DE460252C - Wiederbeleben feinpulveriger Adsorptionsmittel - Google Patents
Wiederbeleben feinpulveriger AdsorptionsmittelInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
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Description
- Wiederbeleben feinpulveriger Adsorptionsmittel. Die Erfindung betrifft einen Glühofen für die Wiederbelebung von gebrauchten, feinpulverigen Adsorptionsmitbeln, wie aktivierte Kohlen und allerhand anorganischen Adsorbentien.
- Die Wiederbelebung durch Glühen dieser Stoffe ist mit großen technischen Schwierigkeiten verknüpft, die nicht nur der im allgemeinen schlechten Wärmeleitung des zu glühenden Materials zuzuschreiben sind, sondern auch besonders davon herrühren, daß beim Glühen des Materials eine starke Dampfentwicklung stattfindet, wodurch eine verhältnismäßig große Menge des zu wiederbelebenden Materials in Staubform durch die entwickelten Dämpfe mitgerissen wird. Man hat diesen Übelstand dadurch zu beseitigen versucht, daß man die mit Materialteilchen beladenen Dämpfe in eine Kondensationsvorrichtung führte, in der durch Verdichtung des Wasserdampfes und durch eingespritztes Wasser der mitgerissene Staub niedergeschlagen wurde. Obschon es in dieser Weise gelingt, das mitgerissene Material zurückzugewinnen, hat dies doch den Nachteil, daß das zu wiederbelebende Material tatsächlich in zwei Teile zerlegt wird, wobei nur ein Teil dem Wiederbelebungsvorgang ausgesetzt wird, während der andere Teil. unregeneriert bleibt und außerdem naß erhalten wird. Ein weiterer Übelstand ist noch, daß durch die stattfindende Kondensation Unterdruck in der Erhitzungs- und Glühzone erzeugt wird, wodurch die Mitführung von festen. Materialteilchen noch gesteigert wird.
- Gegenstand der Erfindung ist nun ein Glühofen, in dem das feinpulverige Material in dünner Schicht und unter stetigem Umrühren allmählich auf Glühtemperatur erhitzt werden kann, ohne daß der obenerwähnte übelstand des Mitreißens von staubförmigen Materialteilchen- auftritt. In diesem Glühofen verfährt man im wesentlichen derart, daß das zu wiederbelebende feinpulverige Material in dünner Schicht auf einer hocherhitzten Fläche allmählich bis auf die erforderliche Glühtemperatur erhitzt- wird, während es dauernd umgerührt wird und sich von der Peripherie der Fläche bis zu ihrem Mittelpunkt (oder umgekehrt) fortbewegt, wobei kontinuierlich frisches Material der Peripherie der Fläche zugeführt und glühendes Material am Mittelpunkt abgeführt wird. Das zu wiederbelebende Material befindet sich auf einer von unten erhitzten Fläche aus feuerfestem Material, und die Rühr- und Bewegungsvorrichtung, die oberhalb der Heizfläche angeordnet ist, hat eine horizontale drehende Bewegung und besteht vorzugsweise aus in einer helikoidalen Bahn angeordneten Harken oder Schaufeln, die das Material unterstetigem. Umrühren allmählich von außen nach innen auf die Heizfläche befördern, während @es allmählich bis auf die erforderliche Temperatur erhitzt wird. In der beiliegenden Zeichnung ist eine Vorrichtung nach der Erfindung im vertikalen Längs- und Querdurchschnitt abgebildet.
- Die Glühvorrichtung, die hauptsächlich aus feuerfestem Mauerwerk gebaut wird, besteht aus einem zylindrischen Glühraum i und darunter einer Feuerung 2 mit, zwischen beiden, einer kreisrunden Platte 3 aus feuerfestem Steinzeug oder Metall bzw. hitzebeständiger Legierung, auf der das Adsorptionsmaterial in dünner Schicht durch die in dex Feuerung entwickelte Hitze auf die erforderliche Glühtemperatur :erhitzt wird. Das zu wiederbelebende, vorzugsweise bis auf einen niedrigen ZVassergehalt vorgetrocknete Material wird an dem Rand der Glühzone i durch den Trichter 4 zugeführt, der z. B. für die regelmäßige Zufuhr des Materials mit einem rotierenden Schieber 5 versehen ist und durch das an der Seitenwand der Glühzone i anliegende Rohr 6 das Material auf die Glühfläche 3 ausschüttet.
- Die Rühr- und Bewegungsvorrichtung des Materials ist an der vertikal angeordneten Welle 7 befestigt, die durch den Deckel 8 der Glühvorrichtung hinausragt und durch ,geeignete Antriebsorgane 9 in langsame umdrehende Bewegung gebracht wird. Am Unterende der Welle 7 befindet sich eine Anzahl radial angeordneter Tragarme i o, an denen die Rührorgane i i befestigt :sind. Diese haben zweckmäßig die Form von Harken oder Schaufeln, die bis gegen die Glühplatte 3 reichen und derart aufgestellt sind, daß sie das in der Nähe der Außenwand der Glühzone zugeführte Material in einer helikoidalen Bahn bis zum Mittelpunkt der Glühzone befördern. Im Mittelpunkt der Glühplatte 3 befindet sich eine Auslaßöffnung mit Abfuhrrohr 12, wodurch das glühende Material aus der Glühzone abgeführt wird. Die aus dem Material entwickelten Gase und Dämpfe werden durch Rohr 13 abgeführt. In der Seitenwand der Glühzone ist ein Mannloch 14 mit Öffnung für einen Pyrometer vorgesehen.
