DE459457C - Formkasten fuer Platten und andere Baukoerper aus Kunststeinmasse mit mindestens zwei parallelen Flaechen - Google Patents

Formkasten fuer Platten und andere Baukoerper aus Kunststeinmasse mit mindestens zwei parallelen Flaechen

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DE459457C
DE459457C DEA49800D DEA0049800D DE459457C DE 459457 C DE459457 C DE 459457C DE A49800 D DEA49800 D DE A49800D DE A0049800 D DEA0049800 D DE A0049800D DE 459457 C DE459457 C DE 459457C
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Scheidhauer & Giessing Akt Ges
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/02Moulds with adjustable parts specially for modifying at will the dimensions or form of the moulded article

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds, Cores, Or Mandrels (AREA)

Description

  • Formkasten für Platten und andere Baukörper aus Kunststeinmasse mit mindestens zwei parallelen Flächen. Die Erfindung, bezieht sich auf Formkästen, in denen aus mageren, d. h. wenig plastischen, keramischen hassen Blöcke, Platten oder sonstige größere Steinformlinge finit mindestens zwei einander Parallelen L'egrrcnzengstl:ichen hergestellt werden. Infolge ihres geringen Bindeniitte1gehaltes muß die magere Masse: durch starke niccliaiiische Einwirkung verformt werden, uni alle Hohlräume. zu beseitigen, und um die einzelnen, mit Bindestoff umhüllten lIassekörncr möglichst innig aneinanderzudrücken. Die schichtenweise in den Formkasten gebrachte Nasse wird dazu zweckmäßig durch Schlagen oder Stampfen bearbeitet und hierdurch verdichtet.
  • Bisher wurde der Formkasten für Herstellung großer Steine oder Platten durch Aufsetzen eines oben offenen Rahmens auf eine ebene Unterlage gebildet, deren obere Fläche zusammen mit den inneren Flächen des Rahinens die Gestalt des Formlings bestimmte. Die Masse wurde in den Formrahmen schichtenweise eingebracht, entsprechend geschlagen oder gestampft, bis schließlich durch Glätten oder Abziehen der letzten Schicht entlang den oberen Rändern des Forinrahinens die obere Fläche des Steines gebildet wurde. Der Fornirahnien wurde dann entfernt, und der Formling blieb zum Tocknen oder Erhärten auf der ebenen Unterlage lie`eii. Wenn daher mit der Entfernung des horrnrahnicns nicht bis zur Erliiirtun" des Formlings gewartet «-erden sollte, mußte ein plattenförmiger Stein flach auf der Unterlage liegend geformt werden. Das hat den Nachteil, claß die obere Fläche des Steines nicht so dicht, glatt und genau wie die untere ausgeführt werden kann, cla beim Abziehen eine Auflockerung des Gefüges stattfindet.
  • Es ist daher zweckmäßig, Platten oder l@li*lcl;e, bei denen es auf genaue Ausführung der parallelenHauptflächenankommt, stehend zu stampfen und dabei die Seite als Einfüll-und Staiiiliföffiittng zu wählen, die. später am wenigsten beansprucht wird, beispielsweise die Außenseite beim Wannenstein eines Glasofens. Bei stehender Stampfart müß man entweder den gefüllten Formrahmen bis zur Erhärtung des Formlings stehenlassen, oder man muß nach Umlegen des Formrahmens den Formling auf einer der Rahmenwände liegenlassen.
