DE1387C - Walkmaschine für Stiefelschäfte und andere Lederartikel - Google Patents
Walkmaschine für Stiefelschäfte und andere LederartikelInfo
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Classifications
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- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D8/00—Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks
- A43D8/003—Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks specially adapted for forming upper blanks or leggings by stretching
Landscapes
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
1877..
Klasse 71.
JAMES A. WHITLOCK in NEW-YORK. Walkmaschine für Stiefelschäfte und andere Lederartikel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. December 1877 ab.
Die Neuerungen an Leder-Walkmaschinen, welche den Gegenstand dieser Erfindung ausmachen,
beziehen sich:
1. auf die Anordnung der sich bewegenden Theile der Maschine mit Bezug auf die Führungen,
welche nicht, wie bei ähnlichen von dem Erfinder früher gebauten Maschinen, beweglich,
sondern am Gestell befestigt sind;
2. auf die Art und Weise, in welcher die zum Walken dienenden Backen bewegt und dabei
in paralleler Lage erhalten werden;
3. auf die Einrichtung, zufolge welcher diese Backen sich von selbst richtig anlegen;
4. auf die Art und Weise der Verbindung der Backen mit den Schlitten, zufolge welcher
erstere unabhängig von einander werden und die Freiheit bekommen, sich zu adjustiren;
5. auf die Aufhängung der Backen vermittelst
Gelenkstücke, um Reibung zu vermeiden;
6. auf die Mittel zur Auf- und Abbewegung der Backen in ihren Führungen und zum selbstfhätigen
Anhalten derselben an den Enden ihres Hubes;
7. auf eine bei der Walkmaschine neue Einrichtung zur Riemenverschiebung mittelst eines
Trittes, welche den Arbeiter in den Stand setzt, die Maschine mit dem Fufs in Gang zu bringen,
demselben aber den freien Gebrauch der Hände gestattet, um das zu walkende Leder an seiner
Stelle zu halten;
8. auf einen besonderen Mechanismus zur Verhinderung der Bildung von Runzeln in dem
Leder;
9. auf die besondere Form der Walkbacken, welche die Wirkung auf den Hackentheil des
Leders fortdauern läfst, nachdem der vordere oder obere Theil die Backen passirt hat;
10. auf die Einrichtung zum Festhalten der Form oder Walkplatte, welche ein leichtes Auswechseln
derselben ermöglicht.
Die zu beschreibende Maschine ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt:
Fig. ι ist eine perspectivische Ansicht;
Fig. 2 eine Vorder-Ansicht, in welcher verschiedene Theile der Maschine weggeschnitten
sind;
Fig. 3 ist eine Seiten-Ansicht, theilweise im Durchschnitt;
Flg. 4 eine Detail-Ansicht in gröfserem Maafsstabe, theilweise im Durchschnitt, und
Fig. 5 eine perspectivische Ansicht der Vorrichtung zur Verschiebung des Riemens.
In allen Figuren bezeichnen gleiche Buchstaben gleiche Theile.
An dein Maschinengerüst A befinden sich die verticalen Führungsleisten K. Auf diesen gleiten
die beiden Schlitten T und T', welche durch
die Schraubenspindeln B auf- und abbewegt werden. Diese Schraubenspindeln gehen durch
die mit innerem Gewinde versehenen und an den Schlitten befestigten Hülsen hindurch und
empfangen ihre Rotation mittelst Winkelräder von der horizontalen Antriebswelle aus, welche
im Gestell A gelagert und an einem Ende mit einer festen und zwei losen Riemscheiben versehen
ist. Dieses Ende läuft in einer Console, welche gleichzeitig die Führung für den später
zu beschreibenden Riemenverschieber enthält. Die Schlitten TT1 sind mit zwei Paar Backen
versehen. Die Verbindung der unteren oder Walkbacken mit den Schlitten' ist durch die
verticalen Charniere h h * hergestellt, welche eine
geringe horizontale Drehung der Backen zulassen; bei der Backe J?1 wird diese Drehung
durch die auf der Vorder- und Hinterseite des Schlittens T1 befindlichen, mit der Hand verstellbaren
Schrauben α begrenzt. Die Backe D ist durch Charniere h mit einem besonderen, in
dem Schlitten an den Schienen//aufgehängten Stück F verbunden, welches seiner Function
wegen als Backenträger bezeichnet werden mag. Dieser Backenträger bewegt sich bei dem Niedergange
des Schlittens innerhalb desselben nach der Mittelplatte oder Form hin, um den Druck
der beiden Backen auf das Leder hervorzubringen, entfernt sich dagegen bei dem Hinaufgange
des Schlittens von der besagten Platte. Da beide Backen an verticalen Charnieren aufgehängt
sind, so können sie sich je nach der Dicke des Leders bezw. zu einander und zur Form einstellen.
