DE453683C - Steuervorrichtung fuer die Schaltbewegung der Werkstuecktraeger in der Laengs- und Querrichtung bei Buersten-Bohr- und -Stopfmaschinen - Google Patents

Steuervorrichtung fuer die Schaltbewegung der Werkstuecktraeger in der Laengs- und Querrichtung bei Buersten-Bohr- und -Stopfmaschinen

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DE453683C
DE453683C DEST40613D DEST040613D DE453683C DE 453683 C DE453683 C DE 453683C DE ST40613 D DEST40613 D DE ST40613D DE ST040613 D DEST040613 D DE ST040613D DE 453683 C DE453683 C DE 453683C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46DMANUFACTURE OF BRUSHES
    • A46D3/00Preparing, i.e. Manufacturing brush bodies
    • A46D3/06Machines for both drilling bodies and inserting bristles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Steuervorrichtung für die Schaltbewegung der Werkstückträger in der Längs- und Querrichtung bei Bürsten-Bohr- und -Stopfmaschinen. Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für die Schaltbewegung der Werkstückriger in der Längs- und Querrichtung bei t 'i solchen Bürsten-Bohr- und -Stopfmaschinen. bei denen gleichzeitig stets zwei Bürstenhölzer sich in Bearbeitung befinden, von denen (las eine gebohrt, das andere gestopft wird.
  • Die Steuerung der Bürstenholzträger erfolgt nun bei den bisher bekannten Maschinen entweder selbsttätig durch eine Doppelkurvenscheibe, von der aus sowohl die Bewegung in der Längsrichtung als auch die Bewegung in der Ouerrichtung abgeleitet wird oder aber von Hand unter Vermittlung einer storchchnabelartigen Vorrichtung, die über ein der Bürstenform entsprechendes Muster hingeführt wird und auf diese Weise die notwen-,ligen Bewegungen der Bürstenholzträger hervorruft. Sowohl die erste als auch die zweite :£rt der Steuervorrichtungen besitzen wesentliche Nachteile, und zwar bestehen diese darin, daß für jede einzelne Bürstenform und -teilung eine besondere Doppelkurv enscheibe benötigt wird, die verhältnismäßig schwer und teuer in der Anschaffung ist, wobei die Auswechslung der Scheiben ziemlich viel "Zeit in Anspruch nimmt, während bei der zweiten Art für jede einzelne Maschine ein besonders geschulter Arbeiter vorhanden sein muß, der von Hand den Pantographen bedient. In beiden Fällen sind die Unkosten unverhältnismäßig hoch und beeinflussen die Wirtschaftlichkeit in ungünstigem Sinne. Demgegenüber bedeuten bekannte Maschinen einen wesentlichen Fortschritt, bei denen die Bürstenholzträgerr in der Längsrichtung eine schrittweise fortschreitende Bewegung unter Vermittlung einer mit einer Schraubennut versehenen, die Teilung tragenden Trommel erhalten. Nach jeder gebohrten bzw. gestopften Längsreihe erfolgt dann eine Querverstellung der Träger sowie eine Einregelung der Längsbewegung, so daß nunmehr die nächste Reihe mit gegenüber denjenigen der ersten Reihe versetzten Löchern gebohrt werden kann. Auch sogenannte geschränkte Bürsten lassen sich durch eine zusätzliche Schwenkbewegung der Träger um die Längs-bzw. Querachse herstellen. Da auf einer derartigen Trommel hintereinander verschiedene Teilungen vorgesehen sein können, so ist es möglich; mit ein und derselben Trommel die verschiedensten Bürstenarten herzustellen.
  • Für Bürsten mit gerade verlaufenden Borstenreihen haben sich derartige Maschinen gut bewährt. Die Art des Bohr- und Stopfverfahrens macht es aber unmöglich, einerseits Bürsten mit kurvenförmig verlaufenden Borstenreihen, wie sie beispielsweise bei den oval gestalteten Kardätschen bzw. Haarbürsten in die Erscheinung treten, herzustellen, andererseits, wie es beispielsweise bei Kleiderbürsten üblich ist, für die Borsten der äußeren Reihe bzw. Reihen andersfarbige Borsten zu verwenden wie für die inneren. In dieser Beziehung arbeiten die älteren Maschinen mit doppelter Kurvenscheibe oder mit Pantographensteuerung günstiger, da mit Hilfe dieser in beliebigen Kurven gebohrt und gestopft werden kann.