  • Sowohl die liegende als auch im verstärkten Maße die stehende Verformung durch. Stampfen beansprucht in außergewöhnlicher Weise die Form, welche in der bisher bekannten Art aus einzelnen, der Gestalt des Formlings entsprechenden, durch heile oder Schrauben zusammengehaltenen Wänden besteht. Wegen der meist gerinäcn Stückzahlen der zu formenden Platten oder Blöcke einer Sorte bestehen die Wände der Eorin fast ausschließlich aus Holz. Es ist praktisch unmö,-lich, die Holzformen so stark auszuführen, daß sie sich heim Stampfen der Masse nicht durchbiegen und verziehen, wobei die genaue Form des Formlings verlorengeht. Durch die reibende Einwirkung des Stampfgutes wird das Holzmaterial auch stark abgenutzt. Bei Anfertigung großer Mengen gleicher Platten wäre es zwar möglich, die Form in der bisher bekannten Art, nämlich aus einzelnen, der Gestalt des Formlings entsprechenden Wänden zusammengesetzt, aus einem widerstandsfähigen Material, z. B. Gußeisen oder Stahlguß, herzustellen; aber ein derartiger Formkasten würde entweder bei liegender Verformung keine genauen Platten liefern oder bei stehender Verformung eine große Zahl von Seitenwänden erfordern, da der frische Formling auf einer Seitenwand bis zur Erhärtung liegenbleiben muß. Außerdem wäre ein solcher Formkasten in der bisher üblichen Bauart wegen seiner Schwere kaum zu handhaben.
  • Die Erfindung bezweckt, die vorstehend angeführten Nachteile durch Ausbildung von Dauerformkästen zu vermeiden, bei welchen wesentliche Teile unverändert für die verschiedensten Steingrößen und Steingestalten verwendet werden, und welche mit Einrichtungen versehen sind, die eine leichte Handhabung der leeren und gefüllten Form und eine rasche Ausführung der mit der Entleerung der Form und dem Wiederinstandsetzen der Form für einen neuen Formvorgang verbundenen Arbeiten gestatten. Der Dauerformkasten besteht in seiner einfachsten Art aus zwei einander parallel gegenüberliegenden, rechteckigen, innen ebenen Wänden, die durch seitlich angebrachteV erbindungsstücke in einem der Dicke des Formlings entsprechenden Abstand gehalten werden. Gegen die Verbindungsstücke stützen sich besondere Futterstücke oder Einlagen ab. Der zwischen den parallelen Wänden und den gegen die Verbindungsstücke sich abstützenden Futterstücken oder Einlagen verbleibende lichte Raum bestimmt als Formraum die jeweilige Gestalt des Formlings. Diese einfachste Ausführungsart hat schon den Vorteil, daß die parallelen Hauptwände des Formkastens für alle innerhalb ihrer Ausclehnung liegenden Steingrößen und Steingestalten verwandt werden können. Diese Hauptwände des Dauerforrnkastens können daher als gut verrippte Platten aus Gußeisen oder Stahlguß ausgeführt werden und sind dann jeder Beanspruchung beim Stampfen der «lasse im Formraum gewachsen. Eine Verän(lerting der Gestalt des Forinliiigs bei gleichbleibender Dicke bedingt bei dieser einfachsten Art des Dauerforinkastens noch eine entsprechende Ausbildung netter Einlagen. Eine Veränderung der Formlingsdicke erfordert außerdem neue Verl)intluiigsstiiclce. Bei Formlingen gleicher Stärke, d. h. bei gleichbleibendem Abstand der parallelen Hauptwände des Dauerforinlcastens, ist es vorteilhaft, die Einlagen verstellbar gegen die seitlichenVerbindungsstücke abzustützen. Durch die Verstellung der Einlagen kann die Größe des Formraumes schnell und weitgehend verändert werden. Die Verstellvorrichtung für die Einlagen kann ferner vorteilhaft dazu benutzt werden, den Formling vor dein Abheben des Formkastens von dessen Seitenteilen loszulösen.
  • An den Außenseiten der beiden parallelen Hauptwände des Formkastens oder an zwei gegenüberliegenden, in der Stampfstellung des Formkastens seitlichen Verbindungsstücken sind ferner Drehzapfen oder Bohrungen angebracht, mittels deren der Dauerforml;asten in einem mit einem fahrbaren Hebezeug verbundenen Gehänge angehoben und gewendet werden kann. Hierdurch .wird eine leichte Ausführung der beim Gebrauch des Dauerformkastens notwendigen Arbeiten ermöglicht.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in einer Anzahl vonAusführungsbeispielen in den Abb. t bis 13 dargestellt.
  • Abb. i bis G beziehen sich auf die einfachste Ausführungsform des Dauerformkastens mit festen Verbindungsstiickeii und festen Einlagen bzw. Seitenteilen.