Die Art und Weise, wie der Backenträger F bewegt wird, ist am deutlichsten aus Fig. 3
und 4 zu ersehen. In dem Backenträger F und dem Schlitten T ist die Axe eines Hebels H
gelagert, deren Enden mit linkem, bezw. rechtem Gewinde versehen sind. Das lange Ende des
Hebels steht nach aufsen vor, während das kürzere Ende stets innerhalb des Schlittens liegt.
Von dem oberen Theile der Maschine reicht
in das Innere des Schlittens T' eine Stange G hinein, deren oberes mit Schraubengewinde versehenes
Ende sich in einer ebenfalls mit Gewinde versehenen und an der oberen Traverse der Maschine befestigten Hülse g1 dreht. Mittelst
der Handkurbel g läfst sich die Stange G derart verstellen, dafs sie mehr oder weniger in
den Schlitten hineinreicht. Die Stange ist derart angeordnet, dafs bei einem bestimmten Punkte
des Aufganges des Schlittens der kurze Arm des Hebels H unter dieselbe stöfst und dessen langer
Arm somit gehoben wird. Der kurze Arm gleitet nun an der Stange G entlang, während der
Schlitten bis zu seinem höchsten Punkte hinaufgeht, und während seines Niederganges so lange,
bis dieser Arm wieder an das Ende von G gelangt ist; alsdann veranlafst das Gewicht J den
langen Hebelarm herunterzufallen und den kurzen Arm, in die Höhe zu gehen. Mit dem Hebel
dreht sich aber auch dessen Axe; die Gewinde an letzterer schrauben sich um ein Entsprechendes
aus dem Backenträger F und dem Schlitten T heraus, und wird infolge dessen die Backe D
nach der Backe D' hingedrückt.
Das Gewicht J ist derart angeordnet, dafs es sich auf dem Hebel H verschiebt, und zwar befindet
es sich beim Anfange des Niederganges der Schlitten in der Nähe der Axe des Hebels.
Während der Schlitten heruntergeht, wird es jedoch nach aufsen geschoben, um die Backen
mit zunehmender Kraft gegeneinander zu drücken. Die zu diesem Zweck dienende mechanische
Anordnung ist folgende:
An einer Seite des Gestells, am besten an der Rückseite, 'ist eine Führungsleiste M parallel
zur Schlittenführung K befestigt. An den die Führung K umfassenden Theil des Schlittens T
ist ein Lager geschraubt, in welchem sich eine Axe dreht, die an dem einen Ende ein besonderes
Stück L, an dem anderen eine Kurbel / trägt. Ersteres hat die Form eines doppelten
Schuhes, welcher mit zwei, einen Winkel von etwa 60 ° miteinander bildenden Gleitflächen
versehen ist, die in verschiedenen Ebenen liegen, und zwar correspondirt die eine mit der Bahn
der Führungsleiste M, die andere mit der Fläche des Gestells, an der diese Leiste befestigt ist.