  • Der Zweck der Erfindung ist es nun, unter Beibehaltung der Trommel und ihrer Vorteile auch diesen Mangel noch zu beseitigen und die Bewegung der Bürstenholzträger so zu steuern, daß eine vereinigte Längs- und Querbewegung hervorgerufen wird.
  • Dies geschieht in erster Linie dadurch, daß die an sich bekannte schrittweise gedrehte Nutentrommel mit einer gleichsinnig mit dieser umlaufenden Schablone derart zusammenarbeitet, daß außer der durch die Trommel hervorgerufenen Bewegung eine zusätzliche durch die Schablone gesteuerte in der Querrichtung kommt.
  • Es wird somit ermöglicht, die Bohrlöcher in beliebigen, sich aus der Verschiebung in der Längsrichtung und der Art der Schablone ergebenden Kurven verlaufen zu lassen. An Stelle des bisher üblichen reihenweisen Bohrens und Stopfens tritt sonach eine Arbeitsweise in fortlaufender Kurve, indem zunächst die äußerste Lochreihe rings um das Bürstenholz herumgeführt wird, an die sich die nächste anreiht und so fort, bis das ganze Bürstenholz in der richtigen Weise gebohrt bzw. an der anderen Stelle der Maschine gestopft ist. Durch eine revolverartig ausgestaltete Einrichtung in der Zuführung der Borsten kann hierbei beliebig mit der Farbe der Borsten bzw. deren Güte gewechselt werden, so daß man Bürsten erhält, deren ringsherum laufende äußere Reihe bzw. äußeren Reihen andersfarbig sind oder in der Qualität anders als die inneren. Erfindungsgemäß ist hierbei mit den die Verstellung in der Querrichtung steuernden Gliedern eine Regelvorrichtung verbunden, die nach jeder vollen umlaufenden Lochreihe die Steuervorrichtung so verstellt, daß mit ein und derselben Schablone sämtliche konzentrisch zueinander liegenden Lochreihen gebohrt bzw. gestopft werden. Außerdem ist mit der Steuervorrichtung für die Querbewegung die die Bewegung in der Längsrichtung in an sich bekannter Weise übertragende Kurbel zwangläufig derart verbunden, daß bei jeder Verstellung durch die Regelvorrichtung die Länge der Kurbel verstellt wird und hierdurch einerseits die Löcher jeder folgenden Reihe gegen die Löcher der vorhergehenden versetzt werden, andererseits der Hub in der Längsrichtung verändert wird.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i. die Maschine von vorn gesehen, Abb. 2 den vorderen Teil derselben von der Seite gesehen, Abb.3 den rückwärtigen Teil von der Seite gesehen, Abb. q. den Schnitt gemäß IV-IV der Abb.3 und Abb. 5 in größerem Maßstab ein Bürstenholz von beispielsweise ovaler Form in Ansicht.
  • Die Tische 6 und 7 besitzen nicht dargestellte Befestigungsvorrichtungen für die Bürstenhölzer und sind in am Rahmen 8 vorgesehenen Trägern 9 und io gelagert. Der Rahmen 8 selbst führt sich senkrecht im Maschinengestell i i und wird durch ein nicht dargestelltes Getriebe periodisch gehoben und gesenkt. Beide Tische 6 und 7 sind in an sich bekannter Weise um zwei senkrecht zueinander liegende, wagerechte Achsen v erschwenkbar und gleichzeitig in den Trägern 9 und ioheb- und senkbar, welche Bewegungen durch Schablonen 12 in der einen und 13 in der anderen Richtung so gesteuert werden, daß bei der Verschwenkung der Tische der senkrechte Abstand von der Bohr- bzw. Stopfvorrichtung stets der gleiche bleibt.
