DE453515C - UEberwachungseinrichtung fuer Eisenbahnverkehr mit Zugmarken - Google Patents
UEberwachungseinrichtung fuer Eisenbahnverkehr mit ZugmarkenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Überwachung des Zugverkehrs
für Eisenbahnen u. dgl., und zwar handelt es sich um diejenige Art, bei der Zugmarken
benutzt werden, um dem betreffenden Zug die Erlaubnis zu erteilen, einen bestimmten
Abschnitt der Strecke zu befahren.
Bei diesen bekannten Überwachungseinrichtungen sind an jedem Ende des zu überwachenden
Streckenabschnitts mit Zugmarken versehene Vorrichtungen angebracht, die so arbeiten, daß die Auslieferung- einer Zugmarke
aus der Vorrichtung an einem Ende des Abschnitts nur unter Mitwirkung einer die Vorrichtung am andern Ende des Abschnitts
betätigenden Person bewirkt werden kann. Die beiden Vorrichtungen sind durch eine oder mehrere Drahtleitungen verbunden,
die einerseits dazu dienen, Glocken- oder
ao andere Signale zwischen den beiden Benutzern
zu übermitteln, und anderseits dazu, elektrischen Strom für die Überwachung der Markenausgabe aus den Vorrichtungen unter
vorher bestimmten Bedingungen zu übertragen.
Die bei derartigen Einrichtungen benutzten Marken besitzen verschiedene Formen,
wie die von Stäben, Tafeln u. dgl. In gewissen Fällen können sie nach Auslieferung
aus den Markenständern dazu benutzt werden, verschiedene Teile oder Vorrichtungen
freizugeben oder zu betätigen, welche den zu überwachenden Verkehr betreffen, wie Weichen,
Signale, Einrichtungen zur Betätigung von Drehbrücken, Vorrichtungen zur Ausschaltung
zwischenliegender Blockabschnitte u. dgl. Hierfür hat man ihnen auch schon die Form von Schlüsseln gegeben.
Da durch den Besitz der Marke einem Zug oder Fahrzeug die Berechtigung zum
Fahren innerhalb des Abschnitts erteilt wird, ebenso wie bei seiner Einführung in den
Markenständer die Erlangung einer andern Marke oder anderer Marken aus dem gleichen
oder andern Ständer ermöglicht wird, so ist es von besonderer Wichtigkeit, daß die
Marke selbst schwierig nachahmbar ist, und entsprechend muß die Form der Öffnung in
den Vorrichtungen oder Elementen, in welche die Marke einzusetzen ist, so beschaffen sein,
daß dadurch eine Benutzung dieser Vorrichtungen ohne Verwendung einer Marke der betreffenden
Art überhaupt verhindert wird. Es hat sich in der Praxis erwiesen, daß gewisse Markenformen in diesen Beziehungen
unbefriedigend sind, weil ihre einfache Ge-
stalt die Nachahmung erleichtert, während die der Markenform angepaßte Öffnung in
den Vorrichtungen dann eine erhebliche Größe besitzt.
Gemäß vorliegender Erfindung ist zu diesem Zweck die Marke, die in an sich bekannter
Weise ganz oder teilweise die Form eines Schlüssels besitzt, derart ausgebildet, daß
der Schlüssel bzw. Schlüsselteil der Marke
ίο in eine entsprechende mit Zuhaltungsstiften
versehene Schloßwalze eines Markenständers eingesetzt werden kann und dadurch diese
Schloß walze für die Drehung freigegeben wird, so daß dadurch die Einführung oder
Entnahme der Marke in den bzw. aus dem Markenständer erfolgen kann. Die Einschnitte
des Schlüssels oder Schlüsselteils haben hier also die gleiche Aufgabe zu erfüllen
wie die Ringe oder sonstigen Vorsprünge an den bisher gebräuchlichen Zugmarken.
Die charakteristischen Merkmale des Schlüssels und der Schließeinrichtung, die
auf solche Weise diejenigen anderer Marken formen ersetzen oder diese unterstützen,
schaffen so eine erhöhte Sicherheit, da die Schlüsselform eine sehr große Zahl verschiedenartiger
Ausgestaltungen in einfacher Weise ermöglicht und sehr klein gehalten werden kann, während die Schließeinrichtung
an den Zugständern ebenfalls einfach, klein und schwierig veränderbar ausgebildet sein
kann.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, Zugmarken mit einem Schlüsselteil zu versehen.
Dabei dient aber dieser Schlüsselteil lediglich dem Zweck, einen Markenständer gebräuchlicher
Art überhaupt zu entsichern, aus dem dann eine Zugmarke gebräuchlicher Art in der üblichen Weise entnommen werden kann.
Der Schlüsselteil jener bekannten Marke dient dort also nicht dazu, die Entnahme
dieser selben Marke aus dem Markenständer bzw. ihre Einführung in diesen Markenständer
zu ermöglichen, sondern lediglich dazu, die Entnahme anderer Marken aus oder ihre Einlegung in den Ständer zu gestatten.
Er ist daher nichts weiter als ein gewöhnlicher Schlüssel, und es ist dabei unerheblich,
daß dieser Schlüssel selbst an einer Marke sitzt. Bei der Anordnung gemäß der Erfindung
hingegen überwacht der Schlüsselteil der Marke selbst ihre Entnahme aus dem Markenständer sowie ihre Einführung in ihn.
Die Einschnitte des Schlüssels haben hier also die gleiche Aufgabe wie die Ringe bei
der bisher gebräuchlichen Form der Zugmarken. Demgemäß ist das Wesen der vorliegenden
Erfindung in erster Linie in der Anwendung einer mit Schlüsselteil versehenen
Marke an einer neuen Form eines Markenständers zu erblicken, die so ausgebildet sind, daß die Einführung der Marken oder
ihre Entnahme aus dem Markenständer durch den Schlüsselteil der einzuführenden oder zu
entnehmenden Marke selbst überwacht wird, der mit einer Schloßtrommel zusammenarbeitet.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsmäßig veranschaulicht, und zwar zeigt
Abb. ι eine Vorderansicht eines Markenständers für »unbedingte« Arbeit in einer
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, während die Abb. 2 und 3 Längs- und Querschnitt davon zeigen. Die Abb. 4 und 5 7S
sind Quer- und Längsschnitt durch die Schließeinrichtung der Vorrichtung nach den vorhergehenden
Abbildungen, die Abb. 6 und 7 Vorder- und Seitenansicht der elektrischen Verschließeinrichtung der Vorrichtung, Abb. 8
eine Einzelansicht eines abgeänderten Teils der Vorrichtung nach den Abb. 1 und 2.
Die Abb. 9 und 10 zeigen Quer- und Längsschnitt einer Schließeinrichtung, die bei dieser
abgeänderten Ausführungsform benutzt wird, und die Abb. 11 und 12 entsprechende
Schnitte der Schließeinrichtung, die an einem andern Teil dieser Vorrichtung benutzt wird.