So lange das Stück L sich vor der Leiste M befindet, steht es durch seine bezügliche Gleitfläche
mit derselben in Berührung, wie Fig. 3 zeigt, und gleitet darauf; sobald es aber am
unteren Ende der Führungsleiste angekommen ist, wird es, wie sofort erläutert werden soll,
durch das Gewicht J veranlafst, sich zu drehen. und so weit überzukippen, bis seine andere
Gleitfläche mit der Fläche des Gestells in Berührung kommt, wie in Fig. 1 dargestellt. Bei
dieser Drehung beschreibt dieses Stück L einen Bogen von etwa 3000 und da es mit der Axe
der Kurbel fest verbunden ist, so wird auch die Kurbel denselben Bogen beschreiben. Letztere
steht aber durch eine Stange /' mit dem Gewicht J in Verbindung, und da aufserdem
der Drehpunkt des Hebels H eine unveränderliche Lage in Bezug auf die Axe der Kurbel
hat, so wird der Vorgang folgender sein:
Wenn der Hebel H sich in seiner obersten Lage befindet und das Stück L an der Führungsleiste
anliegt, so bilden der Kurbelzapfen, der Verbindungspunkt der Stange /' mit dem Gewicht
J und der Drehpunkt des Hebels H ein Dreieck, dessen Grundlinie der Hebel ist. Während
der Hebel heruntergeht, bleibt das Lagenverhältnifs zwischen dem Drehpunkt des Hebels
und dem Kurbelzapfen so lange dasselbe, als L auf der Führungsleiste bleibt; das Gewicht J
wird jedoch etwas nach dem freien Ende des Hebels hin verschoben, bis die drei Punkte fast
in eine Linie fallen; sobald nun das Stück L an das Ende der Leiste kommt, so wird infolge
seines Ueberkippens und der Drehung der Kurbel das Gewicht rasch nach aufsen und gegen das
Ende des nun heruntergegangenen Hebels geschoben werden. Diese Verlängerung des Hebelarmes
des Gewichts J veranlafst, dafs die Hebel-Axe mittelst ihres rechten und linken Schraubengewindes
die Backe D mit erhöhter Kraft gegen die andere Backe drückt, und zwar zu einem
Zeitpunkte, in welchem es zulässig und besonders zweckmäfsig ist, gleichzeitig eine starke
Compression, wie einen bedeutenden Zug, auf das Leder auszuüben.
Die oberen zum Glätten dienenden Backen E E1 sind an ihren unteren Enden mittelst der
Charniere e und e1 aufgehängt. Von diesen
ist el fest mit dem Schlitten T1 verbunden;
das Charnier e der Backe E dagegen ist an einem in dem Schlitten T auf den Schienen
oder Gelenkstücken// schwingenden Backenträger P befestigt, welcher mittelst des Hebels
H1, des Gewichts _/', des dem Stücke L
analogen Stückes L' und der mit Gewinde versehenen
Hebel-Axe bewegt wird, wie dieses bereits oben mit Bezug auf die untere Backe D
beschrieben worden ist. An den oberen Enden ist die Verbindung durch Kniehebel hergestellt,
welche, durch Herunterdrücken der Hebel O und O1 gelockert, durch die entgegengesetzte
Bewegung zur Wirkung gebracht werden, so dafs dementsprechend ein Zurückziehen oder Anpressen
der Backen erfolgt. Die Drehungs-Axe des Hebels O ist an dem Schlitten T befestigt,
die Gelenkstücke ο' des Kniehebels sind dagegen
mit dem Backenträger P in Verbindung, so dafs die Backe E, unabhängig von der ihr
ertheilten Schwingungsbewegung, im ganzen durch den Hebel H, das Gewicht J, das Stück Z1
und die Schrauben der Hebel-Axe nach der gegenüberliegenden Backe Ei hin verschoben
und somit ein Druck auf das Leder zwischen denselben ausgeübt wird. Die Führungsleisten
für das Stück Z1 sind derart angeordnet, dafs
die Backen E E' genöthigt werden, während sie der Form gegenüberstehen und ihre Arbeit verrichten,
mit zunehmendem Druck gegeneinander zu wirken.
