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Dampferzeugungsanlage zur Luftbefeuchtung
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den Elektroden sowohl an die Speiseleitung als auch an eine Überlaufleitung angeschlossen ist und an seiner tiefsten Stelle ein Auslassventil trägt.
Diese Dampferzeugungsanlage kann in vorteilhafter Weise derart ausgestaltet werden, dass die Speiseleitung ein Filter, ein in stromlosem Zustand geschlossenes Elektroventil sowie eine Düse enthält, und dass das Auslassventil zur Entleerung des Verdampfungsgefässes als in stromlosem Zustand geöffnetes Elek- troventil ausgebildet ist, wobei die Erregerleitungen beider Ventile parallel zueinander derart an eine Spannungsquelle angeschlossen sind, dass sie beim Ausschalten der Stromzuleitung zu den Elektroden stromlos werden, und dass ferner in diese Stromzuleitung ein feuchtigkeitsabhängiger Ausschalter eingeschaltet ist, der beide Ventile beim Erreichen eines einstellbaren maximalen Feuchtigkeitswertes stromlos macht.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Dampferzeugungsanlage in Fig. 1 schematisch mit dem Verdampfungsgefäss im vertikalen Mittelschnitt dargestellt ; Fig. 2 zeigt das Verdampfungsgefäss im Querschnitt nach Linie II-II in Fig. 1.
Der wichtigste Bestandteil der ganzen Einrichtung ist das als Ganzes mit 10 bezeichnete Verdampfungsgefäss, das aus irgendeinem nichtleitenden, hitzebeständigen Material, wie z. B. einem Hartglas, bestehen kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Gefäss einen Boden 1 und einen Deckel 2 auf, die durch eine mit zwei Muttern 3 versehene Gewindestange 4 gegen das Mantelrohr 5 gepresst werden, wobei hitzebeständige Dichtungsringe 6 einen guten Abschluss auch dann gewährleisten, wenn durch TemperaturänderungenLängenänderungen der vorgenannten Teile entstehen.
Im Boden 1 ist eine Wasser- zuleitung 7 flüssigkeits dicht eingesetzt, während imDeckel 2 eine Dampfleitung 8 und eine wasserdampfdichte und hitzebeständige Durchführung 9 für die elektrischen Leitungen 11 und 12 angeordnet sind. Selbstverständlich kann sich diese Durchführung auch im Boden 1 befinden, so dass die zu den beiden Elektroden 13 und 14 führenden Leitungen 11 und 12 sowie speziell die Anschlussstellen keinen hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Jede der beiden Elektroden 13 und 14 wird durch einen vertikal gestellten Zylindermantel gebildet, der aus einem Drahtgeflecht besteht. Die äussere Elektrode 13 ist etwas an das Mantelrohr 5 gespannt, während die innere Elektrode 14 ihren Halt mit einzelnen Drähtchen an dem die Gewindestange 4 umgebenden Isolierrohr 15 findet, welches aus Glas oder einem hitzebeständigen Kunststoff bestehen kann.
Wie man sieht, nehmen die beiden Elektroden nicht die ganze Höhe des Verdampfungsgefässes 10 ein, sondern es bleibt sowohl oben wie unten ein elektrodenfreier Raum, wobei sich die Mündung 7a der Wasserzuleitung 7 knapp unterhalb des unteren Elektrodenrandes befindet, also so, dass sich das Gefäss gerade so weit entleeren kann, dass die Elektroden nicht mehr vom Wasser benetzt werden.
