DE533052C - Markenstaender fuer unbedingte Arbeitsweise bei Eisenbahn-Blockwerken nach Art der Zugstabsicherung - Google Patents

Markenstaender fuer unbedingte Arbeitsweise bei Eisenbahn-Blockwerken nach Art der Zugstabsicherung

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DE533052C
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    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/22Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in two directions over the same pair of rails
    • B61L23/24Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in two directions over the same pair of rails using token systems, e.g. train staffs, tablets

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft einen Markenständer für Eisenbahn-Blockwerke, insbesondere eine solche Einrichtung, daß die für die sogenannte unbedingteArbeitsweise (unbedingte Blockung) eingerichteten normalen Apparate leicht geändert werden können, so daß sie nach Bedarf sowohl nach dem System der unbedingten wie der bedingten Blockung betätigt werden können, indem es ermöglicht wird, daß jede beliebige Anzahl Marken ausgelöscht, d. h. in den Markenständer wieder eingesetzt werden, nachdem sie herausgenommen worden sind. Dabei soll die normale Arbeitsweise des Markenständers nicht beeinträchtigt werden.
Das Hauptmerkmal der Erfindung besteht darin, daß eine zusätzliche Regelung für die Ausgabe von Marken aus dem für unbedingte Arbeitsweise eingerichteten, an sich bekannten Markenständer vorgesehen ist und eine zusätzliche Überwachungseinrichtung mit dem normalen Markenständer verbunden ist, so daß ein wahlweises Arbeiten der Blockapparate nach der bedingten oder unbedingten Arbeitsweise ermöglicht wird.
Weitere Erfindungsmerkmale betreffen die verbesserte Konstruktion einer Reihe von Teilen der Einrichtung.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung erläutert, und zwar an Hand eines Marken-Ständers der bekannten Bauart, bei dem das Einsetzen von Marken (Stäben) in den Markenständer und ihre Herausnahme aus ihm durch eine Reihe von Scheiben überwacht wird, die mit einer mechanischen und elektri- -35 sehen Schließeinrichtung in.-. Verbindung stehen.
Abb. ι zeigt eine Vorderansicht eines Teiles eines Markenständers nebst Marken-Überwachungseinrichtung.
Abb. 2 ist ein Grundriß zu Abb. 1.
Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch einen Teil der Vorrichtung nach Abb. 1 und 2.
Abb. 4, 5 und 6 sind Vorderansicht, senkrechter Schnitt und Grundriß der Überwachungseinrichtung für bedingte Arbeitsweise.
Abb. 7 zeigt einen Teil der Einrichtung nach den Abb. 4 bis 6.
Abb. 8 und 9 geben den senkrechten Schnitt und den Grundriß eines Markenständers mit einer abgeänderten Verschließeinrichtung wieder.
Abb. 10, 11 und 12 zeigen Vorderansicht, Seitenansicht und Grundriß einer weiteren Ausführungsform der Verschließeinrichtung. ·
Abb. 13, 14 und 15 zeigen eine vierte Aus führungsform der Verschließeinrichtung.
Abb. 16, 17, 18 und 19 zeigen die Art der Befestigung der Spindeln des Markenständers Abb. 20 und 21 sind Seiten- und Vorderansicht des Ausschalters.
Abb. 22 und 23 zeigen Schnitte in verschiedenen Ebenen durch den Schalter und den Schaltkasten des Markenständers. Abb. 24 ist eine Seitenansicht zu Abb. 22 und 23.
