DE1387C - Walkmaschine für Stiefelschäfte und andere Lederartikel - Google Patents

Walkmaschine für Stiefelschäfte und andere Lederartikel

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DE1387C
DE1387C DE1387DA DE1387DA DE1387C DE 1387 C DE1387 C DE 1387C DE 1387D A DE1387D A DE 1387DA DE 1387D A DE1387D A DE 1387DA DE 1387 C DE1387 C DE 1387C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D8/00Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks
    • A43D8/003Machines for cutting, ornamenting, marking or otherwise working up shoe part blanks specially adapted for forming upper blanks or leggings by stretching

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

1877..
Klasse 71.
JAMES A. WHITLOCK in NEW-YORK. Walkmaschine für Stiefelschäfte und andere Lederartikel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. December 1877 ab.
Die Neuerungen an Leder-Walkmaschinen, welche den Gegenstand dieser Erfindung ausmachen, beziehen sich:
1. auf die Anordnung der sich bewegenden Theile der Maschine mit Bezug auf die Führungen, welche nicht, wie bei ähnlichen von dem Erfinder früher gebauten Maschinen, beweglich, sondern am Gestell befestigt sind;
2. auf die Art und Weise, in welcher die zum Walken dienenden Backen bewegt und dabei in paralleler Lage erhalten werden;
3. auf die Einrichtung, zufolge welcher diese Backen sich von selbst richtig anlegen;
4. auf die Art und Weise der Verbindung der Backen mit den Schlitten, zufolge welcher erstere unabhängig von einander werden und die Freiheit bekommen, sich zu adjustiren;
5. auf die Aufhängung der Backen vermittelst Gelenkstücke, um Reibung zu vermeiden;
6. auf die Mittel zur Auf- und Abbewegung der Backen in ihren Führungen und zum selbstfhätigen Anhalten derselben an den Enden ihres Hubes;
7. auf eine bei der Walkmaschine neue Einrichtung zur Riemenverschiebung mittelst eines Trittes, welche den Arbeiter in den Stand setzt, die Maschine mit dem Fufs in Gang zu bringen, demselben aber den freien Gebrauch der Hände gestattet, um das zu walkende Leder an seiner Stelle zu halten;
8. auf einen besonderen Mechanismus zur Verhinderung der Bildung von Runzeln in dem Leder;
9. auf die besondere Form der Walkbacken, welche die Wirkung auf den Hackentheil des Leders fortdauern läfst, nachdem der vordere oder obere Theil die Backen passirt hat;
10. auf die Einrichtung zum Festhalten der Form oder Walkplatte, welche ein leichtes Auswechseln derselben ermöglicht.
Die zu beschreibende Maschine ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt:
Fig. ι ist eine perspectivische Ansicht;
Fig. 2 eine Vorder-Ansicht, in welcher verschiedene Theile der Maschine weggeschnitten sind;
Fig. 3 ist eine Seiten-Ansicht, theilweise im Durchschnitt;
Flg. 4 eine Detail-Ansicht in gröfserem Maafsstabe, theilweise im Durchschnitt, und
Fig. 5 eine perspectivische Ansicht der Vorrichtung zur Verschiebung des Riemens.
In allen Figuren bezeichnen gleiche Buchstaben gleiche Theile.
An dein Maschinengerüst A befinden sich die verticalen Führungsleisten K. Auf diesen gleiten die beiden Schlitten T und T', welche durch die Schraubenspindeln B auf- und abbewegt werden. Diese Schraubenspindeln gehen durch die mit innerem Gewinde versehenen und an den Schlitten befestigten Hülsen hindurch und empfangen ihre Rotation mittelst Winkelräder von der horizontalen Antriebswelle aus, welche im Gestell A gelagert und an einem Ende mit einer festen und zwei losen Riemscheiben versehen ist. Dieses Ende läuft in einer Console, welche gleichzeitig die Führung für den später zu beschreibenden Riemenverschieber enthält. Die Schlitten TT1 sind mit zwei Paar Backen versehen. Die Verbindung der unteren oder Walkbacken mit den Schlitten' ist durch die verticalen Charniere h h * hergestellt, welche eine geringe horizontale Drehung der Backen zulassen; bei der Backe J?1 wird diese Drehung durch die auf der Vorder- und Hinterseite des Schlittens T1 befindlichen, mit der Hand verstellbaren Schrauben α begrenzt. Die Backe D ist durch Charniere h mit einem besonderen, in dem Schlitten an den Schienen//aufgehängten Stück F verbunden, welches seiner Function wegen als Backenträger bezeichnet werden mag. Dieser Backenträger bewegt sich bei dem Niedergange des Schlittens innerhalb desselben nach der Mittelplatte oder Form hin, um den Druck der beiden Backen auf das Leder hervorzubringen, entfernt sich dagegen bei dem Hinaufgange des Schlittens von der besagten Platte. Da beide Backen an verticalen Charnieren aufgehängt sind, so können sie sich je nach der Dicke des Leders bezw. zu einander und zur Form einstellen.