  • Abb. 7 bis 13 betreffen Dauerformkästen finit verstellbaren Seitenteilen sowie Einzelheiten einer besonderen Ausbildung der Verstellvorrichtung.
  • Abb. i und 2 zeigen in Längs- bzw. Querschnitt einen Dauerformkasten, bestehend aus den parallelen, rechteclcigenSeitenwänden i, i, welche durch die Verbindungsstücke 2, 3 in dem der Steindicke entsprechenden Abstand gehalten werden. Gegen-die Verbindungsstücke 2, 3 stützen sich die Einlagen 5, G und 7 ab, deren innere Flächen -zusammen mit den freien inneren Flächen der Seitenwände i, i die Gestalt des Formlings begrenzen. Der Formling ist in diesem Falle eine rechtwinklige Platte, z. B. ein Wannenstein- eines Glasofens. In den freien Formraum wird von oben die 'lasse schichten-«-eise eingebracht und durch Stampfen oder Schlagen verdichtet.
  • Die Seitenwände 1, i sind bei dieser Ausführungsform mit Zapfen oder Bohrungen T versehen, mittels deren der Dauerforml<a:ten an eincin Gehänge drehbar gelagert \verdcn ICailil. Nachdem der Formling ft#rti" gestampft tind oben durch :@listrtirhen l:ings der olleren Kante der Seitunwiinile i, t geglättet ist, wird eine Absetzplatte mit ebener Unterseite auf clen vollIgestaniptrn Forinl:asten gele-t tind an den Seitciiwiiii(lcii durch Schrauben oder Klemmen vorläufig befestigt. Der Formkasten wird dann an den Zapfen .l mittels rinc: Geliiinges - angehoben, iiii Gehä nge uni i @o0 gedreht und wieder ge.enkt, his die Absetzplatte auf dein Fußboden oder auf einer geeigneten Unterlage ruht. Die vorl;ite @ Verbindung z@@-isclien Absetzplatte und Seitenwänden i, i wird nunmehr gelöst, und der Formkasten wird mittels des Gehänges nach oben von dein auf der Absetzplatte stehenden Formling abgezogen und ist nach Drehen uni i 8o0 wieder für eine neue Füllung fertig.
  • Bei dieser Anordnung-der Zapfen 4 all den Seitenwänden i steht also der Formling mit der zuletzt gestampften freien Fläche auf dein Absetzbrett. Das ist unbedenklich für F orinlinge, deren Hölle nicht viel größer als die durch den Abstand der Seitenwände bedingte Dicke ist.
  • Ist die Höhe der Platte jedoch wesentlich größer als ihre Dicke, so könnten an dem frischen, hochkant stehenden Formling nach dein Abziehen der Form nachträglich Formänderutlgen durchZusammensacken eintreten. Für derartige Formlinge ist daher die Ausführungsart nach Abb. 3 und 4 vorzuziehen, bei der die Drehzapfen q. nicht all den Seitenwänden i, i, sondern an den seitlichen Verbindungsstücken 2, 2 angeordnet sind. Abb. 3 ist ein Längsschnitt, Abb..l ein Querschnitt durch den auf den unteren Verbindungsstücken 3, 3 ruhenden Dauerformkasten, der finit Einlagen 5, 6, 7 versehen ist, deren innere Flächen zusammen finit den freien Flächen der Seitenwände i, i den Formraum für einen Radialstem, z. B. einen Hochofenschachtstein einschließen. NachdenlderForinling- fertig gestampft und oben durch Abstreichen entlang den oberen - Kanten der Seitenwände i, i geglättet ist, wird der gefüllte Dauerformkasten mittels Gehänge an den Zapfen q. angehoben und nach Drehung um go° wieder -abgesetzt. Dann wird die oben liegende Seitenwand von den Verbindungsstücken 2 und 3 gelöst und durch eine passende Absetzplatte ersetzt, die vorläufig an den Verbindungsstücken befestigt wird. Der Formkasten wird nun wieder an den Zapfen q. angehoben, um i8o° gedreht und auf die Absetzplatte abgesenkt. Nach Lösen der vorläufigen Befestigtig zwischen Absetzplatte und Verbindungsstücken wird dann der Formkasten mittels der Zapfen 4. von dem nunmehr flach auf der Absetzplatte ruhenden Formling abgezogen und utn i8o° gedreht und ist nach «'iederaufbringen und Befestigetl der vorher abgenommenen Seitenwand Lind nach einer weiteren Drehung um go° wieder formbereit.
