DE453370C - Dampflokomotive - Google Patents

Dampflokomotive

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DE453370C
DE453370C DEY503D DEY0000503D DE453370C DE 453370 C DE453370 C DE 453370C DE Y503 D DEY503 D DE Y503D DE Y0000503 D DEY0000503 D DE Y0000503D DE 453370 C DE453370 C DE 453370C
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steam
percent
locomotive
cylinders
filling
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DEY503D
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ARTHUR HEWITT GILLING
EDWARD CECIL POULTNEY
YORKSHIRE ENGINE Co Ltd
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ARTHUR HEWITT GILLING
EDWARD CECIL POULTNEY
YORKSHIRE ENGINE Co Ltd
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B17/00Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
    • F01B17/02Engines
    • F01B17/04Steam engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2170/00Steam engines, e.g. for locomotives or ships
    • F01B2170/04To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0405To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0411To-be-deleted with administrative transfer to parent group for locomotives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Dampflokomotive. Die Notwendigkeit der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Dampflokomotivbet riebes hat bereits dazu geführt, die Expansionskraft des .Dampfes durch Herabsetzung des Höchstfüllungsgrades in weitgehendstem Maße auszunutzen. So arbeiten z. B. die Danipflokoinotiven der Pensvlvanialiahn mit einer Höchstfüllung von 5o Prozent des Kolbenhubes, wobei die Zylinderabmessungen gegenüber den Abmessungen der Zylinder einer die gleiche Leistung erzeugenden, mit einer Höchstfüllung voll 75 bis 9o Prozent des Kolbenhubes arbeitenden Maschine entsprechend vergrößert sind. Die Begrenzung der Höchstfüllung auf den Betrag von 5u Prozent verhindert, daß das Bedienungspersonal mit Füllungen arbeitet, die unwirt-:chaftlich sind. Es wird aber hierdurch lediglich erreicht, daß aus einem Kessel gegebener Größe eine größere Leistung herausgeholt «-erden kann als aus einem gleich großen Kessel bei einer mit einer Höchstfüllung von 5 bis go Prozent arbeitenden Maschine. Will man aber die Zugkraft einer Lokomotive erhöhen - und diese Forderung ist mit der fortschreitenden Entwicklung des Eisenbahnwesens entstanden -, so muß man bekanntlich zu einer Vergrößerung des Reibungsgewichtes schreiten. Hierbei sind aber gewisseBedingUngen einzuhalten, welche außerordentlich erschwerend wirken und durch die Festlegung des zulässigen Achsdruckes und der Außenabmessungen nach Höhe und Breite etwa entsprechend dein sogenannten Lademaß sowie durch die Möglichkeit der Durchfahrt der vorhandenen Gleiskurven gegeben sind. Es ist nun bereits mehrfach vorgeschlagen, das Gewicht des Tenders dadurch zur Vergrößerung des Reibungsgewichte heranzuziehen und somit nutzbar zu machen, daß auch der Tender mit einem eigenen Antrieb versehen wird. Diese Lösung ermöglicht nun zwar die Vergrößerung des Reibungsgewichtes um etwa 25 bis 30 Prozent in einfacher Weise unter Einhaltung der obengenannten baulichen Bedingungen. Sie erweist sich jedoch als höchst unwirtschaftlich, da die für den Betrieb der Tendermaschine notwendigen Dampfmengen eine zusätzlicheBelastung des Kessels bedeuten. Speist man die Tenderniaschine mit Frischdampf, so muß also entweder der Kessel vergrößert werden, was nicht ohne Verletzung der erwähnten Bedingungen möglich ist und seine Grencze in der Möglichkeit der Bedienung durch das Heizerpersonal hat, oder es kann der Tenderantrieb, wie dies auch bereits vorgeschlagen wurde, nur dann benutzt werden, wenn, wie dies -bei langen, ebenen Strecken vorkommt, die Dampferzeugung im Kessel die von dem Lokomotivantrieb verbrauchte Menge übersteigt. Die Speisung des Tenderantriebes mit dem Abdampf des auf dem Kesselteil angeordneten Antriebes bietet ebenfalls keine vorteilhafte Lösung, da hiermit nicht nur eine Vergrößerung der Zylinderabmessungen der Tendermaschine, sondern auch u. a. durch den erhöhten Gegendruck in den Zylindern des Lokomotivantriebes eine Leistungsverringerung verbunden ist.