Nach Abb. 1, 2 und 3 ist die übliche öffnung i, durch die die Marken in den Kopf 2 des Markenständers eintreten oder ihn verlassen, mit einem Schieber 3 versehen, der in seiner normalen Stellung den Ein- und Austritt von Marken verhindert, indem er sich gegen die Ringe oder Bunde auf den Marken anlegt. Für gewöhnlich wird der Schieber 3 eo am Zurückziehen durch einen kleinen, senkrecht angeordneten Riegel 4 gehindert, dessen unteres Ende drehbar bei 5 am Rahmen des Markenständers gelagert ist. Der mittlere Teil des Riegels 4 kann, wie Abb: 3 zeigt, in einen Schlitz des Schiebers 3 einfallen. Das obere Ende des Riegels 4 ist durch Bolzen und Langloch 6 mit dem Rotor 7 einer polarisierten elektrischen Verschließeinrichtung 8 verbunden. Wenn die Erregerspule der elektrischen Verschließeinrichtung 8 »außer Phase«-Strom erhält, dann wird der Riegel 4 um seinen Drehpunkt 5 verdreht und aus dem Schlitz des Schiebers· 3 herausgezogen. Der Schieber 3 kann dann zurückgezogen werden, so daß er das Einsetzen oder Herausnehmen von Marken zuläßt. Die vordere Sperrscheibe 9, die in der üblichen Weise beim Herausnehmen oder Einsetzen einer Marke um 900 gedreht wird, ist mit vier Löchern. 10 in gleichem Abstande versehen. Das eine oder andere dieser Löcher liegt gegenüber einem Pflock oder Bolzen 11, der am einen Ende einer Drucktaste 12 sitzt. Mit dem anderen Ende der Drucktaste 12 ist ein Bolzen oder eine Spindel 13 verbunden, die in geeigneten Führungen 14 längsbeweglich ist. Eine den Bolzen 13 umgebende Schraubenfeder 15 (hält den Bolzen für gewöhnlich in einer solchen Stellung, daß der Bolzen 11 an der Drucktaste 12 aus dem Loch 10 in der Sperrscheibe 9 herausgezogen ist.
Die Drucktaste 12 und der Bolzen 13 können nach innen bewegt werden mittels eines Knopfes 16, der in der Mitte der Drucktaste 12 angeordnet ist. Hierdurch gelangt der Bolzen 11 in das Loch 10, wenn diese Bewegung ermöglicht ist. Der Bolzen 13 trägt einen Anschlag 17, der in der normalen oder äußeren Stellung des Bolzens 13 das obere Ende des Riegelsi 4 berührt und somit das öffnen des Schiebers 3 verhindert. Wird der Knopf 16 gedrückt, dann bewegt sich der Anschlag 17 am Bolzen 13 vom Riegel 4 fort, so daß der Riegel freigegeben wird und vom Rotor 7 der elektrischen Verschließeinrichtung 8 betätigt werden kann.
Durch die Bewegung des Bolzens 13 nach innen werden Stromschlußstücke 18 zur Berührung gebracht, die die zum Markenständer führende Streckenleitung mit der Erregerspule der elektrischen Verschließ einrichtung 8 verbinden. Fließt durch die Streckenleitung »außer Phase«-Strom, dann betätigt der Rotor 7 der elektrischen Verschließeinrichtung den Riegel 4 und gibt somit den Schieber 3 frei, der dann zwecks Herausnahme einer Marke zurückgezogen werden kann.
Die auf diese Weise entnommene Marke ist eine Marke, die vorher zur öffnung im Kopf 2 des Markenständers gebracht wurde; denn die Bewegung des Knopfes ιό nach innen verhindert die weitereDreihung der Sperrscheibe 9 durch das Wirksamwerden des Bolzens 11. Die Bolzen Ii und 13, die Drucktaste 12 und der Riegel 4 werden in der Stellung, in der sie bewegt worden sind, gehalten, bis der Schieber 3 in seine Normalstelking zurückkehrt.
Durch die beschriebene Einschaltung der Stromschlußstücke 18 wird die Richtung des Stromes umgekehrt, der von der üblichen elektrischen Verschließeinrichtung des Markenständers durch die Streckenleitung fließt; der Stromkreis dieser Schließeinrichtung und der Sendestromkreis des Generators oder der Batterie wird unterbrochen, solange sich der Knopf 16 in seiner inneren Stellung befindet. Die Überwachungseinrichtung für bedingte Arbeitsweise nach Abb. 4 bis 7 enthält eine too waagerechte Spindel 19, die in geeigneten Lagern 20 im Rahmen oder Gehäuse 21 gelagert und mit einem Drehknopf 22 versehen ist. Fest verbunden "mit der Spindel 19 ist eine senkrechte Scheibe 23, die mit einer Nut oder Aussparung versehen ist. In diese Aussparung greift für gewöhnlich ein waagerecht verschiebbarer Bolzen 24 (Abb. 7) ein, der mit dem Anker .eines Wechselstrom-Elektromagneten 26 verbunden ist.
Parallel zur Spindel 19 ist eine zweite Spindel 27 angeordnet, die gegen eine Feder 29 mittels des Knopfes 28 axial nach innen bewegt werden kann. Die Spindel 27 trägt einen Arm 30, der in der gezeichneten normalen oder äußeren Spindelstellung den Anker 215 des Elektromagneten 26 berührt und diesen in einer Stellung hält, bei der der Bolzen 24 die Scheibe 23 gegen Drehung sichert.