  • Bei der Anordnung cler Einlagen 5, 6 und 7 in der in Abb. 3 und .4 dargestellten Art wird der Radialstein voll einer der Radialflächen aus gestampft. Wenn es auf größte Genauigkeit der Radialflächen ankommt, ist es zweck,-mäßig, den Radialstem von der ä ufieren Kreislliiche aus zu stampfen. In Abb. 5 und 6 ist eine Anordnung des Dauerfornikastens itn Längs- bzw. Ouerschnitt dargestellt, bei der diese Herstellungsart möglich ist. Die parallelen Seitenwände i, i «-erden hierzu zweckmäßig ungefähr quadratisch aUsgebildet, da jetzt zwei Seitenstücke 5 und 6 für die beiden radialen Flächen des Steines innerhalb der Verbindungsstücke 2, 2 untergebracht «-erden müssen. Nach den Abbildungen steht die Dauerform in der Stampfstellung auf den unteren Verbindungsstücken 3, 3. Gegen diese stützen sich die Einlage 7 für die innere Kreis$äche des Radialsteines und das untere Ende der Seitenstücke 5 und 6, welche außerdem gegen die Verbindungsstücke 2, 2 anliegen. Um die Herstellung und Glättung der äußeren Zylinderfläche des Radialsteines zu erleichtern, ist auf den Seitenplatten. i oben je ein Aufsatzstück 8 befestigt, dessen obere Fläche entsprechend der äußeren Wölbung des Radialsteines gebogen ist. Die radiale Länge des Radialsteines ergibt sich als Abstand dieser gebogenen Fläche des Aufsatzstückes von Oberkante der Einlage 7. Die Drehzapfen. sind wieder an den seitlichen Verbindungsstücken 2 angebracht. Die einzelnen Arbeitsvorgänge beim Formkasten nach Abb. 5 und 6 sind daher die gleichen wie bei dem Formkasten gemäß Abb. 3 und .l.
  • Bei den bisher beschriebeneilAusführungsarten des Erfindungsgegenstantles werden in der Hauptsache die beiden rechteckigen oder quadratischen Seitenwände i für alle innerhalb ihrer Größe liegenden Steinformen immer wieder benutzt. Sie können daher als Dauerformteil aus Gußeisen oder Stahlguß hergestellt werden, da dieAnschaffungskosten wegen der dauernden Verwendungsmöglichkeit keine Rolle spielen. Auch die Verbindungsstücke 2 und 3 «werden für Formlinge gleicher Dicke immer wieder verwendet. Die Einlagen 5, 6, 7 müssen jedoch jeder neuen Gestalt des Formlings angepaßt werden und müssen daher, wenn nicht sehr große Stückzahlen für die Formung in Frage kommen, zur Ersparung von Kosten aus Holz angefertigt werden. Zweckmäßig wird die dem Formling zugekehrte Fläche ' der hölzernen Einlagen durch Blechfutter vor dein Verschleiß geschützt.
  • Durch die in Abb.7 dargestellte Ausbildung der Seitenteile 5 und 6 ist es möglich, die gleichen Seitenteile für die Herstellung lirefiter und schmaler Radialsteine mit deni gleichen Zentriwinkel und der gleichen Dicke zu benutzen. Dies wird erreicht durch eine verstellbare Abstützung der Seitenteile gegen die Verbindungsstücke 2, 2, z. B. durch Schrauben 9, io. Die Seitenteile 5 und 6, die nunmehr für eine größere Zahl von Formlingen benutzt werden könen, können jetzt: zweckmäßig auch aus widerstandsfähigem Material, z. B. Eisen, hergestellt werden.
  • In Abb.8 ist der Formkasten gemäß Abb.7 nach Verstellung der abstützenden Schrauben 9, io für einen schmaleren und kürzeren Radialstein passend gezeichnet.
