DE46124C - Neuerung an Getreideerntemaschinen - Google Patents
Neuerung an GetreideerntemaschinenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Neuerungen an Getreideerntemaschinen sind charakterisirt durch die Anwendung eines
horizontal bewegten Transporteurs für das geschnittene Getreide, der mit entsprechenden
Greifern und Stützplatten für das Getreide versehen ist, die hinter dem Messerbalken in einer
nach rückwärts geneigten Lage angeordnet sind, so dafs das geschnittene Getreide, an die
Transportvorrichtung sich anlehnend, von derselben zur Seite transportirt werden kann.
Eine weitere Neuerung besteht in der Anordnung des Gestelles der Getreideerntemaschine,
welche eine leichte Einstellung und Handhabung der Maschine von Seiten des Führers gestattet, da die Anordnung eine solche
ist, dafs durch die Antriebsbewegung der Maschine dieselbe ausbalancirt ist, so dafs die
Stellvorrichtung unbelastet ist und ohne Schwierigkeiten von Hand bewegt werden kann.
An diese beiden Hauptneuerungen schliefsen sich mehrere Neuerungen in der Detailconstruction
der bei dieser Maschinenanordnung verwendeten Mechanismen, welche im Laufe der Beschreibung erläutert werden müssen.
Fig. ι stellt eine Oberansicht der Getreideerntemaschine dar, Fig. 2 eine Vorderansicht,
Fig. 3 eine Seitenansicht von der Triebradseite, Fig. 4 eine perspectivische Ansicht der Triebradseite,
von innen gesehen, Fig. 5 eine Seitenansicht des dem noch stehenden Getreide zugekehrten
Laufrades, von aufsen gesehen, Fig. 6 einen verticalen Querschnitt durch die Transportvorrichtung
für das Getreide, Fig. 7 bis 17 die verschiedenen Theile, welche in den Hauptansichten
nicht ersichtlich gemacht werden konnten. Fig. 18 und 19 zeigen Schnitte an
der Transportkette.
Bei der Erläuterung und Erklärung der Maschine geht man am besten von Fig. 5 und 6,
ι und 2 aus, welche die Transportvorrichtung von verschiedenen Seiten zeigen.
Die Transportvorrichtung für das abgeschnittene Getreide besteht im Wesentlichen
aus zwei geschlossenen Gelenkketten F3 F4, die quer über die Maschine gespannt sind und von
Kettenrädern F23F24F26F27 getragen und
horizontal bewegt werden. Diese Transportketten sind schräg über einander gelagert, und
zwar liegt jede der Ketten in einer horizontalen Ebene. Diese Ketten, von denen F4 die
obere ist, sind unter einander verbunden durch die Stäbe F5, welche drehbar in den Gelenken
der Ketten ruhen und welche winkelförmige Finger Fe tragen. Aufserdem ist an der unteren
Kette eine zweite Art von flachen Fingern F31 befestigt, welche als Basis für das abgeschnittene
Getreide dienen, so dafs dasselbe nicht herunterfallen kann, während die Finger F6 nur dazu
bestimmt sind, die aufrechte Stellung der abgeschnittenen Getreidehalme während des Transportes
zu sichern.
Sowohl die Finger F6 wie die flachen Finger
F31 werden während des Transportes durch die Gelenkkette -F3 -F4 nun so bewegt, dafs sie
auf der Vorderseite der Maschine (also auf der dem Messerbalken H zugekehrten Seite) senkrecht
zur Gelenkkette stehen, während sie auf der dem Messerbalken H abgewendeten Seite
parallel der Kette gestellt sind. Es geschieht dies durch geeignete Führungen, die später beschrieben
werden sollen.