Die Spindel 27 schaltet ferner eine Reihe von Stromschlußstücken 31 beim letzten Teil hrer Bewegung nach innen und verbindet da-
durch die Streckenleitung mit der Primärwicklung eines nicht gezeichneten Transformators, dessen Sekundärwicklung mit der Erregerspule des Elektromagneten 26 verbunden ist. Auf der Spindel 19 sitzt eine zweite Scheibe 32 mit einer Aussparung 33 am Umfange. Wenn die Scheibe 32 mittels der Spindel 19 um 900 im Uhrzeigersinn gedreht ist, liegt die Aussparung 33 dem verjüngten Ende 34 einer waagerechten Stange 35 gegenüber, die in einer Führung 36 verschiebbar gelagert ist. Das andere Ende 37 der Stange 35 ist ebenfalls verjüngt und liegt in einer entsprechenden Aussparung 38 einer Scheibe 39. Diese Scheibe 39 sitzt auf einer zu den anderen Spindeini 19 und 27 parallelen dritten Spindel 40. Die Drehung der Spindel 19 um 900 im Uhrzeigersinn ermöglicht die Drehung der dritten Spindel 40, da dann das Ende 37 der waagerechten Stange 35 aus der Aussparung 38 in der Scheibe 39 herausgeiangen und das aridere Ende 34 in die Nut 33 der Scheibe 32 eintreten kann.
Die Spindel 40 kann mittels einer vierten Spindel· 41 gedreht werden, die parallel zu den anderen Spindeln angeordnet und mit der Spindel 40 durch Untersetzungszahnräder 42 mechanisch derart gekuppelt ist, daß bei einer Umdrehung der Spindel 41 die Spindel 40 eine halbe Umdrehung ausführt. Die Spindel 41 ist mit einem Drehknopf 43 versehen, mittels dessen sie vom Bedienungsmann gedreht werden kann, so daß die Spindel· 40 um einen entsprechenden Betrag gedreht wird. Mit der Spindel 41 ist eine Scheibe 44 fest verbunden, die mit vier Ansätzen 45 versehen ist. Gegen diese kann sich ein Gabelstück 46 anlegen, das auf dem Rotor einer polarisierten elektrischen Verschließeinrichtung 47 sitzt. Wenn »in Phase«-Strom oder >*außer P'hase«-Strom der Erregerspuleder Verschließeinrichtung 47 zugeführt wird, kann die Spindel 41 in der einen bzw. anderen Richtung um 900 gedreht werden, worauf die Ansätze 45 an der Scheibe 44 wieder mit dem Gabelstück 46 zur Berührung kommen und dieses in seine normale oder entregte Stellung bewegen, bei der die weitere Drehung der Spindel 41 in beiden Richtungen verhindert wird. Wenn die Erregerspule der Verschließeinrichtung 47 Strom von der entgegengesetzten Polarität erhält, kann dieSpindel· 41 in der umgekehrten Richtung um 900 gedreht werden.
Im Stromkreise der Erreger spule der Ver-Schließeinrichtung 47 liegen Kontaktfedern 48, die durch entsprechende Kontakte 49 auf einer Kommutator trommel 50 verbunden werden können. Der Kommutator 50 sitzt auf einer Spindel 51, die zwecks Vervollständigung des Stromkreises der Erregerspuie mitteis einer Taste 52 verstellt wird. Mit der Spindel 51 ist ein Arm 53 verbunden, an dessen äußerem Ende eine Einkerbung 54 vorgesehen ist, in die ein Vorsprung 55 am Rotor der Verschließeinrichtung 47 eingreifen kann, so daß die Bewegung des Rotors aus der gezeichneten normalen Stellung heraus verhindert wird, bis die Taste 52 herabgedrückt wird.
Die Versteüung der Kommutatortrommel 50 durch Herabdrücken der Taste 52 dient zur Verbindung der Streckenleitung mit der Erregerspule· der Verschließeinrichtung 47 und zum Öffnen des Sendestromkreises des Markenständers. Solange der Rotor der Verschließeinrichtung eine andere als seine normale oder entrsgte Stellung einnimmt, wird die Tastei52, wenn sie herabgedrückt ist, mechanisch an der Rückkehr in ihre Normalstellung durch den Arm 53 gehindert. Wenn die Spindel 41 nicht gegen Drehung gesichert 8c ist, kann demnach die Taste 52 nicht in die Normalsteüung zurückkehren, der Sendestromkreis ist infolgedessen unterbrochen.