  • Nach der Erfindung ist es möglich, eine wirtschaftlich arbeitende Lokomotive mit erhöhter Zugkraft unter Einhaltung der vorgeschlagenen Maße zu schaffen, wenn die Lokomotive sowohl mit verringerter Höchstfüllung arbeitet, als auch mit einem Tenderantrieb versehen wird. Dies wird gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch erreicht, daß eine Lokomotive, die mit einer Höchstfüllung von 5o Prozent in sämtlichen Zylindern arbeitet, mit einem zusätzlichen Antrieb auf dem ,Tender versehen wird, der die gleichen Eigenschaften aufweist, also ebenfalls mit Frischdampf betrieben wird und mit 5o Prozent Füllung arbeitet. Eine derartige Lokomotive leistet an Zugkraft etwa 30 Prozent mehr als eine mit einer Höchstfüllung von 9o Prozent und etwa 2o Prozent mehr als eine mit einer Höchstfüllung von 75 Prozent arbeitenden Lokomotive. Diese beträchtliche Vergrößerung der Zugkraft wird aber erreicht, ohne daß der Kessel vergrößert oder stärker belastet zu werden braucht, da infolge der verkleinerten Höchstfüllung der Dampfverbrauch des auf dem Kesselteil der Lokomotive angeordneten Antriebes sich wesentlich verringert und die hierdurch frei gewordene Dampfmenge zum Speisen des Tenderantriebes benutzt werden kann.
  • Die verringerte Höchstfüllung läßt es zweckmäßig erscheinen, die Füllung beim. Anfahren vorübergehend selbsttätig in der «reise zu vergrößern, daß, wie dies bereits für die bisher üblichen Maschinen vorgeschlagen wurde, eine Öffnung in jedem Steuerschieber vorgesehen wird, die den Dampfraum mit dem Zylinderinneren für etwa 8o Prozent des Kolbenhubes verbindet. Diese Öffnung ist derart klein, daß infolge der Stauung des durchtretenden Dampfes praktisch eine vollkommene Abdrosselung eintritt, sobald die Maschine eine geringe Geschwindigkeit erreicht hat. Eine derartige Einrichtung zur vorübergehenden Füllungsvergrößerung ist unbedingt notwendig bei einer Lokomotive gemäß der Erfindung, bei; der sowohl der Tenderantrieb als auch der auf dem Kesselteil angeordnete Antrieb weniger als drei Zylinder aufweisen, um bei jeder Kurbelstellung anfahren zu können. Die Vergrößerung der Zugkraft während der ersten 40 Umdrehungen beträgt bei einer Lokomotive gemäß der Erfindung nach angestellten Messungen aber etwa 70 Prozent, so daß auch bei Dampflokomotiven gemäß der Erfindung, bei denen sowohl der auf dem Kesselteil angeordnete Antrieb als auch der Tenderantrieb drei oder mehr Zylinder besitzen, insbesondere bei Güterzuglokomotiven, die genannte Einrichtung zweckmäßig Anwendung findet.
  • Zwecks Verringerung der Zeitdauer, während welcher der Hilfsdampfeinlaß wirksam ist, besteht dieser gemäß der weiteren Erfindung aus mindestens einem in dem Steuerschieber angeordneten, quer zur Bewegungsrichtung des Schiebers sich erstreckenden Schlitz und einer mit diesem zusammenwirkenden und mit dem Zylinderinneren in '\- erbindung stehenden Öffnung, deren Breite nach der Dampfaustaßseite des Steuerschiebers @zu erheblich abnimmt.
  • Die Wirtschaftlichkeit der Lokomotive gemäß der Erfindung kann noch wesentlich dadurch gesteigert werden, daß der Abdampf des Tenderantriebes -zur Vorwärmung des Speisewassers benutzt wird, während zur Erzielung des notwendigen Kesselzuges der Abdampf des Hauptantriebes in der bekannten Weise verwendet wird.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, wobei angenommen ist, daß die beschriebene Lokomotive sowohl mit nassem als auch überhitztem Dampf bei jedem gewünschten Druck arbeiten kann.
