DE46124C - Neuerung an Getreideerntemaschinen - Google Patents

Neuerung an Getreideerntemaschinen

Info

Publication number
DE46124C
DE46124C DE188746124D DE46124DD DE46124C DE 46124 C DE46124 C DE 46124C DE 188746124 D DE188746124 D DE 188746124D DE 46124D D DE46124D D DE 46124DD DE 46124 C DE46124 C DE 46124C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
machine
grain
chain
fingers
transport
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE188746124D
Other languages
English (en)
Original Assignee
LA VERNE W. NOYES in Chicago, West Monroe Str. Nr. 99, Illinois, V. St. A
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LA VERNE W. NOYES in Chicago, West Monroe Str. Nr. 99, Illinois, V. St. A filed Critical LA VERNE W. NOYES in Chicago, West Monroe Str. Nr. 99, Illinois, V. St. A
Application granted granted Critical
Publication of DE46124C publication Critical patent/DE46124C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D57/00Delivering mechanisms for harvesters or mowers
    • A01D57/22Delivering mechanisms for harvesters or mowers for standing stalks

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Harvester Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Neuerungen an Getreideerntemaschinen sind charakterisirt durch die Anwendung eines horizontal bewegten Transporteurs für das geschnittene Getreide, der mit entsprechenden Greifern und Stützplatten für das Getreide versehen ist, die hinter dem Messerbalken in einer nach rückwärts geneigten Lage angeordnet sind, so dafs das geschnittene Getreide, an die Transportvorrichtung sich anlehnend, von derselben zur Seite transportirt werden kann.
Eine weitere Neuerung besteht in der Anordnung des Gestelles der Getreideerntemaschine, welche eine leichte Einstellung und Handhabung der Maschine von Seiten des Führers gestattet, da die Anordnung eine solche ist, dafs durch die Antriebsbewegung der Maschine dieselbe ausbalancirt ist, so dafs die Stellvorrichtung unbelastet ist und ohne Schwierigkeiten von Hand bewegt werden kann.
An diese beiden Hauptneuerungen schliefsen sich mehrere Neuerungen in der Detailconstruction der bei dieser Maschinenanordnung verwendeten Mechanismen, welche im Laufe der Beschreibung erläutert werden müssen.
Fig. ι stellt eine Oberansicht der Getreideerntemaschine dar, Fig. 2 eine Vorderansicht, Fig. 3 eine Seitenansicht von der Triebradseite, Fig. 4 eine perspectivische Ansicht der Triebradseite, von innen gesehen, Fig. 5 eine Seitenansicht des dem noch stehenden Getreide zugekehrten Laufrades, von aufsen gesehen, Fig. 6 einen verticalen Querschnitt durch die Transportvorrichtung für das Getreide, Fig. 7 bis 17 die verschiedenen Theile, welche in den Hauptansichten nicht ersichtlich gemacht werden konnten. Fig. 18 und 19 zeigen Schnitte an der Transportkette.
Bei der Erläuterung und Erklärung der Maschine geht man am besten von Fig. 5 und 6, ι und 2 aus, welche die Transportvorrichtung von verschiedenen Seiten zeigen.
Die Transportvorrichtung für das abgeschnittene Getreide besteht im Wesentlichen aus zwei geschlossenen Gelenkketten F3 F4, die quer über die Maschine gespannt sind und von Kettenrädern F23F24F26F27 getragen und horizontal bewegt werden. Diese Transportketten sind schräg über einander gelagert, und zwar liegt jede der Ketten in einer horizontalen Ebene. Diese Ketten, von denen F4 die obere ist, sind unter einander verbunden durch die Stäbe F5, welche drehbar in den Gelenken der Ketten ruhen und welche winkelförmige Finger Fe tragen. Aufserdem ist an der unteren Kette eine zweite Art von flachen Fingern F31 befestigt, welche als Basis für das abgeschnittene Getreide dienen, so dafs dasselbe nicht herunterfallen kann, während die Finger F6 nur dazu bestimmt sind, die aufrechte Stellung der abgeschnittenen Getreidehalme während des Transportes zu sichern.