Auf der Spindel 40 ist ferner eine Zeigerscheibe 56 befestigt, die eine Reihe von Ziffern von ο bis 7 trägt, die durch ein geeignetes Fenster oder eine Öffnung 57 im Gehäuse sichtbar werden. Wenn die Spindel 41 fortlaufend um 900 gedreht wird, werden nacheinander die Ziffern auf der Zeigerscheibe sichtbar.
Die Spindel 40 ist ferner mit einer Kommutatortrommel 58 ausgerüstet, auf der sich Kontakte 59 befinden, die mit entsprechenden festen Kontaktfedern 60 zur Berührung kommen können. Bei den aufeinanderfolgenden Drehungen der Spindel 40 wird die Verbindung zwischen der Erregerspule der elektrischen Verschließeinrichtung 47 und der Streckenleitung umgekehrt.
Die Wirkungsweise ist folgende. Bei der unbedingten Arbeitsweise erhält man eine Marke aus dem Markenständer in der üblichen Weise. Wenn jedoch die so erhaltene Marke in diesen Markenständer oder in den entsprechenden Markenständer am anderen Ende des Streckenabschnittes eingesetzt werden soll, muß »außer Phase«-Strom vom Markenständer am entgegengesetzten Ende des Streckenabschnittes gesandt werden, damit der Schieber 3, der die Öffnung 1 zuhält, ausgehst und zurückgezogen werden kann.
Bei der bedingten Arbeitsweise zwischen zwei Stationen A und B, die beide einen Markenständer der üblichen Bauart haben, der mit der zusätzlichen oben beschriebenen Überwachungseinrichtung ausgerüstet ist, müssen die Markenständer zunächst in Phase sein, d. h. es dürfen bei keinem Markenständer Marken fehlen.
Will man eine Marke vom Markenständer A
entnehmen, dann wird zunächst Wechselstrom über die · Streckenleitung von A nach B gesandt. Der Bedienungsmann bei B drückt mittels des Knopfes 28 die Spindel 27 nach innen und stellt dadurch an den Kontakten 31 den Stromkreis zum Elektromagneten 26 her. Wenn auf diese Weise der Elektromagnet 26 vom Wechselstrom aus der Streckenleitung über den oben beschriebenen Transformator erregt ist, wird der Anker 25 angezogen und der Bolzen 24 waagerecht bewegt, so· daß eine Aussparung· 61 (Abb. 7) gegenüber der Kante der Scheibe 23 zu liegen kommt. Nunmehr kann der Bedienungsmann bei B die Spindel 19 der Überwachungseinrichtung um 900 im Uhrzeigersinn drehen. Wenn der Bedienungsmann den Knopf 28 losläßt, sucht die Feder 29 die Spindel 27 in ihre Normalstellung zurückzuführen. Die völlige Rückkehr hierhin wird jedoch durch die Berührung zwischen dem Bolzen 24 und der Scheibe 23 verhindert; der Stromkreis des Elektromagneten 26 wird also an den Kontakten 31 unterbrochen.. Durch die Drehung der Spindel 19 werden auch Stromschlußstücke, die auf einer auf der Spindel 19 sitzenden Kommutatortrommel 62 angeordnet sind, außer Berührung mit festen Kontaktfedern 63 gebracht, so daß der Stromkreis der Erregerspule 8 der polarisierten elekirischen Verschließeinrichtung bei B an den Kontaktfeden 63 unterbrochen und somit die Entnahme von Marken aus diesem Marken-Ständer verhindert wird.
»In Phase«-Strom wird nun von A nach B gesandt, um die Verschließeinrichtung 47 zu erregen und so die Spindel 41 des Markenständers B freizulegen, nachdem die Taste 52 herabgedrückt ist. Wenn die Spindel 40 durch die Drehung der Spindel 19, nach weleher sich der Stab 35 in der beschriebenen Weise bewegen kann, freigegeben ist, dreht der Bedienungsmann die Spindel 41 mittels des Knopfesi43 um 900 im Uhrzeigersinn. Es erscheint dann im Fenster 57 die Ziffer 1 auf der Anzeigescheibe, die mit der Spindel 40 verbunden ist. Durch diese Drehung der Spindel 40 wird die Spindel 19 in ihrer neuen Stellung durch den sich verschiebenden Stab 35 festgelegt. Die entsprechende Drehung der Spindel 40 kehrt die Verbindung zwischen der Erregerspule der Verschließeinrichtang47 und der Streckenleitung an den Kontaktfedern 60 um.