  • Die schrittweise Bewegung der Tische 6 und 7 in der Längsachse, d. h. parallel zur Bildebene in Abb. i, erfolgt durch eine Schiene 13, die bei 14 und 15 wagerecht verschiebbar im Maschinengestell i i gelagert ist. Die Bewegungsübertragung auf die Tische 6 und 7 erfolgt durch eine beide verbindende Schiene 16, die durch Stein 17 und Kulisse 18 mit der Schiene 13 so verbunden ist, daß sie die hin und her gehende Bewegung der Schiene 13 mitmachen muß, gleichzeitig aber auch der auf- und abwärts gehenden Bewegung der Tische 6 und 7 folgen kann.
  • Die Hinundherbewegung der Schiene 13 erfolgt mittels Zugstange i9 von einer Kurbel 2o aus, die auf der Trommelwelle 21 sitzt und deren Kurbelzapfen 22 verstellbar ist, wie weiter unten noch ausführlich beschrieben wird.
  • Die Bewegtang der Tische 6 und 7 in der Querrichtung erfolgt mit Hilfe eines aus der Stange 23, den beiden Stützen 24 und den Stangen 25 (Abb.2) bestehenden Rahmens, der sich mit den Stangen 25 in an den Tischträgern.angeordneten Stützen 27 führt. Die Stangen 25 sind bei 28 vermittels Kugelgelenk an die Tische 6 und 7 angeschlossen. Die Stange 23 hat prismatischen Querschnitt und bildet den Stein einer Kulisse 29, von der aus die Bewegung der Tische 6 und 7 in der Querrichtung erfolgt. Die Kulisse 29 setzt sich in einer Stange 30 fort, die parallel zur- . >chse 21 der Trommel im Maschinengestell verschiebbar gelagert ist.
  • Auf der Welle 21 sitzt die Trommel 31, die durch ein nicht dargestelltes Schaltwerk mit Hilfe der Reibungskupplung 32 schrittweise vorwärts gedreht wird. In der Nut der Trommel sind Rasten, Bohrungen o. dgl. entsprechend der Teilung vorgesehen, mit denen eine nicht dargestellte Arretierv-orrichtung zusammenarbeitet und die Trommel stets nur von einer Teilung bis zur anderen drehen läßt.
  • Auf der Welle 21 der Trommel 31 sitzt leicht auswechselbar eine Schablone 33 (Abb. 3 und .I), die der Form der herzustellenden Bürste entspricht und von der aus die hin und her gehende Bewegung der Stange 30 bewirkt wird. Zu diesem Zwecke ist in einem am Maschinengestell befestigten Arin 34. in der senkrechten Ebene der Trommelachse 21 eine Gleitbahn 35 vorgesehen, in der ein Schieber 36 auf und ab gleiten kann. Dieser Schieber 36 stützt sich mittels Rolle 37 auf die Schablone 33, so daß also bei einer Drehung der Trommel 31 der Schieber 36 entsprechend der Gestaltung der Schablone 33 gehoben unc1 gesenkt wird. Am Schieber 36 sitzt nach rückwärts herausragend eine Gleitbahn 38, in der ein Stein 39 gleitbar angeordnet ist. An diesen Stein 39 ist bei 40 eine prismatische Stange 4.1 angelenkt, die den Stein einer Kulisse ..1.2 bildet. Die Kulisse 42 sitzt fest auf einer Welle .I3, die drehbar im Maschinengestell gelagert ist und auf der ein Zahnsegment ..1...1. festgekeilt sitzt, das mit dem als Zahnstange ,45 ausgebildeten rückwärtigen Teil der Stange 30 in Eingriff steht. An der Stange 30 greift ein durch Gewicht -6 belasteter Seilzug 4.7 an, der das Bestreben hat, die Schiene 30 nach rückwärts zu verschieben, In dein 'Maße, wie die Trommel 31 weitergeschaltet wird, dreht sich auch die Schablone 33, und entsprechend dem Umfange der Schablone 33 wird der Schieber 36 gehoben und gesenkt. Die Folge hiervon ist, daß auch der Stein 39 in der Kulisse 38 gehoben und gesenkt wird und infolge der Zwischenglieder 4.1, ,I2 die Welle .I3 eine Schwenkbewegung in der einen oder anderen Richtung erhält, die sie durch das Zahnsegment .44. auf die Schiene 30 überträgt. Diese Bewegung der Schiene 3o ruft unter Zwiscl@cuschaltung der Kulisse 29 und des Rahmen., 23; 2-, 25 eine schrittweise vorwärtsschreitende Bewegung der Tische 6, 7 in der Querrichtung hervor, und zwar entsprechend der Form der Schablone 33.
