DE457487C - Trockenvorrichtung fuer Kabelverbindungen in Kabelschaechten - Google Patents

Trockenvorrichtung fuer Kabelverbindungen in Kabelschaechten

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DE457487C
DE457487C DESCH81030D DESC081030D DE457487C DE 457487 C DE457487 C DE 457487C DE SCH81030 D DESCH81030 D DE SCH81030D DE SC081030 D DESC081030 D DE SC081030D DE 457487 C DE457487 C DE 457487C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G9/00Installations of electric cables or lines in or on the ground or water
    • H02G9/10Installations of electric cables or lines in or on the ground or water in cable chambers, e.g. in manhole or in handhole
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G1/00Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines
    • H02G1/14Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for joining or terminating cables

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

Bei der Verlegung von Kabeln werden bekanntlich Schächte vorgesehen, in welchen die Verbindung der Kabelenden erfolgt. Die bloßgelegten Adern werden verlötet und dann isoliert. Nach Anbringung der Kabelmuffen wird die ganze Verbindung mit Paraffin vergossen. Bei der Herstellung dieser Verbindung ist es erforderlich, daß die ganze Verbindungsstelle frei von jeder Feuchtigkeit ist, ίο da sonst das Paraffin nicht bindet.
Es muß daher nach dem Löten nicht nur
das Lötwasser, sondern auch die Feuchtigkeit entfernt werden, welche die Verbindungsstelle infolge der oft sehr feuchten Luft in dem Kabelschacht enthält.
Zum Trocknen der Verbindungsstellen hat man bisher eine Pfanne mit glühenden Kohlen unter die Stelle gebracht, so daß sie durch die aufsteigenden heißen Gase getrocknet wird. Diese Art der Trocknung ist sehr umständlich und infolge der Verwendung eines offenen Feuers für die Arbeiter in dem engen Schacht gefährlich.
Nach der Erfindung werden diese Übelstände durch einen Ofen vermieden, an dessen Abzugsleitung für die Gase ein Metallschlauch o. dgl. angeschlossen wird, dessen Mundstück unter die zu trocknende Verbindungsstelle der Kabel geführt werden kann. Die Handhabung dieses zur Leitung der Heizgase dienenden Schlauches ist einfach und das Trocknen gefahrlos, da die Arbeiter mit der zur Erzeugung der Gase dienenden Feuerung nicht in Berührung kommen. Als ' Ofen dient dabei vorteilhaft der zumeist sowieso vorhandene Lötofen, der auf diese
j Weise zugleich zwei Zwecken dient.
Beim Aufschütten frischer Kohle auf den Rost des Ofens kann es vorkommen, daß schädliche Oxydgase durch den Schlauch in
, den Schacht eintreten. Um dies zu vermeiden, ist in der Abzugsleitung für die Gase eine Ab-
; sperrklappe vorgesehen, und der Metallschlauch ist vor dieser Absperrklappe unter Zwischenschaltung einer anderen Absperrklappe an die Abzugsleitung anschließbar. Während der Rauchentwicklung wird dann die Absperrklappe in der Abzugsleitung geöffnet und die Absperrklappe in der Zweigleitung für den Metallschlauch geschlossen; nach Beendigung der Rauchentwicklung wird die Abzugsleitimg nach außen abgeschlossen und die Zweigleitung geöffnet, so daß alle Gase in den Schlauch eintreten und zum Trocknen zur Verfügung stehen. Vorteilhaft sind dabei die beiden Absperrklappen so zwangläufig miteinander verbunden, daß beim Öffnen der einen die andere geschlossen wird.
Um die Verbindungsstelle der Kabel gleichzeitig auf ihrer ganzen Länge zu trocknen, endigt erfindungsgemäß das Mundstück in einer am Ende geschlossenen Mulde, deren offene Seite zweckmäßig durch ein Sieb abgedeckt ist, um einerseits die Gase gut zu ver-
teilen und andererseits das Einfallen von Drahtenden usw. in die Mulde zu verhüten. Damit die Verbindungsstelle auch von oben getrocknet wird, wird eine Haube' aufgesetzt, welche sich auf die Kabelenden stützt und eine Aussparung hat, die oberhalb der Verbindungsstelle einen Sammelraum für die Gase bildet. Die Haube kann zugleich zur Aufhängung des Mundstücks dienen, ίο In den«Metallschlauch ist zweckmäßig noch ein Sieb eingeschaltet, um den Eintritt von Flugfeuer in den Kabelschacht zu verhüten. Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Abb. ι zeigt einen Schnitt durch einen Kabelschacht mit der Trockenvorrichtung; Abb. 2 ist ein Querschnitt durch die Trockenvorrichtung nach der Linie A-B der Abb. 1 in größerem Maßstabe, und Abb. 3 zeigt die Abzweigstelle der Leitungen mit den beiden Absperrklappen in größerem Maß stäbe.
In dem Kabelschacht 1 sind die Enden der Kabel 2, 3 dadurch miteinander verbunden worden, daß die Adern 4 an den Stellen 5 verlötet sind. Von diesen Lötstellen muß das Lötwasser durch Trocknen entfernt werden, damit das später aufzugießende Paraffin gut haftet.