Der Bedienungsmann bei B sendet dann »in Phase«-Strom nach A, so daß der normale Teil des Markenständers in der Weise betätigt wird, daß der Bedienungsmann bei A eine Marke in den Kopf des Markenständers bringen kann. Die endgültige Entnahme der Marke wird jedoch durch den Schieber 3 verhindert, der die Öffnung 1 zuhält.
Die Einführung der Marke in den Kopf des Markenständers hat die Umkehrung der Verbindungen der Erregerspule 8 der den Schieber 3 überwachenden Schließeinrichtung zur Folge, so daß durch Drücken des an der waagerechten Taste 12 angebrachten Knopfes 16 der Schieber 3 freigegeben wird und herausgezogen werden kann, womit die endgültige Entnahme der Marke aus dem Markenständer ermöglicht wird.
Will man eine zweite Marke aus dem Markenständer bei Ά erhalten, dann sendet der Bedienungsmann bei A »außer Phase«- Strom nach B. Der Bedienungsmann bei B dreht hierauf die Spindel 41 um weitere 900, so daß die Ziffer 2 der Anzeigescheibe erscheint. Eine zweite Marke kann dann bei A in der gleichen Weise entnommen werden, wie dies mit Bezug auf die erste Marke beschrieben ist.
In ähnlicher Weise können weitere Marken in Phase miteinander gebracht werden.
Wenn die Marken bei B ankommen, werden sie dort in den Markenständer in folgender Weise eingesetzt.
Von A nach B wird »außer Phase«-Strom gesandt. Der Bedienungsmann bei B drückt auf den Knopf 16, um den Schieber 3 freizugeben. Eine Marke kann dann in die Öffnung ι eingebracht werden und nach detnLoslassen des Knopfes 16 durch den Kopf des Markenständers hindurchtreten, so daß die beiden Markenständer in der üblichen Weise in Phase miteinander gebracht werden.
»In Phase«-Strom wird dann von A nach B gesandt und somit die Spindel 41 der Überwachungseinrichtung bei B freigegeben. Der Bedienungsmann dreht dann diese Spindel um 900 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn, wodurch die angezeigte Zahl um eins vermindert wird und, die beiden Markenständer wieder außer Phase miteinander kommen.
Eine andere Marke kann nun in den Markenständer bei B in der gleichen Weise wieder eingesetzt werden. Dieser Vorgang kann sich wiederholen, bis alle bei A entnommenen Marken nach B gelangt sind; im letzteren Falle wird die Ziffer »o« sichtbar und stehen die Markenständer wieder in der Normalstellung.
Für den Fall, daß bei A eine Marke ausgelöscht werden soll, d. h. daß eine aus dem Markenständer entnommene Marke in den gleichen Markenständer wiedereingesetzt iij werden soll, sendet der Bedienungsmann bei A »außer Phase«-Strom nach A. Der Bedienungsmann bei A kann dann die Marke in seinen Markenständer wiedereinsetzen, wodurch die beiden Markenständer wieder in 12c Phase miteinander gelangen. Um eine zweite Marke wiedereinzusetzen, muß der Bedie-
nungsmann bei A »in Phase«-Strom nach B senden. Die Spindel 41 der Überwachungseinrichtung bei B kann dann um 900 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedreht werden, wodurch die Markenständer außer Phase miteinander kommen. Der Bedienungsmann bei B kann nunmehr »außer Phase«-Strom nach A senden, wodurch der Bedienungsmann bei A in die Lage versetzt wird, die zweite Marke in den Markenständer wiedereinzusetzen. Ähnliche Vorgänge wiederholen sich beim Wiedereinsetzen der nachfolgenden Marken.
