DE462196C - Umlenkbock fuer die Endpunkte von Baggerstrossen bei Kettenbahnanlagen fuer Trockenbaggerbetriebe - Google Patents

Umlenkbock fuer die Endpunkte von Baggerstrossen bei Kettenbahnanlagen fuer Trockenbaggerbetriebe

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DE462196C
DE462196C DEW71513D DEW0071513D DE462196C DE 462196 C DE462196 C DE 462196C DE W71513 D DEW71513 D DE W71513D DE W0071513 D DEW0071513 D DE W0071513D DE 462196 C DE462196 C DE 462196C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C47/00Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines
    • E21C47/02Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines for coal, brown coal, or the like

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  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

Bei fortschreitendem Abbau müssen entsprechend dem Fortschreiten des Baggergleises und der darauf stehenden Bagger die an den Enden des Baggergleises sich befindlichen Kettenböcke um die betreffende Schnittstärke des Baggers verschoben werden. Diese Verschiebung beträgt je nach Art des Baggers bis zu 3 m. Bei den bisher üblichen Verfahren mußten ίο bis 15 Mann den Kettenbock bis an seinen neuen Standort verschieben, wobei die bei diesem Transport notwendige Betriebsunterbrechung je nach den örtlichen Verhältnissen 1 bis 3 Stunden dauerte.
Um diese Mißstände zu beseitigen, war man bestrebt, einen möglichst Zeit und Arbeit sparenden Bock zu konstruieren.
Eine dementsprechende Einrichtung ist bereits durch die deutsche Patentschrift 393 542 bekannt geworden. Der danach bekannte
ao Dehnsche Bock ist verschieb- und feststellbar angeordnet auf einem senkrecht gegen den Abbaustoß hin verlaufenden und jedesmal vorzustreckenden Gleis aus Baggerschwellen und Baggerschienen. Die Anlage dieses Gleises und Einstellung des Bockes auf die Höhe des Baggergleises macht die Ausschachtung eines Lagerbettes von 5 m Breite und etwa 40 cm Tiefe erforderlich, in das das Bockgleis eingebaut wird. Der Dehnsche Bock ist auf diesem Gleis durch um den Schienenkopf greifende Klauen gegen seitliches Verschieben und Umkippen gesichert. Die Fortbewegung geschieht auf unter dem Bocke befindliche'.!
Rädern und wird durch eine Zahnstangenwinde, die hinter dem Bocke schiebend wirkt, oder durch eine Kabelwinde, die vorn am Bock aufmontiert ist und deren Seil um eine in der Bockgleissohle verankerte Umlenkrolle führt, ziehend getätigt. Die Feststellung des Bockes erfolgt durch eine unter demselben auf den Schwellen befestigte Zahnstange, in die eine am Bock befindliche Sperrklinke eingreift.
Mit dem Dehnschen Bock sollte der Umbau während des Betriebes ausgeführt und dadurch die bisher durch den Umbau verursachten Betriebspausen vermieden werden.
Eine Verbesserung des Dehnschen Verfahrens wird nun durch einen Bock erreicht, der alle bei diesem Verfahren aufgeführten Arbeitsmomente und Fortbewegungshilfsmittel in sich vereinigt und sich direkt auf der Baggergleissohle fortbewegt. Die Ausschachtung des Bettes für das Bockgleis, die Anlage des Gleises selbst, das Verlegen der Umlenkrolle, SS das \rerlegen der Zahnstange sind nicht mehr nötig. Auch das Umbauen während des Betriebes mußte verworfen werden, da Störungen durch die Kette sich einstellten. Besonders das unvermeidliche Umwerfen der Wagen in der Baggergleiskurve und die dadurch bedingte Gefährdung der Rückmannschaften auf dem Baggergleis sowie der Umstand, daß die Kette sich nicht in die Mitnehmer der Wagen legte und in der weiteren Folge von den Wagen herunterfiel, waren aus-
schlaggebend, daß man den Umbau in die halbstündigen Betriebspausen verlegte.
Dieses wird bei Anwendung des Erfindungsgegenstandes, welcher einen Kettenbahnumlenkbock für den Baggerbetrieb im Braunkohlentagebau betrifft, dadurch erreicht, daß der Umlenkbock aus zwei auf der Baggergleissohle stehenden, quer zur Strossenrichtung gegeneinander verschiebbaren und sich ίο gegenseitig waagerecht führenden Rahmengestellen besteht, deren ■ eines die Kettenscheibe trägt und die beide mit nach Art der Bockwinden ausschieb- und einziehbaren Stützfüßen versehen sind, so daß durch Ausschieben der Füße des einen Rahmens jeweils der andere an dem ersten frei hängend wird und so in den Führungen einerseits mittels Rollen und andererseits mittels Laufschienen und durch eine zwischen beiden Rahmen eingeschaltete waagerechte Zahnstangenwinde verschoben werden kann. Ein weiteres Neuheitsmerkmal der Erfindung wird durch den Anschluß der Gleisenden mittels langer Laschen (etwa 1 m) und zwischen diese von oben einschiebbarer, von den Füßen befreiter Schienenpaßstücke und durch die Anordnung zweier um Anlenkbolzen schwenkbarer und in der Stützrichtung zusammenklappbarer eiserner Streben zur Verhütung eines Kippens des Bockes durch Kettenzug vom Bagger her zum Ausdruck gebracht.
