule einen stärkeren Neigungswinkel
als den inneren Lagen zu geben, weil sich dadurch der Faden leichter abwickelt.
Es
ist daher allgemein üblich, die Wicklung schwach kegelförmig
zu beginnen und die -Nei-g u Ilg der Oberfläche des Kegels mit wachsendein
Durchmesser zu verstärken. Zu diesem Zweck sind bereits verschiedene Verfahren zum
Aufwickeln vorgeschlagen «-orden. Ein derartiges Verfahren zum Aufwickeln des Fadens
in einer stärkeren Schicht an der Grundfläche des Kegels als an der Spitze und zum
\"erstärken des Neigungswinkels besteht darin, daß man den Fadenführer so antreibt,
daß er die Fadenwicklungen am Grunde des Kegels näher aneinanderlegt. Der Fadenführer
wird dabei beim Irin- und Hergehen längs des Spulenhalters H mit verschiedener Geschwindigkeit
angetrieben, indem seine Geschwindigkeit in der Nähe der Spitze gesteigert und in
der Nähe der Grundfläche verzögert wird. Diese bekannten Vorrichtungen zum Hervorbringen
dieser Bewegung des Fadenführers sind hier nicht näher beschrieben, da sie nicht
den Gegenstand der Erfindung bilden. Zur Beschreibung der vorliegenden Vorrichtung
genügt. die Angabe, daß die Spule X, die in Abb. 2 finit strichpunktierten Linien
angedeutet ist, an der Grundfläche weiter gewickelt ist als an der Spitze, und daß
der Dorn d. daher allmählich geschwenkt werden muß, so daß seine Achse eine stärkere
Neigung zur Oberfläche der Antriebstrommel D erhält. Diese Schwingbewegung erhält
der Dorn ,4 durch den Arm 20 und dessen Führung mittels der Nuten 29 und
30 auf den Rollen 25 und 26. Aus Abb. i und 2 ist ersichtlich, daß beim Anheben
des äußeren Endes des Armes 2o beim Aufsteigen des Spulenhalters H die obere Rolle
25 sich in dein Kurvenschlitz 29 bewegt, der im allgemeinen eine Neigung nach rechts
hat, während die untere Rolle 26 sich in dein Kurvenschlitz 3o bewegt, der nach
links geneigt ist. Die Krümmung und die Neigung der Kurvenschlitze sind so bemessen,
daß sie den Dorn d. in einer bestimmten Bahn führen, deren Gestalt sich aus folgendem
ergibt. Der in Abb. i mit a und in Abb. 2 finit b bezeichnete Verbindungspunkt des
Dornes .4 mit dem Arm 2o bewegt sich auf einer Linie a-b, die in Abb. 2 gestrichelt
dargestellt ist. Diese Linie ist kein genauer Kreisbogen, sondern eine Kurve, die
dadurch entstanden ist, daß der Punkt a um einen Drehpunkt schwingt, der nach der
rechten Seite hin etwa um den vier- oder fünffachen Betrag der Spulenlänge entfernt
ist und sich dabei gleichzeitig dauernd in wagerechter Richtung nach links bewegt.
Der Zweck dieser eigenartigen Bewegung, die der Verbindungspunkt des Arines 20 mit
dem Spulenhalter H ausführt, ist der, daß einerseits der Dorn d. in geeigneter Weise
geschwenkt wird, und daß er anderseits dabei in bestimmter Weise in der Längsrichtung
der Antriebstromntel D verschoben wird. Offenbar würde der Spulenhalter, wenn er
sich beim Aufwärtsschwingen auf einem Kreisbogen um einen durch den Schnittpunkt
seiner Achse mit der Antriebstrommel D gegebenen Mittelpunkt bewegte, dabei um einen
erheblichen Betrag nach rechts gegenüber der Antriebstrommel D und dein Wege des
Fadenführers G verschoben werden. Bei einer derartigen Bewegung des Dornes würde
sowohl die Grundfläche wie auch die Fläche an der Spitze des Kegels ungefähr senkrecht
zur Oberfläche der Hülse C stehen, d. h. die beiden Endflächen des Kegels würden
ziemlich flach ausfallen. Um aber ein Abgleiten der Wicklungen an der Grundfläche
des Kegels zu verhindern, ist es zweckmäßig wenn die Grundfläche eine etwas konvexe
Form erhält. Wie aus Abb. 2 ersichtlich, wird bei einer Bewegung des Spulenhalters
H in der Bahn cz-b der Dorn d. dauernd in eine bestimmte Lage in der Längsrichtung
zur Antriebstromnicl D gebracht, durch die der Kegel eine gewisse Wölbung seiner
Grundfläche erhält. Der Spulenhalter H wird somit derartig durch den Arm 20 und
die zugehörigen Teile von der Antriebstrommel D hinwegbewegt. daß der Dorn d. entsprechend
der zunehmenden Kegelform der Oberfläche der Wicklung geführt wird, daß aber gleichzeitig
dabei eine Verschiebung des Dornes, durch die die Grundfläche der Spule zu flach
werden würde, verhindert wird. Weiterhin bewirkt die Art der Verbindung des Spulenhalters
H mit dem Arin 2o, daß der Kegel sich mit seiner Achse in einer senkrechten, durch
die Achse der Antriebstrommel gehenden Ebene bewegt, ohne sich schief zu dieser
zu stellen. Diese letztere Anordnung ist wichtig, da sie eine dauernde i Berührung
des Kegels mit der Antriebstrominel auf seiner ganzen Länge bewirkt. Es ist somit
ersichtlich, daß die Lage des Spulenhalters H zu der Antriebstrommel
D während des ganzen Arbeitsganges jederzeit eine ganz bestimmte ist, durch
die die Form der Spule innerhalb bestimmter Grenzen geregelt wird. Hierdurch wird
eine gleichmäßige Ware von besonders guter Qualität erhalten. Die verbesserte Vorrichtung
zum selbsttätigen Regeln der Bewegung des Spulenhalters während des Spulens ist
neu.