Wie aus der Zeichnung Fig. ι ersichtlich, sind die verbindenden Stäbe F5, weiche die
Finger F6 tragen, in doppelter Beziehung schräg zur Horizontalen angeordnet, d. h. diese Stäbe
sind nicht an zwei direct unter einander liegenden Gliedern der Kette befestigt, sondern der
untere Theil der Stäbe F5 eilt beim Transport
dem oberen Theil voraus. Durch dieses Voreilen des unteren Endes der Stäbe F5 ist ein
sicheres Ablegen des Getreides bei der Wendebewegung, welche die Stäbe .F5 um die der
Sammelseite zugekehrten Kettenräder F23 F2i
ausführen, erzielt, wie nachfolgend erläutert werden wird.
Der Antrieb der Kettenräder geschieht vom Kettenrade F23 aus, wie dies in den Fig. io
und 13 dargestellt ist. Wie aus Fig. 13 ersichtlich,
sitzt das Kettenrad F23 auf einem Bolzen p2 und besteht mit dem Zahnrad F22
aus einem Stück. Dieses Zahnrad F22 ist, wie
Fig. 10 zeigt, in der Plattform C drehbar gelagert
und greift in das Zahnrad F21 ein, welches durch Zahnrad F20 angetrieben wird.
Zahnrad F20 sitzt auf dem Bolzen f2, der im
Lagerbock C20 drehbar ruht (s. auch Fig. 1) und am anderen Ende das konische Zahnrad
F2 trägt, welches mit dem Zahnrad F in Eingriff sich befindet. Letzteres wird durch
die Federkupplung b20, Fig. 10, in Eingriff erhalten.
Zahnrad F sitzt fest auf der Welle b2, die im Längsbalken D der Maschine vermittelst
der Muffen D1A2 gelagert ist, und zwar sitzt
die Muffe D1 fest am Längsbälken Z), während die Muffe A2 drehbar gegen diese Aufsenmuffe
ist. Die Welle b2 sitzt lose in der Muffe A2
(s. auch Fig. 1 und 8).
Die Bewegung von b2, welche die Bewegung
der Transportkette in der soeben beschriebenen Weise einleitet, ist aus Fig. 1 ersichtlich. Auf
der Achse b2 sitzt nämlich am äufsersten Ende das Zahnrad jB2, welches in das grofse, mit
dem Triebrade B verbundene Zahnrad B1 eingreift. Bei Bewegung der Erntemaschine wird
also durch B1 B2 b2 FF2, Fig. 1 o,/2 F20 F21 F22
die untere Gelenkkette F3 bewegt.
Da nun, wie aus Fig. 6 ersichtlich, das mit Zahnrad F22 zusammenhängende Kettenrad F23
durch die Universalgelenkstange F25 mit dem oberen Kettenrad F24 der Sammelseite verbunden
ist, so folgt aus dem Transport der unteren Kette auch der Transport der oberen Kette, da die schräg liegende Universalgelenkstange
F25 bei jeder Umdrehung des Rades F22 auch eine Umdrehung des oberen Kettenrades
F2t bewirkt. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, umschliefst die Gelenkstange F25 die beiden
Kettenräder vermittelst der Gabeln f2S.
Zum sicheren Transport des abgeschnittenen Getreides dienen aufser den Fingern F6 und
den unteren flachen Fingern F31 die feststehenden Querstäbe F7, die aufserhalb der
Kettenverbindungsstäbe F5 liegen, und fernerdie innerhalb der Kette liegende schräge
Platte G2, Fig. 6, an die sich das Getreide beim Seitwärtstransport anlegen kann und soll.
Die Anordnung der unteren Kettenräder F2S F26 ist oben beschrieben und aus der Fig. 10
in Bezug auf das Kettenrad F23 ersichlich. Das Kettenrad F26 ruht ebenfalls drehbar auf der
Plattform C auf. Die oberen Kettenräder F2i F27 werden getragen von der Querplatte G1,
Fig. 2 und 19, vermittelst der Augen gl. Die
Querplatte G1 trägt an der dem Messerbalken zugekehrten Seite eine Führungsleiste G10, -Fig. 1
und 6, welche dazu bestimmt ist, die Finger Fe aufzurichten, so dafs sie vertical zur Transportkette
an der Vorderseite der Maschine stehen. Die Finger F6 tragen nämlich noch
den kurzen Hebelarm f50 und dieser Hebelarm
stösft beim Transport der Kette an der Maschinenvorderseite gegen diese Führungsleiste G10 und
Querplatte G1 und richtet die Finger F6 auf,
so dafs sie geeignet sind, das abgeschnittene Getreide zu halten.