Abb. 13 zeigt eine Vorderansicht eines Markenständers, ähnlich demjenigen der Abb. 1
für bedingte Arbeit gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Abb. 14 zeigt
einen Schnitt durch diese Vorrichtung und Abb. 15 eine Seitenansicht dazu. Die Abb. 16
und 17 entsprechen den Abb. 4 und 5 für die Schließeinrichtung eines Markenständers, bei
dem nur in einer Richtung wirkende Marken benutzt werden, und zwar zeigen diese Abbildungen
die Schließeinrichtung des Ständers am einen Ende eines Streckenabschnitts und 1°°
die Abb. 18 und 19 entsprechende Ansichten der Schließeinrichtung des Markenständers
am andern Ende des Abschnitts. Die Abb. 20 und 21 sind Seitenansicht und Grundriß
eines Teils eines Markenständers gemäß der Erfindung mit einem tragbaren Magazin für
die Marken an dem Ständer. Die Abb. 22 und 23 zeigen Vorder- und Seitenansicht einer
Abänderung der elektrischen Verschließeiniichtung gemäß der Abb. 6 und 7. Die Abb. 24
und 25 zeigen Vorder- und Seitenansicht einer Überwachungseinrichtung zur Ausschaltung
von Zwischenstationen gemäß der Erfindung. Die Abb. 26 und 27 sind ähnliche Ansichten
für die entsprechende Vorrichtung an den Endstationen. Die Abb. 28 und 29 zeigen
Vorder- und Seitenansicht einer Überwachungsvorrichtung für eine Drehbrücke mit einer durch Zugmarken betätigten Einrichtung
gemäß der Erfindung. Abb. 30 ist eine Vorderansicht eines Dreistellungsanzeigers
gemäß der Erfindung, und die Abb. 31
bis 33 zeigen die Ansicht dieser Einrichtung
von der rechten Seite, von hinten und von der linken Seite.
Bei der Einrichtung gemäß den Abb. ι bis 5 ist die Erfindung in der Anwendung
auf einen Markenständer für unbedingte Arbeit veranschaulicht, wobei, wenn eine Marke aus dem Ständer am einen Ende des
Abschnitts entnommen worden ist, keine
ίο andere Marke ausgegeben werden kann, bis
die erste Marke in den einen oder den andern Markenständer zurückgebracht worden ist.
Der die Einführung der Marke überwachende Teil besteht aus einer drehbaren Schloßwalze
oder einem Drehzylinder 1, der mit einem Schlüsselloch 2 versehen ist, welches sich
einer Schlüsselmarke 3 anpassen kann, wenn diese in die Vorrichtung eingeführt oder
herausgezogen wird. Die Schloßwalze 1 besitzt auch noch eine zweite Schlüsselöffnung4,
die sich einer Schlüsselmarke anpassen kann, wenn diese in den Markenbehälter 5 der Vorrichtung
übertragen oder aus ihm herausgezogen wird. Der Behälter 5 ist mit einer Anzahl von Durchgängen versehen, die sich
den Schlüsselmarken anpassen, und mit geeigneten Rippen, die mit der Marke zwischen
den Bunden 6 am Schaft der Marke 3 in Eingriff kommen, so daß die Entnahme der Marken unmittelbar durch die Vorderwand
des Behälters 5 hindurch verhindert wird. Eine dieser Rippen ist, wie bei 7 zu sehen,
neben der Öffnung 4 der Schloßwalze 1 weggeschnitten, um zu ermöglichen, daß eine in
dem Behälter enthaltene Marke in die Öffnung 4 eingeführt werden kann. Die Schloßwalze
r kann sich in einem Walzengehäuse 8 drehen, wie aus den Abb. 3 und 5 deutlich
erkennbar. Ein Teil 9 der Marke 3, der in
die öffnung" der Schloßwalze 1 eintreten
kann, ist mit V-förmigen Einkerbungen versehen, und außerdem ist eine Rippe 10 angebracht,
um zu verhindern, daß die Marke in einer senkrechten Ebene kippt.
Die Schließeinrichtung der Vorrichtung ist mit einem Satz von unter Federwirkung
stehenden Stiften 11 versehen, die in dem Gehäuse 8 angeordnet sind, und mit einer
entsprechenden Anzahl von gleichachsigen Zuhaltungsstiften 12 in der Schloßwalze 1.
Die Stifte 11 und 12 entsprechen der Schlüssellochöffnung"
2, und ein entsprechender Satz von unter Federwirkung stehenden Stiften 13
und Zuhaltungsstiften 14 ist für die Schlüssellochöffnung
4 vorgesehen. Die Schloßwalze 1 besitzt ferner noch einen Satz von bei 15 angedeuteten
Zwischenstiften.
Wie ersichtlich, wird, wenn die Schlüsselmarke 3 in die öffnung 2 gesteckt wird, wie
dies in Abb. 5 veranschaulicht ist, der Teil 9 der Marke die Zuhaltungsstifte 12 in die gezeigte
Lage heben, in welcher die unteren Enden der Stifte 11 mit der zylindrischen
Oberfläche der Schloßwalze 1 bündig liegen. Dabei werden die Stifte 13 durch die Wirkung
der unteren Kante des Teils 9 der Schlüsselmarke in eine entsprechende Lage geschoben,
indem diese auf die oberen Enden der Zwischenstifte 15 wirkt. Auf diese Weise wird
die Schloßwalze 1, wie ersichtlich, freigegeben und kann sich dann in dem Walzengehäuse 8
drehen. In entsprechender Weise wird die Einführung der Schlüsselmarke in die Schlüsselicchöffnung
4 die Stifte 13 frei machen, und durch Übertragung der Bewegung über
die Zwischenstifte 15 auf die oberen Stifte 12 wird wiederum die Walze 1 zur Ermöglichung
ihrer Drehung entsichert. Befindet sich jedoch in keiner der Schlüsselöffnungen 2, 4
der Walze 1 eine Schlüsselmarke; so treten
die Stifte 11 -und 13 in die Schloßwalze 1 ein
und verhindern ihre Drehung. Wie ohne weiteres klar, kann der Teil 9 der Schlüsselmarke
3 jede gewünschte andere Form haben als die gezeigte und kann z. B. auch mit
Nuten oder Vertiefungen an beiden Kanten versehen sein. In diesem Falle müssen die
Längen der Zwischenstifte 15 entsprechend gewählt sein.
Die Drehbewegung der Schloßwalze 1, wenn diese in der oben beschriebenen Weise
freigegeben ist, wird mit Hilfe der Schlüsselmarke ausgeführt und ist durch geeignete
Anschläge auf eine halbe Umdrehung begrenzt. Wird die Schloß walze so um i8o°
gedreht, so kommen die Stifte 12 den Stiften 13 und die Stifte 14 umgekehrt den
Stiften 11 gegenüberzuliegen. Die Innenenden der Stifte 12 und 14 können kegelförmig
ausgebildet oder abgeschrägt sein, wie dies dargestellt ist, um die Einführung und
das Herausziehen der Schlüsselmarke zu erleichtern. Diese Konstruktion erleichtert zugleich
die Freigabe der Schloß walze trotz geringer Ungenauigkeiten in der Lage und Ausbildung
der Stifte und zylindrischen Öffnungen, in denen sie arbeiten.
Die Schloßwalze 1 ist auf einer Welle 16
angeordnet, durch welche die Bewegung der Walze mittels einer elektrischen Verschließeinrichtung
überwacht wird, von der eine bevorzugte Ausführungsform in den Abb. 6 und 7 veranschaulicht ist, die jetzt beschrieben
werden sollen.
Auf der Welle 16 der Schloßwalze ist eine Scheibe 17 befestigt, die mit einer Kurvenrinne
versehen ist, von der verschiedene Teile bei 18, 19, 20, 21 und 22 angedeutet sind.
