DE46148C - Bogen-Calander mit selbstthätigem Ein- und Ausleger - Google Patents

Bogen-Calander mit selbstthätigem Ein- und Ausleger

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DE46148C
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DE
Germany
Prior art keywords
grippers
lever
shaft
sheet
calander
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT46148D
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English (en)
Original Assignee
CHN. MANSFELD in Leipzig-Reudnitz
Publication of DE46148C publication Critical patent/DE46148C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G9/00Other accessories for paper-making machines
    • D21G9/0063Devices for threading a web tail through a paper-making machine

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  • Discharge By Other Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE SB: Papierfabrikation.
Die auf beiliegender Zeichnung dargestellte Vorrichtung hat den Zweck, die Bogen bei A selbstthätig in den Calander einzuführen und dieselben, nachdem sie diesen verlassen haben, wieder aufzufangen und abzulegen.
Von der Antriebwelle 1 des Calanders (Fig. ι bis 4) werden mittelst eines offenen und eines gekreuzten Riemens 2 und 3 auf der Welle 4, welche für jeden Riemen eine lose und eine feste Scheibe trägt, zwei verschiedene Umdrehungen und Geschwindigkeiten erzeugt. Die Umschaltung erfolgt, indem die an der Seilscheibe 5 verschiebbar angebrachten Knaggen 6, 6 die auf der senkrechten Welle 7 befestigten Hebel 8 und 9 bewegen. Dadurch, dafs letzterer mittelst Stiftes 10 mit der Ausrückerschiene 11 verbunden ist, werden die Riemen 2 und 3 so geführt, dafs entweder der gekreuzte von der losen auf die feste und der offene von der festen auf die lose Scheibe gleitet, oder umgekehrt.
Zunächst wird von der Welle 4 aus durch den Riemen 12 die Bewegung auf das Zahngetriebe 13 und von hier auf den mit' Zahnsegment versehenen, auf der Welle 14 schwingenden Doppelhebel 15 übertragen. Infolge dieser Bewegung werden durch den am Ende des Hebels 15 befestigten Einlegers die Bogen vorgeschoben. Hierbei wird (nach Fig. 5 und 6) der auf den Schienen 16 gleitende Schlitten 17 durch den schwingenden Hebel 15 vor- und zurückbewegt, begrenzt durch den im Schlitz 18 des Hebels 15 verstellbaren Bolzen 19. An der Verbindungsstelle von 15 und 17 ist die Oeffnung im Schlitten länglich ausgebohrt, so dafs etwas »todter Gang« entsteht, welcher beim Vorwärtsgehen des Hebels dahin ausgenutzt wird, dafs der auf dem Bolzen 20 des Schlittens 17 drehbare Hebel 21, welcher die durchgehende und mit den Greifern 22, 22a fest verbundene Welle 23 trägt, mittelst des Armes 24 heruntergezogen wird. Infolge dessen drücken die Greifer 22, 22a auf die auf der Welle 25 entsprechend befestigten Greifer 26, 26a.
In dieser Stellung verbleiben die Greifer 22 und 26 während des ganzen Vorschubes. Beim Umschalten vor dem Zurückgehen werden durch den todten Gang des Hebels 15 die Greifer 22 durch die umgekehrte Drehung des Armes 24 und des Hebels 21 aufwärts gehoben. Rechts und links an den Calandergestellen sind die Lagerzapfen 27 befestigt und auf .diesen drehbar die vorn durch den Blechstreifen 28 verbundenen gebogenen Doppelhebel 29, welche jedoch bei einer bestimmten Abwärtsbewegung des längeren Armes von in den Gestellen befestigten Stiften getragen werden. Eine am Hebel 15 angebrachte Nase 30 drückt im letzten Augenblick des Zurückgehens gegen das kürzere gebogene Ende α dieses Doppelhebels 29, schiebt dieses zurück und dadurch das lange Ende b mit dem Blechstreifen 28 aufwärts.
