DE458686C - Aus einer Anzahl von Glocken gebildete Signalvorrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere fuer Automobile - Google Patents

Aus einer Anzahl von Glocken gebildete Signalvorrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere fuer Automobile

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DE458686C
DE458686C DEW71895D DEW0071895D DE458686C DE 458686 C DE458686 C DE 458686C DE W71895 D DEW71895 D DE W71895D DE W0071895 D DEW0071895 D DE W0071895D DE 458686 C DE458686 C DE 458686C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/06Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs the resonating devices having the shape of a bell, plate, rod, or tube
    • G10K1/07Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs the resonating devices having the shape of a bell, plate, rod, or tube mechanically operated; Hand bells; Bells for animals
    • G10K1/072Operating or striking mechanisms therefor
    • G10K1/074Operating or striking mechanisms therefor with rotary clappers or shells

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Lighting Device Outwards From Vehicle And Optical Signal (AREA)

Description

  • Aus einer Anzahl von Glocken gebildete Signalvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für Automobile. Die Erfindung bezieht sich auf eine Signalvorrichtung für-Fahrzeuge, insbesondere für Automobile, bei welcher eine Anzahl von Glocken verwendet werden in Verbindung mit einem Anschlag. Es sind Mittel vorgesehen, um die Glocken zu drehen und so die Begegnung von Anschlag und Glocken zu bewerkstelligen.
  • Es ist zu Signalzwecken schon vorgeschlagen worden, ortsfeste Glocken zu versenden, gegen welche um eine Achse rotierende Hämmer unter dem Einfluß der Zentrifugalkraft ;eschieudert werden. Der Klang solcher Einrichtungen ist dumpf und dein Ohr unangenehm, weil man naturgemäß, um dea Schlag zu erhalten, die Hämmer nicht nur am äußersten Rand ihrer Bahn mit den Glocken in Berührung bringen kann, wo dann allerdings der Klang rein ist, aber kraftlos. Will nian einen kräftigen Schlag haben, so niti;3 die Masse des Hammers zur Wirkung koninien, und dann bringt es die rotierende Dewegung mit sich, daß der Haninier nach dein ersten Schlag noch auf der Glocke schleift und so das Ausklingen verhindert. Diesen -Nachteil weist die Einrichtung nach vorliegender Erfindung nicht auf. Der Klang ist rein, ob der Schlag kräftig oder nur schwach ist.
  • Ein anderer Vorteil der Anordnung nach vorliegender Erfindung bringt die Kreisbewegung der klingenden Körper mit sich. Es findet auf eine bisher noch nicht vollständig aufgeklärte Weise eine durch die zahlreichen Versuche bestätigte Mischung der akustischen Wellen statt, die durch das Ohr als etwas ganz neues und sehr angenehmes vernommen werden.
  • Auf beiliegender Zeichnung sind beispielsweise einige Ausführungsformen von Signal= vorrichtungen dargestellt, welche erfindungsgemä ß gebaut sind.
  • Die Abb. i, z und 3 beziehen sich auf die erste und stellen einen senkrechten Schnitt durch die Signalvorrichtung, einen wagerechten Schnitt durch dieselbe und die Ansicht eines in dieser Vorrichtung verwendeten Anschlages dar.
  • Abb. 4 zeigt im Schnitt eine zweite Ausführungsform, während die Abb. 5 und 6 sich auf eine Ausfü hrungsform beziehen, bei welcher die Glocken durch einen Drücker in Bewegung gesetzt werden.
  • Abb. 7 ist ein Teil einer Vorrichtung,- bei welcher zwei Glockensätze auf der gleichen Welle befestigt sind.
  • Abh.8 stellt im Aufriß, teilweise im Schnitt, einen Apparat dar, bei welchem die Glocken unmittelbar durch den Motor angetrieben werden.
  • Das Gehäuse i der Vorrichtung ist aus zwei aus dünnem Blech gewonnenen Hälften und 3 gebildet. Es hat die Form eines Rotationskörpers, der oben gelocht und mit einem Schalltrichter 4 versehen ist. Die zwei Hälften sind vermittels Schrauben 5 zusaininengehalten. In die Mittelachse dieses Rotationskörpers sind zwei Büchsen 6 eingelassen, die als Lager dienen für eine Welle worauf ein Tragstück 8 und ein Zahnrad 9 sitzen. Das Tragstück besitzt außen vier Flächen io, worauf vermittels Schrauben ii vier Glocken 1.2 festgemacht sind. Die Schrauben sind vorn ausgehöhlt, so daß sie beim Auftreffen auf die Welle 7 sich aus,-breiten und so gegen jegliches Herausfallen unter dem Einfluß der Fahrzeugerschütterungen gesichert sind. Oberhalb der Welle 7 ist im Gehäuse i ein Lager 13 eingelassen, in welchem eine kurze Welle 14 sich dreht. Im Innern des Gehäuses trägt diese Welle ein Zahnrad i5; das mit dem Rade 9 in Eingriff steht, und an ihrem außenstehenden Ende ist sie mit einer Kurbel 16 versehen., womit die Welle 7 und mit ihr sämtliche Glocken um die Achse dieser Welle gedreht werden können.
