DE469290C - Vorrichtung zum gleichmaessigen Verdampfen von Fluessigkeiten, insbesondere zum gleichmaessigen Beladen von Gasen mit Daempfen - Google Patents

Vorrichtung zum gleichmaessigen Verdampfen von Fluessigkeiten, insbesondere zum gleichmaessigen Beladen von Gasen mit Daempfen

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DE469290C
DE469290C DEM103243D DEM0103243D DE469290C DE 469290 C DE469290 C DE 469290C DE M103243 D DEM103243 D DE M103243D DE M0103243 D DEM0103243 D DE M0103243D DE 469290 C DE469290 C DE 469290C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/04Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials
    • C10K1/043Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials adding solvents as vapour to prevent naphthalene- or resin deposits

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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum gleichmäßigen Verdampfen von Flüssigkeiten, insbesondere zum gleichmäßigen Beladen von Gasen mit Dämpfen Die Aufgaben sind zahlreich, wo eine zeitlich gleichmäßige Verdampfung von Flüssigkeiten, insbesondere eine zeitlich gleichmäßige Beladung von Gasen mit Dämpfen erforderlich ist. Als Beispiel sei die Einstellung eines ganz bestimmten Sättigungsgrades von Steinkohlengas, das zur Städteversorgung dient, mit Xyloldampf erwähnt. Das Xylol dient in diesem Falle der flüssigen Abscheidung von Naphthalin, indem die abgeschiedene Xylolmenge bei Abkühlung des Gases in einem so günstigen Verhältnis zu dem gleichzeitig abgeschiedenen Naphthalin steht, daß eine vollkommene Auflösung des Naphthalins im Xylol stattfindet. Mit den bisher im Gebrauch befindlichen Apparaten war eine genaue Dosierung des Xylols im Verhältnis zum im Gas vorhandenen Naphthalin und der Menge des Gases nicht möglich. Dies geschieht aber auf Grund der vorliegenden Erfindung vollkommen kontinuierlich und selbsttätig, wobei es dann auch noch möglich ist, die zu verdampfende Menge des- Lösungsmittels genauestens einzuregulieren.
  • Die Erfindung ist im nachfolgenden auf Grund der beiliegenden Abbildung beschrieben: A ist das gasführende Rohr, in das das Rohr B bis zur Mitte hineinragt, wo es schräg abgeschnitten ist, in der Weise, daß die Öffnung in der Richtung des Gasstromes zeigt. Das Rohr B ist durch einen Hahn C verschließbar und ist mit seinem anderen Ende auf dem Verdampfungsgefäß D aufgesetzt. Durch einen Stutzen E mit Stopfbüchse an der Knickstelle von Rohr R ist ein Kontaktthermometer F eingesetzt, das in das Innere von D hineinragt und bei zu hochgehender Temperatur durch ein Klingel- oder sonstiges Lautzeichen den Wärter herbeiruft. Das Verdampfungsgefäß D ist ringsum in eine Isolation G eingehüllt und trägt unter dem Boden einen elektrischen Heizkörper H, der aus einzelnen parallel geschalteten Stromkreisen mit entsprechenden Widerständen besteht. Die einzelnen Stromkreise können für sich auf einem auf der Abbildung nicht gezeigten Schaltbrett ein- bzw. abgeschaltet werden. Auch irgendeine sonstige regelbare Heizeinrichtung ist denkbar. Durch den Boden des