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Aus einer Anzahl von Glocken gebildete Signalvorrichtung für Fahrzeuge,
insbesondere für Automobile. Die Erfindung bezieht sich auf eine Signalvorrichtung
für-Fahrzeuge, insbesondere für Automobile, bei welcher eine Anzahl von Glocken
verwendet werden in Verbindung mit einem Anschlag. Es sind Mittel vorgesehen, um
die Glocken zu drehen und so die Begegnung von Anschlag und Glocken zu bewerkstelligen.
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Es ist zu Signalzwecken schon vorgeschlagen worden, ortsfeste Glocken
zu versenden, gegen welche um eine Achse rotierende Hämmer unter dem Einfluß der
Zentrifugalkraft ;eschieudert werden. Der Klang solcher Einrichtungen ist dumpf
und dein Ohr unangenehm, weil man naturgemäß, um dea Schlag zu erhalten, die Hämmer
nicht nur am äußersten Rand ihrer Bahn mit den Glocken in Berührung bringen kann,
wo dann allerdings der Klang rein ist, aber kraftlos. Will nian einen kräftigen
Schlag haben, so niti;3 die Masse des Hammers zur Wirkung koninien, und dann bringt
es die rotierende Dewegung mit sich, daß der Haninier nach dein ersten Schlag noch
auf der Glocke schleift und so das Ausklingen verhindert. Diesen -Nachteil weist
die Einrichtung nach vorliegender Erfindung nicht auf. Der Klang ist rein, ob der
Schlag kräftig oder nur schwach ist.
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Ein anderer Vorteil der Anordnung nach vorliegender Erfindung bringt
die Kreisbewegung der klingenden Körper mit sich. Es findet auf eine bisher noch
nicht vollständig aufgeklärte Weise eine durch die zahlreichen Versuche bestätigte
Mischung der akustischen Wellen statt, die durch das Ohr als etwas ganz neues und
sehr angenehmes vernommen werden.
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Auf beiliegender Zeichnung sind beispielsweise einige Ausführungsformen
von Signal= vorrichtungen dargestellt, welche erfindungsgemä ß gebaut sind.
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Die Abb. i, z und 3 beziehen sich auf die erste und stellen einen
senkrechten Schnitt durch die Signalvorrichtung, einen wagerechten Schnitt durch
dieselbe und die Ansicht eines in dieser Vorrichtung verwendeten Anschlages dar.
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Abb. 4 zeigt im Schnitt eine zweite Ausführungsform, während die Abb.
5 und 6 sich auf eine Ausfü hrungsform beziehen, bei welcher die Glocken durch einen
Drücker in Bewegung gesetzt werden.
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Abb. 7 ist ein Teil einer Vorrichtung,- bei welcher zwei Glockensätze
auf der gleichen Welle befestigt sind.
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Abh.8 stellt im Aufriß, teilweise im Schnitt, einen Apparat dar, bei
welchem die Glocken unmittelbar durch den Motor angetrieben werden.
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Das Gehäuse i der Vorrichtung ist aus zwei aus dünnem Blech gewonnenen
Hälften und 3 gebildet. Es hat die Form eines Rotationskörpers, der oben gelocht
und mit einem Schalltrichter 4 versehen ist. Die zwei
Hälften sind vermittels Schrauben 5 zusaininengehalten. In die
Mittelachse dieses Rotationskörpers sind zwei Büchsen 6 eingelassen, die als Lager
dienen für eine Welle worauf ein Tragstück 8 und ein Zahnrad 9 sitzen. Das Tragstück
besitzt außen vier Flächen io, worauf vermittels Schrauben ii vier Glocken 1.2 festgemacht
sind. Die Schrauben sind vorn ausgehöhlt, so daß sie beim Auftreffen auf die Welle
7 sich aus,-breiten und so gegen jegliches Herausfallen unter dem Einfluß der Fahrzeugerschütterungen
gesichert sind. Oberhalb der Welle 7 ist im Gehäuse i ein Lager 13 eingelassen,
in welchem eine kurze Welle 14 sich dreht. Im Innern des Gehäuses trägt diese Welle
ein Zahnrad i5; das mit dem Rade 9 in Eingriff steht, und an ihrem außenstehenden
Ende ist sie mit einer Kurbel 16 versehen., womit die Welle 7 und mit ihr sämtliche
Glocken um die Achse dieser Welle gedreht werden können.
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Gegen unten trägt das Gehäuse i einen hohlen Ansatz 17, der
zur Befestigung der ganzen Vorrichtung an den Wagen dient. Dies geschieht auf eine
nicht dargestellte Weise, gewöhnlich vermittels einer Schelle, die an den Wagen
angeschraubt wird. In diesem hohlen Ansatz 17 ist ein schwingbarer Schlegel
18 von einer Achse i9 getragen. Der Unterteil dieses Schlegels ist durch
eine Feder 2o mit dem Boden des hohlen Ansatzes 17 verbunden. Diese Feder hat eine
leichte Spannung, so daß der Schlegel federnd, aber ziemlich straft gehalten ist.
Sein Kopf 21 greift in den Bereich der Glocken 12 über, und wenn -diese sich drehen,
kommt der Schlegel abwechslungsweise mit den Rändern der verschiedenen Glocken in
Berührung, und zwar so, daß jede Glocke nacheinander zweimal ertönt. Diese Glocken
können entweder gegossen oder auch aus Stahlblech gezogen werden. Sie sind untereinander
abgestimmt und geben einen musikalischen Aktcord, der dem Ohr sehr angenehm ist.