  • Gegen unten trägt das Gehäuse i einen hohlen Ansatz 17, der zur Befestigung der ganzen Vorrichtung an den Wagen dient. Dies geschieht auf eine nicht dargestellte Weise, gewöhnlich vermittels einer Schelle, die an den Wagen angeschraubt wird. In diesem hohlen Ansatz 17 ist ein schwingbarer Schlegel 18 von einer Achse i9 getragen. Der Unterteil dieses Schlegels ist durch eine Feder 2o mit dem Boden des hohlen Ansatzes 17 verbunden. Diese Feder hat eine leichte Spannung, so daß der Schlegel federnd, aber ziemlich straft gehalten ist. Sein Kopf 21 greift in den Bereich der Glocken 12 über, und wenn -diese sich drehen, kommt der Schlegel abwechslungsweise mit den Rändern der verschiedenen Glocken in Berührung, und zwar so, daß jede Glocke nacheinander zweimal ertönt. Diese Glocken können entweder gegossen oder auch aus Stahlblech gezogen werden. Sie sind untereinander abgestimmt und geben einen musikalischen Aktcord, der dem Ohr sehr angenehm ist. Vorliegende Signalvorrichtung unterscheidet sich in diesem Punkt sehr vorteilhaft voll den bekannten Hörnern und mechanischen Signalvorrichtungen, die bis jetzt allgemein üblich waren.
  • Statt der Kurbelwelle 14 könnte ein elektrischer Motor vermittels eines Schneckentriebes die Welle 7 in Drehbewegung versetzen. Bei Automobilen würde dann dieser Motor von der Beleuchtungs- oder Zündbatterie gespeist werden, so daß die Signalvorrichtung vermittels eines auf dem Steuerrad des Automobils angebrachten Druckknopfes in Tätigkeit gebracht werden könnte.
  • Der Motor könnte aber, wie in Abb. 4 gezeigt ist, inmitten der Glocken 12- untergebracht werden. In dieser Ausführungsform ist der Anker 22 des Motors fest finit dem Gehäuse i verbunden. Die Feldmagnete 23 sind so ausgebildet, daß sie sich ohne weiteres zur Aufnahme der Glocken 12 eignen. Die Bürsten 24. drehen sich finit den Feldmagneten, sobald vermittels eines Schalters Strom in die Maschine gesandt wird. Die übrigen Teile dieser Signalvorrichtung sind den im vorigen Beispiel dargestellten ähnlich und sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Die in Abb. 5 und 7 dargestellte Ausführungsform der Signalvorrichtung weist gegenüber den vorher beschriebenen eine andere Aufstellung der Glocken 12 auf. Diese sind auf schiefen Flächen eines Tragstückes 30 aufgestellt, so daß die Mittelachse der Glokken nicht mit der Mittelachse der Welle 7 zusammenfällt und der Rand 31 der Glocke allein mit dem Schlegel 21 in Berührung kommt. Die Glockenschläge ertönen deshalb bei einer Umdrehung nur einmal für jede Glocke. Dieses Tragstück 30 ist genau so wie in der Ausführungsform der Abb.2 in dem Gehäuse 3 gelagert. Die Welle 7 trägt aber ein Stirnrad 32, in welches eine Zahnstange 33 eingreift. Letztere steht unter dem Einfluß einer Feder 34, die sie ständig zurückbringt. Diese Stange gleitet in einer Führung 35, die im Gehäuse 3 festgemacht ist, und endet mit einem Knopf 36, vermittels dessen sie und mit für das Rad 32 betätigt werden kann. Ein Druck auf den Knopf 36 bringt die Welle 7 zum Drehen und mit ihr das Tragstück 30.
  • Das einmalige Ertönen der Glocken könnte auch ohne Schrägstellung derselben durch eine einseitige Erhöhung des Glockenrandes geschehen oder gegenüber der Glockenmittelachse durch die schiefe Lage der Glockenöffnung. Es ist klar, daß die durch die Zahnstange 33, Knopf 36, Feder 34. und Rad 32 gebildete Antriebsvorrichtung auch mit Glokken verwendet werden kann, die, so wie in Abb. i und 2 dargestellt, angeordnet sind. Andererseits könnte eine Aufstellung der Glocken nach Abb. 5 und 6 auch in Verbindung mit Antriebsteilen gebracht werden, wie sie in Abb. i, 2 und .1. dargestellt sind.