- Für die Heizung der Glühplatte 3 kann irgendeine Wärmequelle benutzt werden, z. B. kann man die Glühplatte 3 durch geeignete Anordnung von Elektroden elektrisch erhitzen. Die abgebildete Vorrichtung umschließt eise Feuerung 2, in. die z. B. aus den Öl- oder Gasbrennern 15 ein flüssiger Brennstoff, gemischt mit ruft, oder ein brennbares Gas-- emisch eingeführt wird. In anderen Fällen kann niari feste Brennstoffe zur Erhitzung anwenden. Die Verbrennungsgase werden durch den Schornstein 16 aus der Feuerung 2 abgezogen.
- Insbesondere im Falle von Adsorptionskohleempfiehlt .es sich, das glühende Material nicht in Berührung reit der Außenluft kommen zu lassen, sondern in Wasser zwecks Abkühlung aufzufangen. Dabei erhält man die Kohle in Form eines Breies, der z. B. im Falle von auf Flüssigkeiten anzuwendender Entfärbungskohle nicht getrocknet zu werden braucht, sondern unmittelbar zu neuer Anwendung kommen kann. Wie aus der Abbildung ersichtlich, mündet das Abführungsrohr i2 in den mit Wasser gefüllten Behälter i7, der zwecks gleichmäßiger Verteilung des Materials mit Rührwerk versehen ist. In der abgebildeten Ausführungsform ist der Behälter 17 durch eine Zwischenwand 18 mit Überlauf geteilt. In beiden Fächern des Behälters 17 sind Wellen i9, 2o mit Rührarmen 2 i und Antriebsorganen 22, 23 gelagert; die letzteren können z. B. ihre Bewegung von einer äußeren Welle 24 empfangen.
- An der Mündung des Abfuhrrohres i 2 empfieh 7.t es sich, zur Vermeidung von Verstopfungen noch eine besondere Drehwelle mit Rührarmen 25 anzuordnen, die mittels Zahnradantrieb 26 durch die Welle i9 in Bewegung versetzt wird. Das wiederbelebte Adsorptiensmittel wird in Breiform durch das Rohr 27 aus dein zweiten Fach des Behälters 17 abgezapft. Dieser Brei kann nach Bedarf entweder unmittelbar als solcher verwendet oder zuerst z. B. in Filterpressen abfiltriert und getrocknet werden.
- Im Abfuhrrohr 12 ist auch noch eine Zuleitung 28 für Wasserdampf oder sonstige Gase vorgesehen, um eine aktivierende oder andere beliebige Wirkung auf das zu wiederbelebende Material auszuüben, gegebenenfalls zur Vermeidung von Verstopfungen.
- Zur Förderung einer ruhigen Bearbeitung des Materials empfiehlt .es sich, einen Unterdruck in der Glühzone zu vermeiden. Zu diesem Zwecke verdient es den Vorzug, das Abfuhr-ohr 13 für die entwickelten Gase und Dämpfe nicht ummittelbar an den Schornstein. anzuschließen, sondern eine Druckausglei:chvorrichtung zwisehenzuschalten. Diese kann z. B. aus einem Behälter bestehen, in den man das Rohr 13 unter Wasser ausmünden läßt, wonach die Gase zum Schornstein weitergeleitet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Wiederbeleben von feinpulverigen Adsorptionsmitteln durch Glühen, dadurch gekennzeichnet, daß das zu wiederbelebende Material kontinuierlich an einer oder mehreren Stellen der Peripherie einer beheizten Fläche zugeführt und in dünner Schicht mittels geeignetem Rührwerk in einer helikoidalen Bahn unter allmählicher Erhitzung zum Mittelpunkt der Fläche befördert wird, von wo es nach vollendetem Glühen abgeführt wird. 2. Wiederbelebungsofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine kreisrunde Fläche aus feuerfestem Material, die auf Glühtemperatur erhitzt werden kann und oberhalb der eine Rühr- und Fördervorrichtung des in dünner Schicht befindlichen Materials angeordnet ist, bestehend aus in helikoidaler Bahn aufgestellten Harken oder Schaufeln. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abfuhrrohr der entwickelten Gase und Dämpfe in eine Druckausgleichseinrichtung ausmündet. .1. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein zweiteiliges Sammelgefäß für das glühende Material, in dessen einem Teil das Material in Wasser mittels Rührwerk in Breiform übergeführt wird, während der über die Scheidewand überlaufende Brei im anderen Teil des Gefäßes abgezapft werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC39512D DE460252C (de) | 1927-03-13 | 1927-03-13 | Wiederbeleben feinpulveriger Adsorptionsmittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEC39512D DE460252C (de) | 1927-03-13 | 1927-03-13 | Wiederbeleben feinpulveriger Adsorptionsmittel |
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| DE460252C true DE460252C (de) | 1928-05-23 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC39512D Expired DE460252C (de) | 1927-03-13 | 1927-03-13 | Wiederbeleben feinpulveriger Adsorptionsmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE460252C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE951864C (de) * | 1951-08-28 | 1956-11-08 | Standard Oil Dev Co | Verfahren zum Reaktivieren von verbrauchter Aktivkohle |
-
1927
- 1927-03-13 DE DEC39512D patent/DE460252C/de not_active Expired
Cited By (1)
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| DE951864C (de) * | 1951-08-28 | 1956-11-08 | Standard Oil Dev Co | Verfahren zum Reaktivieren von verbrauchter Aktivkohle |
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