Aus der gegebenen Beschreibung des Bewegungsmechanismus der beiden Backenpaare
geht hervor, dafs dieselben unabhängig von einander aufgehängt sind, dafs sie sich parallel
zu einander öffnen und sich von selbst adjustiren, und dafs bei ihrer Bewegung nur geringe Reibung
stattfindet.
Die bereits erwähnte Stange G wird in der an der oberen Traverse der Maschine befestigten
Hülse g1 geführt und läfst sich durch die Handkurbel
g hinauf- und herunterschrauben. Während die Schlitten in die Höhe gehen, tritt das
untere Ende von G in ein Loch im Obertheil des Schlittens T und drückt die kurzen Arme
der Hebel IP und H, sobald sie mit denselben in Berührung kommt, nacheinander herunter.
Die Stange G ist nur innerhalb enger Grenzen zu verstellen, um je nach der Dicke des Leders
die Hebel JI' und H und durch diese die Backen D und E früher oder später zur Wirkung
zu bringen.
Die Bewegung der Schlitten wird am oberen und am unteren Ende des Hubes derselben in
folgender Weise gehemmt:-Die Antriebswelle i, welche mit den Winkelrädern 2 2 versehen ist,
die mit den Rädern 3 3 auf den verticalen, rechts- und linksgängigen Schraubenspindeln B
und B1 in Eingriff stehen, trägt aufserhalb des Gestells der Maschine drei Riemscheiben 4 5
und 6, von denen die mittlere auf der Welle festsitzt. Zwei in entgegengesetzten Richtungen
laufende Riemen werden von den Ringen 7 und 8 geführt, welche sich an den Enden zweier
Winkelhebel befinden, deren Drehpunkte in einem oberhalb der Riemscheiben vorspringenden
Gestelltheil liegen. An den Enden von kürzeren Armen dieser Hebel befinden sich
Zapfen 9 und 10, die in einen Schlitz der Gleitstange 11 eingreifen, welcher derart gestaltet ist,
dafs beim Verschieben der Stange 11 in ihren Führungen die äufseren Enden der längeren
Hebelarme, d. i. die beiden zur Riemenführung dienenden Ringe, verschoben werden, um einen
der beiden Riemen auf die feste und den anderen auf eine der losen Scheiben zu leiten,
und somit eine Drehung der ersteren in einer oder der anderen Richtung hervorzurufen. Die
Verschiebung der Gleitstange wird in dieser Maschine entweder durch die Hand oder mittelst
des Fufses oder auch selbstthätig bewirkt. Eine gebogene Stange 12 verbindet die Gleitstange
bei 13 mit einem um 15 drehbaren Hebel 14,
dessen Arm 16 frei ist, während der mit 14 einen Winkelhebel bildende Arm 17 durch eine
Verbindungsstange 18 mit einem zweiten Winkelhebel 19 am Obertheil der Maschine in Zusammenhang
steht. Die Winkelhebel sind derart angeordnet, dafs, sobald die Schlitten T und T1
an das obere oder untere Ende ihres Hubes gelangen, die an einem derselben befestigte Nase 2 ο
an das freie Ende eines der Winkelhebel stöfst und dadurch die Riemenverschiebung bewirkt.
Beim Niedergange trifft die Nase 20 den unteren Winkelhebel bei 16, so dafs die Riemen auf
die Scheiben 5 und 6 geführt werden; beim Aufgange dagegen stöfst 20 an 21 und es findet
ein Uebergang der Riemen auf die Scheiben 4 und 5 statt. Die Bewegungsrichtung der Maschine
wird daher am Ende eines jeden Hubes selbstthätig umgekehrt.
Um die Maschine anzulassen, oder um sie, wenn nöthig, mit der Hand in Bewegung zu
halten, ist ein Handhebel q~ zu benutzen, dessen Drehpunkt bei 22 in einem Arm des Gestells
liegt. Das kurze Ende dieses Hebels steht mit der Verbindungsstange 18 in Zusammenhang,
so dafs durch Auf- und Abwärtsbewegung des Hebels die Riemen ebenfalls verschoben werden.
