DE467232C - Selbsttaetiger Betrieb von Verdampfern - Google Patents
Selbsttaetiger Betrieb von VerdampfernInfo
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- DE467232C DE467232C DEA44232D DEA0044232D DE467232C DE 467232 C DE467232 C DE 467232C DE A44232 D DEA44232 D DE A44232D DE A0044232 D DEA0044232 D DE A0044232D DE 467232 C DE467232 C DE 467232C
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- evaporators
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/0082—Regulation; Control
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
- Selbsttätiger Betrieb von Verdampfern Bei Verdampferanlagen ist das selbsttätige Ablassen der Lauge in Abhängigkeit von der Konzentration der Lauge bekannt. Dieses Verfahren wurde jedoch in kontinuierlichem Betrieb durchgeführt. Der kontinuierliche Betrieb hat sich nun aber aus wärmeökonomischen Gründen als ungünstig erwiesen, weil die zugeführte Wärmemenge ungenügend ausgenutzt wurde. Man ist daher zum intermittierenden Betrieb übergegangen, d. h. man hat die Flüssigkeit auf den gewünschten Wert eingedampft, abgelassen und mit der Ausgangslösung den Verdampfer von neuem beschickt, was alles durch Bedienungsleute, also von Hand, besorgt wurde. Durch diesen Übergang zum intermittierenden Betrieb wurde jedoch ermöglicht, claß man mit einer möglichst geringen mittleren Konzentration arbeiten konnte, was z. B. beim Eindampfen von Zucker- oder Kochsalzlösung oder bei der Gewinnung von destilliertem Wasser aus Rohwasser einen wärmeökonomischen Vorteil bedeutete.
- t m die Vorteile beider Verfahren auszunutzen, aber ihre Nachteile zu vermeiden, soll erfindungsgemäß der Betrieb der Verdampfer nunmehr intermittierend und in Abhängigkeit von der Konzentration der Lauge selbsttätig erfolgen.
- In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Abb. i. In einem Rohwasserverdampfer A wird däs Rohwasser durch die Heizschlange b erwärmt und verdampft. Das abdampfende Wasser wird durch eine mittels Schwimmers c geregelte Zufuhr (Rohwasser, z. B. von der Strahlpumpe einer Kondensationsanlage) ersetzt. Die Konzentration von im Rohwasser gelösten und in den Verdampfer gebrachten Stoffen nimmt mit der Zeit zu. Da aber das Ablassen der warmen Lauge stets mit Wärmeverlusten verbunden ist, wenn auch eine Rückgewinnung durch Wärmeaustausch vorgesehen wird, so wird man mit dem Ablassen doch möglichst lange zuwarten, bis die Korrosionsgefahr durch die immer schärfer werdende Lauge oder die zu große Siedepunkterhöhung, die den Wärmetransport wesentlich verschlechtert, oder das Einsetzen einer unzulässigen Inkrustation oder das Überkochen durch Siedeverzug das Zeichen zum Ablassen gibt. Auf diese Grenzkonzentration ist nun ein bekannter elektrolytischer Indikator d eingestellt, dessen Stromdurchfluß so angewachsen ist, daß ein oder mehrere Relais e ansprechen und ein elektrischer oder hydraulischer Betätiger f den Rohwasserzufluß g schließt, das Laugenventil h öffnet, wenn erforderlich, den Heizmittelzutritt i schließt und im Falle von Vakuumbetrieb evtl. noch einen Laugenabsauger k durch öffnen des Ventils l anstellt. Der Indikator d ist zu enterst im Verdampfer angeordnet, wodurch erreicht wird, daß sämtliche Ventile erst wieder auf Betrieb gestellt werden, wenn die Lauge ganz abgeflossen ist.