Ferner sitzt auf der Welle 16 eine Schließscheibe 23 mit zwei diametral einander gegenüberliegenden
Nuten 24, 25 an ihrer Kante und einem Paar von diametral einander
gegenüberliegenden segmentformigen Nuten 26, 27, die im Winkel von 900 zu den Nuten
oder Einschnitten 24," 25 angeordnet sind. Bei 28 ist ein Hebel 29 drehbar angeordnet,
der eine drehbare polarisierte Verschließeinrichtung 30 von an sich wohlbekannter
Art trägt. Der drehbare Haken 31 dieser Verschließeinrichtung 30 kann unter gewissen
Bedingungen mit einem Haken 32 eines Hebels 33 in Eingriff kommen, der ebenfalls drehbar bei 28 angeordnet ist. Der
Hebel 29 ist mit einem Vorsprung 34 versehen, der für gewöhnlich mit der Nut 24 der
Scheibe 23 in Eingriff steht, und der Hebel 29 ruht auf dem Hebel 33 in solcher Weise, daß,
wenn letzterer gehoben wird, der Hebel 29 und die Verschließeinrichtung 30 ebenfalls gehoben
werden. Der Hebel 33 ist an der einen Steite mit einem Stift 35 versehen, der in die
Kurvenrinne der Scheibe 17 einzügreifen vermag. Ferner ist dieser Hebel mit einem an
der einen Seite abgeschrägten Schließteil 36 versehen. Der Teil 36 steht für gewöhnlich
mit einem Anschlag 37 an der Scheibe 23 in Eingriff und verhindert so eine Bewegung der
letzteren in der Richtung des Uhrzeigers, d. h. in derjenigen Richtung, die der Bewegung
der Schloßwalze 1 für das Herausziehen einer Marke aus dem Ständer entspricht. Das freie
Ende des Hebels 29 ist durch einen Gelenkarm 38 mit einem Arm 39 verbunden, der auf
einer Welle 40 sitzt, die ihrerseits durch einen Handgriff oder eine bei 41 in Abb. 1 angedeutete
Taste betätigt wird. Ferner sitzt auf der ■ Welle 40 ein Kommutator 42, der mit
festen Kontakten 43 in der in Abb. 6 angedeuteten Weise zusammenarbeiten kann. Die
Welle 16 trägt ferner ein Zahnrad 44, das mit einem Zahnrad 45 auf einer Welle 46 in Eingriff
steht, die ihrerseits mit einem Kommutator 47 versehen ist. Dieser arbeitet mit Kontaktfedern 48 zusammen.
Um eine Marke aus dem Ständer herausziehen zu können, wird Strom aus dem Ständer
am andern Ende des Streckenabschnitts in der üblichen Weise gegeben und der Tastschlüssel
41 niedergedrückt. Dadurch wird der Kommutator 42 derart betätigt, daß der
empfangene Strom auf die Erregerspulen der Verschließeinrichtung 30 übertragen wird.
Angenommen, der so empfangene Strom sei von der richtigen Polarität, so wird der
drehbare Haken 31 der Einrichtung 30 in der Richtung entgegen der Bewegung des Uhrzeigers
(Abb. 7) gedreht werden und wird mit dem Haken 32 des Hebels 33 in Eingriff kommen. Durch die Betätigung des Tastschlüssels
41 wird ferner der Arm 39 gedreht, es wird dadurch der Hebel 29 gehoben und
so infolge des Eingriffs der Haken 31 und 32 auch der Hebel 33 angehoben. Letzterer
bringt den Vorsprung 36 außer Eingriff mit dem Anschlag 37, und die Welle 16 kann sich
somit unter der Wirkung der Schloß walze in der Richtung des Uhrzeigers um einen Winkel
von i8o° frei drehen, worauf dann die Schlüsselmarke aus der Schloßwalze 1 herausgezogen
werden kann. Während dieser Drehung der Welle 16 wird der Stift 35 nacheinander
mit den Teilen 19 und 18 der Kurvenrinne der Scheibe 17 in Eingriff kommen,
und da der Radius des Teils 18 kleiner ist als derjenige des Teils 19, so wird der Hebel
33 am Ende der Drehung nach abwärts bewegt, so daß der Vorsprung 36 in Berührung
mit einem Anschlag 49 an der Scheibe 23 kommt. Während dieser Drehbewegung steht
der Vorsprung 36 in Berührung mit dem Umfang der Scheibe 23, bis in einer Zwischenstufe
dieser Bewegung der Vorsprung in die segmentförmige Nut 26 eintritt. Dadurch wird eine Abwärtsbewegung des Hebels 29
ermöglicht und den .Haken 31 und 32 gestattet, außer Eingriff voneinander zu kommen,
da der drehbaren Verschließeinrichtung 30 ja kein Strom mehr zugeführt wird. Die
freie Abwärtsbewegung des Hebels 33 unter der Wirkung des Stiftes 35 wird so ermöglicht.
Die Drehung der Welle 16 wird durch die Zahnräder 44, 45 auf den Kommutator 47
übertragen, der dazu dient, die Verbindungen der Erregerspulen der polarisierten Verschließeinrichtung
30 umzukehren, so daß keine andere Marke aus dem Ständer entfernt werden kann, weil die Haken 31 und 32 nicht
mehr miteinander in Eingriff stehen.
Bei der Zurückführung einer Marke in den Ständer wird die Welle 16 in entgegengesetzter
Richtung zu der oben angegebenen gedreht, und die schräge Fläche des Vorsprungs 36, die mit der entsprechenden Fläche der
Nut 34 der Scheibe 23 in Berührung steht, bewirkt dann die Aufwärtsbewegung des Hebels 29. Der Teil 20 der Kurvenrinne
kommt nun mit dem Stift 35 in Berührung, und während der Weiterbewegung veranlassen
dann die Teile 21 und 22 dieser Kurvenrinne, indem sie auf den Stift 35 wirken, die Hebung
des Hebels 33 in solcher Weise, daß der Vor- no sprung 36 außer Berührung mit dem Anschlag
kommt.
Wird der Tastschlüssel 41 betätigt, so sind die an dem Kommutator 42 bewirkten
Verbindungen derart, daß kein Strom dem Ständer am andern Ende des Abschnitts geschickt
werden kann, und der Kommutator kann nicht eher in seine normale Stellung zurückgebracht werden, als bis die Hebel 29
und 33 in ihre normale Tieflage zurückgekehrt sind, wodurch- die Welle 16 wieder gegen
Drehung gesichert wird. - ' - -
Die Schlüssellochöffnung 2 oder 4, die
während der Drehung der Schloß walze 1 keine
Schlüsselmarke aufnimmt, wird durch den Teil 50 des Markenbehälters in der in Abb. 1
gezeigten Weise geschützt.
Bei der in den Abb. 8 bis 12 gezeigten abgeänderten Ausführungsform ist der Markenständer
mit zwei Schloßwalzen 51 bzw. 52 versehen, wobei die Schloßwalze 51
Schlüssellochöffnungen 53, 54 und die Walze 52 Schlüssellochöffnungen 55, 56 besitzt. Die
Walze 51 überwacht das Herausziehen einer Schlüsselmarke aus dem Ständer, während
die andere Walze 52 ihre Einführung überwacht. Jede dieser Schloßwalzen kann
durch irgendeine geeignete Einrichtung während der Drehung der anderen mit Hilfe
einer Marke verschlossen werden.
Die Teile der Stifte 57 im Falle der
ao Schloßwalze 51 und der Stifte 58 im Falle
der Walze 52 sind so angeordnet, daß die Mitwirkung der Teile 9 der Schlüsselmarke 3
nicht erforderlich ist, um die Walze zur Drehung freizugeben. Die Freilegung er-
a5 folgt vielmehr im Falle der Walze 51 durch
Einführung der Schlüsselmarke in die öffnung 53 und im Falle der Walze 52 durch
Einführung der Schlüsselmarke in die öffnung 55. Es ist offensichtlich, daß durch
die Einführung eines Schlüssels in die andern öffnungen der Walzen, d. h. in die öffnung
54 der Walze 51 oder die öffnung 56 der
Walze 52, die Schloßwalzen nicht freigegeben werden und infolgedessen auch nicht
gedreht werden können.