Sowohl die Finger F6 wie die flachen Finger F31 werden während des Transportes durch die Gelenkkette -F3 -F4 nun so bewegt, dafs sie auf der Vorderseite der Maschine (also auf der dem Messerbalken H zugekehrten Seite) senkrecht zur Gelenkkette stehen, während sie auf der dem Messerbalken H abgewendeten Seite parallel der Kette gestellt sind. Es geschieht dies durch geeignete Führungen, die später beschrieben werden sollen.
Wie aus der Zeichnung Fig. ι ersichtlich, sind die verbindenden Stäbe F5, weiche die Finger F6 tragen, in doppelter Beziehung schräg zur Horizontalen angeordnet, d. h. diese Stäbe sind nicht an zwei direct unter einander liegenden Gliedern der Kette befestigt, sondern der untere Theil der Stäbe F5 eilt beim Transport dem oberen Theil voraus. Durch dieses Voreilen des unteren Endes der Stäbe F5 ist ein sicheres Ablegen des Getreides bei der Wendebewegung, welche die Stäbe .F5 um die der Sammelseite zugekehrten Kettenräder F23 F2i ausführen, erzielt, wie nachfolgend erläutert werden wird.
Der Antrieb der Kettenräder geschieht vom Kettenrade F23 aus, wie dies in den Fig. io und 13 dargestellt ist. Wie aus Fig. 13 ersichtlich, sitzt das Kettenrad F23 auf einem Bolzen p2 und besteht mit dem Zahnrad F22 aus einem Stück. Dieses Zahnrad F22 ist, wie Fig. 10 zeigt, in der Plattform C drehbar gelagert und greift in das Zahnrad F21 ein, welches durch Zahnrad F20 angetrieben wird. Zahnrad F20 sitzt auf dem Bolzen f2, der im Lagerbock C20 drehbar ruht (s. auch Fig. 1) und am anderen Ende das konische Zahnrad F2 trägt, welches mit dem Zahnrad F in Eingriff sich befindet. Letzteres wird durch die Federkupplung b20, Fig. 10, in Eingriff erhalten. Zahnrad F sitzt fest auf der Welle b2, die im Längsbalken D der Maschine vermittelst der Muffen D1A2 gelagert ist, und zwar sitzt die Muffe D1 fest am Längsbälken Z), während die Muffe A2 drehbar gegen diese Aufsenmuffe ist. Die Welle b2 sitzt lose in der Muffe A2 (s. auch Fig. 1 und 8).
Die Bewegung von b2, welche die Bewegung der Transportkette in der soeben beschriebenen Weise einleitet, ist aus Fig. 1 ersichtlich. Auf der Achse b2 sitzt nämlich am äufsersten Ende das Zahnrad jB2, welches in das grofse, mit dem Triebrade B verbundene Zahnrad B1 eingreift. Bei Bewegung der Erntemaschine wird also durch B1 B2 b2 FF2, Fig. 1 o,/2 F20 F21 F22 die untere Gelenkkette F3 bewegt.
Da nun, wie aus Fig. 6 ersichtlich, das mit Zahnrad F22 zusammenhängende Kettenrad F23 durch die Universalgelenkstange F25 mit dem oberen Kettenrad F24 der Sammelseite verbunden ist, so folgt aus dem Transport der unteren Kette auch der Transport der oberen Kette, da die schräg liegende Universalgelenkstange F25 bei jeder Umdrehung des Rades F22 auch eine Umdrehung des oberen Kettenrades F2t bewirkt. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, umschliefst die Gelenkstange F25 die beiden Kettenräder vermittelst der Gabeln f2S.
Zum sicheren Transport des abgeschnittenen Getreides dienen aufser den Fingern F6 und den unteren flachen Fingern F31 die feststehenden Querstäbe F7, die aufserhalb der Kettenverbindungsstäbe F5 liegen, und fernerdie innerhalb der Kette liegende schräge Platte G2, Fig. 6, an die sich das Getreide beim Seitwärtstransport anlegen kann und soll.