- Statt die Betätigung dieser Ventile in Abhängigkeit von der Konzentration durch die elektrolytische Leitfähigkeit der Lauge auszulösen, wird dies bei regelmäßigen Betrieben, wo Zeit und Konzentration einander praktisch eindeutig zugeordnet sind, einfacher durch bekannte Zeitrelais elektrisch mit Uhr oder hydraulisch durch Ausflußgefäße ge--;chehen. Ein Beispiel letzterer Anordnung bietet Abb. 2. Ein Gefäß ca ist mit Flüssigkeit gefüllt und dabei in gesenkter Stellung. Die Flüssigkeit fließt durch eine regulierbare öffnung b aus, während welcher Ausflußzeit der Verdampfer im normalen Betriebe ist. Hat sich das Gefäß a um ein bestimmtes Gewicht erleichtert, so dreht die Feder c den Hebel d nach oben (punktiert), wobei sich Hahn e öffnet und das Gefäß a unter, seine Auf füllöffnung gehoben wird. Die Feder c ist so angelegt, daß das auf den -Hebel ausgeübte Moment in der oberen - Hebellage nahezu das gefüllte Gefäß zu tragen vermag. Das Druckwasser betätigt nun "durch Kolben g die verschiedenen Ventile h des Verdampfers. Durch das entsprechend der Ent=-leerungszeit des Verdampfers eingestellte Ventil i wird das Gefäß a gefüllt, welches dann -in die Ausgangsstellung zurficksinkt, worauf das Spiel wieder beginnt.
- Besteht die Ver dampferanlage aus mehreren parallel arbeitenden Verdampfern mit selbsttätiger Betätigung, so ist in bestimmten Fällen wichtig, - daß die einzelnen Apparate abwechslungsweise ablaugen, damit eineWärmerückgewinnung mit kleineren Austauschern geschehen kann, und Zu- und-Abflußleitungen sowie Laugenabsauger nicht überlastet werden. Zu diesem Zwecke können die Betätigungsvorrichtungen der einzelnen Verdampfer gegenseitig verriegelt werden, wie Abb. 3 für drei Verdampfer beispielsweise zeigt.
- Der erste Verdampfer sei gerade in -der Entleerungsphase. Die Lauge im Indikator d läßt so viel Strom durch, daß das Relais e anspricht, wodurch der Betätigungsstrom für den Betätiger f (Abb. i) eingeschaltet und die Abschließungen k bewegt werden. Gleichzeitig werden aber die primären Stromkreise der übrigen Verdampfer geöffnet, so daß während der Entleerungszeit des ersten Verdampfers die Möglichkeit genommen ist, daß auch andere Verdampfer ablaufen.
- Auf eine analoge, nur einfachere Weise kann bei Mehreffektverdampfern eine gewünschte Gleichzeitigkeit der Entleerung erreicht werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betrieb von Verdampfern, -dadurch- gekennzeichnet, daß das Ablassen der Lauge intermittierend und in Abhängigkeit von der Konzentration der Lauge selbsttätig erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung der Betätigung der Ventile auf an sich bekannte Art durch die elektrolytische Leitfähigkeit der Lauge erfolgt.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen z -und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an sich bekannte elektrolytische Indikator zu ünterst am Verdampfer angeordnet ist. " q.. Anlage zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle mehrerer gleicharbeitender Verdampfer (Verdampfergruppe) dieselben gegeneinander so verriegelt sind, daß gleichzeitig nur einer der. Verdampfer sich entleeren kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA44232D DE467232C (de) | 1925-02-13 | 1925-02-13 | Selbsttaetiger Betrieb von Verdampfern |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA44232D DE467232C (de) | 1925-02-13 | 1925-02-13 | Selbsttaetiger Betrieb von Verdampfern |
| DE1766622X | 1925-02-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE467232C true DE467232C (de) | 1928-10-22 |
Family
ID=25963969
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA44232D Expired DE467232C (de) | 1925-02-13 | 1925-02-13 | Selbsttaetiger Betrieb von Verdampfern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE467232C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3033815A1 (de) * | 1980-09-09 | 1982-04-15 | Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf | Verfahren zur regelung des fluessigkeitshaushalts in einer verdunstungsanlage |
-
1925
- 1925-02-13 DE DEA44232D patent/DE467232C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3033815A1 (de) * | 1980-09-09 | 1982-04-15 | Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf | Verfahren zur regelung des fluessigkeitshaushalts in einer verdunstungsanlage |
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