In den Abb. 13 bis 15 ist ein Markenständer
für »bedingte Arbeit« veranschaulicht. In diesem Falle wird die Welle 16 der
Schloßwalze mit Hilfe einer polarisierten Verschließeinrichtung 59 elektrisch überwacht,
indem Strom, welcher der Verschließeinrichtung 59 in der einen Richtung zugeführt
wird, dazu dient, den Schließhebel 60 zu betätigen, während die Zuführung von Strom in der entgegengesetzten Richtung
zur Betätigung des Schließhebels 61 dient. Das Ende des Hebels 60 kann mit einem Anschlag
62 an einer Scheibe 63 in Eingriff kommen, die auf der Welle 16 sitzt, nachdem
die Scheibe 63 eine geringe Drehung entgegen der Richtung des Uhrzeigers ausgeführt
hat. Der Hebel 60 trägt auf der einen Seite eine kleine Rolle 64, die in eine Kurvenrinne 65, 66 der Scheibe 63 eingreift,
während die an dem andern Hebel 61 sitzende entsprechende Rolle 67 in eine ähnliche, nicht
veranschaulichte Kurvenrinne der Scheibe 63 eingreift.
Beim Herausziehen einer Marke aus dem Ständer kann eine geringe freie Bewegung
der Scheieb 63 ausgeführt werden, wie oben auseinandergesetzt wurde, bevor das Ende
des Hebels 60 mit dem Anschlag 62 in Eingriff kommt, und während dieser Bewegung
überträgt ein auf der Welle 16 sitzendes 6s Zahnrad 68 die Bewegung auf ein Zahnrad
69, das auf einen Kommutator 70 wirkt. Die durch diesen bewirkten Stromkreisverbindungen
haben zur Folge, daß Strom, der vom andern Ende des Streckenabschnitts übertragen wird, der Verschließeinrichtung
59 zugeführt wird. Angenommen, daß dieser Strom die richtige Polarität besitzt, so wird
der Hebel 60 nach links bewegt werden, so daß der Anschlag 62 freigegeben wird und
die Scheibe 63 sich infolgedessen um i8o° drehen kann. Vor Beendigung dieser Bewegung
tritt jedoch die Rolle 64 des Hebels 60 in den Teil 66 der Kurvenrinne ein, und der
Hebel 60 wird dadurch in seine Normalstellung zur Festlegung der Scheibe 63 zurückgeführt.
In ähnlicher Weise überwacht der andere ■ durch die Verschließeinrichtung 59 betätigte
Hebel 61 die Bewegung der Scheibe 63 in entgegengesetzter Richtung, um so die Einführung
einer Marke in den Ständer zu ermöglichen.
Der Markenständer besitzt -ferner eine drehbare Welle 71, die mit Scheiben 72 und
73 versehen ist, deren Bewegung durch eine polarisierte Verschließeinrichtung 74 ähnlich
der Einrichtung 59 überwacht wird. Dabei ist die Überwachungstätigkeit der Einrichtung
74 hinsichtlich der Drehung der Welle 71 ähnlich der bereits mit Bezug auf die
Verschließeinrichtung 59 der Welle 16 beschriebenen, indem der von der Verschließeinrichtung
74 erhaltene Strom der einen Richtung die Drehung der Welle. 71 in einer
Richtung gestattet, und umgekehrt.
Der Markenständer ist ferner mit einer weiteren Schloßwalze versehen, die in
Abb. 13 bei 75 angedeutet ist und auf einer Welle 76 (Abb. 14) sitzt. Diese trägt ein
Triebrad JJ, das mit einem Zahnrad 78 auf der Welle 71 in Eingriff steht, wobei die
Zahnradübersetzung annähernd 4 zu ι ist. Die Welle 76 trägt ferner eine Scheibe 79, in
der sich eine Kurvenrinne 80, 81 befindet. Mit dieser steht ein Stift oder Zapfen 82 in
Eingriff, der auf einem Schieber 83 sitzt. Auf diesem ist ein unter Federwirkung
stehender Hebel 84 drehbar angeordnet, der gewöhnlich mit einem Anschlag 85 in Beruhrung
steht.
Die Welle 16 ist ferner mit Schließdaumen 86, 87 versehen, und wenn die Scheibe 79 um
eine Winkelbewegung in entgegengesetzter Richtung zum Uhrzeiger so weit gedreht iao
worden ist, daß dies genügt, um zu veranlassen, daß ein Anzeiger 88 von der Stel-
lung ο auf die Stellung ι wechselt, so bewegt
der Stift 82 den Schieber 83 infolge des Jdingriffs
von Stift 82 mit dem Teil 81 der Kurvenrinne nach links. Dadurch wird das Ende
des Hebels 84 in die Bahn des Daumens 86 gebracht, so daß die Welle 16 nicht in der
Richtung des Uhrzeigers gedreht werden kann, die dem Herausziehen einer Marke aus
dem Ständer entspricht. Wenn aber die Welle 16 in der entgegengesetzten Richtung
durch Einführung einer Marke gedreht wird, wird die abgeschrägte Fläche des Daumens
86 mit der Unterseite des Hebels 84 in Berührung kommen und den letzteren so weit
drehen, bis er außer Berührung mit dem Daumen kommt.
Um die Annullierung einer Marke zu ermöglichen, sind folgende Anordnungen vorgesehen
:
Die Scheibe 79 trägt eine Reihe von Stiften 89, deren Zahl um eins geringer ist
als die größte Zahl von Marken, deren Ausgabe zulässig ist; bei der vorliegenden Ausführungsform
sind sechs solcher Stifte gezeigt. Der Abstand der Stifte 89 voneinander ist derart, daß die Winkelentfernung
zwischen den zwei Stiften an jedem Ende der Reihe gleich ist dem Dreifachen des Abstandes
zwischen zwei benachbarten Stiften. Der Zweck dieser Anordnung wird weiter unten beschrieben.
Bei 90 ist eine Kurbel drehbar angeordnet, die drei Arme 91, 92 und 93 besitzt. Der
Arm 91 hat ein keilförmig gestaltetes Ende,
das sich in die Bewegungsebene der Stifte 89 legen kann. Der Arm 93 ist mit einem angelenkten
Ende 94 versehen, das für gewöhnlich durch eine Feder in der Bewegungsbahn eines Stiftes 95 auf der Welle 72 gehalten
wird. Der Kurbelarm 92 ist mit dem einen Ende eines Gelenkarmes 96 verbunden, dessen anderes Ende mit der Welle 16 in
Verbindung steht. Dieses Ende des Gelenkarmes 96 ist geschlitzt, so daß eine Längsbewegung
des Armes ermöglicht wird. Die Nabe der dreiarmigen Kurbel ist mit Nuten 97, 98 versehen, in welche ein unter Federwirkung
stehender Stift 99 eintreten kann, so daß auf diese Weise die Kurbel in der
einen oder andern von zwei Stellungen durch die Wirkung des Stiftes 99 festgehalten
wird.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Um mit der »bedingten« Arbeit zu beginnen, wird eine Marke aus dem Ständer
durch die auf der Welle 16 sitzende Schloßwalze in der oben beschriebenen Weise
herausgezogen. Die so herausgezogene Marke wird in die auf der Welle 76 sitzende
Schloßwalze 75 eingeführt. Da Strom von geeigneter Polarität durch die drehbare Verschließeinrichtung
74 empfangen wird, so kann sich die Welle 71 infolge der Zahnradverbindung
zwischen den Wellen 76 und 71 in der Richtung des Uhrzeigers frei drehen.