Die Anordnung der unteren Kettenräder F2S F26 ist oben beschrieben und aus der Fig. 10 in Bezug auf das Kettenrad F23 ersichlich. Das Kettenrad F26 ruht ebenfalls drehbar auf der Plattform C auf. Die oberen Kettenräder F2i F27 werden getragen von der Querplatte G1, Fig. 2 und 19, vermittelst der Augen gl. Die Querplatte G1 trägt an der dem Messerbalken zugekehrten Seite eine Führungsleiste G10, -Fig. 1 und 6, welche dazu bestimmt ist, die Finger Fe aufzurichten, so dafs sie vertical zur Transportkette an der Vorderseite der Maschine stehen. Die Finger F6 tragen nämlich noch den kurzen Hebelarm f50 und dieser Hebelarm stösft beim Transport der Kette an der Maschinenvorderseite gegen diese Führungsleiste G10 und Querplatte G1 und richtet die Finger F6 auf, so dafs sie geeignet sind, das abgeschnittene Getreide zu halten.
Durch diese Aufrichtung der Finger F6 werden auch die flachen Finger Fsl an der Unterseite der Stäbe aufgerichtet, wie aus Fig. 7 ersichtlich wird. Die flachen Finger F31, welche winkelförmig gestaltet sind, sitzen nämlich drehbar an dem Lappen/30 der Kette F3, und zwar vermittelst des U-förmigen Ansatzes F30,· der in den winkelförmigen Querschnitt F31 übergeht. In diese an der Kette drehbaren flachen Finger F31 F30 greift nun der Stab F5 mit seinem flachen Ansatz f31 ein und trägt durch die . untere Verstärkung /32 den flachen Finger F31 und hält ihn in horizontaler Stellung, wie dies Fig. 6 und 7 zeigen. Bei der Drehung von F5 wird aber auch durch den flachen Ansatz f31 der flache Finger F31 mit gedreht und nimmt eine gleiche Stellung zur Transportkette ein, wie die Haltfinger F0.
Ebenso wie nun auf der Maschinenvorderseite beide Arten von Fingern durch die Führungsleiste G10 aufgerichtet werden, ebenso werden beide Arten von Fingern auf der Maschinenrückseite niedergedrückt und gelangen in eine Stellung parallel zur Transportkette. Es geschieht dies Niederdrücken vermittelst des Winkels c3, Fig. 6, der auf der Plattform C fest aufsitzt; nur sind es diesmal nicht die kurzen Arme f50 der Finger F6, welche diese Niederbewegung einleiten, sondern es sind die flachen Finger F31 selbst, welche gegen den Winkel c3 treffen, sich niederlegen und dadurch auch die Drehung der Finger Fe bewirken.
Die Finger F0 und die flachen Finger F31 führen nun das abgeschnittene und von ihnen gehaltene und an der von dem Querstabe F7 und der schrägen Platte G2 gebildeten Stützwand anlehnende Getreide seitwärts zu der gewölbten verticalen Wand L, Fig. 1 und 2.
Zwischen dieser Wand und den an dieser Seite nach rückwärts gebogenen, feststehenden Querstäben F7 wird das abgeschnittene Getreide durch die Finger F6 und F31 hineingeführt, und da, wie oben erwähnt, die unteren flachen Finger F31 den oberen Fingern F6 vorauseilen (infolge der schrägen Anordnung der Stäbe F5), so macht der flache Finger F31 schon seine Wendung und Bewegung nach rückwärts um das Kettenrad F23, während die oberen Finger F6 sich noch auf der flachen Vorderseite der Kette F4 bewegen. Dadurch werden die unteren Theile des Getreides schneller nach hinten geworfen als die oberen; das Getreide wird gewissermafsen aus der schrägen Lage, in der es sich bisher befand, aufgerichtet und kann leicht von Bindemechanismen erfafst werden; diese Binde- oder Sammelmechanismen sind in der Zeichnung nicht dargestellt, da sie nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden.
Durch diese Voreilung werden auch die Finger besser und vollkommener von dem Getreide frei, und es ist verhindert, dafs Halme weiter mitgenommen werden.
Wir kommen nun zur zweiten Neuerung an der Maschine, zur ausbalancirten Anordnung des Gestelles, zur Höher- und Niedrigerstellung desselben und zur Einstellung der Neigung der Maschine zur Bodenfläche. Es mufs die ganze Anordnung des Gestelles zum besseren Verständnifs vorausgeschickt werden.
B, Fig. 4, ist das Laufrad der Maschine, welches den festen Zahnkranz B1 trägt. A, Fig. 8, ist die Achse des Laufrades; auf derselben sitzt lose die Kurbel .A1; der Längsbaum Z), Fig. 3, sitzt ebenfalls drehbar auf dieser Achse A vermittelst der Eisenschienen v1.