Die Art und Weise, wie der Backenträger F bewegt wird, ist am deutlichsten aus Fig. 3 und 4 zu ersehen. In dem Backenträger F und dem Schlitten T ist die Axe eines Hebels H gelagert, deren Enden mit linkem, bezw. rechtem Gewinde versehen sind. Das lange Ende des Hebels steht nach aufsen vor, während das kürzere Ende stets innerhalb des Schlittens liegt. Von dem oberen Theile der Maschine reicht
in das Innere des Schlittens T' eine Stange G hinein, deren oberes mit Schraubengewinde versehenes Ende sich in einer ebenfalls mit Gewinde versehenen und an der oberen Traverse der Maschine befestigten Hülse g1 dreht. Mittelst der Handkurbel g läfst sich die Stange G derart verstellen, dafs sie mehr oder weniger in den Schlitten hineinreicht. Die Stange ist derart angeordnet, dafs bei einem bestimmten Punkte des Aufganges des Schlittens der kurze Arm des Hebels H unter dieselbe stöfst und dessen langer Arm somit gehoben wird. Der kurze Arm gleitet nun an der Stange G entlang, während der Schlitten bis zu seinem höchsten Punkte hinaufgeht, und während seines Niederganges so lange, bis dieser Arm wieder an das Ende von G gelangt ist; alsdann veranlafst das Gewicht J den langen Hebelarm herunterzufallen und den kurzen Arm, in die Höhe zu gehen. Mit dem Hebel dreht sich aber auch dessen Axe; die Gewinde an letzterer schrauben sich um ein Entsprechendes aus dem Backenträger F und dem Schlitten T heraus, und wird infolge dessen die Backe D nach der Backe D' hingedrückt.
Das Gewicht J ist derart angeordnet, dafs es sich auf dem Hebel H verschiebt, und zwar befindet es sich beim Anfange des Niederganges der Schlitten in der Nähe der Axe des Hebels. Während der Schlitten heruntergeht, wird es jedoch nach aufsen geschoben, um die Backen mit zunehmender Kraft gegeneinander zu drücken. Die zu diesem Zweck dienende mechanische Anordnung ist folgende:
An einer Seite des Gestells, am besten an der Rückseite, 'ist eine Führungsleiste M parallel zur Schlittenführung K befestigt. An den die Führung K umfassenden Theil des Schlittens T ist ein Lager geschraubt, in welchem sich eine Axe dreht, die an dem einen Ende ein besonderes Stück L, an dem anderen eine Kurbel / trägt. Ersteres hat die Form eines doppelten Schuhes, welcher mit zwei, einen Winkel von etwa 60 ° miteinander bildenden Gleitflächen versehen ist, die in verschiedenen Ebenen liegen, und zwar correspondirt die eine mit der Bahn der Führungsleiste M, die andere mit der Fläche des Gestells, an der diese Leiste befestigt ist. So lange das Stück L sich vor der Leiste M befindet, steht es durch seine bezügliche Gleitfläche mit derselben in Berührung, wie Fig. 3 zeigt, und gleitet darauf; sobald es aber am unteren Ende der Führungsleiste angekommen ist, wird es, wie sofort erläutert werden soll, durch das Gewicht J veranlafst, sich zu drehen. und so weit überzukippen, bis seine andere Gleitfläche mit der Fläche des Gestells in Berührung kommt, wie in Fig. 1 dargestellt. Bei dieser Drehung beschreibt dieses Stück L einen Bogen von etwa 3000 und da es mit der Axe der Kurbel fest verbunden ist, so wird auch die Kurbel denselben Bogen beschreiben. Letztere steht aber durch eine Stange /' mit dem Gewicht J in Verbindung, und da aufserdem der Drehpunkt des Hebels H eine unveränderliche Lage in Bezug auf die Axe der Kurbel hat, so wird der Vorgang folgender sein:
Wenn der Hebel H sich in seiner obersten Lage befindet und das Stück L an der Führungsleiste anliegt, so bilden der Kurbelzapfen, der Verbindungspunkt der Stange /' mit dem Gewicht J und der Drehpunkt des Hebels H ein Dreieck, dessen Grundlinie der Hebel ist. Während der Hebel heruntergeht, bleibt das Lagenverhältnifs zwischen dem Drehpunkt des Hebels und dem Kurbelzapfen so lange dasselbe, als L auf der Führungsleiste bleibt; das Gewicht J wird jedoch etwas nach dem freien Ende des Hebels hin verschoben, bis die drei Punkte fast in eine Linie fallen; sobald nun das Stück L an das Ende der Leiste kommt, so wird infolge seines Ueberkippens und der Drehung der Kurbel das Gewicht rasch nach aufsen und gegen das Ende des nun heruntergegangenen Hebels geschoben werden. Diese Verlängerung des Hebelarmes des Gewichts J veranlafst, dafs die Hebel-Axe mittelst ihres rechten und linken Schraubengewindes die Backe D mit erhöhter Kraft gegen die andere Backe drückt, und zwar zu einem Zeitpunkte, in welchem es zulässig und besonders zweckmäfsig ist, gleichzeitig eine starke Compression, wie einen bedeutenden Zug, auf das Leder auszuüben.
Die oberen zum Glätten dienenden Backen E E1 sind an ihren unteren Enden mittelst der Charniere e und e1 aufgehängt. Von diesen ist el fest mit dem Schlitten T1 verbunden; das Charnier e der Backe E dagegen ist an einem in dem Schlitten T auf den Schienen oder Gelenkstücken// schwingenden Backenträger P befestigt, welcher mittelst des Hebels H1, des Gewichts _/', des dem Stücke L analogen Stückes L' und der mit Gewinde versehenen Hebel-Axe bewegt wird, wie dieses bereits oben mit Bezug auf die untere Backe D beschrieben worden ist. An den oberen Enden ist die Verbindung durch Kniehebel hergestellt, welche, durch Herunterdrücken der Hebel O und O1 gelockert, durch die entgegengesetzte Bewegung zur Wirkung gebracht werden, so dafs dementsprechend ein Zurückziehen oder Anpressen der Backen erfolgt. Die Drehungs-Axe des Hebels O ist an dem Schlitten T befestigt, die Gelenkstücke ο' des Kniehebels sind dagegen mit dem Backenträger P in Verbindung, so dafs die Backe E, unabhängig von der ihr ertheilten Schwingungsbewegung, im ganzen durch den Hebel H, das Gewicht J, das Stück Z1 und die Schrauben der Hebel-Axe nach der gegenüberliegenden Backe Ei hin verschoben und somit ein Druck auf das Leder zwischen denselben ausgeübt wird. Die Führungsleisten für das Stück Z1 sind derart angeordnet, dafs die Backen E E' genöthigt werden, während sie der Form gegenüberstehen und ihre Arbeit verrichten, mit zunehmendem Druck gegeneinander zu wirken.
Aus der gegebenen Beschreibung des Bewegungsmechanismus der beiden Backenpaare
geht hervor, dafs dieselben unabhängig von einander aufgehängt sind, dafs sie sich parallel zu einander öffnen und sich von selbst adjustiren, und dafs bei ihrer Bewegung nur geringe Reibung stattfindet.
Die bereits erwähnte Stange G wird in der an der oberen Traverse der Maschine befestigten Hülse g1 geführt und läfst sich durch die Handkurbel g hinauf- und herunterschrauben. Während die Schlitten in die Höhe gehen, tritt das untere Ende von G in ein Loch im Obertheil des Schlittens T und drückt die kurzen Arme der Hebel IP und H, sobald sie mit denselben in Berührung kommt, nacheinander herunter. Die Stange G ist nur innerhalb enger Grenzen zu verstellen, um je nach der Dicke des Leders die Hebel JI' und H und durch diese die Backen D und E früher oder später zur Wirkung zu bringen.