Diese Drehung wird bewirkt durch Drehung der Schloßwalze 75 mit Hilfe einer Marke in
entgegengesetzter Richtung zum Uhrzeiger, bis die Anzeigenummer 1 auf dem Anzeiger
88 erscheint. Die Scheibe 72 wird so um i8o° gedreht und bringt die Ständer an den
beiden Enden des Streckenabschnitts in Phase zueinander, und zwar mit Hilfe des Kommutators 167 und seiner Kontaktfedern
168. Wenn man wiederum Strom von dem Ständer am andern Ende des Streckenabschnitts
überträgt, kann eine zweite nachfolgende Bewegung der Schloßwalze 75 ausgeführt werden, durch die der Anzeiger 88
auf die Nummer 2 gerückt wird. Diese Tätigkeit bringt die Instrumente wieder in Phase miteinander, wie ohne weiteres verständlich.
Jede dieser aufeinanderfolgenden, oben beschriebenen Betätigungen wird offenbar,
indem dadurch die Ständer in Phase miteinander gebracht werden, die Herausnahme einer Marke aus dem Instrument am
andern Ende des Streckenabschnitts ermöglichen.
Während der Drehung der Scheibe 79 von der Nummer 2 auf die Nummer 3 des Anzeigers
88 wird der erste oder linke Stift 89 mit dem keilförmigen Ende des Kurbelarms
91 in Berührung kommen, und es wird dadurch eine Drehung der Kurbel um ihren
Drehpunkt verursacht. In ihrer neuen Stellung wird die Kurbel durch den federnden
Stift 99 festgehalten. Das angelenkte Ende 94 des Kurbelarms 93 liegt nun in der Bewegungsbahn
des Stiftes 95 der Scheibe 72, und der Gelenkarm 96 wird entsprechend im Verhältnis zur Welle 16 verschoben. Ein
Vorsprung 100 auf dem Gelenkarm 96 ist derart angeordnet, daß er dadurch in die Bewegungsbahn
eines Stiftes 101 der Scheibe 63 kommt. Wird eine weitere Marke aus
dem Ständer am andern Ende des Streckenabschnitts entfernt, so kommen die beiden
Ständer wieder außer Phase miteinander, no und der auf die Verschließeinrichtung 74
übertragene Strom wird dann ermöglichen, daß der Anzeiger 88 um einen weiteren Schritt auf die Nummer 4 vorrückt. Während
dieser Bewegung wird der Stift 95 mit der abgeschrägten Kante der rechten Seite
des angelenkten Endes 94 von Kurbelarm 93 in Berührung stehen und dadurch das angelenkte
Ende 94 derart verschieben, daß der Stift daran vorbeigehen kann.
Kommen die so aus dem Ständer am entgegengesetzten Ende des Streckenabschnitts
herausgezogenen Marken beim Aufnahmeständer an, so werden sie in folgender Weise
in diesen zurückgeführt:
Phasenverschobener Wechselstrom wird der Verschließeinrichtung 59 zugeführt, die
nach Einführung einer der Marken in die mit der Welle 16 verbundene Schloß walze
eine Drehung dieser Welle um i8o° in entgegengesetzter
Richtung zum Uhrzeiger ermöglicht, wobei der Kommutator 70 so betätigt wird, daß die Markenständer in Phase
miteinander gebracht werden. Während dieser Drehbewegung steht der Stift 101 mit
dem Vorsprung 100 in Berührung und drückt den Gelenkarm 96 nach unten. Dadurch
wird die Kurbel so bewegt, daß sich das Ende 94 des Kurbelarms 93 aus der Bahn des
Stiftes 95 dreht, während gleichzeitig das Ende des Kurbelarms 91 in die Bewegungsbahn
der Stifte 89 tritt. Da nun der Verschließeinrichtung 74 gleichphasiger Strom übermittelt wird, so kann sich die Welle 71
in entgegengesetzter Richtung zum Uhrzeiger um ι So0 frei drehen, und diese Drehung
wird durch die Schlüsselmarke in der Walze 75 bewirkt. Die beiden Markenständer sind
nun außer Phase, und während der oben beschriebenen Bewegung wird der eine der Stifte 89 mit dem Ende des Kurbelarms 91 in
Berührung stehen und das Ende 94 des Kurbelarms 93 in die Bahn des Stiftes 95 bewegen.
Die oben beschriebene Arbeitsweise kann fortgesetzt werden, bis der Anzeiger 88 die Nummer 2 anzeigt. Dann bleiben nur
noch zwei Marken außerhalb des Ständers. Es ist zu beachten, daß keine den Stiften 89
entsprechenden Stifte für die beiden letzten Stufen der Rückwärtsbewegung des Anzeigers
88 vorgesehen sind.
Aus der oben gegebenen Beschreibung wird verständlich, daß bis zu dieser Arbeitsstufe
keine Marken in den Ausgabeständer zurückgeführt werden können oder, mit anderen
Worten, annuliert werden können, um so entsprechend die Anzeigevorrichtung des Empfangsinstruments
zurückzudrehen, da nach jedem vorangegangenen Schritt der Rückbewegung des Anzeigers 88 das Ende 94 des
Kurbelarms 93 mit dem Stift 95 in Beruhrung kam und so die Drehung der Wellen 71
und 76 verhinderte. Befindet sich aber der Anzeiger 88 in der durch die Nummer 2 angegebenen
Stellung, so wird der Kurbelarm 91 nicht betätigt, und wenn daher die vorletzte
Marke in den Aufnahmeständer zurückgebracht wird, so kann die letzte Marke in denjenigen Ständer zurückgebracht werden,
aus dem sie herausgezogen ist, und es wird gleichphasiger Strom dem andern Ständer
übermittelt, um eine Rückdrehung des Anzeigers 88 auf Null zu ermöglichen. Die beiden
Ständer sind nun außer Phase, und es kann die Marke in der Walze 75 entfernt
werden. Mit Hilfe des phasenverschobenen Stroms, der der Verschließeinrichtung 74 zugeführt
wird, kann diese Marke dann durch die Walze auf der Welle 16 in den Ständer
zurückgebracht werden. Die beiden Markenständer bfinden sich nun in ihren normalen
Verhältnissen entweder für »unbedingte« Arbeit oder für den Beginn »bedingter« Arbeit in jeder Richtung.
Es ist klar, daß man, statt Drehbewegungen für die verschiedenen Teile zu verwenden,
die Einrichtung auch so ausbilden kann, daß sie in der durch die Abb. 6 und 7 erläuterten
Weise arbeitet, die in geeignter Weise dann so abzuändern sind, daß zwei drehbare Verschließeinrichtungen
59 und 74 zur Anwendung kommen.
In manchen Fällen kann es wünschenswert sein, eine gewisse Zahl von Zügen zu annullieren,
indem man die bedingten Marken, die aus dem einen Ständer erhalten worden sind, zurückführt. In diesem Falle ist eine eleicirische
Verschließung zwischen den beiden bedingten oder zulässigen Walzen auf den Ständern an den Enden des Blockabschnitts
vorgesehen, und es wird für diesen Zweck Strom für die Betätigung aus einem Wechsel-Stromhandgenerator
oder einer sonstigen Stromquelle geliefert.