  • Diese nuerbeweg ng muß nun nach jeder vollen Umdrehung der Schablone 33 eine Regelung erfahren, da erfindungsgemäß mit ein und derselben Schablone die sämtlichen konzentrisch zueinander liegenden Reihen gebohrt bzw. gestopft werden sollen. Zu diesem Zwecke ist im Maschinengestell parallel zur Schiene 30 eine zweite Schiene .48 verschiebbar gelagert, die unter der Wirkung des mit Gewicht 5o belasteten Seilzuges 49 steht, der bestrebt ist, die Schiene nach rechts (Abb.3) zu verschieben. Diese Bewegung der Schiene wird durch ein Gesperre verhindert, das aus einer mit Sperrzähnen versehenen, auswechselbar an der Schiene :I8 befestigten Zahnstange 51 und einer bei 52 verschwenkbar im Maschinengestell gelagerten Klinke 53 besteht. Die Klinke besitzt Sperrzähne 5.I und 55 und eine Auflauffläche 56, gegen die ein auf dem Trommelumfang vorgesehener Anschlag 57 zur Wirkung kommt und eine Verschwenkung des Hebels 53 hervorruft, so daß jedesmal die Schiene 48 um einen Zahn der Zahnstange 51 nach rechts verschoben wird.
  • Diese Bewegung der Schiene ,48 wird nun einmal auf die Bewegungsvorrichtung der Schiene 3o, das andere Mal auf die die Exzentrizität des Zapfens 22 der Kurbel 2o bewirkenden Vorrichtungen übertragen.
  • Die zuerst genannte Übertragung geschieht in folgender Weise: Mit der Schiene 4.8 ist durch einen Arm 58 fest eine Gleitbahn 59 verbunden, in der ein Stein 6o hin und her bewegt werden kann. Die genaue Einstellung des Steines 6o erfolgt durch eine Schraube 61. Der Stein 6o setzt sich in einen Ständer 62 fort, in welchem bei 63 ein Lenker 64. drehbar gelagert ist. Das freie Ende des Lenkers 64. ist mit dem kürzeren Arm 65 eines bei 66 im Maschinengestell gelagerten Doppelhebels 65, 67 gelenkig verbunden, und zwar durch Langloch 68 und Bolzen 69, so daß eine Verstellung möglich ist. Der längere Hebelarm 67 ist bei 70 an einen sichelförmigen Arm 71 angelenkt, dessen freies Ende gelenkig mit dem Stein 39 verbunden ist.
  • Bei einer Weiterschaltung der Schiene .48 wird, wie hieraus ersichtlich, der Drehpunkt 63 des Lenkers 64 nach rechts verschoben, und diese Bewegung wird durch den Doppelhebel 65, 67 und den Arm 71 auf den Stein ,;9 übertragen, so daß der Drehpunkt der die Welle ..1.3 hin und her bewegenden Stange 41 nach außen verlegt wird. Die verschiedene Länge der Arme 65, 67 und die Möglichkeit der Verstellung des Angriffspunktes 69 im kürzeren Hebelarm 65 gibt zugleich mit der Einstellbarkeit des Steines 6o die Möglichkeit einer genauen Einregelung, so daß infolgedessen mit der gleichen Schablone 33 die verschiedenen konzentrischen Lochreihen her- -gestellt werden können. Am vorderen Ende der Stange 48 ist ein Arm 72 angeordnet, der mit seiner gabelförmigen Verlängerung73 in dieRingnut 74 einer verschiebbar, aber sich nicht drehend, auf der Welle 21 sitzenden Büchse 75 eingreift. Diese Büchse 75 besitzt einen schrägstehenden Schlitz 76, in den ein bei 77 drehbar gelagerter Doppelhebel 78 mit einer Rolle 79 eingreift. Das vordere Ende des Hebels 78 besitzt ein Langloch 8o, in das mit einer Rolle 81 der den Kurbelzapfen 22 tragende, in der Kurbel 2o verschiebbar gelagerte Schieber 82 eingreift.