  • Abb. 9 und io zeigen eine Abänderung der Verstellvorrichtung, bei welcher es möglich ist, auch die Schräglage der Seitenteile zu ändern und damit den Formkasten auch für Radialsteine mit anderen Zentriwinkeln, ja sogar, wie Abb. io zeigt, auch für Platten mit parallelen Seitenflächen verwendungsfähig zu machen. Hierzu sind die Seitenteile 5 und 6 drehbar durch Bolzen i i gegen die Seitenwände i abgestützt. Die Bolzen i i sind in den unteren Verbindungsstücken 3, 3 gelagert, welche ihrerseits verschiebbar an der unteren Seite der Seitenwände i angeordnet sind. Die eingestellte Lage der Bolzen wird durch die mit Links- und Rechstgewinde versehenen Spindeln 12, 13 mit Schloß 1¢ und Bolzen 15, 16 durch Verspannung gegen die seitlichen Verbindungsstücke 2 gesichert. Die jeweilige Schräglage der Seitenstücke 5, 6 ist durch entsprechendes Einstellen der mit Rechts- und Linksgewinde versehenen Spindeln 17, i8 mit Schloß i9 und J3olzen 2o, 21 gegenüber den seitlichen Verbindungsstücken 2 gegeben.
  • Bei dieser Ausführungsart der Erfindung brauchen für Steine gleicher Stärke nur noch die unteren Einlagen 7 der jeweiligen Steinform angepaßt zu werden. .
  • Durch das Einstampfen oder Einschlagen der Masse in die Form wird von der Masse ein ihrer Verdichtung entsprechender Druck auf die Wände des Formkastens ausgeübt. Dieser Druck, besonders der gegen die Seitenteile 5, 6 gerichtete, hat dem Abziehen des Formkastens entgegenwirkende Reibungskräfte zur Folge. Es ist daher zweckmäßig, uni das Abziehen des Formkastens zu erleichtern und Beschädigungen des Formlings zu vermeiden, die Seitenteile 5, 6 vor dem Anheben des Formkastens vorn Formling zu lösen. Diese Lösung ist möglich durch Verkürzung der Entfernung zwischen den Bolzen 2o und 21 der oberen Abstütz.pindeln 17, 18 durch entsprechende Drehung des Schlosses 19. Da der untere Drehpunkt der Seitenteile 5 und 6 außerhalb der Seiten-wand 1, also unter der Einlage 7 liecrt, Bisen sich die Seitenstücke 5, 6 bei Drehung nach außen um die Bolzen i i auf ihrer ganzen Länge sowohl vom Formling als auch von der Einlage 7 ab. Wird nun der Formkasten an den Drehzapfen 4. angehoben, dann bleibt der Formling ohne Gefahr einer Beschädigung finit der Einlage 7 auf der Absetzplatte liegen. Die Einlage 7 kann dann ohne weiteres entfernt und wieder in den inzwischen um i8o° gedrehten Formkasten eingesetzt werden. Diese Art der Lüftung der Seitenteile 5, 6. hat jedoch den Nachteil, daß dabei eine Verstellung der oberen Abstützspindeln stattfindet, die jedesmal erst wieder durch Wiedereinstellung der richtigen Länge vor jedem neuen Formgang beseitigt werden muß. Hierin liegt, abgesehen vom Zeitverlust, die Gefahr von Ungenauigkeiten bei der wiederholten Neueinstellung.