In den Abb. 16 bis 19 ist die Erfindung in
ihrer Anwendung auf einen Markenständer veranschaulicht, der für ein in einer einzigen
Richtung arbeitendes Markensystem geeignet ist. In diesem Falle sind zwei voneinander
unterschiedene Markenformen in jedem Bockabschnitt zu verwenden, nämlich je eine Form
für jede Fahrtrichtung innerhalb des Strekkenabschnitts. Nehmen wir einen Abschnitt
A-B an, so enthält das Α-Instrument eine Schloß walze 102 (Abb. 16 und 17) und das
B-lnstrument eine Schloßwalze 103 (Abb. 18
und 19). Die Marke für den AbschnittB-A ist bei 104 angegeben und die für den Ab-.schnitt
A-B bei 105. Beide Marken sind wesentlich voneinander verschieden. Die
A-B-Marke kann aus dem A-Instrument herausgezogen und in dieses zurückgeführt
werden; während sie aber auch in das B-Instrument eingeführt werden kann, kann sie
aus diesem nicht herausgezogen werden. Umgekehrt sind die Verhältnisse für die Marke
B-A. Man wird bemerken, daß zwei von den Nuten oder Einschnitten der Marken 104,
105 einander ähnlich sind, z. B. die Einschnitte, die bei 106 angegeben sind, während
die beiden andern Einschnitte so versetzt sind, daß die Einschnitte 107 einander ähnlich sind
und ebenso die Einschnitte 108. Die Zuhaltungsstifte
der Schloßwalzen, welche den Ein-
450515
schnitten io8 entsprechen, sind in dem Falle jeder der Walzen 102 und 103 weggelassen
und die Längen der Zwischenstifte in den Schloßwalzen sind derartig, daß, während die
Marke 104 in jede der Schlüsselöffnungen der Schloß walze 103 eingeführt werden kann und
dadurch die Schloßwalze für die Drehung frei legt, die Schlüsselmarke bei ihrer Einsetzung
in die untere Schlüsselöffnung der Schloßwalze 102 die Zuhaltungsstifte, die der
oberen Schlüsselöffnung entsprechen, nicht frei machen wird. Um jedoch die Drehung
der Schloß walze 103 zu ermöglichen, wenn die Schlüsselmarke 104 in sie eingeführt
wird, trotzdem die Zuhaltungsstifte dann nicht in geeigneter Weise betätigt werden, ist
eine flache Rinne 109 vorgesehen, so daß die Walze 103 bei Drehung in entgegengesetzter
Richtung zum Uhrzeiger den betreffenden Stift in seine geeignete Lage drücken wird.
Falls jedoch versucht wird, die Walze in entgegengesetzter Richtung zu drehen, so wird
der betreffende Stift die Walze geschlossen halten und so die Herausnahme der Marke
verhindern. Ähnliche Anordnungen sind für die Walze 102 getroffen, um die Einführung
der Marke 105 in den Markenbehälter durch diese Walze hindurch zu ermöglichen, aber
die Wiederausgabe dieser Marke zu verhindern.
Die Marken, deren Wiederausgabe in der oben beschriebenen Weise verhindert wird,
werden mit Hilfe von Magazinen den andern Markenständern wieder zugeführt, und eine
bevorzugte Ausführungsform eines für diesen Zweck geeigneten Magazins ist in den Abb. 20
und 21 veranschaulicht.
In diesen ist der Markenbehälter des Ständers bei 5 angedeutet. Daran ist ein Auslaß
110 angeordnet, der durch einen Bolzen 111
überwacht wird und seinerseits mit Hilfe eines Schlüssels 112 an dem tragbaren Magazin
113 freigegeben werden kann. Letzteres ist mit einer Auslaßöffnung 114 für die Marke
versehen, und diese Auslaßöffnung wird durch einen Bolzen 115 überwacht, der durch einen
Schlüssel 116 am Behälter 5 freigegeben werden kann.
In den Abb. 22 und 23 ist eine abgeänderte Anordnung zur Überwachung durch eine
polarisierte Verschließeinrichtung veranschaulicht, die an Stelle derjenigen der Abb. 6
und 7 benutzt werden kann.
In den Abb. 22 und 23 ist die Welle der Schloßwalze bei 16 angedeutet. Sie trägt
eine Schließscheibe 117 und eine Kurvenscheibe 118. Erstere ist mit Schließvorsprüngen
119 und schrägen Vorsprüngen 120 versehen,
die dazu dienen, die Schloßwalze in der einen Richtung zu drehen, wenn eine Marke
in den Ständer eingeführt wird. Bei 121 ist eine Kurbel drehbar angeordnet, die zwei
Arme 122 und 123 besitzt. Das eine Ende des Armes 122 trägt eine Rolle 124, die sich
in einer Kurvenrinne 125, 126 bewegen kann. .Bei 121 ist ferner ein zweiter Kurbelarm
drehbar angeordnet, der einen Schließvorsprung 127 besitzt, welcher seinerseits mit
den Vorsprüngen 119 und 120 in Eingriff
kommen kann. Die obere Kante des Kurbelarms 123 ist mit einem senkrechten Vorsprung
128 versehen, der einen Anschlag 129 besitzt. Die drehbare Verschließeinrichtung
30 ist an Stelle eines Hakens, wie er in der entsprechenden Einrichtung nach den Abb. 6
und 7 vorgesehen ist, mit einem Schwanzstück 130 versehen, an das ein wagerechter Schubarm
angelenkt ist, dessen freies Ende 132 von dem Kurbelarm 123 getragen wird. Wird ein
Versuch gemacht, die Welle 16 in der Riehtung des Uhrzeigers zu drehen, die der
Herausnahme der Marke entspricht, und zwar entweder wenn die Einrichtung 30 nicht erregt
ist oder wenn sie durch phasenverschobenen Strom erregt ist, so wird der Vorsprung
119 mit dem Vorsprung 127 in Eingriff kommen und eine solche Drehung
verhindern. Bis zu einem gewissen Betrag ist jedoch eine freie Drehbewegung zulässig, ehe diese Arretierwirkung eintritt,
und während dieser Bewegung wird die Rolle 124 in der Kurvennut 125 wandern
und dadurch die Kurbelarme 122, 123 in entgegengesetzter
Richtung zum Uhrzeiger diehen. Wenn jedoch Strom von richtiger Polarität in der Verschließeinrichtung 30
empfangen wird, so wird das Schwanzstück 130 nach links bewegt, und das Ende 132 des
Armes 131 wird zwischen den Kurbelarm 123
und den Anschlag 129 eingeschoben. Bei der ioo Aufwärtsbewegung des Kurbelarms 123 wird
so der Schließ vor sprung 127 mitgenommen und außer Berührung mit dem Schließvorsprung
119 gebracht. Die Welle 16 kann sich so frei drehen, und gegen das Ende ihrer
Drehbewegung wird die Kurvenrinne 126 den Stift 124 betätigen und dadurch den Schließvorsprung
127 in seine Schließstellung zurückführen. Wird eine Marke in den Ständer
zurückgebracht, so wird die Drehung entgegen der Welle 16 entgegen der Richtung des
Uhrzeigers frei ermöglicht, und zwar mit Hilfe der schrägen Vor Sprünge 120 und der
Schrägüäche des Vorsprungs 127.
In Fällen, in denen es nötig ist, die Zurückbringung einer Marke in den Ständer zu überwachen,
wie bei »bedingtem« Arbeiten, wer' den zwei Sätze von Schließ scheiben und
-daumen mit einer doppelten drehbaren Verschließeinrichtung vorgesehen, wie ohne weiteres
verständlich.'