  • Abb. i ist eine schematische Seitenansicht der gesamten Maschine, Abb. z eine Draufsicht und Abb. 3 eine Seitenansicht von rechts; Abb. d. ist ein teilweiser Mittellängsschnitt durch einen Dampfverteilungsschieber, wie er für die Zylinder Verwendung findet, während Abb. 5 eindoppelter Querschnitt ist, wobei die obere Hälfte einen Schnitt auf =der Linie Z-Z und die untere Hälfte einen solchen auf der Linie Y-Y darstellt; Abb.6 ist eine teilweise Draufsicht auf einen Schnitt gemäß der Linie X-X in Abb. ,4. In Abb. i bis 3 ist a die Lokomotiv- und b die Tendereinheit, welche beide von der üblichen Bauart und in bekannter Weise miteinander gekuppelt sind. Die Lokomotiveinheit a besteht aus demKessel c, den Hauptzylindern d, den Triebrädern e und den Laufrädern f. Der Tender b enthält die üblichen Wasser- und Brennstoffbehälter g und h und die entsprechenden Triebzylinder i. Die Zclinder d und i erhalten Dampf aus dem Kessel c durch geeignete Verteilungsorgane.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Maschineneinheit a. mit zwei Triebzylindern d und die Tendereinheit mit der C, eichen Anzahl von Zylindern i. versehen, und zwar liegen sämtliche Zylinder aaßen. Die Zahl der Zylinder d und i kann jedoch verschieden sein, ebenso wie auch sämtliche Zylinder innen oder ein Teil innen und ein Teil außen angeordnet sein können. So können z. B. die Lokomotiv- und die Tendereinheit je zwei oder mehr Zylinder besitzen, oder die Lokomotiveinheit kann zwei oder mehr Zylinder und die Tendereinheit kann zwei Zylinder aufweisen. Die Zylinder d und i arbeiten alle tnit verkleinerter Füllung, und zwar mit einer Höchstfüllung von 5o Prozent oder weniger des Kolbenhubes. Vorteilhaft ist bei einer Höchstfüllung von 5o Prozent das Gesamtzylindervolumen der Lokomotiveinheit a ungefähr gleich 70 Prozent und das der Tendereinheit b ungefähr gleich 3o Prozent des überhaupt vorhandenen Zylindervolumens. .
  • Die Abmessungen der Zylinder d der Lokomotiveinheit a sind zweckmäßig derart gewählt, daß sie beim Arbeiten mit verkleinerter Füllung eine Zugkraft erzeugen, die gleich der ist, welche von Zylindern, die mit einer Füllung von 9o bis zoo Prozent arbeiten, geleistet wird. Bei Erzeugung einer gegebenen Tdöchstzugkraft bei verkleinerter Füllung ist die Dampfersparnis nach Volumen oder Gewicht gleich dem Unterschied zwischen dem Volumen, das für eine bestimmte zu erzeugende Kraft bei einem Zylinder erforderlich ist, der einmal mit goprozentiger Füllung und das andere Mal mit 5oprozentiger Füllung arbeitet, abzüglich des Betrages von Extradampf, der nötig ist, um die größeren Zylinder bis zum Zeitpunkt der Dampfabsperrung zu füllen. Es werden v erhältnismäßig größere Zylinder erforderlich, wenn die Höchstfüllung verringert ist, um bei einem gegebenen Kesseldruck eine effektive Gesamtkolbenkraft zu erhalten, die gleich der ist, welche von kleineren Zylindern mit 9o- bis zooprozentiger Füllung erzeugt wird.
  • Das bei der Anwendung dieses Arbeitsverfahrens gesparte Dampfvolumen wird in den Zylindern der Tendereinheit verwendet, deren Füllungsvolumen gleich dem Dampfvolumen ist, das bei dem Zylinder d der Lokomotiveinheit a gespart wird.
  • Auf diese Weise wird aus einem gegebenen Dampfgewicht, das von einem gegebenen Kessel geliefert wird, eine größere Arbeitsleistung gewonnen. Es wird ferner durch das Tendergewicht eine zusätzliche Zugkraft geschaffen. Es ist daher bei einem bestimmten Gewicht der Lokomotiveinheit eine zusätzliche Kraft verfügbar ohne Gewichtsvermehrung der genannten Einheit.