  • Durch die in den Abb. 11, 12 und 13 dargestellte besondere Ausführungsart der oberen Abstützung der Seitenteile ist diese Gefahr beseitigt. Abb. i i zeigt die abgeänderte Abstützvorrichtung in größerem Maßstab. Der äußere Kopf der Spindel i8 sitzt nicht, wie früher, unmittelbar an einen am seitlichen Zwischenstück 2 bzw. an einem auf diesem festsitzenden Lagerbock 22 angebrachten Bolzen, sondern auf einem Kurbelzapfen 23, welcher bei Drehung aus der gezeichneten inneren Totlage in die äußere Totlage 2.4 die durch das Schloß i9 verbundenen Spindeln 17 und 18 und den Bolzen 2o uni den Kurbelkreisdurchinesser nach außen zieht. Dabei dreht sich das Seitenstück 5 bzw. 6 uni den unteren Bolzen i i um einen aus dein Abstand der Bolzen i i und 12 und dem Weg des Bolzens 2o bestimmten Winkel nach außen und wird dadurch vom Formling und von der Einlage 7 losgelöst. Durch Zurückdrehen des Kurbelzapfens um i8o° in die 'gezeichnete innere Totlage ist jedesmal die für den betreffenden Formling eingestellte Lage der Seitenstücke 5 oder 6 wieder hergestellt. Die Drehung der Kurbelwelle wird z. B. durch einen auf ihr sitzenden Hebel oder durch ein auf der Welle vorgesehenes Vierkant finit Schlüssel bewirkt. Die Endstellungen der Kurbel werden zweckmäßig in geeigneter Weise festgelegt, z. B. durch Anschlag 25 anl Lagerbock 22 und ausgeschnittenen Bund 26 an der Kurbelwelle. Durch diese Eiilriclitunr wird die Loslösung der Seitenteile voni Formling nur durch Drehen der Kii1-llelwellen bewirkt, und die Einstellung der Ali.tützspindeln bleibt unverändert. .olaii@e der hlriclle Stein geformt wird.
  • Abb. 1,-z und 13 zeigen inl I.;ing#aclulitt einen finit der Ahstützvorrichtung nach :Vbh. i i ausgerüsteten Datiertorilikasten für einen Radialstein. Der 'Maßstab ist hei dieseil Altbildungen der Deutlichkeit lrilber vergrößert. In Abb. 12 sind die Seitenteile und 0 in der Formstellung gezeichnet, sie liege@ 1111 Fornilin- und au der Einlage; an. Nach Abb. 13 sind die beiden Kurbelzapfen 3, 23 i11 ihren :itiliereil Totlagen 24 gezeich-Ilrt. wobei die Seitenteile 3 und 6 nach außen uni den Bolzen i i gedreht und dadurch vom 1-()r1111111,'' abgelöst sind.
  • Dir Drehzapfen .4 sind in dein in den Abb. 12 und 13 dargestellten, Ausführungsbeispiel an den seitlichen @-erbindungsstiickeni 2 angebracht. Die zur Entfernung des Formlings aus dein Formkasten und zu dessen Vorbereitung für einen neuen Formvorgang erforderlichen Arbeiten sind daher die gleichen wie bei dein Formkasten nach Abb. 3 und .1. beschrieben, mit der Maßgabe, daß vor dem Abziehen des Formkastens die Seitenteile und 6 durch Drehung der Kurbelzapfen 23 um iSo° nach außen vorn Formling gelöst und vor dem Wiederatifsetzen der abgenommenen. Seitenwand durch Zurückdrehen der Kurbelzapfen 23 in ihre innere Totlage wieder in die Formstellung gebracht werden.
  • Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsarten ist der Dauerformkasten ein außerordentlich vielseitiges Werkzeug für die Steinformerei. In einem Formkasten nach Abb. 12 können die verschiedenst gestalteten Steine gleicher Dicke, beispielsweise sämtliche Steine eines innen und außen konisch verlaufenden Hochofenschachtes, gestampft werden. Das bedeutet einen erheblichen wirtschaftlichen @"orteil gegenüber der bisher bestehenden Notwendigkeit, für jede Steinform einen besonderen Fornirahnien auszubilden.
  • Der Dauerformkasten mit Schnellüftung der Seitenteile mit Hilfe der Verstellvorrichtung nach Abb. i i ermöglicht schnellste Ausführung der heim Entleeren und Wiederherrichten des Formkastens und beim Verstellen desselben für andere Formlinge erforderlichen Vorrichtungen.