Wie oben auseinandergesetzt, können Mar-
ken von der gemäß der Erfindung vorgeschlagenen Form angewandt werden, um verschiedene
Hilfselemente oder -vorrichtungen in Verbindung mit der Überwachung des Zug-Verkehrs
zu überwachen oder freizugeben, und insbesondere können Anordnungen angewandt werden, um die Markenständer für
kurze Blockabschnitte auszuschalten. Eine Form eines Überwachungsinstruments für
ίο eine Zwischenstation in Systemen dieser Art
ist in den Abb. 24 und 25 veranschaulicht, in denen der Markenständer eine Schloßwalze
133 besitzt, die zur Aufnahme der Marken aus dem zur linken neben der Zwischenstation
gelegenen Abschnitt geeignet ist, während eine Schloß walze 134 zur Aufnahme der
Marken aus dem zur rechten gelegenen Abschnitt dient. Ein Handhebel 135 ist vorgesehen,
der mechanisch mit dem Stellwerk für die Weichen und Signale an den Zwischenstationen
verbunden ist. Schalterkontakte 136 dienen zur Unterbrechung der Drahtleitung
für die durchgehenden Markenständer für die Tagesarbeit, und ein vorstehender Kontakt
137 ist vorgesehen, um in Verbindung mit den Marken in einer der Schloßwalzen 133
bzw. 134 zu arbeiten.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Um vom Arbeiten über einen kurzen Abschnitt zu dem über einen langen Abschnitt
umzuwechseln, wird die geeignete Marke in die Schloß walze 134 gesteckt und die letztere
mit Hilfe der Marke gedreht. Angenommen, daß die Weichen in geeigneter Weise gestellt
sind, kann nun der Handhebel 135 zur öffnung der Signale umgelegt werden, und es
kann dann die Schloß walze 134 vollständig gedreht werden. Diese letztere Bewegung bewirkt,
daß die Schloß walze 134 mit den darin enthaltenen Marken selbsttätig verschlossen
wird und den Brückenkontakt 137 schließt, der mit den Kontakten 136 zusammenwirkt.
Um das System wieder auf Kurzstreckenarbeit einzurichten, wird eine der Schloßwalze
133 entsprechende Marke beschafft und in die Schloßwalze gesteckt, deren Drehung einen
Hebel 138 betätigt. Dadurch werden die Schalterkontakte 136 und 137 außer Berührung
gebracht und die Schloßwalze 134 freigegeben, die dann um die Hälfte ihrer früheren
Bewegung zurückgedreht werden kann. Sind die Signale auf »Gefahr« zurückgestellt, so
wird die Schloßwalze 134 für die Vollendung ihrer Bewegung freigegeben, und die Marke
kann nun aus der Schloßwalze 133 entfernt und in den Markenständer zurückgebracht
werden. Die Marke in der Walze 134 kann ebenfalls daraus entfernt und in der gleichen
Weise zurückgebrächt werden.
In den Abb. 26 und 27 ist der an den Endstationen des Abschnitts benutzte Markenständer
veranschaulicht. Dieser besitzt eine Schloß walze 139, die beim Arbeiten über den
kurzen Abschnitt in der gezeigten Stellung gesichert ist und eine Marke aus den Ständern
für den langen Abschnitt enthält. Zur Erlangung dieser Marke zwecks Beginn der Arbeit auf dem langen Abschnitt wird eine
Marke aus dem Markenständer des kurzen Abschnitts an dieser Station beschafft, in eine
andere Schloßwalze 140 des Ständers gesteckt, und es wird darauf diese Schloßwalz"e gedreht.
Die Drehung der Schloßwalze 140 befreit mechanisch die Schloßwalze 139, obwohl diese
noch elektrisch durch eine drehbare Verschließeinrichtung 141 festgehalten wird, die
in Verbindung mit einer Schließscheibe 142 wirkt. Um die elektrische Freigabe der
Schloßwalze 139 zu erreichen, wird Strom von dem Markenständer am andern Ende des
Abschnitts übermittelt, vorausgesetzt, daß jede Zwischenstation eine Marke für kurzen
Abschnitt in ihrem Ständer besitzt und daß infolgedessen die abschnittweise Drahtleitung
gschlossen ist. Die Schloßwalze 139 kann nun gedreht werden, und es wird dadurch die
Marke für den kurzen Abschnitt in der Walze 140 festgeschlossen und die andere Marke
freigegeben. Bei der umgekehrten Betätigung wird die Marke für den langen Abschnitt in
die Walze 139 eingesteckt und die letztere gedreht, wodurch sie mit Hilfe der Verschließeinrichtung
141 selbsttätig wieder verschlossen wird, während die Walze 140 zur Drehung
in umgekehrter Richtung freigegeben wird, so daß dadurch die Marke für den kurzen Abschnitt
befreit wird.
In den Abb. 28 und 29 ist der Erfindungsgegenstand in seiner Anwendung auf eine
Vorrichtung zur Überwachung einer Drehbrücke in einem eingleisigen Abschnitt veranschaulicht.
In diesem Falle enthält der Linienstromkreis des Markenständers einen Kommutator 142, dessen Anordnung derart
ist, daß, wenn die Drehbrücke geschlossen und festgelegt ist, so daß der Verkehr über die
Brücke stattfinden kann, der Kommutator 142 den Linienstromkreis schließt. Zur Benutzung
der Brücke muß eine besondere Marke, die für gewöhnlich in einer Schloßwalze 143 verschlossen
ist, erlangt werden. Diese Walze wird durch eine drehbare Verschließeinrichtung 144 elektrisch gesichert, die eine Schließscheibe
145 auf der Welle der Schloßwalze 143 überwacht. Es ist wesentlich, daß vor
Erlangung der Marke aus der Walze 143 die Strecke frei ist, und daß alle Marken sich in
den Markenständern befinden. Unter diesen Bedingungen wird Strom von jedem Markenständer
übertragen, so daß, wenn eine von Hand betätigte Welle 146 in der Richtung des
iö
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Uhrzeigers gedreht wird, um die Welle der Schloßwalze 143 mechanisch freizugeben,
Strom an zwei voneinander unabhängige Windungen der Verschließeinrichtung 144 geliefert
wird. Sind diese Ströme von der geeigneten Polarität oder, mit andern Worten, ist die Strecke frei, so wird die elektrische
Freigabe der Schloßwalze 143 vervollständigt, und diese kann zur Befreiung der besonderen
Marke gedreht werden. Diese Bewegung dient zur Rückschließung der Welle 146 mit dem
Ergebnis, daß der Streckenstromkreis für den Markenständer unterbrochen bleibt. Ist die
Drehbrücke in ihre normale Lage zurückgekehrt und in geeigneter Weise gesichert, so
kann die besondere Marke in die Schloßwalze' 143 zurückgeführt werden, und die Drehung
dieser Walze bewirkt dann, daß sie durch die Verschließeinrichtung 144 wieder selbsttätig
verschlossen wird. Die Welle 146 kann dann in ihre Normalstellung zurückgebracht werden,
um den Streckenstromkreis für den Markenständer zu schließen.
Bei allen Markenständern ist es üblich, irgendeine Form eines Stromanzeigers zu
haben, und gemäß einem weiteren Merkmal vorliegender Erfindung sind Anordnungen dieser Art vorgesehen, bei denen die Richtung
des Zugverkehrs an jedem Ständer angegeben wird, d. h. im Falle ein Zug von einer
Station A abgeht und nach einer Station B fährt, würde der Anzeiger an dem A-Instrument
angeben »Zug fährt nach B«, und der Anzeiger an dem B-Instrument würde angeben »Zug kommt von A«, woraus zu
schließen ist, daß eine dieser Zugbewegung entsprechende Marke ausgegeben worden ist.
Würde an keinem Markenständer eine Marke ausgegeben sein, so würden beide Anzeiger
angeben »Strecke frei«.