Die Anordnung des Wechselstrom-Elektromagneten 26 zur Kontrolle der Tätigkeit der Spindel 19 der Überwachungseinrichtung verhindert die Freigabe der Überwachungseinrichtung durch Strom für Glockenzeichen oder anderen unmittelbaren Strom. Die gleiche ao Sicherheit erhält man, in Beziehung auf die unbedingte Arbeitsweise, durch Anordnung eines verschiebbaren Bolzens, der für gewöhnlich die Öffnung zuhält, durch die die Marken eingesetzt oder herausgenommen werden, und der durch einen Wechselstrom-Elektromagneten in ähnlicher. Weise freigegeben wird, wie dieses mit. Bezug auf den von der elektrischen Verschließeinrichtung überwachten Schieber beschrieben wurde. Die erwähnten Stromschlußstücke 31, durch deren Mitwirkung die Stromzufuhr zum Elektromagneten 26 erfolgt, sind angeordnet, um den Sendestrom zum entsprechenden Elektromagneten an der Überwachungseinrichtung für bedingte Arbeitsweise am anderen Ende des Streckenabschnittes zu unterbrechen und somit die gleichzeitige Betätigung der Spindeln 1,9 beider Markenständer zu verhindern. Um die Beeinflussung der elektrischen Ver-Schließeinrichtungen durch den Wechselstrom, der für den beschriebenen Zweck dem Marken- ' ständer zugeführt wird, zu verhindern, sind in den Stromkreisen der Erregerspule dieser Verschließeinrichtungen Drossel- oder Induktionsspulen angeordnet, die den Strom in der einen Richtung ungedrosselt zu den Erregerspulen gelangen lassen, dem Durchgang des Wechselstroms dagegen beträchtlichen Widerstand entgegensetzen und somit die Schließeinrichtungen gegen ungewollte Betätigung sichern.
Die Überwachungseinrichtung kann so ausgebildet sein, daß die bedingte Verabfolgung jeder anderen von der Zahl 7 abweichenden : Anzahl Marken möglich ist; hierzu braucht nur das Übersetzungsverhältnis im Getriebe 42 zwischen den Spindeln 40 und 41 in ge- , eigneter Weise geändert zu werden. Überall . dort, wo durch Drehung einer Spindel o. dgl. der Überwachungseinrichtung die Umkehr: oder Unterbrechung elektrischer Verbindun- -.
gen erfolgen soll, geschieht dies zweckmäßig mit Hilfe einer Kommutatortrommel, wie dies z. B. bei 50 für die Spindel 51 angegeben ist. Die Kommutatortrommel befindet sich entweder unmittelbar auf dem drehbaren Teil oder erhält von diesem seinen Antrieb und trägt Kontaktiblöckchen, die mit festen Kontakten zur Berührung gebracht bzw. von diesen entfernt werden können. Die gleiche Bauart kann natürlich auch für die sich drehende , Teile des Markenständers selbst gewählt werden.
Bei der Ausführ.ungsform nach Abb. 8 und 9 ist die Schließeinrichtung des Marken-Ständers insofern geändert, als mittels einer Taste 64 der Stützhebel 65 gehoben wird, auf dem die elektrische Verschließeinrichtung 66 angebracht ist; diese Bewegung erfolgt hier also nicht mittels eines Hebels, der durch die Bewegung der Marke selbst betätigt wird. Die Taste 64 ist mit dem Hebel 65 über eine Lasche 67 und einen Bolzen und Langloch 68 verbunden. Beim Beginn des Heraibdrückens der Taste 64 kommt ein Kommutatorkontakt 69 zur Wirkung, der die Streckenleitung mit der Erregerspule der elektrischen Verschließeinrichtung 66 verbindet. Beim weiteren Herabdrücken der Taste 64 wird der Stützhebel 65 mittels der Lasche 67 gehoben. Hat der von der Erregerspule der Verschließeinrichtung 66 empfangene Strom die richtige Polarität, dann nimmt der Hebel 65 den Sperrhebel 70 mit sich, der in diesem Falle mit dem Stützhebel 65 durch die Berührung von Haken auf den beiden Hebeln gekuppelt ist. Die Sperrscheiben des Markenständers werden somit freigegeben.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 10 bis 12 ist die in den vorhergehenden Abbildungen dargestellte, auf einem Stützhehel angebrachte elektrische Verschließeinrichtung ersetzt durch eine feste Verschließeinrichtung 71, deren Gabelstück 72 mit einer Scheibe 73 auf der Hauptspindel zusammenarbeitet. Die Scheibe 73 enthält um 900 versetzte Ansätze, ähnlich wie die Scheibe 44 auf der Spindel 41 der in Abb. 5 und 6 dargestellten Überwachungseinrichtung für bedingte Arbeit.
Das Gabelstück 72 ist indessen nur in einer Richtung wirksam. Es wird durch einen drehbaren permanenten Magneten gesteuert.
Wie in Abb. 13 bis 15 gezeigt ist, kann die Einrichtung mit einer Taste 74 zur Betätigung eines Umschalters 75 versehen werden, mit welchem der empfangene Streckenstrom zur Schließspule 76 umgeleitet und der Sendestrom unterbrochen wird.