Die Kurbel A\ Fig. 8, ist mit der Muffe Ä1 aus einem Stück und letztere trägt, wie vorhin beschrieben, den Antriebmechanismus für die Getreidetransportvorrichtung. Die Muffe A^ trägt aber auch die Umschlufsmuffe Z)1, welche, wie Fig. 9 zeigt, an dem Längsbalken D befestigt ist. Dadurch sind dem Längsbalken Z) zwei Befestigungspunkte gegeben, erstens durch die axiale (auf Achse A) Befestigung des Längsbalkens vermittelst der Schiene v1, wie vorhin beschrieben, und zweitens durch die Muffe Z)1. Aus einer Höherstellung dieser Muffe würde demnach eine Schrägstellung, (hintere Anhebung) der ganzen Maschine erzielt werden können, worauf wir später zurückkommen werden.
Die Kurbelmuffe A2 trägt aber auch eine zweite Muffe C20, Fig. 9, und an dieser Muffe sitzt des Rohrstück C2 (s. auch Fig. 3 und 4), welches durch Stütze t, Fig. 3 und 4, fest mit der Plattform C verbunden ist. Auf der Plattform C sitzt nun der Lappen C21, welcher (Fig. 4) die Schnecke c4, die beiden Kettenräder e4 e5 und die Achse /' trägt. Letztere Achse besitzt die Schnecke fn, die Kurbel fm und das Zahnrad F1, welches in das Zahnrad F eingreift, gerade so wie das vorhin erwähnte Zahnrad F2.
Durch die Drehung des letzteren (F1J wird vermittelst des Zahnrades F2 die Messerbewegung eingeleitet. Die Zugstange t1 dient zur Uebertragung der Bewegung nach dem in Fig. 4 fortgelassenen Messerbalken. Die aufy1 sitzende Schnecke fn bringt, wie Fig. 2 erkennen läfst, die Bewegung der Getreideschläger J4 hervor, welche das noch stehende Getreide in den Messerbalken H in bekannter Weise hineinschlagen und gegen die oben beschriebene schräge Stutzplatte G2 drücken. Die Details dieser Bewegung sollen später beschrieben werden.
Die Kurbelmuffe A^ trägt aber auch noch eine dritte Hülse A5, Fig. 8, die in eine Stange A5 ausläuft, wie dies in Fig. 3 und 4 ersichtlich ist. Diese an der einen Seite drehbar an Muffe A2 sitzende Stange As ist andererseits verbunden mit dem Sector A*, Fig. 4, und besitzt eine Verlängerung α4, an welche die Zugstange De fafst, welche eine Verlängerung Z)7 besitzt. Diese Zugstangen D6 Z)7 führen zu dem Scheerbaum für die Pferde.
Der Sector A*, der mit A5 fest verbunden ist, sitzt drehbar auf der Laufradachse A7 Fig. 1; dieser Sector besitzt Zähne a20 und wird umschlossen und geführt von den Lappen C21C21, und die Zähne α20 dieses Sectors stehen mit der Schnecke c4 in Eingriff.
Wie ersichtlich, bildet das Dreieck, gebildet aus Kurbel ~A\ Stange A5 und Sector .A4, ein starres Ganzes, welches aber um die Achse A drehbar ist, vermittelst der Zugstangen D6D7. Da auf letztere der Zug der Pferde wirkt, so würde die ganze Maschine hinten aufgekippt werden, und die an diesem Dreieck befestigte Plattform C würde durch den Zug der Pferde vorn gesenkt werden, wenn nicht dagegen folgende Einrichtung getroffen wäre.
Die Zugstange Z)6 D1 ist nämlich durch den Stift di0 des Handhebels D4 mit letzterem verbunden und D4 sitzt drehbar um Scharnier d an dem einarmigen Hebel Z)3, dessen Drehpunkt in dem an D befestigten Bügel Z)2 liegt. Dieser einarmige Hebel Z)3 besitzt an seinem Ende die Zahnung Z)30 und in seiner Mitte greift an ihn die Zugstange Z)5, welche andererseits mit der Plattform C verbunden ist. Auch die beiden Hebel Z)3 und Z)4 sind nun durch die Zahnung Z)30 und durch die an Z)4 sitzende Sperrklinkenvorrichtung Z)41 Z)40 starr mit einander verbunden.