Hierzu wird der zum Heißmachen des Lötkolbens dienende Lötofen 6 benutzt, der einen Rost 7 hat, dessen Beschickung mit Kohle durch die Öffnung 8 erfolgt. Vor dem Schieber 9, der diese Öffnung abdeckt, ist in bekannter Weise das Halteblech 10 für den Lötkolben angebracht. Zum Abzug der Gase dient die Leitung r 1, die in der üblichen Weise aus dem Schacht 1 herausgeführt ist. In die Leitung 11 ist eine Drosselklappe 12 eingeschaltet und vor dieser Klappe ein Stutzen 13 mit einer Drosselklappe 14 seitlich abgezweigt. Die beiden Drosselklappen 12 und 14 sind durch eine Gelenkstange 15, die an den auf der Achse der Klappen sitzenden Hebeln 16, 17 angreift, miteinander zwangläufig so gekuppelt, daß sich beim öffnen der einen Klappe die andere schließt (Abb. 3). An dem Stutzen 13 ist mittels eines Bajonettverschlusses 18 ein Metallschlauch 19 anschließbar, auf dessen anderes Ende ein Mundstück 20 aufgeschraubt werden kann.
Das am Anschlußteil zylindrische Mundstück endigt in einer Mulde 21, die am Ende durch eine Stirnwand 22 abgeschlossen ist und deren Länge etwa der Länge der Verbindungsstelle entspricht. Die offene Seite der Mulde 21 ist durch ein Sieb 23 abgedeckt, um einerseits die Gase möglichst auf die ganze Länge der Mulde zu verteilen und anderer seits das Einfallen der Drahtenden, die beim Löten abgeknipst werden, zu verhindern.
Die Verbindungsstelle kann durch eine muldenförmige Haube 24, z. B. aus Blech, überdeckt werden, an deren Enden Böden 25 vorgesehen sind, die aus halben Ringen bestehen und zur Auflage für die Haube dienen. Die Länge der Haube ist größer als die Länge der Verbindungsstelle 4, 5, so daß sie sich mit ihren Enden auf die Enden der Kabel 2, 3 stützen kann. Zwischen den verlöteten Adern 4 und der Haube 24 bildet sich infolge der Anordnung der Böden 25 ein Hohlraum 26, in den die aus der Mulde 21 austretenden heißen Gase eintreten können.
Das Mundstück 20 kann an der Haube 24 in einfacher Weise aufgehängt werden. Zu diesem Zweck sind bei der dargestellten Ausführungsform an dem Anschlußteil des Mundstücks 20 Vorsprünge 27 vorgesehen, über die zwei ösen 28 eines Drahtes 29 gelegt werden, der um die Haube 24 geschlungen wird.
Um den Eintritt von Funken in den Kabelschacht ι zu verhüten, da immerhin bei einem Windstoß während des Trocknens Flugkoks usw. durch den Schlauch 9 mitgerissen werden kann, ist an dem Ende des Schlauches, an dem das Mundstück 20 befestigt wird, noch ein Sieb 30 eingeschaltet, das sich über den ganzen Durchgangsquerschnitt der Gase erstreckt, go
Beim Löten der Adern 4 der Kabel 2, 3 wird die Gelenkstange 15 so bewegt, daß die Drosselklappe 12 geöffnet und die Drosselklappe 14 geschlossen ist. Die auf dem Rost 7 des Ofens erzeugten Gase treten dann durch die Abzugsleitung 11 in die Außenluft. Es können dabei frische Kohlen aufgeschüttet werden, ohne daß dadurch Oxydgase in den Kabelschacht 1 eintreten können, da der Metallschlauch 19 durch die Drosselklappe 14 geschlossen und die Abzugsleitung 11 geöffnet ist. Nach Herstellung der Lötstellen 5 wird das überschüssige Lötwasser dadurch entfernt, daß nach Auflegen der Haube 24 und Anhängen des Mundstücks 20 die Gelenkstange 15 so bewegt wird, daß sich die Drosselklappe 12 schließt und die Drosselklappe 14 öffnet. Hierbei ist nur darauf zu achten, daß die Rauchentwicklung in dem Ofen 6 bereits beendigt ist. Es treten n0 dann alle heißen Gase des Ofens durch den Metallschlauch 19 in das Mundstück 20 und steigen in der Mulde 21 aufwärts, so daß sie die Verbindungsstelle auf der ganzen Länge bestreichen. Dabei sammelt sich ein Teil der ng Gase in dem Hohlraum 26 der Haube 24, so daß sich auch heiße Gase oberhalb der Verbindungsstelle befinden und diese demnach allseitig von den heißen Gasen umspült wird. Es erfolgt daher nicht nur eine Entfernung des überschüssigen Lötwassers, sondern es wird auch die Verbindungsstelle so gründlich
getrocknet, daß alle dort etwa eingedrungene Feuchtigkeit beseitigt wird. Wird dann die Kabelmuffe angebracht und die Verbindungsstelle mit Paraffin ausgegossen, so ist das gute Haften des Paraffins gesichert.
Es kann somit in dem Kabelschacht ι das Trocknen der Verbindungsstelle 4, 5 mittels heißer Gase vorgenommen werden, ohne daß die Arbeiter mit Feuer in Berührung kommen j
oder durch schädliche Gase belästigt werden. Der Eintritt von Funken in den Schacht ist ■ dabei durch das Sieb 30 verhütet. ,
An die Stelle des Metallschlauches kann auch eine andere bewegliche Leitung treten, , welche die Fortleitung der Wärme aus dem Ofen 6 bis zur Verbindungsstelle 4,5 ge- : stattet. :