Die Bewegung der Schlitten wird am oberen und am unteren Ende des Hubes derselben in folgender Weise gehemmt:-Die Antriebswelle i, welche mit den Winkelrädern 2 2 versehen ist, die mit den Rädern 3 3 auf den verticalen, rechts- und linksgängigen Schraubenspindeln B und B1 in Eingriff stehen, trägt aufserhalb des Gestells der Maschine drei Riemscheiben 4 5 und 6, von denen die mittlere auf der Welle festsitzt. Zwei in entgegengesetzten Richtungen laufende Riemen werden von den Ringen 7 und 8 geführt, welche sich an den Enden zweier Winkelhebel befinden, deren Drehpunkte in einem oberhalb der Riemscheiben vorspringenden Gestelltheil liegen. An den Enden von kürzeren Armen dieser Hebel befinden sich Zapfen 9 und 10, die in einen Schlitz der Gleitstange 11 eingreifen, welcher derart gestaltet ist, dafs beim Verschieben der Stange 11 in ihren Führungen die äufseren Enden der längeren Hebelarme, d. i. die beiden zur Riemenführung dienenden Ringe, verschoben werden, um einen der beiden Riemen auf die feste und den anderen auf eine der losen Scheiben zu leiten, und somit eine Drehung der ersteren in einer oder der anderen Richtung hervorzurufen. Die Verschiebung der Gleitstange wird in dieser Maschine entweder durch die Hand oder mittelst des Fufses oder auch selbstthätig bewirkt. Eine gebogene Stange 12 verbindet die Gleitstange bei 13 mit einem um 15 drehbaren Hebel 14, dessen Arm 16 frei ist, während der mit 14 einen Winkelhebel bildende Arm 17 durch eine Verbindungsstange 18 mit einem zweiten Winkelhebel 19 am Obertheil der Maschine in Zusammenhang steht. Die Winkelhebel sind derart angeordnet, dafs, sobald die Schlitten T und T1 an das obere oder untere Ende ihres Hubes gelangen, die an einem derselben befestigte Nase 2 ο an das freie Ende eines der Winkelhebel stöfst und dadurch die Riemenverschiebung bewirkt. Beim Niedergange trifft die Nase 20 den unteren Winkelhebel bei 16, so dafs die Riemen auf die Scheiben 5 und 6 geführt werden; beim Aufgange dagegen stöfst 20 an 21 und es findet ein Uebergang der Riemen auf die Scheiben 4 und 5 statt. Die Bewegungsrichtung der Maschine wird daher am Ende eines jeden Hubes selbstthätig umgekehrt.
Um die Maschine anzulassen, oder um sie, wenn nöthig, mit der Hand in Bewegung zu halten, ist ein Handhebel q~ zu benutzen, dessen Drehpunkt bei 22 in einem Arm des Gestells liegt. Das kurze Ende dieses Hebels steht mit der Verbindungsstange 18 in Zusammenhang, so dafs durch Auf- und Abwärtsbewegung des Hebels die Riemen ebenfalls verschoben werden.
Soll die Maschine abgestellt werden, so sindbeide Riemen auf die losen Scheiben zu leiten; um eine zufällige Riemenverschiebung zu verhindern, ist der Handhebel q- mit einer Arretirung versehen, bestehend aus einem zweiten Handhebel oder einer Klinke ql, welche durch eine Feder in einen Einschnitt der Hebelführung 24 gedrückt, aber bei dem Erfassen des Hebels q'1 gleichzeitig mitgefafst und dadurch ausgelöst wird.
Um die Maschine mit dem Fufs anlassen zu können und die Hände zum Auflegen des Leders frei zu behalten, ist ein Tritt Q durch eine Stange q mit dem winkelförmigen Ausrücker 25 in Verbindung gebracht, welcher bei seiner Drehung zunächst den Hebel qx nach dem Hebel q- hindrückt und dadurch auslöst, und alsdann beide Hebel nach unten zieht, so dafs die Riemen zur Ingangsetzung der Maschine verschoben werden.