Wenn die den Rotor enthaltende Schließeinrichtung 71 nicht in die Schließstellung zurückkehrt, kann auch die Taste 74 ihre Normalstellung nicht wieder einnehmen, weil

Claims (10)

  1. ein mit der Taste verbundener Arm 71 sich gegen einen Arm 78 am Rotor der Schließeinrichtung anlegt. Beim Herausnehmen einer Marke aus dem Markenständer wird das Gabelstück 72 zwangsläufig in die Schließstellung geführt, so daß die Entnahme einer weiteren Marke verhindert wird. Bei dieser Ausführungsform des Markenständers erfolgt die Drehung der Sperr scheiben mittels eines Handgriffs auf der Sperrscheibenspindel, wie dies bei 79 in Abb. 9 dargestellt ist. Die Konstruktion kann jedoch auch gemäß Abb. 10 bis 12 derart geändert werden, daß durch das Anheben einer Marke in den Kopf des Markenständers ein Hebel 80 betätigt wird, der auf einen Schalter 81 derart einwirkt, daß der Strom zur Schließspule geleitet und der Sendestrom unterbrochen wird. Die Rückkehr des Schalters 81 in die Normalstellung ist von der Stellung des Gabelstückes 72 abhängig. Bei dieser Anordnung ist ein Handgriff auf der Sperrscheibenspindel nicht vorgesehen.
    Bei den Ausfü'hrungsformen des Marken-Ständers (z. B. nach Abb. 8 und 9), bei denen die die Sperrscheiben tragende Spindel mit einem Knopf 79 versehen ist, mit dem die Sperrscheiben gedreht werden können und diese Drehung nicht durch die Marke selbst bewirkt wird, kann ein federbeeinflußter Bolzen 82 angeordnet sein, der die. Marke, wenn sie in den Kopf des Markenständers gehoben wird, derart zurückhält, daß sie durch den Kopf erst durchgelassen wird, wenn der Knopf 79 gedreht wird.
    In den Abb. 16, 17 und 18 ist eine zweckmäßige Ausführungsform der Befestigung der Spindeln des Markenständers, und zwar hier der Spindel der Schließhebel dargestellt. Die Spindel 83 ist an ihrem vorderen Ende 84 mit Gewinde versehen, so daß sie in das Muttergewinde der Stirnplatte S5 des Gehäuses 2 eingesetzt werden kann. Am Spindelende 84 ist eine Ringnut 86 vorgesehen, in die eine Sicherungsschraube 87 eingreift, wenn die Spindel montiert ist. Die Schraube 87 verhindert die Entfernung der Spindel. In der Ausführungsform nach Abb. 19 ist die Nut 86 fortgelassen. Die Spindel wird hier durch eine Sicherungsschraube gehalten, die sich unmittelbar auf das Bolzengewinde 84 aufsetzt.
    In Abb. 20 und 21 ist eine zweckmäßige Ausführungsform des Ausschalters für die oben beschriebenen Markenständer dargestellt. Der Schalter enthält einen Kolben 88 mit einem Druckknopf 89. Um den Kolben 88 ist eine Regelfeder 90 gelegt. Das innere Ende des Kolbens 88 trägt einen Brückenkontakt 91, der für gewöhnlich mit zwei Kontaktfedern 92 Berührung hat. Wird der 1 Knopf 89 nach innen gedruckt, dann bewegt sich der Kolben 88 gegen die Feder 90 nach innen, so daß die Brücke 91 außer Berührung mit den Kontaktfedern 92 kommt und der Stromkreis unterbrochen wird. Ein bedeutender Vorteil dieser Ausbildung besteht darin, daß die Kontaktflächen zwischen der Brücke 91 und den Federn 92 Reibflächen sind, so daß eine gute elektrische Verbindung erzielt wird.
    In den Abb. 22 bis 24 ist die Ausbildung und Anordnung der Schalter und des Schaltkastens dargestellt. Es sind Kontakte 93 vorgesehen, die mit Kontaktstücken 94 zur Berührung kommen, welche von einem auf einem Schwinghebel 96 angebrachten isolierenden Blöckchen 95 getragen werden. Der Schwinghebel 96 wird mittels seines hinteren Teiles 97 bewegt, wenn die betreffende Sperrscheibe 98 von ihrer einen Stellung in die nächste gedreht wird. Eine weitere Reihe Kontakte 99 kommen mit Kontaktstücken 100 zur Berührung, die von einem auf einem Schwinghebel 102 angebrachten isolierenden Blöckchen 101 getragen werden. Der Schwinghebel 102 wird von einem Hebel 103 betätigt, welcher von einer Marke berührt wird, wenn diese vor der endgültigen Herausnahme in den Kopf des Markenständers gelangt. go
    Die Verwirklichung des Erfindungsgedankensi ist nicht an die beschriebene besondere bauliche Ausbildung und Anordnung der Teile gebunden.