Durch diese Einrichtung wird das Aufkippen der Maschine vermieden; denn wenn die Pferde an der Zugstange Z)7 ziehen, so ziehen sie auch an dem starren System Z)4 Z)3, und wenn sie durch den Zug Z)7 Z)8 a* Ah die Maschine hinten
aufzukippen bestrebt sind, so wird durch den starren Hebel Z)4 D3 auch die Zugstange D5 vorwärts bewegt werden, und da auf diese Weise die Zugvorrichtung auf beiden Seiten des Drehpunktes (Achse A) das ganze System erfafst, so bleibt die Maschine trotz der Zugeinwirkung in ihrer Lage und die Anordnung hätte gar keinen Einflufs auf das ganze System, wenn nicht dadurch eine Ausbalancirung des Systems durch die Zugvorrichtung stattfände, indem durch diese beiderseits wirkenden Zugkräfte das ganze System ausbalancirt und etwaige einseitig belastend wirkende Gewichte aufgehoben würden und die Stellvorrichtung für dieses System auf diese Weise ganz unabhängig gemacht werden könnte von der Anordnung und Vertheilung der Gewichte in der Maschine.
Wenn die Maschine höher oder tiefer gestellt werden soll, so braucht der Führer nur mittelst der Handkurbel C90, Fig. 4, die Schnecke c4 zu drehen und er wird die Plattform C mit ihrem Lappen C21 c21 an dem festen Dreieckssystem A1 A5 A^ hoch oder niedriger schrauben können; der Führer hat dabei nicht das ganze System und sein Gewicht zu heben, sondern dasselbe wird schon durch den Zug der Pferde, d. h. durch den nach oben gerichteten Zug der Zugstange Z)5 und A5 gehoben, und es bedarf nur der Ueberwindung der Differenz zwischen dem nach unten drückenden Gewicht der Maschine und dem nach oben hebend wirkenden Zug der Pferde. Die Beanspruchung der Schnecke c4 ist also eine sehr geringe und dieselbe kann leicht während des Ganges vom Führer gehandhabt und die Maschine bei Bodenunebenheiten angehoben oder nach Bedarf gesenkt werden. Damit diese Hebung und Senkung der Maschine sowohl auf der Triebradseite wie auf der anderen Seite, der Nabenradseite, gleichmäfsig erfolgt, dafür dient die Kette Z^30, die über die Rollen e5 e4 geführt ist, was später beschrieben werden soll.
Es soll vorerst die Vorrichtung zur Veränderung der Neigung der Maschine beschrieben werden, da der Führer der Maschine nicht nur die Höhenlage derselben, sondern auch die Neigung der Maschine dem Boden anpassen mufs.
Die Neigung der Maschine zum Erdboden ist durch den Handhebel Z)4 einzustellen, Fig. 4. Wie vorher beschrieben und wie aus Fig. 4 ersichtlich, bilden die beiden Hebel D4 D3 ein starres System infolge der Sperrklinkenkupplung JT)30 Dw £)4i Zieht der Führer nun den Sperrzahn D40 aus dem Sperrsector D30 des Hebels D3 heraus und bewegt den Hebelhandgriff von jD4 nach vorwärts (den Pferden zu), so wird die Stellung beider Hebel Z)4Z)3 zu einander sich verändern, indem (die Zugstange Z)6 Z)7 ist gespannt durch den Zug der Pferde) der Drehpunkt des Hebels Z)4 der Punkt dM wird und der Punkt d sich so lange nach hinten bewegen wird, bis Z)40 in einen anderen Zahn von D30 eingeklinkt wird. Dadurch wird auch Z)3 nach hinten bewegt und damit auch die Zugstange Z)5. Letztere wird gewissermafsen länger und die Folge wird eine Vordersenkung der Plattform C sein. Wird Hebel Z)4 nach der entgegengesetzten Seite bewegt und in Z)30 eingeklinkt, so wird vorn die Plattform C gehoben und auf diese Weise ist also auch während der Fahrt -die Neigung der Plattform C und damit der Maschine nach Bedarf einzustellen.