  • Bei einer Verschiebung der Schiene 48 nach rechts wird auch die Büchse 75 nach rechts verschoben. Es gleitet die Rolle 79 in dem Schlitz 76 und bewirkt auf diese Weise eine Verschwenkung des Doppelhebels 78 und somit wieder eine Verkürzung der Kurbel, da der Kurbelzapfen 22 sich dem Drehpunkt nähert.
  • Das Bohren und Stopfen mit Hilfe der neuen Maschine geht wie folgt vor sich: Nilamt man an, daß eine Bürste in ovaler Form, et-,va wie in Abb. 5 zur Darstellung gebracht, gebohrt und gestopft werden soll, so muß natürlich auch die Schablone 33 die entsprechende Form besitzen. Bei Beginn des Bohrens bzw. Stopfens nehmen die einzelnen Teile die in Abb. q. gezeichnete Stellung ein. Dieser Stellung entspricht eine Stellung der Tische 6, 7, bei welcher sich die Bohr- bzw. Stopfvorrichtung über a (Abb. 5) befindet. Nunmehr dreht sich die Trommel 31 schrittweise in Richtung des Pfeiles (Abb. d.). Dementsprechend wird eine Bewegung der Tische hervorgerufen, die einer Drehung bzw. Schiebung des Bürstenholzes im Sinne des Pfeiles x (Abb. 5) entspricht. Der Stellung a des Bürstenholzes entspricht also die Stellung a1 der Schablone 33. Schrittweise erfolgt nun die weitere Doppelbewegung der Tische, so daß der Reihe nach die Löcher bis zum Punkt b gebohrt bzw. gestopft werden. Es ist dann die Schablone 33 so weit gedreht, daß der Punkt b1 unter der Rolle 37 zu stehen kommt. Die Bewegung geht nun weiter vorwärts über Punkt c und d, denen die Punkte cl und dl der Schablone entsprechen, bis zum letzten Loch i der ersten Reihe. In diesem Augenblick erfolgt die Auslösung der Klinke 53 durch den Anschlag 57 der Trommel und somit eine Verschiebung der Schiene 48 um einen Zahn nach rechts. Die Folge davon ist, daß die Tische um ein der Teilung entsprechendes Stück t in der Querrichtung verschoben werden. Gleichzeitig erfolgt durch das Zusammenwirken der Schiene 48 mit dem Kurbelzapfen 22 eine Längsverschiebung um die halbe Teilung, also um tl, in der Längsrichtung, so daß nunmehr die Bohr-'bzw. Stopfvorrichtung über dem Punkt il zu stehen kommt. Nunmehr beginnt das Spiel von neuem, und die zweite Reihe Löcher wird gebohrt bzw. die vorher gebohrten Löcher werden auf der anderen Seite der Maschine gestopft. Dieses Spiel wiederholt sich, bis die ganze Bürste in konzentrischen Reihen gebohrt bzw. gestopft ist. Die Form der Löcher- bzw. Borstenreihen richtet sich, wie hieraus ersichtlich, nach der Form der Schablone 33, während die Teilung abhängig ist von der Teilung der Zahnstange 51 und dem Übersetzungsverhältnis der die Bewegung übertragenden Glieder. Durch Auswechslung der Zahnstange 51 bzw. durch gegenseitige Verstellung der die Bewegung übertragenden Hebel läßt sich daher die Teilung der Bürste verändern. Es ist aber auch möglich, mit ein und derselben Schablone 33 verschieden große Bürsten derselben Form herzustellen, da je nach der Anfangseinstellung mit der ersten, zweiten oder dritten Reihe von außen begonnen werden kann und somit also die Größe der Bürsten sich bestimmen läßt. Eine weitere Folge der besonderen Art der Steuerung und Regelung gemäß der Erfindung ist darin zu erblicken, daß jedes auf der Trommel 31 befindliche Muster auch mit der gleichen Reihen- und Lochanzahl beliebig vergrößert oder verkleinert werden kann, ohne daß es notwendig wäre, etwa eine neue Schablone oder Trommel einzusetzen.