Durch diese Aufrichtung der Finger F6 werden auch die flachen Finger Fsl an der
Unterseite der Stäbe aufgerichtet, wie aus Fig. 7 ersichtlich wird. Die flachen Finger F31, welche
winkelförmig gestaltet sind, sitzen nämlich drehbar an dem Lappen/30 der Kette F3, und
zwar vermittelst des U-förmigen Ansatzes F30,· der in den winkelförmigen Querschnitt F31
übergeht. In diese an der Kette drehbaren flachen Finger F31 F30 greift nun der Stab F5
mit seinem flachen Ansatz f31 ein und trägt durch die . untere Verstärkung /32 den flachen
Finger F31 und hält ihn in horizontaler Stellung, wie dies Fig. 6 und 7 zeigen. Bei der
Drehung von F5 wird aber auch durch den flachen Ansatz f31 der flache Finger F31 mit
gedreht und nimmt eine gleiche Stellung zur Transportkette ein, wie die Haltfinger F0.
Ebenso wie nun auf der Maschinenvorderseite beide Arten von Fingern durch die Führungsleiste
G10 aufgerichtet werden, ebenso werden beide Arten von Fingern auf der Maschinenrückseite
niedergedrückt und gelangen in eine Stellung parallel zur Transportkette. Es geschieht dies Niederdrücken vermittelst des
Winkels c3, Fig. 6, der auf der Plattform C fest aufsitzt; nur sind es diesmal nicht die
kurzen Arme f50 der Finger F6, welche diese
Niederbewegung einleiten, sondern es sind die flachen Finger F31 selbst, welche gegen den
Winkel c3 treffen, sich niederlegen und dadurch auch die Drehung der Finger Fe bewirken.
Die Finger F0 und die flachen Finger F31 führen nun das abgeschnittene und von ihnen
gehaltene und an der von dem Querstabe F7 und der schrägen Platte G2 gebildeten Stützwand
anlehnende Getreide seitwärts zu der gewölbten verticalen Wand L, Fig. 1 und 2.
Zwischen dieser Wand und den an dieser Seite nach rückwärts gebogenen, feststehenden
Querstäben F7 wird das abgeschnittene Getreide durch die Finger F6 und F31 hineingeführt,
und da, wie oben erwähnt, die unteren flachen Finger F31 den oberen Fingern F6
vorauseilen (infolge der schrägen Anordnung der Stäbe F5), so macht der flache Finger F31
schon seine Wendung und Bewegung nach rückwärts um das Kettenrad F23, während die
oberen Finger F6 sich noch auf der flachen Vorderseite der Kette F4 bewegen. Dadurch
werden die unteren Theile des Getreides schneller nach hinten geworfen als die oberen; das Getreide
wird gewissermafsen aus der schrägen Lage, in der es sich bisher befand, aufgerichtet
und kann leicht von Bindemechanismen erfafst werden; diese Binde- oder Sammelmechanismen
sind in der Zeichnung nicht dargestellt, da sie nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bilden.
Durch diese Voreilung werden auch die Finger besser und vollkommener von dem Getreide
frei, und es ist verhindert, dafs Halme weiter mitgenommen werden.
Wir kommen nun zur zweiten Neuerung an der Maschine, zur ausbalancirten Anordnung
des Gestelles, zur Höher- und Niedrigerstellung desselben und zur Einstellung der Neigung der
Maschine zur Bodenfläche. Es mufs die ganze Anordnung des Gestelles zum besseren Verständnifs
vorausgeschickt werden.