Diese Wasserzuleitung 7 ist ausserhalb des Gefässes 10 nach oben geführt und besitzt an ihrem oberen Ende einen Trichter 7d, in welchen eine Kondenswasserleitung 16 mündet. An die Wasserleitung 7 ist auf der Höhe des oberen Elektrodenrandes, also an der Stelle 7b, sowohl eine Speiseleitung 17 wie auch eine Überlaufleitung 18 angeschlossen. Die Speiseleitung 17 ist an das Wasserleitungsnetz angeschlossen und enthält einen Filter 20, ein im stromlosen Zustand geschlossenes Elektroventil 21 und eine Düse 19. An der tiefsten Stelle der Wasserzuleitung 7, also an der Stelle 7c ist eine zur Überlaufleitung 18 führende Entleerungsleitung 22 angeschlossen, die ein Auslassventil 23 enthält, bei welchem es sich um ein im stromlosen Zustand geöffnetes Elektroventil handelt.
Die Dampfleitung 8 besitzt an ihrem Ende eine Düse 8a, aus welcher der Wasserdampf in das weite Verteilungsrohr 24 strömt, welches sich im Luftkanal 25 befindet und das mit Löchern 24a versehen und gegen das von der Düse entfernte Ende leicht geneigt ist, damit allfällig sich bildendes Kondenswasser dorthin gelangen kann, von wo es dann durch die Kondenswasserleitung 16 in den Trichter 7d fliesst.
Ebenso einfach wie der mechanische Aufbau ist auch das elektrische Schaltschema. Vom Stromnetz V führen die beiden Leitungen 11 und 12 zu den beiden Elektroden 13 bzw. 14. Die beiden Leitungen 11 und 12 lassen sich durch einen Ausschalter 26 unterbrechen, sie sind nach dem Ausschalter durch eine Signallampe 27 überbrückt, damit man jederzeit ersehen kann, ob der Schalter geöffnet oder geschlossen ist. Die Leitung 11 enthält ein Amperemeter 28, welches zur Kontrolle des Stromverbrauches dient. An das Stromnetz V ist des weiteren ein Ventilator 29 zur Erzeugung des durch die erfindungsgemässe Einrichtung zu befeuchtenden Luftstromes angeschlossen.
Dieser Ventilator 29 lässt sich durch einen Ausschalter 30 ein-und ausschalten. Irgendwo im befeuch- : eten Luftstrom, also entweder im Kanal 25 oder in einem Raum, der durch den befeuchteten Luftstrom klimatisiert wird, befindet sich ein feuchtigkeitsabhängiger Ausschalter 31, der einen Stromkreis dann unterbricht, wenn die Feuchtigkeit einen einstellbaren Wert erreicht oder übersteigt, und den Stromkreis dann wieder schliesst, wenn die Feuchtigkeit wieder unter den eingestellten Wert absinkt.
Die bei-
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den Elektroventile 21 und 23 sind zueinander parallelgeschaltet und derart an dasStromnetzV angeschlos- sen, dass sie beim Öffnen des Ausschalters 26 sowie beim Ausschalten des Ventilators 29, also beim Öff- nen des Ausschalters 30 sowie dann stromlos werden, wenn die Feuchtigkeit beim feuchtigkeitsabhängigen
Ausschalter 31 den eingestellten Wert erreicht hat.
Wenn man die vorstehend beschriebene Einrichtung in Betrieb setzen will, so muss man nur die bei- den Ausschalter 26 und 30 schliessen : Dadurch wird elektrische Spannung an die beiden Elektroden 13 und.
14 gelegt, der Ventilator 29 fördert Luft, das Elektroventil 21 wird geöffnet und das Elektroventil 23 wird geschlossen. Das Wasser strömt durch den in der Speiseleitung 17 angeordneten Filter mit der durch die
Düse 19 bedingten Zuströmegeschwindigkeit in die Wasserzuleitung 7. Die Bohrung der Düse 19 ist dem vorhandenen Wasserdruck derart anzupassen, dass zirka 20 % mehr Wasser durch die Leitung hindurch- strömt, als zur Verdampfung benötigt wird. Das Wasser gelangt dann durch die Wasserzuleitung'7 in das
Verdampfungsgefäss 10.