  • Die Zahl der gekuppelten Achsen der Lokomotiveinheit a braucht weiterhin nicht vermehrt zu werden. Es ist daher auch nicht notwendig, den Lokomotivrahmen zu verlängern.
  • Unter der Annahme, daß die größte Füllung, welche zur Erzielung der Höchstleistung nötig ist, co Prozent des Kolbenhubes beträgt, ergibt sich für die Lokomotiveinheit ein Dampfverbrauch für einen bestimmten Betrag der Gesamtzugkraft von oder 69 Prozent derjenigen Dampfmenge, welche nötig ist bei einer mit go Prozent Füllung arbeitenden Maschine. Es ist hierbei noch angenommen, daß das Volumenverhältnis der mit 5oprozentiger und der mit goprozentiger Füllung arbeitenden Zylinder gleich 125 : too ist. d. h. daß das Volumen der mit verkleinerter Füllung arbeitenden Zylinder 25 Prozent größer.ist, um infolge der früheren Dampfabsperrung die niedrigere Zugkraft zu liefern. Infolgedessen ist bei einer mit verkleinerter Füllung arbeitenden Lokomotive das Füllungsvolumen der Zylinder i der Tendereinheit b ungefähr 3o Prozent des gesamten verfügbaren Zylindervolumens der Maschine. Die Anordnung kleinerer Zylinder auf der Tender einheit b entspricht dem hier vorhandenen, für die Reibung in Betracht kommenden geringeren Gewicht. Im allgemeinen wird das Reibungsgewicht der Maschineneinheit a ungefähr 6o bis 70 Prozent des gesamten Lokomotivgewichtes betragen, so daß 3o bis 40 Prozent des Gesamtgewichtes für die Tendereinheit übrigbleiben.
  • Auf diese Weise wird ohne Einführung von zusätzlichen Gewichten zur Erhöhung des Reibungsdruckes lediglich durch die Wahl der Zylinderabmessungen und durch die Verwendung einer Höchstfüllung von ungefähr 50 Prozent für alle Zylinder das Lokomotivgewicht für die Zugkraft verwendbar gemacht und gleichzeitig die Kraft in geeigneter Weise vollkommen und proportional den Reibungsgewichten verteilt, die je durch die Lokomotiveinheit a und die Tendereinheit b verfügbar sind, und schließlich wird hierbei eine kurvenbewegliche Lokomotive geschaffen.
  • Anstatt die Abmessungen der Zylinder d der Lokomotiveinheit in der beschriebenen NVeise zu wählen, kann auch der Kesseldruck erhöht werden, wobei das geringere Zylindervolumen der Tendereinheit b bleibt. Die in den obigen Erläuterungen mit 70 Prozent und 3o Prozent des Gesamtvolumens angegebenen Volumina der Zylinder der Lokomotiveinheit und der Tendereinheit können unter anderen Umständen anders gewählt werden. So kö nnen z. B. bei einer -Änderung einer alten Maschine gemäß der Erfindung die Zylindervolumina 64 Prozent und 36 Prozent des Gesamtvolumens betragen.
  • Der Abdampf der Zylinder i der Tendereinheit b wird ganz oder zum Teil zur Vorwärmung des Kesselspeisewassers mit Hilfe eines oder mehrerer Vorwärmer j verwendet und nicht der Lokomotiveinheit a zwecks Ausblasens durch den Schornstein zugeführt.