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Eine Rückwärtsbewegung des Spulenhalters gegen die Antriebstrommel
D wird durch die Sperrvorrichtung verhindert, die folgendermaßen wirkt: Wird die
Maschine in der vorher angegebenen Weise eingerückt, so wird durch den Handgriff
62 der Arm ,47 in eine Stellung gebracht, in der er den Eingriff der Sperrklinke
46 in die Verzahnung 45 des Zahnbogens 11.11 ermöglicht. Der Eingriff erfolgt durch
den
Druck der Feder 55 auf den Fuß 56 der Sperrklinke. Wenn nun
der Zahnbogen 44 von dem Arm 9, an dem er sitzt, mit in die Höhe gehoben wird, so
gleitet die Sperrklinke 46 über die Verzahnung 45 und verhindert durch ihren Eingriff
in dieselbe eine Abwärtsbewegung des Spulenhalters H. Es kommt bisweilen vor, daß
die Spulenhülse C nicht ganz rund ist und daher eine stoßende Bewegung macht, wenn
sie von der Antriebstrommel D angetrieben wird. Ebenso kann die Oberfläche der Spule
Ausbuchtungen und andere Unregelmäßigkeiten zeigen, die zur Folge haben, daß die
Spule auf der Antriebsrolle springt. Hierdurch wird aber die Berührung mit der Antriebstrommel
und damit der Antrieb unregelmäßig. Würde z. B. die Spule so weit in die Höhe geschnellt,
daß die Sperrklinke 46 einen Zahn des Zahnbogens 44 überspringt, so würde der Spulenhalter
mit der Oberfläche des Kegels außer Berührung mit der Antriebstrommel kommen und
nur noch mit den vorspringenden Teilen an ihr anliegen. Hierdurch würde der Antrieb
ein ganz unregelmäßiger werden. Ein derartiger unbeabsichtigter Vorgang ruft Fehler
in der Wicklung hervor, die um so größer werden, je mehr Faden auf die Spule gewickelt
wird. Zur Vermeidung derartiger Vorgänge ist nach der Erfindung die Sperrklinke
in folgender Weise nachgiebig angeordnet. Wie vorher beschrieben, ist die Sperrklinke
am Arm 47 derartig schwingbar gelagert, daß sie sich unter Einwirkung der Feder
55 etwas auf und nieder bewegen kann. Wird nun die Spule von der Antriebstrommel
so weit hochgeschnellt, daß die Sperrklinke 46 einen "Zahn am Zahnbogen 44 überspringt,
so drückt das Gewicht des Spulenhalters die Sperrklinke 46 gegen den Druck der Feder
55 nach unten. Diese nachgiebige Lagerung der Sperrklinke beruht darauf, daß ihr
Schlitz 54 sich auf dem Stift 53 auf und nieder bewegen kann. Sobald die Spule wieder
an Durchmesser zunimmt, wird die Sperrklinke wieder von der Feder 56 gehoben, wodurch
sie in ihre gewöhnliche Lage zurückgeht (Abb. 4). Das selbsttätige Nachgeben der
Sperrklinke 46 bewirkt, daß der Spulenhalter eine leichtere und gleichmäßigere Bewegung
von der Antriebstrommel D erhält und dadurch die gesamte Wicklung gleichmäßiger
und die Art des Erzeugnisses erheblich verbessert wird. Durch irgendeine beliebige
Vorrichtung wird beim Bruch des Fadens oder bei Vollendung der Spule die Maschine
in bekannter Weise selbsttätig -angehalten. Diese Vorrichtung bildet aber keinen
Teil der Erfindung und ist daher hier nicht mit dargestellt. Es ist aber zu bemerken,
daß, wenn die Klinke 67 von dem Ausschnitt der Stange 70 freigegeben wird,
die Feder 65 den Arm 47 derartig anhebt, daß er die Sperrklinke 46 nach oben bewegt
und, da diese mit dem Zahnbogen 44 in Eingriff ist, letzteren so weit hebt, daß
die Spule von der Antriebstrommel D frei kommt und dadurch zum Stillstand gelangt.