Claims (9)

  1. PA1'LN'1'ANS1'1tÜC:111-: i. Steuervorrichtung für die Schaltbewegung der Werkstückträger, in der Längs- und Querrichtung bei Bürsten-Bohr- und -Stopfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die an sich bekannte schrittweise gedrehte Nutentrommel (31) mit einer gleichsinnig mit dieser umlaufenden Schablone (33) derart zusammenarbeitet, daß außer der durch die Trommel hervorgerufenen Bewegung eine zusätzliche durch die Schablone gesteuerte in der Querrichtung kommt.
  2. 2. . Steuervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit den die Verstellung in der Querrichtung steuernden Gliedern eine Regelvorrichtung verbunden ist, die nach jeder vollen Lochreihe die Steuervorrichtung so verstellt, claß die Bohr- bzw. Stopfvorrichtung über der nächsten Lochreihe zu stehen kommt, mit ein und derselben Schablone also sämtliche konzentrisch zueinander liegende Lochreihen gebohrt bzw. gestopft werden können.
  3. 3. Steuervorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Steuervorrichtung für die Querbewegung die die Bewegung in der Längsrichtung übertragende Kurbel zwangläufig derart verbunden ist, daß bei jeder Verstellung durch die Regelvorrichtung die Länge der Kurbel verstellt wird und dadurch einerseits der Hub der Kurbel und somit das Bewegungsausmaß der Tische in der Längsrichtung verändert wird, andererseits die Löcher jeder folgenden Reihe gegen die Löcher der vorhergehenden versetzt werden. q..
  4. Steuervorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Trommelwelle (2i) auswechselbar eine Schablone (33) exzentrisch sitzt, auf deren Umfang ein im Maschinengestell geradgeführter Schieber (36) gleitet, der durch ein Hebelgestänge ein Zahnsegment (4.1) verschwenkt, das mit einer die Verstellung der Tische in der Querrichtung bewirkenden Schiene (30) zusammenarbeitet.
  5. 5. Steuervorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf der Schiene (30) als Kulisse (29) ausgebildet ist, in der als Stein ein prismatischer Stab (23) gleitet, der mit den Stützen (a4) und den Stangen (25) einen Rahmen bildet, der durch Kugelgelenk an die Tische (6, 7) angelenkt ist.
  6. 6. Steuervorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, daß an der das Zahnsegment (44) tragenden, im Maschinengestell gelagerten Welle (43) eine Kurbel (A.i) mit veränderlicher Länge angreift. deren freies Ende mit Hilfe eines Steines (39) in einer am Schieber (36) vorgesehenen Gleitbahn (38) gleitet.
  7. 7. Steuervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt der Kurbel (q.1) in der GleitführUng (38) unter dem Einfluß einer Regelvorrichtung steht, die den Stein periodisch verschiebt. B.
  8. Steuervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelvorrichtung aus einer Gleitschiene (48) besteht, die, von der Trommel (3i) gesteuert, unter dem Einfluß eines Gewichts (5o) bei jedem Umlauf der Trommel (3i) einen Schritt entsprechend einer Sperrzahnstange (5i) verschoben wird und diese Bewegung auf den Stein (39) überträg t.
  9. 9. Steuervorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Schiene (48) ein Arm (58) verbunden ist, in welchem verschiebbar und einstellbar ein Stein (6o) gleitet, von dessen Arm (62) die Bewegung der Stange (q.8) unter Vermittlung eines Lenkers (64), eines Doppelhebels (65, 67) und einer sichelförmigen Verbindungsstange (7i) auf den Stein (39) übertragen wird. io. Steuervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenker (6:1.) mit dem kürzeren Arm (65) des Doppelhebels (65, 67) durch Bolzen (69) und Langloch (68) einstellbar verbunden ist. i i. Steuervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurbelzapfen (22) in der Kurbel (2o) vermittels eines Doppelhebels (78) durch Verschiebung einer mit einem Querschlitz versehenen Büchse (75) auf der Kurbelwelle (2i) verstellbar ist, und daß die Verschiebung der Büchse (75) durch die Stange (q.8) erfolgt.
DEST40613D 1926-02-18 1926-02-18 Steuervorrichtung fuer die Schaltbewegung der Werkstuecktraeger in der Laengs- und Querrichtung bei Buersten-Bohr- und -Stopfmaschinen Expired DE453683C (de)

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