  • Bei allen, auch den einfacheren Ausführungsarten des Formkastens erlauben die an den Seitenwänden oder den seitlichen Verbindungsstücken, angebrachten Zapfen oder Bohrungen ein bequemes Anheben und Wenden des Formkastens, auch bei erheblichem Gewicht desselben. Daher können alle wesenltlichen Teile des Formkastens, bei allen Ausführungsarten die parallelen Seitenwände und Verbindungsstücke, bei den Ausführungsarteil mit verstellbaren Seitenteilen auch diese aus einem widerstandsfähigen -Material, z. B. Gußeisen oder Stahlguß, bestehen, weil die Beschaffungskosten für die immer wieder verwendbaren Dauerformteile keine Rolle spielen. Soweit die Einlagen nicht verstellbar eingerichtet sind, wie beispielsweise die untere Einlage 7 bei den Ausführungsarten nach Abb. i his 10 und 12, 13 oder sämtlichen Einlagen ; bei denn Ausführungsarten nach Abb. i bis G, werden sie zweckmäßig ebenfalls aus Gußeisen oder Stahlguß lierg estellt, wenn große Stückzahlen gleicher Steinformen anzufertigen sind. Für geringere Stückzahlen wird inan aus Ersparnisgrünaeii die Einlagen aus Holz anfertigen; sie werden dann, wie in den, Abbildungen dargestellt, an den dem Formraum zugekehrten Flächen durch eiserne Auflagen geschützt sein. Bei der leichten Handhabung auch schwerer Formkasten mittels der vorgesehenen Zapfen oder Bohrungen 4 können die Schutzauflagen so stark sein, daß jede Formveränderung der Einlagen heim Stampfen ausgeschlossen ist.
  • Bei den gemäß der Erfindung ausgebildeten Dauerformkasten können damit auch bei größten Steinabmessungen alle Wandungen des Forni,raumes aus Eisen oder Stahl bestehen. Damit gestattet der neue Dauerformkasten die Erzielung einer bisher unerreichteil Genauigkeit bei der Herstellung von Blöcken, Platten oder anderen großen Steinen durch Stampfen oder Schlagen magerer Massen.

Claims (5)

  1. PATi:N'rANsY1tÜCI3r-: r. Stampfformkasten für Platten und andere Baukörper aus Kunststeininasse mit mindestens ..zwei parallelen Flächen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei parallel einander gegenüberstehenden, vorzugsweise rechteckigen Seitenwänden (i, i), welche durch Verbindungsstücke in einem der Dicke des Formlings entsprechenden Abstand gehalten werden, Einlagen (5, 6, 7) angeordnet sind, die, nach außen gegen die Verbindungsstücke abgestützt, mit ihren Innenflächen _ und den freien Innenflächen, der Seitenwände (i) den Formraum bilden.
  2. 2. Stanipfformkasten nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Stampfen seitlich des Formlings liegenden Einlagen (Seitenteile 5, 6) verstellbar gegen die seitlichen Verbindungsstücke abgestützt sind.
  3. 3. Stalnpfformkasten nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (5, 6) um außerhalb der Seitenwände (i, i) an deren Unterseite verschiebbar angeordnete Bolzen drehbar gelagert sind und durch in der Länge verstellbare Spindeln o. dgl. gegen die seitlichen Verbindungsstücke (2) abgestützt werden. .I.
  4. Stampfforinkasten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützspindeln, welche einerseits bei (2o) drehbar an den Seitenteilen (5, 6) gelagert sind, mit ihrem anderen Ende an Kurbelzapfen (23, Abb. ii bis 13) angreifen, deren Kurbelwellen an den seitlichen Verbindungsstücken (2) gelagert sind, derart, dah bei Drehung der Kurbelwellen die Seitenteile nach außen oder nach innen bewegt werden.
  5. 5. Stampfformkasten nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, dah an den beiden Seitenwänden (i, i) oder an den beiden seitlichen Verbindungsstücken (:2,:2) Zapfen (4.) oder Bohrungen angeordnet sind, mittels deren der Formkasten angehoben und gedreht werden kann.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1167245B (de) * 1959-03-17 1964-04-02 Fmc Corp Giessform fuer Bauteile aus Beton od. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1167245B (de) * 1959-03-17 1964-04-02 Fmc Corp Giessform fuer Bauteile aus Beton od. dgl.

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