B, Fig. 4, ist das Laufrad der Maschine, welches den festen Zahnkranz B1 trägt. A,
Fig. 8, ist die Achse des Laufrades; auf derselben sitzt lose die Kurbel .A1; der Längsbaum
Z), Fig. 3, sitzt ebenfalls drehbar auf dieser Achse A vermittelst der Eisenschienen v1.
Die Kurbel A\ Fig. 8, ist mit der Muffe Ä1
aus einem Stück und letztere trägt, wie vorhin beschrieben, den Antriebmechanismus für die
Getreidetransportvorrichtung. Die Muffe A^ trägt aber auch die Umschlufsmuffe Z)1, welche,
wie Fig. 9 zeigt, an dem Längsbalken D befestigt ist. Dadurch sind dem Längsbalken Z)
zwei Befestigungspunkte gegeben, erstens durch die axiale (auf Achse A) Befestigung des Längsbalkens
vermittelst der Schiene v1, wie vorhin beschrieben, und zweitens durch die Muffe Z)1.
Aus einer Höherstellung dieser Muffe würde demnach eine Schrägstellung, (hintere Anhebung)
der ganzen Maschine erzielt werden können, worauf wir später zurückkommen werden.
Die Kurbelmuffe A2 trägt aber auch eine
zweite Muffe C20, Fig. 9, und an dieser Muffe sitzt des Rohrstück C2 (s. auch Fig. 3 und 4),
welches durch Stütze t, Fig. 3 und 4, fest mit der Plattform C verbunden ist. Auf der Plattform
C sitzt nun der Lappen C21, welcher (Fig. 4) die Schnecke c4, die beiden Kettenräder
e4 e5 und die Achse /' trägt. Letztere Achse besitzt die Schnecke fn, die Kurbel fm
und das Zahnrad F1, welches in das Zahnrad F eingreift, gerade so wie das vorhin erwähnte
Zahnrad F2.
Durch die Drehung des letzteren (F1J wird
vermittelst des Zahnrades F2 die Messerbewegung eingeleitet. Die Zugstange t1 dient zur Uebertragung
der Bewegung nach dem in Fig. 4 fortgelassenen Messerbalken. Die aufy1 sitzende
Schnecke fn bringt, wie Fig. 2 erkennen läfst,
die Bewegung der Getreideschläger J4 hervor, welche das noch stehende Getreide in den
Messerbalken H in bekannter Weise hineinschlagen und gegen die oben beschriebene
schräge Stutzplatte G2 drücken. Die Details dieser Bewegung sollen später beschrieben
werden.
Die Kurbelmuffe A^ trägt aber auch noch
eine dritte Hülse A5, Fig. 8, die in eine Stange A5 ausläuft, wie dies in Fig. 3 und 4
ersichtlich ist. Diese an der einen Seite drehbar an Muffe A2 sitzende Stange As ist andererseits
verbunden mit dem Sector A*, Fig. 4, und besitzt eine Verlängerung α4, an welche
die Zugstange De fafst, welche eine Verlängerung Z)7 besitzt. Diese Zugstangen D6 Z)7
führen zu dem Scheerbaum für die Pferde.
Der Sector A*, der mit A5 fest verbunden
ist, sitzt drehbar auf der Laufradachse A7 Fig. 1;
dieser Sector besitzt Zähne a20 und wird umschlossen
und geführt von den Lappen C21C21,
und die Zähne α20 dieses Sectors stehen mit
der Schnecke c4 in Eingriff.
Wie ersichtlich, bildet das Dreieck, gebildet aus Kurbel ~A\ Stange A5 und Sector .A4, ein
starres Ganzes, welches aber um die Achse A drehbar ist, vermittelst der Zugstangen D6D7.
Da auf letztere der Zug der Pferde wirkt, so würde die ganze Maschine hinten aufgekippt
werden, und die an diesem Dreieck befestigte Plattform C würde durch den Zug der Pferde
vorn gesenkt werden, wenn nicht dagegen folgende Einrichtung getroffen wäre.