Verdampfungsgefäßes D sind die Fühler von Kippschaltern J dicht eingeführt, die @ebenfalls dazu bestimmt sind, im Falle des Leerwerdens des Verdampfungsgefäßes die Stromzuführung abzuschalten. Das Verdampfungsgefäß ist bis zu dem gezeigten Stand mi!t der zu verdampfenden Flüssigkeit angefüllt. Diese Flüssigkeit steht durch das U-förmig nach unten gebogene Rohr I( mit dem Hilfsgefäß L in Verbindung, durch das der Ersatz der verdampften Flüssigkeit erfolgt. Die kontinuierliche Erneuerung der verdampften Flüssigkeitsmengen geschieht durch Rohr M, das in das allseits geschlossene Gefäß L dicht eingeführt ist. Über einen Hahn N ist das Rohr M mit dem Vorratsgefäß 0 unten verbunden, das allseits ;geschlossen, nur die,durch Hähne abschließbaren Stutzen P und W und das Flüssigkeitsstandrohr Q trägt. Ein englumiges RohrR führt vom StutzenP zwischen Behälter 0 und Hahn ebenfalls in den Hilfsbehälter L und endigt in diesem durch einen umgekehrten, unten offenen Trichter, dessen Rand genau horizontal liegt. Die Einmündung von Rohr R in Behälter .L liegt etwas höher als diejenige des Rohres N in diesem Behälter L. Die Einführungen in das Gefäß L müssen dicht gegen die Atmosphäre sein. Der Hilfsbehälter L trägt weiterhin unten angesetzt ein nach oben gebogenes, mit Hahn verschlossenes Probierrohrs, das der Feststellung des Flüssigkeitsstandes dient. Während des Arbeitens ist der Behälter 0 gegen die Atmosphäre allseits dicht abgeschlossen. Das erdampfungsgefäß D ist weiterhin mit einem überlaufrohr T versehen, das ebenfalls U-förmig nach unten gebogen, in ein Lagerfaß U mündet, dessen Fassungsvermögen größer ist als Idas des Behälters 0. Dieses Lagerfaß U ist zudem mit einem ins Freie gehenden Entlüftungsrohr V verbunden.
  • Die Arbeitsweise des Apparates ist nun die folgende Bei geschlossenem Hahn N und geschlossenem, am Rohr R befindlichen Hahn wird der Hahn bei P und der Entlüftungshahn W geöffnet und durch P der Behälter O mit der zu verdampfenden Flüssigkeit gefüllt, Es ' i%,zrd sodann W und der Hahn bei Stutzen P wieder geschlossen und das Abschlußorgan von R und Hahn H geöffnet. Es läuft dann so viel Flüssigkeit durch M nach L und von da nach D ab, bis der Spiegel in D und L auf der gezeigten, durch die Unterkante der erweiterten, trichterförmigen öffnung von R bestimmten Höhe angelangt ist. Nachdem auch der U-Schenkel des Rohres T mit Flüssigkeit gefüllt ist, kann Hahn C geöffnet und mit der Anwärmung der Flüssigkeit begonnen werden. Ist die Siedetemperatur erreicht, was man ohne weiteres am Thermometer F feststellen kann, so wird die zugeführte.;Strornmenge so geregelt, daß sie der in der Zeiteinheit gewünschten Verdampfungsmenge der Flüssigkeit entspricht. Die verdampfte Flüssigkeitsmenge ist der zugeführten Strommenge proportional, und es läßt sich die verdampfte Flüssigkeitsmenge als Funktion der zugeführten Strommenge, die mann an einem Amperemeter ablesen kann, leicht ein für allemal kurvenmäßig festlegen. Der Flüssigkeitsspiegel hält sich dann so lange konstant, bis die ganze Menge Flüssigkeit aus dem Behälter 0 verdampft ist.