Die Walkbacken sind mit entsprechenden Riefen versehen, um das Leder nach dem Hacken des Stiefels hinzuarbeiten. Eine besondere Vorrichtung dient dazu, die Bildung von Runzeln zu verhindern, welche leicht an derjenigen Stelle auftreten, wo das Leder über die Kante der Form gebogen ist. Diese Vorrichtung besteht aus einer flachen Metallplatte R, welche mit der Form gleiche Dicke hat und an einer Stange R' befestigt ist, die in einer, an die obere Traverse der Maschine geschraubten Führung r gleitet. Am unteren Ende der Stange R' sitzt ein Kreuzstück r', welches von einem Einschnitt r3 in den oberen Backen E Ex bei deren Aufgang erfafst und mittelst dessen die Platte gehoben wird, um das Auflegen des zu walkenden Leders auf die Form zu ermöglichen. Wenn die Backen heruntergehen, legt sich die mit der oberen Kante der Form übereinstimmende untere Kante der Platte R auf das Leder, und zwar einen Augenblick früher, als die oberen Backen anfangen, auf dasselbe zu wirken. Während des weiteren Niederganges der Backen wird die Platte durch ein entsprechendes, auf das obere Ende der Stange R1 wirkendes Gewicht oder durch eine Feder niedergehalten. Nachdem beide Backen ganz über das Leder hinweggegangen sind, kommt ein in Fig. 2 punktirt gezeichneter, an der Seite des Schlittens T befindlicher Ansatz ί in Contact mit dem Ende des gebogenen Hebels S; dieser drückt die Stange S' herunter und löst die Klinke S2 aus,

Claims (17)

worauf das Gewicht V auf dem Arm V des Hebels V1 V1 V3 niederfällt und den Arm V* hebt; dieser, indem er unter den Stift ν an der Stange Ji' (Fig. i)fafst, hebt letztere und mit ihr die zur Verhinderung der Runzelbildung dienende Platte Ji, so dafs das Leder entfernt werden kann. Beim Hinaufgange der Schlitten kommt ein Ansatz W (Fig. i) in Contact mit dem unteren gekrümmten Arm V3 des dreiarmigen Hebels, hebt allmälig das Gewicht V, bis die durch eine Feder S3 vorgedrückte Klinke S- wieder in einen Einschnitt des Hebelarmes V3 einfällt. Inzwischen konnte die Stange ü" mit der Platte Ji heruntergehen; gegen das Ende des Hubes aber werden beide mittelst des Kreuzstückes r2 gehoben, wie schon beschrieben, um das Einlegen eines neuen Lederstückes zu gestatten. Die untere Kante der unteren oder Walkbacken DD1' entspricht der Gestalt der Oberkante der Form oder Platte N, welche diese Gestalt auch sei, wie besonders aus Fig. 3 hervorgeht. Die Oberkante der Backen ist nahezu gerade, so dafs diese noch auf die Ecke oder den Hacken des Stiefels wirken, nachdem sie über den Obertheil des Schaftes und den Vordertheil des Fufses hinweggegangen sind. Es hat sich dies als unbedingt nothwendig herausgestellt, um das Leder so viel als erforderlich zu strecken und die Ecke des Schaftes lang genug zu machen. Die Form oder Walkplatte JY wird von den mit Schwalbenschwanzführimg versehenen Schlitten Xgetragen, so dafs dieselbe sich mit Leichtigkeit seitwärts bewegen kann, um sich der Stellung der Backen anzupassen. Die Platte liegt in Einschnitten der Schlitten X und wird durch Stifte χ festgehalten, so dafs sie sich leicht auswechseln läfst. Paten τ-Ansprüche:
1. In Verbindung mit einer Walkplatte oder Form JY, die zum Walken, bezw. Glätten, des Materials dienenden Backen D D' und EE1, welche paarweise angeordnet und mit Schlitten TT1 verbunden sind, welche sich auf feststehenden Führungen bewegen, sowie der Mechanismus, um den Backen eine seitliche Bewegung gegeneinander zu ertheilen.
2. In Combination mit dem Schlitten T der Backenträger F, bezw. P, für die bewegliche Backe, welcher sich in dem Schlitten verschiebt.