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    r. Trockenvorrichtung für Kabelver- j
    bindungen in Kabelschächten, gekennzeichnet durch einen Ofen (6), an dessen Abzugs leitung (11) für die Gase ein Metallschlauch (19) o. dgl. angeschlossen ist, dessen Mundstück (20) unter die zu trocknende Verbindungsstelle (4, 5) der Kabel (2, 3) geführt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abzugsleitung (ri) für die Gase eine Absperrklappe (12) vorgesehen und der Metallschlauch (19) o. dgl. vor dieser Absperrklappe unter Zwischenschaltung einer anderen Absperrklappe (14) an die Abzugsleitung anschließbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Absperrklappen (12 und 14) zwangläufig durch ein Gestänge (15, 16, 17) so miteinander verbunden sind, daß beim öffnen der einen die andere geschlossen wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Metallschlauch (19) o. dgl. ein Sieb (30) eingebaut ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück
    (20) in einer am Ende geschlossenen Mulde (21) endigt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mulde
    (21) an ihrer offenen Seite durch ein Sieb (23) abgedeckt ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine muldenförmige Haube (24), welche sich auf die Enden der Kabel (2, 3) abstützt und oberhalb der Verbindungsstelle (4, 5) einen Sammelraum (26) für die heißen Gase bildet.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch r, S und 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Mundstück (20) des Metallschlauches (19) o. dgl. Aufhängeglieder (27, 28, 29) vorgesehen sind, mittels welcher das Mundstück an der Haube (24) aufgehängt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    BERLIN'. GEDnLCKI* IN DETi
DESCH81030D 1926-12-10 1926-12-10 Trockenvorrichtung fuer Kabelverbindungen in Kabelschaechten Expired DE457487C (de)

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