DE46494C - Kraftmesser - Google Patents
KraftmesserInfo
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- DE46494C DE46494C DENDAT46494D DE46494DA DE46494C DE 46494 C DE46494 C DE 46494C DE NDAT46494 D DENDAT46494 D DE NDAT46494D DE 46494D A DE46494D A DE 46494DA DE 46494 C DE46494 C DE 46494C
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- G07F17/04—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for anthropometrical measurements, such as weight, height, strength
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Kraftmesser.
Die nachstehend beschriebene Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, um die Kraft,
welche von einer oder mehreren Personen mittelst der Hände oder durch die Füfse ausgeübt
wird, zu messen, und zwar in solcher Weise, dafs eine bezw. mehrere Personen, welche auf einem Sattel sitzen, eine mit
Schwungrad versehene Welle in Drehung setzen und die Geschwindigkeit der Welle gemessen
wird, oder aber dafs der von den Füfsen geleisteten Kraft durch eine entgegengesetzt
wirkende Kraft- welche durch Handzüge von . der anderen Seite der Maschine auf die Welle
übertragen wird, ein gewisser Widerstand entgegengesetzt wird.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Apparates,
Fig. 3 zeigt einen Grundrifs von Fig. 1.
Fig. 4 zeigt in Seitenansicht die Verbindung des Sattels mit einem Wäge - Apparat.
Fig. 5 bis 9 beziehen sich auf Einzelheiten des Kraftmessers;
Fig. 5 ist eine Seitenansicht des bei dem Kraftmesser in Anwendung kommenden Sperrgetriebes,
Fig. 6 zeigt dasselbe in perspectivischer Ansicht mit theilwe'ise abgenommenem Mantel.
Fig. 7 zeigt die Sperrung für das Uhrwerk eingeklinkt. Fig. 8 stellt dasselbe ausgeklinkt dar.
Fig. 9 ist ein Grundrifs dieser Sperrung.
In dem Gestell α2, welches auf der Stange a3
verschiebbar angeordnet ist, ist die Kurbelwelle α gelagert, welche an beiden Seiten mit
Tritten a1 sowie mit einem Zahnrad b versehen
ist. Letzteres treibt das in dem Gestell a1 gelagerte Zahnrad b1, auf dessen Welle c
das Kettenrad b2 sitzt. Das Gestell a2 besitzt
einen Ständer d mit verstellbarem Handgriff rf1. Hinter der Welle α ist der Ständer e angeordnet,
dessen Sitz e1 federnd auf der Schraubenspindel e2 befestigt ist; letztere kann durch
Drehen der Zahnräder e3 und e4 von der
Kurbel e5 aus höher oder tiefer gestellt werden.
Nach der vorderen Seite hin ist in Lagern g am Rahmen h die Welle f drehbar angeordnet.
Auf die Welle f ist das Schwungrad i fest aufgekeilt und ein Sperrgetriebe k
angeordnet; letzteres wird von der Kette Ar2 in Umdrehung versetzt und nimmt bei seiner Umdrehung
in der einen Richtung auch die Welle f mit. Ist dagegen der Welle durch das Sperrgetriebe k eine gewisse Umdrehungsgeschwindigkeit
ertheilt worden, so eilt dieselbe dem Sperrgetriebe k vor, wenn letzteres
sich langsamer drehen sollte; die Welle f und das Sperrgetriebe sind dann ausgeklinkt. Diese
Einrichtung hat den Zweck, zu verhüten, dafs mit der Verminderung der Geschwindigkeit,
welche beim Treten der Tritte ax a1 aufgewendet
wird, die Tritte durch die lebendige Kraft der Welle f weiter gedreht und die
Füfse der Operirenden dadurch verletzt werden.