  • Die Abb. 7 stellt den läutenden Teil einer Signalvorrichtung dar, so wie sie mit einer jeden der bis jetzt angegebenen Antriebsvorrichtungen verwendet werden kann. Gegenüber der bis jetzt beschriebenen Anordnung hat man hier mit einer verlängerten Welle 7 zu tun, auf welcher mehrere Reihen von Glocken aufgestellt sind. Es sind hier deren zwei; aber je nach dein vorhandenen Platz können auch eine ganze Anzahl nebeneinander aufgestellt werden.
  • Die in Abb.8 dargestellte Signalvorrichtung ist, was ihre Betätigung anbelangt, von den vorhergehenden verschieden. Die Glocken sind wieder auf der Achse 7 festgemacht und in einem Gehäuse 3 enthalten. Seitwärts voll diesem Gehäuse ist aber ein Schneckenrad 51 auf die Welle 7 gekeilt. Diese ist mit einer auf einer Querwelle 52 leer laufenden Schnecke 53 in Eingriff. Der Kern dieser Schnecke ist bei 54 konisch ausgehöhlt und bildet die Hälfte einer Reibungskupplung, deren andere Hälfte 55 vermittels eines Keiles 56 ständig von der Welle 52 mitgenommen wird. Diese Reibungskupplung ist vermittels eines Seilzuges 57 vom Führersitz zu bedienen, so daß nach Belieben die Schnecke 53 mit der Welle 52 gekuppelt werden kann. Letztere erhält ihre Bewegung voll einer Schnurrolle 58, welche mit einer ebensolchen, die auf der Motorachse verschraubt ist, in Verbindung steht. Die Betätigung der Signalvorrichtung, die in dieser Ausführungsform unter der Motorhaube untergebracht ist, erfolgt durch Loslassen des Seiles 57 und Kuppeln der Welle 5-2 vermittels der Kupplung 5d., 55 mit der Welle ;. In diesem Fall können die Glocken ganz große Dimensionen erhalten, so daß die Signalvorrichtung als Glockenspiel ertönt.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aus einer Anzahl von Glocken gebildete Signalvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für Automobile, dadurch gekennzeichnet, daß die Glockenschalen rings um eine drehbare Achse befestigt sind und bei der Bedienung der Signalvorrichtung durch Drehung der Achse abwechslungsweise mit einem federnd aufgestellten ortsfesten Hammer in schlagartige Berührung gebracht werden.
  2. 2. Signalvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Glocken in einem Gehäuse untergebracht sind, in dessen Wandungen die Lager für die drehbare Achse angebracht sind, und das eine Antriebsvorrichtung für diese Achse trägt.
  3. 3. Signalvorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung durch eine Kurbel gebildet ist, deren Drehachse die Achse der Glokken schneidet. .f.
  4. Signalvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse mit einem Schalltrichter versehen ist, der sich auf der der Antriebskurbel entgegengesetzten Seite des Gehäuses befindet.
  5. 5. Signalvorrichtung nach Anspruch dadurch gekennzeichnet, daß der Schlegel samt Feder in einem radialen Fortsatz des Gehäuses untergebracht ist, der zugleich für die Befestigung der Vorrichtung an dem Fahrzeug dient.
  6. 6. Signalvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Glockenachse durch einen- Elektromotor geschieht.
  7. 7. Signalvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Glocken unmittelbar auf dem Rotor des Motors befestigt sind. B.
  8. Signalvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Glocken auf schrägen Flächen befestigt sind, so daß ihre Mittelachsen nicht mit der Drehachse ihres Trägers übereinstimmen, zum !weck, einen einzigen Rand der Glocken mit dem Anschlag in Berührung zu bringen.
  9. 9. Signalvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegung der die Glocken tragenden Achsen vermittels einer Zahnstange verursacht wird, die entgegen der Wirkung einer Feder von Hand bewegt werden kann. i o.
  10. Signalvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Glockenreihen auf der gleichen Achse aufgestellt sind. i i.
  11. Signalvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Achse vermittels einer Kupplung durch die Motorwelle bewegt werden kann.
  12. 12. Signalvorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Glockenwelle mit einem Schneckengetriebe verbunden ist, das von einer von der Motorwelle angetriebenen Querwelle vermittels einer vom Führersitz aus bedienbaren Kupplung in Wirkungsverbindung gesetzt werden kann.
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