Der Stift di0 kann aufserdem in verschiedene Glieder der Zugstange Z)6 D7 eingehängt werden, so dafs man auf diese Weise eine Stellbarkeit der Lage der Maschine hat, wenn die Zähne Z)30 für die Verstellung nicht ausreichen. Dieses Einhängen in die verschiedenen Glieder erfolgt aber natürlich nicht beim Betriebe, sondern vorher bei der Zusammensetzung der Maschine.
Um die Hebung der Maschine nicht einseitig auf der Triebradseite zu bewirken, ist es nöthig, dafs die durch die Schnecke c* bewirkte Hebung nach der anderen Seite übertragen wird; dies geschieht durch Kette Z^30, Fig. 3 und 4, welche über die beiden Räder e5 e4 läuft und einerseits, Fig. 3, im Punkte eG an dem Sector A* befestigt ist, andererseits quer über die Maschine unterhalb des Messerbalkens läuft, und auf der Laufradseite, Fig. 17, über die Rolle e3 nach aufwärts geführt und bei ex an dem Sector E2i befestigt ist.
Diese Vorrichtung dient zur Hebung der Maschine auf der Seite des Laufrades E, Fig. 5 und 17, und ist die Einrichtung und Anordnung dieses Laufrades folgende:
An der Plattform C, Fig. 5,. sitzt fest der nach rückwärts gerichtete Arm E1, und in letzterem ruht drehbar um die Achse E'21 der Arm Z^2, der an seinem vorderen Ende drehbar das Rad E trägt. Mit Arm υ"2 hängt der Sector Ζλ22 zusammen, und letzterer und damit auch Arm E2 und Rad E erhält Führung in dem am Gestell sitzenden Lappen E3. Rad E mit Arm E^ und Sector E'22 kann also in dieser Führung auf und nieder bewegt werden und ist stets bestrebt, sich mit dem Radcentrum von E dem Gestell E3 E1 C zu nähern. Diese Näherung, welche gleichbedeutend ist mit einer Senkung der ganzen Mäschinenseite, wird einzig verhindert durch die gespannte Kette Z^30. Wird nun auf der Triebradseite, Fig. 4, ■ durch Drehen der Handkurbel C90 die ganze Maschine gehoben, so folgt daraus ein Zug auf die Kette, d. h. eine Verlängerung des Kettenstückes zwischen ee und e5, Fig. 3, und da die Kette eine bestimmte Länge hat, so mufs diese Verlängerung durch Verkürzung des Ketten-
Stückes zwischen Rolle e3 und Endpunkt ex auf der Laufradseite ausgeglichen werden, d. h. auch an der anderen Seite der Maschine wird das Gestell gehoben, indem der Punkt ex des Sectors F22 sich der am Gestell C F1 F4 sitzenden Rolle e3 nähert; die Maschine wird also gehoben. Aus der entgegengesetzten Drehung der Handkurbel C90 folgt naturgemäfs ein Sinken des Maschinengestelles auf beiden Seiten.
Es sind nun noch einzelne Mechanismen zu beschreiben, welche bekannt und nur des besseren Verständnisses wegen in der Zeichnung der Maschine dargestellt und bezeichnet sind und die, ohne ihre bekannte Wirkung näher zu erläutern, nur erwähnt werden sollen.
In Fig. 5 ist GK1K ein Theiler für das noch stehende Getreide, der während des Arbeitens der Maschine das noch abzuschneidende Getreide von dem stehenbleibenden trennt. In Fig. 11 ist /220 der Stift für das Universalgelenk /22; in Fig. ι ist / das Uebertragungsrad für den Schlagapparat, der das Getreide in bekannter Weise gegen den Messerapparat H drückt. Der Schlagapparat besteht aus folgenden, in bekannter Weise wirkenden Theilen: Achse j mit der Umschlufsmuffe C10; die feststehende Umschlufsmuffe C10 trägt den Führungskranz C11; ß° sind die Führungsknöpfe für die Schläger Ji, j1 sind Traglappen für die Träger der Schlägermuffen J21 J20, in welchen die Fortsetzungen J30 J31 J32 sitzen, die die eigentlichen Schläger J4 mittelst der Klammern/* tragen.