Mechanisch betätigte Anzeiger dieser Art sind schon früher benutzt worden; gemäß vorliegender
Erfindung werden diese Anzeiger aber elektrisch betätigt, und eine bevorzugte Konstruktion des Anzeigers soll nun unter
Bezugnahme auf die Abb. 30 bis 33 der Zeichnungen beschrieben werden.
Gemäß dieser Abbildungen besitzt der Anzeiger eine Vorderplatte 147, die mit zwei
öffnungen oder Fenstern 148, 149 versehen
ist, deren ersteres abwechselnd die Angaben »Marke herein« und »Marke heraus« freilegt,
und deren letztere die Anzeigen »Strecke frei«, »Zug kommend« und »Zug gehend« freilegt. Unmittelbar hinter der Vorderplatte
147 ist eine Fahne 150, 151 angeordnet, die
um einen Drehpunkt 152 gedreht werden kann. Eine zweite Fahne 153 ist ebenfalls
um 152 drehbar vor den Fahnen 150, 151 angeordnet.
Der Teil 151 der rückwärtigen Fahne trägt die Angaben »Marke herein« und
»Strecke frei«, die für gewöhnlich durch die Öffnungen 148 bzw. 149 sichtbar sind. Der
andere Teil 150 der Fahne trägt die Angaben »Marke heraus«, »Zug kommend« und ist für
gewöhnlich nicht sichtbar. Die Fahne 150 ist mit einemAusgleichsarm 154 versehen, und die
andere Fahne 153 trägt die Angaben »Marke heraus«, »Zug gehend« und wird für gewöhnlich
in unsichtbarer Lage gehalten, und zwar mit Hilfe einer Nut in einem Kurbelarm 155,
die mit einem Stift 156 an einem Hebel 157 in Eingriff steht, welch letzterer das eine Ende
der Fahne 153 trägt. Der Kurbelarm 155 ist bei 158 drehbar angeordnet und mit einem
andern Arm 159 verbunden. Ein drehbarer Anker 160 ist vorgesehen, der durch eine
polarisierte elektromagnetische Einrichtung 161 betätigt werden kann. Die Welle des
Ankers 160 trägt die Fahne 150, 151 und den
Ausgleichsarm 154. Ist eine Marke aus dem Ständer am andern Ende des Abschnitts entnommen,
so durchfließt der Läutesignalstrom, der aus diesem letzteren Ständer erhalten
wird, die Erregerspulen der elektromagnetisehen Einrichtung 161, und es wird dadurch
der Anker 160 gedreht, so daß der Teil 150
der Fahne durch die öffnungen 148, 149
sichtbar wird. Wird die Marke in einen der Ständer eingelegt und befinden sich so die
beiden Ständer in gleicher Phase, so würde der empfangene Strom entgegengesetzte Richtung
zu dem obenerwähnten haben und würde den Anker in entgegengesetzter Richtung drehen, so daß der Teil 151 der Fahne siehtbar
werden würde. Ein zweiter drehbarer Anker 162 ist vorgesehen, der einen mit einem
Stift 164 versehenen Arm 163 betätigen kann. Die Bewegung dieses Ankers wird durch eine
elektromagnetische Einrichtung 165 überwacht, deren Erregerwicklung in Reihe mit
der Spule verbunden ist, welche die Freigabe der Marken aus diesem Ständer überwachen.
Die Auswärtsbewegung des Stiftes 164 bewirkt, daß dieser mit dem Kurbelarm 159 in
Berührung kommt und dadurch der Kurbelarm 155 derart gedreht wird, daß er außer
Berührung mit dem Stift 156 kommt. Die Fahne 153 kann infolgedessen unter der Wirkung
ihres Eigengewichts fallen, so daß ihre Angaben durch die Öffnungen 148 und 149
sichtbar werden. Die Stromzufuhr zu der elektromagnetischen Einrichtung 162, 165
wird unter folgenden Bedingungen, bewerkstelligt:
Gleichphasiger Strom, der von dem andern Ständer erhalten wird, durchfließt die Erregerspule
der elektromagnetischen Einrieb·' tung 165 bei Beginn der Freigabe einer
Marke, dreht aber den Anker 162 nicht. Bei Vollendung der Bewegung der Schloßwalze
des Ständers wird jedoch die Polarität des
empfangenen Stromes umgekehrt, und es wird der Anker 162 gedreht, so daß er in der oben
beschriebenen Weise arbeitet. Die Fahne 153
ist mit einer vorstehenden Lippe 166 versehen, die für gewöhnlich mit der Oberkante der
Fahne 150, 151 in Berührung steht, so daß
beim Fallen der Fahne 153 auch die Fahne 150, 151 mitgenommen wird, deren Angaben
jedoch nicht sichtbar werden. Sind die Ständer infolge der Einsetzung einer Marke in
einen Rahmen wieder gleichphasig gemacht, so fließt gleichphasiger Strom durch die Erregerspule
der elektromagnetischen Einrichtung 161 und dreht dadurch deren Anker 160.
Infolge der Anordnung der vorstehenden Lippe 166 wird auch die Fahne 153 in ihre
Normalstellung gebracht, und da der Hebel 159 fallen kann, wird der Hebel 155 mit dem
Stift 156 in Berührung gebracht, so daß die Fahne 153 in ihrer oberen oder unsichtbaren
Lage gehalten wird, während sich die Fahne 150, 151 in ihrer Normalstellung befindet.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Überwachungseinrichtung für Eisenbahnverkehr mit Zugmarken, wobei jede der benutzten Marken ganz oder teilweise die Form eines Schlüssels besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlüssel oder Schlüsselteil der Marke so angeordnet ist, daß er in eine entsprechende mit Zuhaltungsstiften versehene Schloßwalze eines Markenständers eingesetzt werden kann, wodurch diese Schloßwalze für die Drehung freigegeben wird, so daß dadurch die Einführung oder Entnahme der Marke in bzw. aus dem Markenständer erfolgen kann.
- 2. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schloß walze mit zwei diametral angeordneten Schlüssellöchern versehen ist, deren jedes Zuhaltungsstifte besitzt, wobei die Stifte in dem nicht von einer Marke besetzten Schlüsselloch derart angeordnet sind, daß sie mit Hilfe von Zwischenstiften die Freigabe der Schloßwalze ermöglichen, wenn eine Schlüsselmarke in die andere Stellung eingeführt wird.
- 3. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch ι und 2 für unbedingte Arbeitsweise, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schloßwalze sowohl elektrisch als auch mechanisch überwacht wird.
- 4. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch ι und 2 für bedingte Arbeitsweise, gekennzeichnet durch zwei zusammenwirkende Schloß walzen, die sowohl elektrisch als auch mechanisch überwacht werden.
- 5. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch ι und 2 für nach einer einzigen Richtung arbeitende Zugmarkensysteme, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Markenständer eine Schloßwalze besitzt, die zur Drehung nach jeder von beiden Riehtungen zwecks Ermöglichung der Einführung oder Herausnahme der Marke für die eine Fahrtrichtung geeignet ist und ferner zur Freigabe für die Drehung in der Richtung lediglich für Einführung einer Marke durch die Marke für die entgegengesetzte Fahrtrichtung.
- 6. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Annullierung einer Einzelmarke vorgesehen ist.
- 7. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Markenständer mit einem Dreistellungsanzeiger versehen ist.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB453515X | 1925-05-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE453515C true DE453515C (de) | 1927-12-13 |
Family
ID=10436895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER67581D Expired DE453515C (de) | 1925-05-18 | 1926-05-18 | UEberwachungseinrichtung fuer Eisenbahnverkehr mit Zugmarken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE453515C (de) |
-
1926
- 1926-05-18 DE DER67581D patent/DE453515C/de not_active Expired
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