Die Zugstange Z)6 D1 ist nämlich durch den
Stift di0 des Handhebels D4 mit letzterem
verbunden und D4 sitzt drehbar um Scharnier d an dem einarmigen Hebel Z)3, dessen Drehpunkt
in dem an D befestigten Bügel Z)2 liegt. Dieser einarmige Hebel Z)3 besitzt an seinem
Ende die Zahnung Z)30 und in seiner Mitte greift an ihn die Zugstange Z)5, welche andererseits
mit der Plattform C verbunden ist. Auch die beiden Hebel Z)3 und Z)4 sind nun
durch die Zahnung Z)30 und durch die an Z)4 sitzende Sperrklinkenvorrichtung Z)41 Z)40 starr
mit einander verbunden.
Durch diese Einrichtung wird das Aufkippen der Maschine vermieden; denn wenn die Pferde
an der Zugstange Z)7 ziehen, so ziehen sie auch an dem starren System Z)4 Z)3, und wenn sie
durch den Zug Z)7 Z)8 a* Ah die Maschine hinten
aufzukippen bestrebt sind, so wird durch den starren Hebel Z)4 D3 auch die Zugstange D5
vorwärts bewegt werden, und da auf diese Weise die Zugvorrichtung auf beiden Seiten
des Drehpunktes (Achse A) das ganze System erfafst, so bleibt die Maschine trotz der Zugeinwirkung
in ihrer Lage und die Anordnung hätte gar keinen Einflufs auf das ganze System,
wenn nicht dadurch eine Ausbalancirung des Systems durch die Zugvorrichtung stattfände, indem
durch diese beiderseits wirkenden Zugkräfte das ganze System ausbalancirt und etwaige
einseitig belastend wirkende Gewichte aufgehoben würden und die Stellvorrichtung für
dieses System auf diese Weise ganz unabhängig gemacht werden könnte von der Anordnung
und Vertheilung der Gewichte in der Maschine.
Wenn die Maschine höher oder tiefer gestellt werden soll, so braucht der Führer nur
mittelst der Handkurbel C90, Fig. 4, die Schnecke c4 zu drehen und er wird die Plattform
C mit ihrem Lappen C21 c21 an dem
festen Dreieckssystem A1 A5 A^ hoch oder
niedriger schrauben können; der Führer hat dabei nicht das ganze System und sein Gewicht
zu heben, sondern dasselbe wird schon durch den Zug der Pferde, d. h. durch den nach
oben gerichteten Zug der Zugstange Z)5 und A5 gehoben, und es bedarf nur der Ueberwindung
der Differenz zwischen dem nach unten drückenden Gewicht der Maschine und dem nach
oben hebend wirkenden Zug der Pferde. Die Beanspruchung der Schnecke c4 ist also eine
sehr geringe und dieselbe kann leicht während des Ganges vom Führer gehandhabt und die
Maschine bei Bodenunebenheiten angehoben oder nach Bedarf gesenkt werden. Damit diese Hebung und Senkung der Maschine sowohl
auf der Triebradseite wie auf der anderen Seite, der Nabenradseite, gleichmäfsig erfolgt,
dafür dient die Kette Z^30, die über die Rollen e5 e4 geführt ist, was später beschrieben werden
soll.
Es soll vorerst die Vorrichtung zur Veränderung der Neigung der Maschine beschrieben
werden, da der Führer der Maschine nicht nur die Höhenlage derselben, sondern auch die
Neigung der Maschine dem Boden anpassen mufs.
Die Neigung der Maschine zum Erdboden ist durch den Handhebel Z)4 einzustellen, Fig. 4.