    PaTENTATSTSFRTJCHE :
    I. Markenständer für unbedingte Arbeitsweise bei Eisenbahn-Blockwerken nach Art der Zugstabsicherung, bei dem das Einsetzen oder Herausnehmen einer Marke in den bzw. aus dem Markenständer durch eine elektromechanische polarisierte Verschlußeinrichtung geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche Regelung für die Ausgabe mehrerer Marken aus dem Markenständer vorgesehen und eine zusätzliche, elektromechanische Überwachungseinrichtung (19 bis 60) für bedingte Arbeitsweise so mit dem Markenständer (2) der unbedingten Arbeitsweise in Verbindung gebracht ist, daß die Markenständer (2) ohne wesentliche Änderung für die Betätigung nach beiden Arbeitssystemen geeignet werden (Abb. 5, 6).
  2. 2. Markenständer nach Anspruch 1, bei dem ein Schieber oder eine gleichwertige Vorrichtung, die für gewöhnlich das Einsetzen oder Herausnehmen einer Marke verhindert, durch eine elektrische Schließeinrichtung überwacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (3) nur
    dann freigegeben wird, wenn der Schließeinrichtung (8) »außer Phase«-Strom zugeführt wird.
  3. 3. Markenständer nach Anspruch 2, bei dem der Schieber für gewöhnlich durch einen Riegel festgehalten wird, der in seine Freigabestellung bewegt wird, wenn eine polarisierte Verschließeinrichtung mit Rotor »außer Phase«-Strom erhält, dadurch gekennzeichnet, daß diese Bewegung des Riegels (4) nur ermöglicht wird, wenn eine von Hand gesteuerte Vorrichtung (17, 13, 12, 16, 11) betätigt worden ist, die die Sperrscheiben (9) des Markenständers gegen Bewegung sichert.
  4. 4. Markenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung ein bewegliches Glied (23, 19, 22) enthält, welches durch vom entgegengesetzten Ende des Streckenabschnittes zugeführten Wechselstrom elektrisch freigegeben werden kann, so daß es vom Bedienungsmann bewegt werden kann, und daß hierauf ein zweites bewegliches Glied (45, 44, 41), das durch der Überwachungseinrichtung zugeführten »in Phase«-Strom freigegeben wird, derart betätigt werden kann, daß es dem Bedienungsmann ermöglicht, »in Phase«- Strom dem Markenständer am anderen Ende des Streckenabschnittes zu senden, damit eine Marke herausgenommen werden kann.
  5. 5. Markenständer nach'Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung eine drehbare Spindel (19) enthält, die von einem Wechselstrom-Elektromagneten (26) überwacht wird, der im erregten Zustande einen Riegel (24) an der Spindel freigibt und deren Drehung ermöglicht, und daß durch diese Drehung eine von einer polarisierten Verschließeinrichtung (47) mit Rotor überwachte andere Spindel (41) freigegeben wird, durch deren Drehung die geeignete Verbindung der Streckenleitung mit dem Sendestromkreise hergestellt - wird, so daß einem anderen Markenständer »in Phase«-Strom gesandt werden und somit aus diesem eine Marke entnommen werden kann.
  6. 6. Markenständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer polarisierten Verschließeinrichtung mit Rotor, die die Drehung der Schließscheiben überwacht, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schwinghebel (65), auf dem die polarisierte Verschließeinrichtung (66) angebracht ist, mittels einer Taste (64) hebbar ist.
  7. 7. Markenständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Sperrscheiben durch einen auf der Sperrscheibenspindel angebrachten Knopf oder Handgriff (79) bewirkt werden kann, wobei ein zum Anhalten einer Marke während der Drehung der Sperrscheiben geeigneter federbeeinflußter Bolzen (82) vorgesehen ist.
  8. 8. Markenständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die polarisierte Verschließeinrichtung (71) fest angeordnet ist und deren Rotor ein Gabelstück (72) trägt, das mit einer Schließscheibe (73) zusammenarbeitet.
  9. 9. Markenständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der. Rotor der polarisierten Verschließeinrichtung (71) mittels einer Taste (74) steuerbar ist.
  10. 10. Markenständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Ausschalter (91, 92), der aus Kontaktfedern (92) und einer parallel zu diesen verschiebbaren, zwischen ihnen angeordneten Brücke (91) besteht.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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