Das Sperrgetriebe, welches der Erfinder in Anwendung bringt, hat die in Fig. 5 und 6
dargestellte Einrichtung. Mit der Welle f ist der mit ausgecurvter Fläche versehene Stern fl
fest verbunden, Seitlich an dem Stern f1
sitzen die beiden Bordscheiben j/·, in welche
die an den Sperrklinken χ seitlich sitzenden Zapfen \ eingreifen. Die Sperrklinken χ sind
in dem Mantel K des Sperrgetriebes k drehbar; sie stemmen sich gegen die Aushöhlungen
des Sternes f1 oder entfernen sich von denselben,
je nachdem die die Zapfen \ der Sperrklinken χ führenden Bordscheiben y gegen
den Mantel K des Sperrgetriebes beim Rotiren des letzteren zurückbleiben oder voraneilen.
Die Bordscheiben y sitzen zwischen dem Sterne f1 und dem Mantel K mit Reibung
an dem ersteren lose auf der Welle f. Der Mantel K des Sperrgetriebes k ist mit dem
Kettenrad kx durch Zapfen fest verbunden und wird stets in Richtung des Pfeiles, Fig. 6, angetrieben.
Die Sperrklinken χ haben an ihren freien Enden eine Spitze, welche Spitzen sich
gegen die Aushöhlung des Sternes f1 stemmen
und bei der Umdrehung des Mantels K den Stern so umdrehen. Wird demnach von den
Tritten a1 a1 der Mantel K des Sperrgetriebes k
in Drehung versetzt, so finden die Bordscheiben genügende Reibung an den Stirnflächen
des Sternes f1, um etwas gegen den Mantel K zurückzubleiben. Infolge dessen
stemmen sich die Sperrklinken χ in die Aushöhlung des Sternes f1 und veranlassen die
Mitnahme desselben und so die Drehung der Welle f. Besitzt dagegen die Welle f eine
Geschwindigkeit, welche gröfser ist als diejenige des Mantels K des Sperrgetriebes k (was
erfolgt, wenn durch Ermüdung des Tretenden die Tritte al a1 nicht mehr bewegt werden,
dagegen die Welle f infolge der Trägheit der mit ihr verbundenen Masse sich weiter dreht),
so werden die mit den Zapfen ^ der Sperrklinken χ verbundenen Bordscheiben infolge
der Reibung, welche sie an dem rotirenden Stern fl finden, mitgenommen und die Sperrklinken
infolge dessen von den Aushöhlungen des Sternes f1 abbewegt. Sie kommen damit
aufser Eingriff mit dem Stern f1, so dafs das
Sperrgetriebe k und die mit demselben verbundenen Fufstritte a1 al sich" unabhängig von
der Welle bewegen oder auch stillstehen können. Zwei andere solcher Sperrgetriebe k3 und ki
werden durch Seile A:5, welche um dieselbe herumgeführt, sowie über die Führungsrolle ke,
Fig. ι und 2, geleitet sind, in ähnlicher Weise angetrieben. Die Enden dieser Zugseile sind
mit Handgriffen k1 versehen, durch welche der Apparat in Gang gesetzt werden kann. Diese
zwei Sperrgetriebe k3 und k*, welche durch
Handzug in Thätigkeit gesetzt werden, sollen dazu dienen, gleichzeitig einer zweiten Person
die Mitbenutzung des Apparates in solcher Weise zu gestatten, dafs eine Person auf dem
Sitz e1 die Tritte a1 tritt und die andere an
den Handgriffen k1 zieht. Für jeden Seilzug ist ein Sperrgetriebe erforderlich. Die drei
Sperrgetriebe k k3 ft4 wirken alle nach einer
und derselben Richtung derart, dafs sie in dem Falle, wo die Sperrgetriebe gröfsere Geschwindigkeit
besitzen, als die Welle f besitzt, letztere mitnehmen, dagegen in dem Falle, wo die
Geschwindigkeit der Welle f gröfser ist als diejenige der Sperrgetriebe, die Welle f von
von dem Sperrgetriebe ausklinken. Die Wirkungsweise aller drei Sperrgetriebe ist also die
gleiche, wie die beschriebene des Sperrgetriebes k.
An dem Ständer h ist ein Zählwerk I angeordnet,
welches durch die endlose Schnur m und Schnurscheibe JW1Ot2 angetrieben wird.