Wie vorher beschrieben und wie aus Fig. 4 ersichtlich, bilden die beiden Hebel D4 D3 ein
starres System infolge der Sperrklinkenkupplung JT)30 Dw £)4i Zieht der Führer nun den Sperrzahn
D40 aus dem Sperrsector D30 des Hebels D3 heraus und bewegt den Hebelhandgriff
von jD4 nach vorwärts (den Pferden zu), so wird die Stellung beider Hebel Z)4Z)3 zu einander
sich verändern, indem (die Zugstange Z)6 Z)7 ist gespannt durch den Zug der Pferde)
der Drehpunkt des Hebels Z)4 der Punkt dM
wird und der Punkt d sich so lange nach hinten bewegen wird, bis Z)40 in einen anderen
Zahn von D30 eingeklinkt wird. Dadurch wird auch Z)3 nach hinten bewegt und damit auch
die Zugstange Z)5. Letztere wird gewissermafsen länger und die Folge wird eine Vordersenkung
der Plattform C sein. Wird Hebel Z)4 nach der entgegengesetzten Seite bewegt und
in Z)30 eingeklinkt, so wird vorn die Plattform C gehoben und auf diese Weise ist also
auch während der Fahrt -die Neigung der Plattform C und damit der Maschine nach Bedarf
einzustellen.
Der Stift di0 kann aufserdem in verschiedene
Glieder der Zugstange Z)6 D7 eingehängt
werden, so dafs man auf diese Weise eine Stellbarkeit der Lage der Maschine hat,
wenn die Zähne Z)30 für die Verstellung nicht ausreichen. Dieses Einhängen in die verschiedenen
Glieder erfolgt aber natürlich nicht beim Betriebe, sondern vorher bei der Zusammensetzung
der Maschine.
Um die Hebung der Maschine nicht einseitig auf der Triebradseite zu bewirken, ist
es nöthig, dafs die durch die Schnecke c* bewirkte Hebung nach der anderen Seite übertragen
wird; dies geschieht durch Kette Z^30, Fig. 3 und 4, welche über die beiden Räder
e5 e4 läuft und einerseits, Fig. 3, im Punkte eG
an dem Sector A* befestigt ist, andererseits quer über die Maschine unterhalb des Messerbalkens
läuft, und auf der Laufradseite, Fig. 17, über die Rolle e3 nach aufwärts geführt und bei
ex an dem Sector E2i befestigt ist.
Diese Vorrichtung dient zur Hebung der Maschine auf der Seite des Laufrades E, Fig. 5
und 17, und ist die Einrichtung und Anordnung dieses Laufrades folgende:
An der Plattform C, Fig. 5,. sitzt fest der nach rückwärts gerichtete Arm E1, und in
letzterem ruht drehbar um die Achse E'21 der Arm Z^2, der an seinem vorderen Ende drehbar
das Rad E trägt. Mit Arm υ"2 hängt der
Sector Ζλ22 zusammen, und letzterer und damit auch Arm E2 und Rad E erhält Führung in
dem am Gestell sitzenden Lappen E3. Rad E mit Arm E^ und Sector E'22 kann also in
dieser Führung auf und nieder bewegt werden und ist stets bestrebt, sich mit dem Radcentrum
von E dem Gestell E3 E1 C zu nähern. Diese
Näherung, welche gleichbedeutend ist mit einer Senkung der ganzen Mäschinenseite, wird einzig
verhindert durch die gespannte Kette Z^30. Wird nun auf der Triebradseite, Fig. 4, ■ durch
Drehen der Handkurbel C90 die ganze Maschine gehoben, so folgt daraus ein Zug auf
die Kette, d. h. eine Verlängerung des Kettenstückes zwischen ee und e5, Fig. 3, und da die
Kette eine bestimmte Länge hat, so mufs diese Verlängerung durch Verkürzung des Ketten-
Stückes zwischen Rolle e3 und Endpunkt ex
auf der Laufradseite ausgeglichen werden, d. h. auch an der anderen Seite der Maschine wird
das Gestell gehoben, indem der Punkt ex des Sectors F22 sich der am Gestell C F1 F4
sitzenden Rolle e3 nähert; die Maschine wird also gehoben. Aus der entgegengesetzten
Drehung der Handkurbel C90 folgt naturgemäfs ein Sinken des Maschinengestelles auf beiden
Seiten.