Die Wirkungsweise des Einlegers ist nun folgende:
Die auf dem Tisch A befindlichen Bogen werden, wenn der Ein- und Ausleger zurückgeschoben (durch unterbrochene Striche angedeutete Stellung, Fig. 1 und 3), also Greifer 22 und 26 geöffnet und der lange Arm b des Doppelhebels 29 hochgedrückt ist, von der
Hand des den Calander Bedienenden zwischen den Greifern 22 und 26 durch bis gegen den Blechstreifen 28 geschoben; beim Vorgehen von 15 werden zunächst die oberen Greifer auf die unteren gedrückt, dann wird durch den gleichzeitigen Vorschub der am Hebel 15 sitzenden Nase 30 das kurze Ende a des Doppelhebels 29 frei und das lange Ende b mit dem Blech 28 fällt durch das Eigengewicht herunter. Die Bahn des zwischen den Greifern befindlichen Bogens ist nun frei und der Ausleger wird so weit vorgeschoben, bis der Bogen von der bekannten, an der oberen Walze angebrachten Bänderführung 31 erfafst und durch die Walzen geführt wird.
Da der Blechstreifen 28 der Walzenmittellinie nie parallel liegt, wird der Bogen stets gerade eingelegt, also Ausschufs vermieden. Die Bethätigung des Bogenablegers erfolgt durch die Scheibe 5 am Wechselgetriebe, welche die verstellbaren Knaggen 6, 6 trägt (Fig. 3 und 4).
Entsprechend der Scheibe 5 ist vorn an dem Calander die Scheibe 32 gelagert, über beide führt das endlose Drahtseil 33, während die Böcke 34 die zur Führung des Ablegers dienenden Rahmen 35 und den Ablegetisch B tragen.
Die durchgehende Welle 36, welche im Rahmen 35 gelagert ist, trägt, fest mit ihr verbunden und gleichmäfsig vertheilt, die Greifer 37, 37a. Innerhalb der Führungen sind die beiden Doppelhebel 38, 38a so auf den Keilen 39a (Fig. 7) befestigt, dafs sie, weil die Nuth breiter als der Keil ist, ein Drehen dieser Hebel um den Winkel α zulassen. Leicht ersichtlich ist nun, dafs beim Zurückdrücken des langen Armes d des Hebels 38 um den Winkel α der kurze Arm c und mit diesem die durchgehende Welle 39 um den Winkel α vorgedrückt, dagegen die auf der Welle 39 befestigten Greifer 40, 40a abwärts auf die Greifer 37, 37a geprefst werden. Der lange Arm d ist am Ende durch die Ansätze 41 (Fig. ι und 3) mit dem über Scheiben 5 und 32 geschlungenen endlosen Seil gekuppelt. Am Ende des Rahmens ist verstellbar die die feststehenden Greifer 42 tragende Welle 43 eingebaut, und wie vorn sind auch hier die seitlichen Doppelhebel 44 um einen bestimmten Winkel β auf dem Keil 45 (Fig. 3) drehbar. Es wird also hier wieder, beispielsweise beim Zurückdrücken des langen Endes ^1 des Hebels 44 um den Winkel ß, das kurze Ende C1 und mit diesem die durchgehende Welle 46 um den Winkel β vor, dagegen die auf der Welle 46 befestigten Greifer 47 abwärts auf die Greifer 42 gedrückt.
Die Gegengewichte 48 halten diesen Druck stets auf gleicher Höhe. Der lange Arm d1 des Hebels 44 ist an einem Ende gelocht und gestattet so ungehindert das Durchgehen des Seiles 33; er wird nur dann von dieser Bewegung beeinflufst, wenn die beiden auf dem Seil verstellbaren Ansätze 49 oder 50 dagegen stofsen.