  • Der Vorgang ist dabei folgender: Senkt sich der Spiegel in D ab, so senkt sich gleichzeitig auch der Spiegel in dem Hilfsbehälter L. Sowie dies nur um ein geringes geschieht, tritt Gas aus Leitung Y aus dem Gashauptrohr A über den Flüssigkeitsspiegel von L und von. da durch das Röhrchen R über den Flüssigkeitsspiegel in 0. Eine dem so übergetretenen Gasvolumen und der über O herrschenden Luftleere entsprechende ;Menge Flüssigkeit tritt durch Rohr M, erhöht den Flüssigkeitsspiegel in L und D und verschließt automatisch die trichterförmige Erweiterung des Rohres R, so daß auch das Zulaufen weiterer Flüssigkeit von O nach L unterbunden wird. Dieses Spiel wiederholt sich immer dann wieder, wenn sich der Flüssigkeitsspiegel in L und damit auch in D idur ch .die hier eingetretene ,Verdampfung so weit senkt, daß die trichterförmige Erweiterung von R frei wird. Auf diese Weise bleibt in der Zeiteinheit die verdampfte Flüssigkeitsmenge durchaus konstant. Ist der Flüssigkeitsspiegel in 0 so weit gesunken, da.ß 0 nahezu leer geworden ist, so wird Flüssigkeit in Q in der oben beschriebenen Weise nachgefüllt, ohne daß der Verdampfungsprozeß unterbrochen zu werden braucht. Unterläßt es aber der Wärter, die Flüssigkeit in 0 nachzufüllen, so wird schließlich der Flüssigkeitsvorrat in D und L vollkommen verdampfen. In dem Augenblick tritt aber sofort eine Temperaturerhöhung sowohl der Fühler als auch des im Kontaktthermometer befindlichen Quecksilbersein, so daß die Fühler den Strom ausschalten und gleichzeitig . das am Kontaktthermometer angeschlossene Klingelwerk das Eintreten des Ereignisses dem Wärter kundgibt, ohne daß, Schaden °ntstehen könnte. Sollte aus irgendeinem Grund der Behälter 0 oder eines seiner Abschlußorgane undicht werden, so würde der Inhalt von O ablaufen können. Der Flüssigkeitsstand kann sich aber dabei im VerdampfungsgefäßD nicht über den Überlauf T heben, ohne daß alsdann die überschüssige Flüssigkeit in dem Sicherheitsgefäß U aufgefangen würde. Von hier kann sie dann nach Behebung des Schadens sofort wieder nach O eingepumpt werden.
  • Es sind bereits sogenannte konstante Wasserbäder bekannt, bei denen aus einem allseits umschlossenen, höher stehenden Gefäß durch ein Zuführungsrohr so viel Flüssigkeit in das tiefer stehende Wasserbad direkt abläuft, bis sich durch das Ansteigen der Flüssigkeit im Wasserbad selbst das Zuflußrohr unten durch Flüssigkeit abschließt. Für große, leistungsfähige Vorrichtungen ist diese Apparatur in der bekannten Ausführung nicht brauchbar aus folgenden Gründen: Hat man z. B. zwischen Hochgefäß O der Abbildung und Verdampfungsgefäß l0 nur ein Verbindungsrohr, das direkt in das Verdampfungsgefäß D oben hineinragt, so erfolgt der Zufluß entgegen der Theorie durchaus nicht gleichmäßig, und zwar deshalb nicht, weil die im Verdampfungsgefäß erwärmte Flüssigkeit direkt im Verbindungsrohr hochsteigt und dauernd die kalte Flüssigkeit nach unten fällt, d. h. es tritt eine regelrechte Zirkula-'-tion der Flüssigkeit ein. Auf diese Weise dient die ganze Apparatur mit ihrer großen Oberfläche der Abstrahlung, und ein wirtschaftliches Arbeiten ist infolge des geringen Heizeffektes kaum zu erreichen. Das Nachströmen der Flüssigkeit erfolgt ungleichmäßig, und zwar nehmen die nur stoßweise zufließenden Mengen zu, je leerer das Gefäß 0 geworden ist.