Es sind nun noch einzelne Mechanismen zu beschreiben, welche bekannt und nur des
besseren Verständnisses wegen in der Zeichnung der Maschine dargestellt und bezeichnet sind
und die, ohne ihre bekannte Wirkung näher zu erläutern, nur erwähnt werden sollen.
In Fig. 5 ist GK1K ein Theiler für das
noch stehende Getreide, der während des Arbeitens der Maschine das noch abzuschneidende
Getreide von dem stehenbleibenden trennt. In Fig. 11 ist /220 der Stift für das Universalgelenk
/22; in Fig. ι ist / das Uebertragungsrad
für den Schlagapparat, der das Getreide in bekannter Weise gegen den Messerapparat H
drückt. Der Schlagapparat besteht aus folgenden, in bekannter Weise wirkenden Theilen:
Achse j mit der Umschlufsmuffe C10; die feststehende
Umschlufsmuffe C10 trägt den Führungskranz C11; ß° sind die Führungsknöpfe
für die Schläger Ji, j1 sind Traglappen für
die Träger der Schlägermuffen J21 J20, in welchen
die Fortsetzungen J30 J31 J32 sitzen, die die
eigentlichen Schläger J4 mittelst der Klammern/*
tragen.
In Fig. ι ist durch η die Laufbahn der
Schläger punktirt angedeutet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Getreideerntemaschinen die folgenden Theile in gleichzeitiger Anwendung:a) zwei quer zur Maschine angeordnete Transportgelenkketten F3F4 (Fig. ι und 2),· die unter einander verbunden sind, in Verbindung mit den von diesen Transportketten. getragenen Fingern F6 (Fig. 2 und 6) und den an der unteren Kette sitzenden Tragarmen F31 (Fig. 6), zwecks seitlichen Transports des abgeschnittenen Getreides;b) die festen Querstäbe F7 (Fig. 1, 2 und 6) mit der dahinter angeordneten geneigten Stützplatte G2 (Fig. 2 und 6) und den zwischen beiden angeordneten, durch die Gelenkketten bewegten und die Finger tragenden Stangen F5 (Fig. 5 und 1), die in doppelter Beziehung geneigt angeordnet sind, zwecks sicheren Transports und Anlegens des Getreides;c) das um die Triebradachse drehbare, starre System, gebildet aus Kurbel A1, Arm Ah und Zahnsector A^ (Fig. 4) in Verbindung mit dem im Achsenpunkte A (Fig. 8) in der Achse b2 (Fig. 8 und 9) getragenen Längsbaum D (Fig. 9 und 4) und der zweiseitigen Zugvorrichtung D6 D1 und D5 D (Fig. 4 und 5), welche beiden Zugvorrichtungen durch den einstellbaren Handhebel D4 (Fig. 4 und 3) verbunden sind, zwecks der Ausbalancirung der Maschine;d) die den Sector A4 (Fig. 4) beeinflussende Schnecke c4 (Fig. 4), die die Plattform C (Fig. 4) trägt, in Verbindung mit der quer über die Maschine gespannten und an beiden Enden über Rollen e* e5 e3 (Fig. 4 und 17) geführten Zugkette F30 (Fig. 4 und 17), dem an b2 mittelst C2 aufgehängten Rahmen C (Fig. 1,4,8 und 9) und dem um F,21 drehbaren Rade F (Fig. 5 und 17) zwecks Einstellung der Neigung der Maschine.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE46124T | 1887-02-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46124C true DE46124C (de) | 1889-02-19 |
Family
ID=34584259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188746124D Expired DE46124C (de) | 1887-02-23 | 1887-02-23 | Neuerung an Getreideerntemaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46124C (de) |
-
1887
- 1887-02-23 DE DE188746124D patent/DE46124C/de not_active Expired
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