Ist der oben eingelegte Bogen durch die Walzen geführt und von den Schabern der unteren Walze abgestrichen, so ist der Ableger so weit vorgefahren, dafs die vorderen Greifer 37 ziemlich waagrecht mit diesen Schabern liegen. Beim Vorfahren der Welle 36 sind die Greifer 37 und 40 geöffnet worden und der aus den Walzen austretende Bogen geht zwischen diesen Greifern durch. Das Wechselgetriebe ist auf dem Umkehrpunkte angekommen und die auf dem endlosen Seil 33 sitzenden Anschläge 41 nehmen den Arm d des Hebels 38 um den Winkel α zurück, wodurch der Bogen von den Greifern 40 und 37 eingeklemmt wird. Nun werden durch Weitergehen des Seiles 33 die Wellen 36 und 39 mit dem eingeklemmten Bogen zurückgezogen bis zur Umkehr des Wechselgetriebes, die durch die Knaggen 6, 6 bestimmt ist und eintritt, wenn der Anschlag 49 den Arm d[ des Hebels 44 um den Winkel β zurückgeschoben hat. Dadurch, dafs nun der Bogen bis zu den offenstehenden Greifern 42 und 47, welche in verschiedenen senkrechten Ebenen mit den Greifern 37 und 40 liegen, zurückgezogen ist, wird er auch von den Greifern 42 und 47 eingeklemmt und darin mittelst der Gewichte 48 gehalten. Am Umkehrpunkt der Bewegung werden durch Anzug des Doppelhebels 38 die Greifer 37 und 40 geöffnet, die Wellen 36 und 39 vorgefahren, so dafs der nun blos vorn gehaltene Bogen bei bestimmter Entfernung vom hinteren Ende auf den unteren Tisch B fällt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    An Bogen-Calandern ein selbstthätiger Ein-
    und Ausleger, bestehend aus:
    i. dem Einleger, zusammengestellt aus den durch Doppelhebel 15 beweglichen Schlitten 17, welche durch die die Greifer 22 tragende Welle 23 verbunden sind, den Armen 24, durch welche die Hebel 21 und mit diesen die die Greifer 26 tragende Welle 25 mittelst der im Doppelhebel 15 befindlichen länglichen Löcher beim Vorbezw. Zurückgehen gehoben und gesenkt werden, sowie aus den am Calanderständer drehbar befestigten Doppelhebeln 29, welche vorn durch einen parallel zu den Walzen liegenden Blechstreifen 28 verbunden sind und beim Rückwärtsgehen der Doppelhebel 15 durch die an diesen sitzenden Nasen 30 gehoben werden, dagegen beim Vorgehen durch das Uebergewicht des vorderen schwereren Theiles von selbst sinken.
  2. 2. Dem Bogenableger:
    a) bei welchem die Bogen beim Verlassen des Calanders vermittelst der Greifer 37 und 40 eingeklemmt und vorbewegt werden und dessen Greifer sich erst unmittelbar vor dem Zurückführen des Apparates öffnen;
    b) bei welchem die Bewegung durch endloses Seil 33 und verstellbare Anschläge 41 hervorgebracht wird;
    c) bei welchem vermittelst Anschlages 49 die Greifer 47 und 42 den vorgeführten Bogen einklemmen und ihn so lange festhalten, bis die Greifer 37 und 40 wieder in ihre Anfangsstellung zurückgeführt sind, und bei welchem in diesem letzten Moment durch Anschlag 50 die Greifer 47 und 42 geöffnet werden und der Bogen auf Tisch B fallen kann.
  3. 3. Dem beide Apparate treibenden Wechselgetriebe, bei welchem das Umschalten der Bewegung durch Anschlagen des durch Welle 7, Hebel 9 und Stift 10 mit der Ausrückerschiene 11 verbundenen Hebels 8 an die auf der Seilscheibe 5 verstellbar befestigten Knaggen 6 bewirkt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT46148D Bogen-Calander mit selbstthätigem Ein- und Ausleger Expired - Lifetime DE46148C (de)

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