Soll die Maschine abgestellt werden, so sindbeide Riemen auf die losen Scheiben zu leiten;
um eine zufällige Riemenverschiebung zu verhindern, ist der Handhebel q- mit einer Arretirung
versehen, bestehend aus einem zweiten Handhebel oder einer Klinke ql, welche durch
eine Feder in einen Einschnitt der Hebelführung 24 gedrückt, aber bei dem Erfassen des
Hebels q'1 gleichzeitig mitgefafst und dadurch ausgelöst wird.
Um die Maschine mit dem Fufs anlassen zu können und die Hände zum Auflegen des Leders
frei zu behalten, ist ein Tritt Q durch eine Stange q mit dem winkelförmigen Ausrücker
25 in Verbindung gebracht, welcher bei seiner Drehung zunächst den Hebel qx nach
dem Hebel q- hindrückt und dadurch auslöst, und alsdann beide Hebel nach unten zieht, so
dafs die Riemen zur Ingangsetzung der Maschine verschoben werden.
Die Walkbacken sind mit entsprechenden Riefen versehen, um das Leder nach dem Hacken
des Stiefels hinzuarbeiten. Eine besondere Vorrichtung dient dazu, die Bildung von Runzeln
zu verhindern, welche leicht an derjenigen Stelle auftreten, wo das Leder über die Kante der
Form gebogen ist. Diese Vorrichtung besteht aus einer flachen Metallplatte R, welche mit
der Form gleiche Dicke hat und an einer Stange R' befestigt ist, die in einer, an die
obere Traverse der Maschine geschraubten Führung r gleitet. Am unteren Ende der Stange R'
sitzt ein Kreuzstück r', welches von einem Einschnitt
r3 in den oberen Backen E Ex bei deren
Aufgang erfafst und mittelst dessen die Platte gehoben wird, um das Auflegen des zu walkenden
Leders auf die Form zu ermöglichen. Wenn die Backen heruntergehen, legt sich die mit der
oberen Kante der Form übereinstimmende untere Kante der Platte R auf das Leder, und zwar
einen Augenblick früher, als die oberen Backen anfangen, auf dasselbe zu wirken. Während
des weiteren Niederganges der Backen wird die Platte durch ein entsprechendes, auf das obere
Ende der Stange R1 wirkendes Gewicht oder durch eine Feder niedergehalten. Nachdem
beide Backen ganz über das Leder hinweggegangen sind, kommt ein in Fig. 2 punktirt gezeichneter,
an der Seite des Schlittens T befindlicher Ansatz ί in Contact mit dem Ende
des gebogenen Hebels S; dieser drückt die Stange S' herunter und löst die Klinke S2 aus,
Claims (17)
1. In Verbindung mit einer Walkplatte oder Form JY, die zum Walken, bezw. Glätten,
des Materials dienenden Backen D D' und EE1, welche paarweise angeordnet und
mit Schlitten TT1 verbunden sind, welche sich auf feststehenden Führungen bewegen,
sowie der Mechanismus, um den Backen eine seitliche Bewegung gegeneinander zu ertheilen.
2. In Combination mit dem Schlitten T der Backenträger F, bezw. P, für die bewegliche
Backe, welcher sich in dem Schlitten verschiebt.
3. Die mit rechtem und linkem Schraubengewinde versehene Axe eines von aufserhalb
des Schlittens in Bewegung zu setzenden Hebels H oder JI', in Verbindung
mit dem Schlitten T und dem Backenträger F, bezw. P, für die bewegliche
Backe.
4. In Combination mit dem Backenträger, welcher mittelst rechts- und linksgängiger
Schraube innerhalb des Schlittens und rechtwinklig zur Bewegungsrichtung desselben
verschoben wird, ein durch die Maschine bewegter und zur Drehung der besagten Schraube dienender Hebel.