Dieses Zählwerk / giebt die Tourenzahl der Welle f an. Das Uhrwerk ρ dient dazu, die
Zeit anzugeben, während welcher der Apparat in Gang ist. Gleichzeitig soll auch das Uhrwerk
das Zählwerk / in und aufser Verbindung mit der Welle f bringen. Um dies zu erreichen,
trägt die Welle des Uhrwerks ρ an ihrem äufseren Ende ein Rad ρ1 (s. auch Blatt II), welches
die Lage des Hebels r beeinfiufst, dessen eines Ende, mit Laufröllchen r2 versehen, sich
gegen die Schnur m legt und dadurch verursacht, dafs beim Gang des Uhrwerks ρ die Schnur m
gegen die Schnurscheibe m 1 auf der Welle f
und die Schnurscheibe m2 auf der Welle des Zählwerks / geprefst wird und so infolge der
Drehung von m1 das Zählwerk selbst in
Thätigkeit gesetzt wird. Diese Stellung des Hebels r und der Schnur m ist in Fig. 8 veranschaulicht.
Hierbei ist das Uhrwerk ρ so beschaffen, dafs es das Zählwerk eine bestimmte
Zeitspanne, z. B. eine Minute, hindurch in Thätigkeit setzt. Hat die Kammscheibe p1
eine volle Umdrehung ausgeführt, so fällt das Ende r1 des Hebels r in den Einschnitt^2
der Kammscheibe p1 und der Hebel r lä'fst
mit seinem Ende r2 durch sein Abwärtsdrehen die Schnur m spannungslos werden. Diese
Stellung zeigt Fig. 7. Um jede weitere Bewegung des Zählwerks / zu verhindern, nachdem
die bestimmte Zeitspanne, während welcher dasselbe in Thätigkeit war, abgelaufen ist,
besitzt die Riemscheibe m2 zwei Zäpfchen m3
und der Hebel r eine Anschlagnase r3. Wenn das Ende r1 des Hebels r in den Einschnitt p2
der Kammscheibe ρ : einfällt, so tritt die Anschlagnase
r3 vor eines der Zäpfchen in3 und verhindert auf diese- Weise das Weiterdrehen
der Schnurscheibe m2. Um auch das Weiterbewegen des Uhrwerks p, nachdem das Hebelende
rl in den Einschnittp2 des Kammradespl
eingefallen ist, zu verhindern, besitzt die Kammscheibe p1 einen Zapfen pi, welcher in
die Gabel der an dem Obergestell drehbar angeordneten Sperrklinke ps greift, wenn der
Hebel r in den Einschnitt p2 eingefallen ist, so dafs auch hierdurch die Weiterbewegung
des Uhrwerks verhindert wird.
Claims (3)
- Bei Beginn der Kraftprobe wird die Sperrklinke p3 durch einen Wärter oder eine zweite Person ausgehoben.Oberhalb der Welle f, auf dem Ständer s drehbar angeordnet, liegt der Hebel t, dessen eines Ende mit dem Bremsband u einer Bremse verbunden ist. Dieses Bremsband läuft über die Scheibe ν auf der Welle f und ist an dem Ständer s befestigt. Das andere Ende des Hebels t ist durch ein Gewicht w beschwert." Durch die Thätigkeit der Bremse wird für den Kraftmesser bezw. für den seine Kraft messenden ein künstlicher Widerstand geschaffen.Der Apparat ist wesentlich für Sportzwecke bestimmt, um die Kraft oder die Geschwindigkeit, welche eine Person der Welle f während einer bestimmten Zeit ertheilt, zu messen. Es erfolgt dies in der Weise, dafs diejenige Person, welche ihre Kraft erproben will, sich auf den Sattel e1 setzt und mit den Füfsen gegen die Tritte a1 drückt, wodurch die den Tritten ertheilte Bewegung auf die Welle f übertragen wird. Die Welle f ist in beschriebener Weise mit dem Zählwerk I in Verbindung gebracht. Das Uhrwerk wird von einer zweiten Person in Gang gesetzt und die Umdrehungen der Welle während dieser Zeit gezählt. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit, z. B. einer Minute, wird das Zählwerk durch das abgehobene Ende r1 des Hebels r, nachdem es in den Einschnitt ρ 2 des Kammradesp1. gekommen, aufser Thätigkeit gesetzt und der Operirende kann dann die Tourenzahl, welche er der Welle f ertheilt hatte, an dem Zählwerk ablesen. Der Operirende kann so die Schnelligkeit seiner Bewegung durch das Zählwerk prüfen. Auch können zwei Personen zugleich ihre Kraft in Summa messen, wenn eine zweite an den Handgriffen k1 zieht und dadurch die geleistete Arbeit der gegen die Tritte ^1O1 wirkenden ersten Person unterstützt. Soll der Versuch nur so angestellt werden, dafs eine möglichst hohe Geschwindigkeit der Welle f gegeben werde, so wird nur das Zählwerk eingerückt, die Bremse u dagegen aufser Thätigkeit gebracht. Soll dagegen gleichzeitig eine Kraftprobe gemacht werden, so wird die Bremse u zur Erzeugung eines künstlichen Widerstandes für die Welle auch noch in Thätigkeit gebracht. Für eine Probe lediglich in Bezug auf die auszuübende Kraft wird die Bremse allein benutzt und das Zählwerk ausgerückt. Der Apparat kann entweder von dem Sattel e1 aus durch Bewegen der Tritte a1 oder auch allein durch Ziehen an den Handhaben k7 in Thätigkeit gesetzt werden.In Fig. 4 ist der Sattel gleichzeitig in Verbindung mit einer Waage zur Bestimmung des Körpergewichtes der operirenden Person gezeichnet. Hierbei ist der Sattel e1 auf einem Hebel e6 angeordnet, dessen eines Ende an dem Ständer e drehbar gelagert ist und dessen anderes Ende an der Zugkette e7 einer Waage e8 hängt. Letztere wird vom Support e9 getragen. Der Hebel e6 kann an dem Ständer d auf- und abgleiten und durch Einziehen des einen Bolzens in die Löcher ds am Ständer d unterhalb der Büchse d2 festgelegt werden.Aufser dem Zählapparat, welcher die Anzahl der Umdrehungen innerhalb gewisser Zeit angiebt, kann ein Zählwerk angeordnet werden, welcher die gesammte Tourenzahl der Welle f mifst.Patenτ-Aνsprüche:ι . Ein Kraftmesser zum Erproben körperlicher Kraft, bei welchem durch Tritte α1 oder Handgriffe k 7 die Welle f in Rotation gesetzt wird, deren Rotation entweder durch die Bremse u ein Widerstand entgegengesetzt wird, oder deren Geschwindigkeit durch ein Zählwerk gemessen wird, wobei das Uhrwerk ρ unter Vermittelung der Kammscheibe p1 und des Hebels r das Functioniren des Zählwerks nur während einer bestimmten Zeit zuläfst, nach welcher letzteres und auch das Uhrwerk durch Vermittelung der Sperrklinken p3 und des Zäpfchens j>4 ausgerückt werden.
- 2. An dem unter i. gekennzeichneten Kraftmesser die Anordnung der Sperrgetriebe k k3 A4 mit dem auf der Welle befestigten Stern f\ den an dem Stern f1 mit Reibung verdrehbaren Bordscheiben j- und den Klinken χ derart, dafs die Welle f nur in Rotation gesetzt wird, wenn die Geschwindigkeit derselben geringer als die von den Tritten a1 oder den Handgriffen k1 erzeugte Drehung des Mantels K des Sperrgetriebes k ist.
- 3. An dem unter 1. gekennzeichneten Kraftmesser die Anordnung des Sattels e1 auf dem Hebel e6, dessen freies Ende auf dem Wäge-Apparat e8 einwirkt, zur gleichzeitigen Angabe des Körpergewichtes der operirenden Personen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46494C true DE46494C (de) |
Family
ID=321598
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT46494D Expired - Lifetime DE46494C (de) | Kraftmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46494C (de) |
-
0
- DE DENDAT46494D patent/DE46494C/de not_active Expired - Lifetime
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