In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι eine Draufsicht,
Abb. 2 eine Seitenansicht, Abb. 3 eine Stirnansicht und Abb. 4 eine Schienenverbindung, deren Paßstück g und Lasche h dargestellt ist. Der Hauptbock ist in den Hilfsbock mittels Gleitrollen a1, ar, α3, α4 so eingehängt, daß einmal der Hilfsbock und das andere Mal der Hauptbock vorgeschoben werden kann. In den acht Säulen der beiden Böcke wird je eine Zahnstangenwinde c1, c2, cs, c* usw. eingebaut, mittels welcher einmal der Hilfsbock und das andere Mal der Hauptbock gehoben wird, so daß sich der freie Bock leicht verschieben läßt.
Dieses Verschieben wird durch Betätigung einer Zahnstangenwinde b, die einerseits ziehend und andererseits schiebend wirkt, bewerkstelligt. Vor dem Verschieben des Hauptbockes muß die in denselben liegende Gleiskurve in ihren Verbindungen mit dem Baggerfahrgleis und dem anderen Gleis gelöst werden. Die durch das Verschieben des Hauptbockes entstehenden Lücken werden folgendermaßen ausgefüllt:
In Laschen von etwa 1 m Länge werden in Abständen von etwa 5 cm Löcher gebohrt.
Sodann wurden Schienenpaßstücke von 5, 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45 und 50 cm Länge, an denen der Fuß abgebrannt war, geschnitten. In die Enden der festliegenden Kurvenschienen werden anstatt der Bolzenlöcher längliche Aussparungen von etwa 15 cm gebrannt, so daß die Laschen bei einem Lückenraum von unter 60 cm Länge immer passen. Sind nun die Laschen angeschraubt, so werden die Paßstücke je nach Bedarf einfach von oben eingesetzt, wodurch die Verbindung dann hergestellt ist.
Bei größerer Belastung des Bockes durch den Kettenzug ist ein Abspreizen gegen Umstürzen und Verschieben des Bockes an der Längsseite notwendig, und dementsprechend wurden auch zwei Eisenstützen d1, dz, welche um den Bolzen e1, ea drehbar und um den Bolzen/1, /2 zum Hochklappen eingerichtet und der Länge nach verstellbar sind, angebracht. Das Verschieben der beiden Böcke geht folgendermaßen vor sich:
Die Kette wird während des Abschließens der Kurven vom Bagger 3 bis 5 m beigefahren und der Hauptbock durch die vier Säulenwinden gehoben. Hierauf werden die zwei Stützen vom Hilfsbock, welcher vorgeschoben wird, hochgeklappt, die vier Winden vom Hilfsbock herausgedreht, diejenige des Hauptbockes eingezogen und die Stützen heruntergeklappt. Sodann wird der Hauptbock vorgeschoben und die Gleislücken ausgefüllt. Während dieser Arbeit muß das Rücken des Baggergleises, welches getrennt von dem Verschieben des Bockes mittels Buckauer-Rückwinden vor sich geht, erfolgt sein. Diese Arbeitsleistung kann in höchstens 30 Minuten von vier Mann ausgeführt werden. Diese Zeit kann nun noch dadurch um die Hälfte verringert werden, daß in zwei getrennten Pausen je ein Bock in Angriff genommen wird. In der ersten Pause wird der Hilfsbock allein vorgeschoben und festgelegt, während der Hauptbock mit Gleisanlage unberührt bleibt. In der zweiten Pause wird dann der Hauptbock vorgeschoben und die vorerwähnten Arbeiten erledigt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Umlenkbock für die Endpunkte von Baggerstrossen bei Kettenbahnanlagen für Trockenbaggerbetrieb in Tagebauen, gekennzeichnet durch zwei auf der Baggergleissohle stehende, quer zur Strossenrichtung gegeneinander verschiebbare und sich gegenseitig waagerecht führende Rahmengestelle, deren eines die Kettenscheibe trägt und die beide mit nach Art der Bockwinden ausschieb- und einziehbaren Stützfußen versehen sind, so daß durch Ausschieben des einen Rahmens jeweils der
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    andere an dem ersten frei hängend wird und so in den Führungen verschoben werden kann.
  2. 2. Umlenkbock nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die gegenseitige Führung der beiden Rahmen mittels Rollen des einen und Laufschienen des anderen und durch eine zwischen beiden Rahmen eingeschaltete waagerechte Zahnstangenwinde.
  3. 3. Umlenkbock nach xA.nspruch i, gekennzeichnet durch den Anschluß der Gleisenden mittels entsprechend langer Laschen (etwa 1 m) und zwischen diese von oben einschiebbarer, von den Füßen befreiter Schienenpaßstücke.
  4. 4. Umlenkbock nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch zwei um Anlenkbolzen schwenkbare und in der Stützrichtung zusammenklappbare eiserne Streben zur Verhütung eines Kippens des Bockes durch Kettenzug vom Bagger her.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEW71513D 1926-01-24 1926-01-24 Umlenkbock fuer die Endpunkte von Baggerstrossen bei Kettenbahnanlagen fuer Trockenbaggerbetriebe Expired DE462196C (de)

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