Vorliegende Signalvorrichtung unterscheidet sich in diesem Punkt sehr vorteilhaft
voll den bekannten Hörnern und mechanischen Signalvorrichtungen, die bis jetzt allgemein
üblich waren.
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Statt der Kurbelwelle 14 könnte ein elektrischer Motor vermittels
eines Schneckentriebes die Welle 7 in Drehbewegung versetzen. Bei Automobilen würde
dann dieser Motor von der Beleuchtungs- oder Zündbatterie gespeist werden, so daß
die Signalvorrichtung vermittels eines auf dem Steuerrad des Automobils angebrachten
Druckknopfes in Tätigkeit gebracht werden könnte.
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Der Motor könnte aber, wie in Abb. 4 gezeigt ist, inmitten der Glocken
12- untergebracht werden. In dieser Ausführungsform ist der Anker 22 des Motors
fest finit dem Gehäuse i verbunden. Die Feldmagnete 23 sind so ausgebildet, daß
sie sich ohne weiteres zur Aufnahme der Glocken 12 eignen. Die Bürsten 24. drehen
sich finit den Feldmagneten, sobald vermittels eines Schalters Strom in die Maschine
gesandt wird. Die übrigen Teile dieser Signalvorrichtung sind den im vorigen Beispiel
dargestellten ähnlich und sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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Die in Abb. 5 und 7 dargestellte Ausführungsform der Signalvorrichtung
weist gegenüber den vorher beschriebenen eine andere Aufstellung der Glocken 12
auf. Diese sind auf schiefen Flächen eines Tragstückes 30 aufgestellt, so daß die
Mittelachse der Glokken nicht mit der Mittelachse der Welle 7 zusammenfällt und
der Rand 31 der Glocke allein mit dem Schlegel 21 in Berührung kommt. Die Glockenschläge
ertönen deshalb bei einer Umdrehung nur einmal für jede Glocke. Dieses Tragstück
30 ist genau so wie in der Ausführungsform der Abb.2 in dem Gehäuse 3 gelagert.
Die Welle 7 trägt aber ein Stirnrad 32, in welches eine Zahnstange 33 eingreift.
Letztere steht unter dem Einfluß einer Feder 34, die sie ständig zurückbringt. Diese
Stange gleitet in einer Führung 35, die im Gehäuse 3 festgemacht ist, und endet
mit einem Knopf 36, vermittels dessen sie und mit für das Rad 32 betätigt werden
kann. Ein Druck auf den Knopf 36 bringt die Welle 7 zum Drehen und mit ihr das Tragstück
30.
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Das einmalige Ertönen der Glocken könnte auch ohne Schrägstellung
derselben durch eine einseitige Erhöhung des Glockenrandes geschehen oder gegenüber
der Glockenmittelachse durch die schiefe Lage der Glockenöffnung. Es ist klar, daß
die durch die Zahnstange 33, Knopf 36, Feder 34. und Rad 32 gebildete Antriebsvorrichtung
auch mit Glokken verwendet werden kann, die, so wie in Abb. i und 2 dargestellt,
angeordnet sind. Andererseits könnte eine Aufstellung der Glocken nach Abb. 5 und
6 auch in Verbindung mit Antriebsteilen gebracht werden, wie sie in Abb. i, 2 und
.1. dargestellt sind.
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Die Abb. 7 stellt den läutenden Teil einer Signalvorrichtung dar,
so wie sie mit einer jeden der bis jetzt angegebenen Antriebsvorrichtungen verwendet
werden kann. Gegenüber der bis jetzt beschriebenen Anordnung hat man hier mit einer
verlängerten Welle 7 zu tun, auf welcher mehrere Reihen von Glocken aufgestellt
sind. Es sind hier deren zwei; aber je nach dein vorhandenen Platz können auch eine
ganze Anzahl nebeneinander aufgestellt werden.
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Die in Abb.8 dargestellte Signalvorrichtung ist, was ihre Betätigung
anbelangt, von den vorhergehenden verschieden. Die Glocken
sind
wieder auf der Achse 7 festgemacht und in einem Gehäuse 3 enthalten. Seitwärts voll
diesem Gehäuse ist aber ein Schneckenrad 51 auf die Welle 7 gekeilt. Diese ist mit
einer auf einer Querwelle 52 leer laufenden Schnecke 53 in Eingriff. Der Kern dieser
Schnecke ist bei 54 konisch ausgehöhlt und bildet die Hälfte einer Reibungskupplung,
deren andere Hälfte 55 vermittels eines Keiles 56 ständig von der Welle
52 mitgenommen wird. Diese Reibungskupplung ist vermittels eines Seilzuges
57 vom Führersitz zu bedienen, so daß nach Belieben die Schnecke 53 mit der Welle
52 gekuppelt werden kann. Letztere erhält ihre Bewegung voll einer Schnurrolle
58, welche mit einer ebensolchen, die auf der Motorachse verschraubt ist,
in Verbindung steht. Die Betätigung der Signalvorrichtung, die in dieser Ausführungsform
unter der Motorhaube untergebracht ist, erfolgt durch Loslassen des Seiles 57 und
Kuppeln der Welle 5-2 vermittels der Kupplung 5d., 55 mit der Welle ;. In diesem
Fall können die Glocken ganz große Dimensionen erhalten, so daß die Signalvorrichtung
als Glockenspiel ertönt.