5. In Combination mit dem sich auf dem feststehenden Gestell bewegenden Schlitten
und der in beschriebener Weise durch einen Hebel bewegten Backe, die an einem stationären Theile des Gestells befestigt^
regulirbare Stange G, gegen welche der Hebel innerhalb des besagten Schlittens
stöfst, um die Schraube zu den richtigen Zeitpunkten zu bewegen.
6. Das durch die Thätigkeit der Maschine sich verschiebende Gewicht J oder J1 auf
dem Hebel H oder Ji', in Combination mit der Backe, welche mit dem durch
rechts- und linksgängige Schraube und zugehörigen Hebel bewegten Backenträger verbunden
ist.
7. Die allgemeine Anordnung der Unterstützung und Aufhängung der Backen, so
dafs jede Backe eines Paares sich unabhängig von der anderen zur Walkform adjustiren
kann.
8. Die beschriebene Art und Weise, die Backen mit den Schlitten durch Gelenkstücke zu
verbinden.
9. Die Verbindung der einander gegenüberliegenden Glättbacken E und E1 mit den
bezüglichen Schlitten durch Charniere, so dafs sie um ihre unteren Kanten schwingen
können.
10. Die einander gegenüberliegenden Glättbacken
E und E1, von denen die eine an ihrem unteren Ende durch Charnier mit
dem Schlitten, die andere ebenso mit einem in dem Schlitten verstellbaren Backenträger
P verbunden ist, beide aber am oberen Ende durch Kniehebel mit den bezüglichen
Schlitten in Zusammenhang stehen.
11. In Combination mit der einen Backe eines
Paares von Glättbacken der Mechanismus, durch welchen das die Verbindung zwischen
Backe und Schlitten herstellende Charnier selbstthätig nach der Walkform hin- und
wieder zurückbewegt wird.
12. In Combination mit der Vorrichtung zur Riemenverschiebung das beschriebene System
von Hebeln und Verbindungsstangen, auf welche die an einem der Schlitten befestigte
Nase wirkt, um die Riemen selbstthätig zu verschieben und die Bewegungsrichtung der Maschine am Ende jedes Hubes
umzukehren.
13. In Verbindung mit der Vorrichtung zur
selbstthätigen Riemenverschiebung der Handhebel q- mit Klinke ql nebst winkelförmigem
Ausrücker 25 und Tritt Q, um die Riemenverschiebung auch mit der Hand
sowohl, wie durch den Fufs bewirken zu zu können.
14. In Combination mit der Walkform und den Walkbacken mit oder ohne Glättbacken
die zur Verhinderung der Runzelbildung
dienende Vorrichtung, bestehend aus der Platte H, deren untere Kante der oberen
Kante der Walkform entspricht, sowie die besondere Anordnung derselben in der Maschine.
15. In Verbindung mit der Vorrichtung zur Verhmderung von Runzeln der beschriebene
selbstthätig wirkende Mechanismus, um die besagte Vorrichtung zu heben und zur richtigen Zeit auf die Walkform niederzulassen.
16. Die im wesentlichen der Beschreibung entsprechende
Gestalt der Walkbacken, welche so beschaffen ist, dafs die Backen noch fortfahren, auf die Ecken oder den Hackentheil
des auf der Form befindlichen Leders zu wirken, nachdem sie bereits über die anderen Theile hinweggegangen sind.
17. Die Unterstützung der Walkform .mittelst der Schlitten X, welche mit Einschnitten
zum Halten der Form versehen sind, während die Verbindung durch Stifte oder in anderer entsprechender Weise hergestellt
wird, um die Form leicht auswechseln zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1387T | 1877-12-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1387C true DE1387C (de) |
Family
ID=70917015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1387DA Expired - Lifetime DE1387C (de) | 1877-12-22 | 1877-12-22 | Walkmaschine für Stiefelschäfte und andere Lederartikel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1387C (de) |
-
1877
- 1877-12-22 DE DE1387DA patent/DE1387C/de not_active Expired - Lifetime
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