In Fig. ι ist durch η die Laufbahn der Schläger punktirt angedeutet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Getreideerntemaschinen die folgenden Theile in gleichzeitiger Anwendung:
    a) zwei quer zur Maschine angeordnete Transportgelenkketten F3F4 (Fig. ι und 2),· die unter einander verbunden sind, in Verbindung mit den von diesen Transportketten
    . getragenen Fingern F6 (Fig. 2 und 6) und den an der unteren Kette sitzenden Tragarmen F31 (Fig. 6), zwecks seitlichen Transports des abgeschnittenen Getreides;
    b) die festen Querstäbe F7 (Fig. 1, 2 und 6) mit der dahinter angeordneten geneigten Stützplatte G2 (Fig. 2 und 6) und den zwischen beiden angeordneten, durch die Gelenkketten bewegten und die Finger tragenden Stangen F5 (Fig. 5 und 1), die in doppelter Beziehung geneigt angeordnet sind, zwecks sicheren Transports und Anlegens des Getreides;
    c) das um die Triebradachse drehbare, starre System, gebildet aus Kurbel A1, Arm Ah und Zahnsector A^ (Fig. 4) in Verbindung mit dem im Achsenpunkte A (Fig. 8) in der Achse b2 (Fig. 8 und 9) getragenen Längsbaum D (Fig. 9 und 4) und der zweiseitigen Zugvorrichtung D6 D1 und D5 D (Fig. 4 und 5), welche beiden Zugvorrichtungen durch den einstellbaren Handhebel D4 (Fig. 4 und 3) verbunden sind, zwecks der Ausbalancirung der Maschine;
    d) die den Sector A4 (Fig. 4) beeinflussende Schnecke c4 (Fig. 4), die die Plattform C (Fig. 4) trägt, in Verbindung mit der quer über die Maschine gespannten und an beiden Enden über Rollen e* e5 e3 (Fig. 4 und 17) geführten Zugkette F30 (Fig. 4 und 17), dem an b2 mittelst C2 aufgehängten Rahmen C (Fig. 1,4,8 und 9) und dem um F,21 drehbaren Rade F (Fig. 5 und 17) zwecks Einstellung der Neigung der Maschine.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE188746124D 1887-02-23 1887-02-23 Neuerung an Getreideerntemaschinen Expired DE46124C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE46124T 1887-02-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE46124C true DE46124C (de) 1889-02-19

Family

ID=34584259

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE188746124D Expired DE46124C (de) 1887-02-23 1887-02-23 Neuerung an Getreideerntemaschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE46124C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102005016350A1 (de) Erntevorsatz für landwirtschaftliche Erntemaschinen
DE1507353B2 (de) Heuwerbungsmaschine
DE69219572T2 (de) Erntemaschine für landwirtschaftliche Erzeugnisse
DE2537121C3 (de) Vorrichtung zum Führen und Zentrieren eines Förderbandes in einer Rund-
DE2530249A1 (de) Wickelballenpresse
DE3443719A1 (de) Ballenpresse
DE2638417A1 (de) Bodenbearbeitungsmaschine
DE1728076A1 (de) Fahrbare Schneidevorrichtung fuer Baumstaemme
DE2144813C2 (de) Vorrichtung für Erntemaschinen
DE10C (de) Kartoffel-aushebepflug.
DE7806036U1 (de) Rundballenpresse fuer heu und anderes faseriges erntegut mit einer baender-spannvorrichtung fuer die baender zur ballenformung
DE46124C (de) Neuerung an Getreideerntemaschinen
DE176776C (de)
DE135213C (de)
DE203044C (de)
DE1582652A1 (de) Geraet zum Lockern von durch zusammenhaengende,gesonderte Einheiten z.B.Ballen gebildeten Futterpaketen
DE63999C (de) Rübenerntemaschine
DE368768C (de) Heuerntemaschine
DE1482224A1 (de) Kupplungsvorrichtung zur Verbindung eines Schleppers mit einem Ackergeraet
DE1482173A1 (de) Vorrichtung zur Bearbeitung am Boden liegenden Erntegutes
DE921257C (de) Vorrichtung zum Beladen von Fahrzeugen mittels mechanisch bewegter Gabel oder Schaufel
DE2333035C3 (de) Erntemaschine
DE928258C (de) Maschine zum Bedecken von Rueben- und Kartoffelmieten mit Erde
DE830425C (de) Auflesevorrichtung fuer Ballenpressen
DE149178C (de)