  • Dem erstgenannten Übelstand ist nach vorliegender Erfindung dadurch abgeholfen, daß das Verbindungsrohr M in ein Hilfsgefäß hineinsticht, das durch das U-förmig nach unten gebogene Rohr l( mit dem Verdampfungsgefäß in Verbindung steht. Auf diese Weise steht die heiße Flüssigkeit in D über dem abfallenden Schenkel in K, so daß eine Wärmezirkulation ganz und gar verhindert wird. Das ungleichmäßige Nachfließen der Flüssigkeit nach L und damit in das Verdampfungsgefäß D wurde dadurch verhindert, daß der Gasweg vom Flüssigkeitsweg getrennt worden ist, und zwar hat es sich als notwendig erwiesen, ein englumiges Rohr R für den Gasweg zu wählen und ein weitlumiges Rohr N für den Flüssigkeitsweg. Die Eintauchtiefe von R und l47 in L muß verschieden gewählt werden. Ebenso ist es notwendig, das englumige Rohr R trichterförmig zu erweitern, weil sonst die Oberflächenspannung der Flüssigkeit das englumige Rohr verschließt, auch wenn der Flüssigkeitsspiegel unter das untere Ende des Rohres R sich abgesenkt hat und somit verhindert, daß Gas durch R nach O und damit Flüssigkeit aus O nach L nachfließt.
  • Es ist durch diese Vorrichtung gelungen, eine nach einmaliger Einstellung durchaus selbständige Vorrichtung zu schaffein, bei der jedes Gefahrenmoment, was besonders bei ihrer Anwendung auf Leuchtgas wichtig ist, ausgeschlossen wird.

Claims (6)

  1. PATFNTANSPRÜCHE. i. Vorrichtung zum gleichmäßigen Verdampfen von Flüssigkeiten, insbesondere zum gleichmäßigen Beladen von Gasen mit Dämpfen, dadurch gekennzeichnet, daß ein von unten in an sich bekannter Weise beheiztes Verdampfungsgefäß (D) durch eine Leitung (,K) mit :einem allseits geschlossenen Hilfsgefäß (L) in Verbindung steht, in das ein Flüssigkeitsrohr (A1) und etwas weniger tief ein engeres Gasausgleichsrohr (R) hineinragt, wobei das Flüssigkeitzuführungsrohr (M) unten an einem hochgelegenen Flüssigkeitsvorratsbehälter (O) und das engere Gasausgleichsrohr (R) an den Gasraum des allseits geschlossenen Vorratsgefäßes (O) oben angeschlossen ist.
  2. 2. Vorrichtung zum gleichmäßigen Verdampfen von Flüssigkeiten, insbesondere zum gleichmäßigen Beladen von Gasen mit Dämpfen nach Anspruch i, - dadurch gekennzeichnet, daß die das Verdampfungsgefäß (D) und das Hilfsgefäß (L) verbindende Leitung (K) U-förmig nach unten gebogen ist.
  3. 3. Vorrichtung zum gleichmäßigen Verdampfen von Flüssigkeiten, insbesondere zum gleichmäßigen Beladen von Gasen mit Dämpfen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das enge Gasausgleichsrohr (R) eine trichterförmige Erweiterung trägt.
  4. Vorrichtung zum gleichmäßigen Verdampfen von Flüssigkeiten, insbesondere zum gleichmäßigen Beladen von Gasen mit Dämpfen nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rohr (X) zwischen dem Gasraum des Verdampfungsgefäßes (D) und dem Gasraum des Hilfsgefäßes (L) den Druckausgleich zwischen beiden herstellt.
  5. 5. Vorrichtung zum gleichmäßigen Verdampfen von Flüssigkeiten, insbesondere zum gleichmäßigen Beladen von Gasen mit Dämpfen nach Anspruch i, z, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdampfungsgefäß (D) in seinem Oberteil mit einem tiefliegenden Auffanggefäß (U) durch eine U-förmige, nach unten gebogene, mit Flüssigkeit gefüllte, als Gasabscbluß dienende überlaufleitung (T) verbunden ist.
  6. 6. Vorrichtung zum gleichmäßigen Verdampfen von Flüssigkeiten, insbesondere zum gleichmäßigen Beladen von Gasen mit Dämpfen nach Anspruch i, 2, 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdampfungsgefäß (D) mit einem Kontaktthermometer (F) zur Auslösung einer Alarmvorrichtung und mit Temperaturfühlern (J) zwecks selbsttätiger Stromregulierung versehen ist.
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