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Signalapparat für Fahrzeuge mit durch einen federnden, durch Daumenrad
bewegten Stift zum Ertönen gebrachter Membran. Die als Signalvorrichtung für Fahrzeuge,
insbesondere Fahrräder und Motorfahrzeuge, verwendete pneumatische Huppe ist im
Gebrauch so empfindlich undl unzuverlässig, däß man bestrebt zwar, den Huppenton
durch andersartige Vorrichtungen hervorzubringen. Die so entstandene elektrische
Huppe, bei welcher die Membran auf elektro magnetischem Wege in Schwingungen versetzt
wurde, ergab einen vorzüglichen Huppenton, war aber im Betrieb für Fahrzeuge zu
teuer und trotzdem auch noch, sehr empfindlich. Man versuchte alsdann dieSchwingungen
der Membran durch direkte Einwirkung eines gezahnten Rädchens hervorzubringen, wodurch
aber ein ungemein häßlich wirkender Ton entstand. Man verwendete alsdann einen Stift,
welcher unter der Wirkung einer Feder stand! und der durch ein Zahn- oder Daumenrädchen
bewegt wurde. Die bisher bekannten derartigen Einrichtungen hatten aber einerseits
den Nachteil, daß sie keine freie Schwingung der Membran ergaben und somit auch
keinen richtigen Huppenton abgeben konnten und andererseits entstand der Mißstand,
daß bei zu hoher Tourenzahl des Zahn- oder Daumenscheibchens, welches den federnden
Stift bewegt, der letztere überhaupt nicht mehr richtig zur Wirkung kommen kann
und das Instrument alsdann gar keinen Ton abgibt. Dies rührte daher, weil bei den
bekannten derartigen Konstruktionen der schwingende Stift unter der Wirkung einer
einzigen Feder stand, welche entweder als Zug- oder -als Druckfeder den Stift gegen
-die Membran schleudern sollte.
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Die vorliegende Erfindung vermeidet nun diesen Mißstand. dadurch,
daß der die Schwingung der Membran erzeugende Stift derart zwischen zwei gegeneinander
wirkende Federn eingesetzt ist, dnß er durch diese in einen bestimmten Abstand von
der Membran frei gehalten wird. Damit wird erreicht, daß er einerseits vollkommen
frei schwingen kann, da er die Membran nach dem Anschlag sofort wieder verlassen
und frei ausschwingen lassen muß und daß er- anderseits von der Umlaufsgeschwindigkeit
des ihn antreibenden Daumenscheibchens unabhängig wird, da er von demselben nur
dann einen Antrieb erhält, wenn er mit demselben in Berührung kommt. Die neue Huppe
hat mithin den großen Vorzug, daß sie einen klangvollen--und gut wirkenden Huppenton
erzeugt, dabei äußerst zuverlässig ist undt bei jeder Tourenzahl des antreibenden
Rades sicher zur Wirkung kommt.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigt: Fig. i .einen senkrechten und Fig. 2 einen wagerechten Längenschnitt.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Fahrradhuppe, welche durch einen
Gelenkhalter d an der Falirradgabel G befestigt wird und dessen Antriebsrädchen
b. durch eines der Laufräder angetrieben wird. Die Huppe selbst besteht aus dem
Gehäuse r, welches vorn einen Schalltrichter d besitzt und
in dessen
Innern die Membran e und die zu deren Antrieb -dienende Einrichtung angeordnet ist.
Das Wesentliche bei der mechanischen Betätigung der Membrane ist hier nu* n, daß
diese Membran vollkommen frei schwingen kann. Dies wird hervorgebracht durch einen
in dem Lagerböckchen f gelagerten zentralen Stift g, der derart unter der Spannung
zweier Federn h und i steht, daß er durch diese in einem geringen
Abstand von der Membran entfernt gehalten wird. Dieser Stift g wird achsial bewegt,
und zwar geschieht das durch ein Daumenrädchen k, das auf der Welle
.L
sitzt. Sobald diese Welle in schnelle Umdrehung versetzt wird, gerät durch
das Daumenrädchen k &_r Stift g in schnelle Vibration,, indem er achsial hin
und her springt, und dadurch schlägt sein vorderes Ende trömmelschlägelartig gegen
die Membran e, welche dadurch in Schwingung gerät und! einen reinen, kräftigen Ton
erzeugt. Für Automobile und Motorfahrzeuge erfolgt der Antrieb der Welle l vorteilhaft
durch Vermittlung einer biegsamen Welle. In dem Falle ist die Huppe an -geeigneter
Stelle des Fahrzeuges fest gelagert-und durch die biegsame Welle mit dem Antriebsrädchen
b in einer solchen Weise verbun@den, daß das letztere durch den Gelenkhalter dicht
am Motorschwungrad oder einem anderen angetriebenen Teile des Motors angeordnet
werden kann. Die Betätigung zum Zwecke der Abgabe von Signalen erfolgt in allen
Fällen in bekannter Weise durch einen Schnur- oder Drahtzug, Bowdenzug o. dgl.
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Selbstverständlich erschöpft sich die Erfindung nicht in der därgestellten
Ausführungsform, vielmehr können konstruktiv sehr viele Änderungen' Platz greifen,
z. B. kann die Lagerung der Welle l auf Kugellagern erfolgen, das Lagerböckchen
f kann zum Zwecke der Regulierung beweglich gemacht werden u. dgl, mehr.