3. Die mit rechtem und linkem Schraubengewinde versehene Axe eines von aufserhalb des Schlittens in Bewegung zu setzenden Hebels H oder JI', in Verbindung mit dem Schlitten T und dem Backenträger F, bezw. P, für die bewegliche Backe.
4. In Combination mit dem Backenträger, welcher mittelst rechts- und linksgängiger Schraube innerhalb des Schlittens und rechtwinklig zur Bewegungsrichtung desselben verschoben wird, ein durch die Maschine bewegter und zur Drehung der besagten Schraube dienender Hebel.
5. In Combination mit dem sich auf dem feststehenden Gestell bewegenden Schlitten und der in beschriebener Weise durch einen Hebel bewegten Backe, die an einem stationären Theile des Gestells befestigt^ regulirbare Stange G, gegen welche der Hebel innerhalb des besagten Schlittens stöfst, um die Schraube zu den richtigen Zeitpunkten zu bewegen.
6. Das durch die Thätigkeit der Maschine sich verschiebende Gewicht J oder J1 auf dem Hebel H oder Ji', in Combination mit der Backe, welche mit dem durch rechts- und linksgängige Schraube und zugehörigen Hebel bewegten Backenträger verbunden ist.
7. Die allgemeine Anordnung der Unterstützung und Aufhängung der Backen, so dafs jede Backe eines Paares sich unabhängig von der anderen zur Walkform adjustiren kann.
8. Die beschriebene Art und Weise, die Backen mit den Schlitten durch Gelenkstücke zu verbinden.
9. Die Verbindung der einander gegenüberliegenden Glättbacken E und E1 mit den bezüglichen Schlitten durch Charniere, so dafs sie um ihre unteren Kanten schwingen können.
10. Die einander gegenüberliegenden Glättbacken E und E1, von denen die eine an ihrem unteren Ende durch Charnier mit dem Schlitten, die andere ebenso mit einem in dem Schlitten verstellbaren Backenträger P verbunden ist, beide aber am oberen Ende durch Kniehebel mit den bezüglichen Schlitten in Zusammenhang stehen.
11. In Combination mit der einen Backe eines Paares von Glättbacken der Mechanismus, durch welchen das die Verbindung zwischen Backe und Schlitten herstellende Charnier selbstthätig nach der Walkform hin- und wieder zurückbewegt wird.
12. In Combination mit der Vorrichtung zur Riemenverschiebung das beschriebene System von Hebeln und Verbindungsstangen, auf welche die an einem der Schlitten befestigte Nase wirkt, um die Riemen selbstthätig zu verschieben und die Bewegungsrichtung der Maschine am Ende jedes Hubes umzukehren.
13. In Verbindung mit der Vorrichtung zur selbstthätigen Riemenverschiebung der Handhebel q- mit Klinke ql nebst winkelförmigem Ausrücker 25 und Tritt Q, um die Riemenverschiebung auch mit der Hand sowohl, wie durch den Fufs bewirken zu zu können.
14. In Combination mit der Walkform und den Walkbacken mit oder ohne Glättbacken die zur Verhinderung der Runzelbildung
dienende Vorrichtung, bestehend aus der Platte H, deren untere Kante der oberen Kante der Walkform entspricht, sowie die besondere Anordnung derselben in der Maschine.
15. In Verbindung mit der Vorrichtung zur Verhmderung von Runzeln der beschriebene selbstthätig wirkende Mechanismus, um die besagte Vorrichtung zu heben und zur richtigen Zeit auf die Walkform niederzulassen.
16. Die im wesentlichen der Beschreibung entsprechende Gestalt der Walkbacken, welche so beschaffen ist, dafs die Backen noch fortfahren, auf die Ecken oder den Hackentheil des auf der Form befindlichen Leders zu wirken, nachdem sie bereits über die anderen Theile hinweggegangen sind.
17. Die Unterstützung der Walkform .mittelst der Schlitten X, welche mit Einschnitten zum Halten der Form versehen sind, während die Verbindung durch Stifte oder in anderer entsprechender Weise hergestellt wird, um die Form leicht auswechseln zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1387DA 1877-12-22 1877-12-22 Walkmaschine für Stiefelschäfte und andere Lederartikel Expired - Lifetime DE1387C (de)

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