Sobald die Elektroden benetzt werden, beginnt der Strom zwischen ihnen zu fliessen, das Wasser wird heiss und es bildet sich Dampf, der sich im oberen Teil des Verdampfungsgefässes, also im Dampfraum an- sammelt. Von dort entweicht der Dampf durch die Dampfleitung 8. Die Dampfmenge, die in den Luft- strom abgegeben werden kann, hängt vom Querschnitt der Düse 8a ab. Da wegen dieser Düse nicht aller Dampf, der sich im Verdampfungsgefäss bildet, sofort wegströmen kann, entsteht im Dampfraum ein
Dampfdruck, der das Wasser nach unten und infolgedessen über die Wasserzuleitung 7 in die Überlauflei- tung 18 drückt. Dadurch wird der vom Wasser benetzte Teil der Elektroden kleiner und infolgedessen geht die Heizleistung und damit die Dampferzeugung zurück, bis der Dampfdruck gleich dem Druck der Wassersäule in der Wasserleitung 7 plus dem Atmosphärendruck ist.
Wenn dann die Heizleistung zu gering zur Aufrechterhaltung des Dampfdruckes ist, steigt der Wasserspiegel im Gefäss 10 wieder und es stellt sich ein Gleichgewicht ein, so dass stets ein konstanter Dampfstrom durch die Düse 8a austritt, u. zw. unabhängig davon, ob die Leitfähigkeit des Wassers etwas grösser oder kleiner ist und auch unabhängig davon, ob die Elektroden neu oder teilweise mit Kalk überzogen sind. Bei neuen Elektroden wird der Wasserspiegel sehr tief stehen ; sobald die untern Teile der Elektroden verkalkt sind, wird der Wasserspiegel automatisch ansteigen, bis die sich an den Elektroden bildende Kalkschicht diese vollständig isoliert.
Es ist nun hier zu bemerken, dass die Elektroden aus einem vorzugsweise korrosionsbeständigen Metallgewebe bestehen, dessen Maschenweite so bemessen ist, dass beim Erhitzen und Abkühlen der grössere Teil des an ihm abgeschiedenen Kalkes in Form von Kalkteilchen, d. h. Würfelchen, Körnchen oder Schuppen vom Gewebe abgesprengt wird.
Sobald die Feuchtigkeit in dem Raum, in dem sich der feuchtigkeitsabhängige Ausschalter 31 befindet, den an ihm eingestellten Wert erreicht hat, öffnet er den die Elektroventile erregenden Stromkreis, so dass die Wasserzufuhr abgestellt und das Auslassventil 23 geöffnet wird, so dass sich das Verdampfergefäss 10 sofort bis zur Höhe der Mündung 7a der Wasserzuleitung 7 entleert. Schmutz und Kalkteilchen werden also auf dem Gefässboden zurückgehalten. Da zur Erregung der Elektroventile geringe Stromstärken genügen, müssen an den feuchtigkeitsabhängigen Ausschalter 31 keine grossen Ansprüche gestellt werden. Sobald die Elektroden 13 und 14 nicht mehr elektrolytisch miteinander in Verbindung stehen, fliesst durch sie kein Strom mehr, so dass die Heizung ausgeschaltet ist.
Durch die Verwendung der elektrolytischen Aufheizung ist auch die nötige Sicherheit vorhanden, dass bei einer allfälligen Unterbrechung der Wasserzufuhr keinerlei Schaden entstehen kann. Sobald die durch den Ausschalter 31 überwachte Luft wieder zu trocken ist, werden die Elektroventile 21 und 23 wieder erregt und die Anlage wird die von der Öffnung der Düse 8a abhängige Wasserdampfmenge dem Luftstrom beimischen.
Zur Wartung der Anlage muss das Gefäss 10 mit den beiden Elektroden 13 und 14 von Zeit zu Zeit gereinigt zu werden. Zweckmässigerweise werden das Gefäss und die Elektroden so dimensioniert, dass eine Reinigung nur alle Jahre einmal nötig ist, wodurch die Wartungskosten auf ein Minimum gesenkt werden können.
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