  • Die Vorwärmer j sind zweckmäßig auf der Tendereinheit b angeordnet, und zwar finden zweckmäßig zwei hintereinandergeschaltete Vorwärnier Verwendung, die .durch die Rohrleitung h und L miteinander verbunden sind. Es finden rohrförmige Vorwärmer Verwendung, wobei der Dampf um die Rohre heruniströmt, während das Wasser durch die Rohre hindurchfließt. Der Abdampf wird aus den Zylindern i durch Leitungen in abgeführt, welche an eine ,gemeinsame Leitung u angeschlossen sind, durch welche der Dampf an einen der Vorwärmer j abgegeben wird. Von diesem strömt der Dampf durch das Rohr k in den anderen V orwärmer j und von dort durch ein abgedecktes Rohr o ins Freie. Mit Hilfe einer Dampfpumpe p, an deren Stelle auch mehrere Verwendung finden können, wird das Wasser aus. dem Tank h entnommen, durch die Vorwärmer j gedrückt und dann in den Tank h. zurück oder in den Kessel c geleitet, und zwar wird das Wasser aus dem Tank h mittels des Saugrohres q in einen der Vorwärmer j durch die Rohrleitung r geleitet und gelangt durch die Leitung l von hier in den anderen Vorwärmer. Aus diesem wird es vorgewärmt entweder in den Tank h zurückgeleitet mit Hilfe der Rohrleitungen s, t, 2c oder mit Hilfe der Rohrleitung s, t, v und w von oben in den Kessel c gedrückt. Die Rohrleitungen t, u und v sind durch einen Mehrwegehahn oder ein Nebenschlußventil x miteinander verbunden, um das vorgewärmte Wasser in die gewünschten Behälter zu leiten. Auf diese Weise arbeitet der Wassertank h als eine Art Wärmespeicher.
  • Die Pumpe p wird durch vom Kessel entnommenen Dampf angetrieben und ist zweckmäßig durch entsprechende Rohrleitungen mit dem Kessel oder mit einem an diesen angeschlossenen Überhitzer verbunden. Der Abdampf der Pumpe wird durch eine Leitung y und eine Rohrverbindung z dem Rohr n zu- geführt, welches mit den Zylindern i in Verbindung steht. Die Pumpe p kann unabhängig arbeiten und j e nach Wunsch durch den Heizer oder mit Hilfe geeigneter Mittel selbsttätig in Betrieb gesetzt werden, wenn beim Anfahren Dampf zu den Zylindern d der Maschineneinheit gelassen wird.
  • Die Pumpe oder Pumpen p und die Vor-«-ärmer oder der V orwärmer j arbeiten bei irgendeinem vorherbestimmten Dampfdruck; das Wasser wird hierbei dem Tank h entnommen und den Vor Wärmern j zugeführt, welche es durchströmt, und danü in den Tank h zurückgeführt. Wenn die Speisung des Kessels c notwendig wird, wird das Wasser aus dem Tank h durch eine Nebenverbindung, die mit Hilfe des Ventils x einschalt#bar ist, in den Kessel geleitet, um eine dem Dampfverbrauch entsprechende Verdampfung zu ermöglichen.
  • Die Vorwärmung des Speisewassers erhöht die Dampfkraft des Kessels c und vergrößert gleichzeitig die Geschwindigkeit der Lokomotive bei ihrer Höchstleistung.
  • Die Dampfverteilungsorgane für die Zylinder d und i können von beliebiger Bauart sein und sind geeignet, .eine Hilfsdampfmenge für Anfahrtzwecke zu liefern. Zweckmäßig erhalten sie jedoch die in den Abb. 4. bis 6 dargestellte Form. Wie aus den genannten Abbildungen hervorgeht, sind die Verteilungsorgane als Doppelkolbenschieber ausgebildet, und zwar besitzt jeder Kolben z an diametral gegenüberliegenden Punkten eine Öffnung oder einen Schlitz i, der mit der Dampfeintrittsseite in Verbindung steht und mit einer Öffnung 3 in der Wandung d. des. Zylinders des Kolbenschiebers zusammenwirkt. Die Öffnung ist mit Hilfe eines entsprechend- ausgebildeten Steges 5 derart gestaltet, daß, wenn der Schieberkolben den Punkt der Dampfabsperrung erreicht, die Hilfsöffnung i ihre größte Öffnung aufweist und eine beständige Dampfzufuhr bewirkt, bis nach einem Wege von 8o Prozent oder mehr des Kolbenhubes die Öffnung geschlossen wird, da die Größe der Hilfsöffnung 3 in Richtung der Auslaßöffnung beständig abnimmt (Abb.6).
  • Hierdurch wird ermöglicht, daß eine verhältnismäßig große Hilfsöffnung i Verwendung finden kann, welche schnell einen genügenden Dampfdruck zum Anfahren in den Zylindern schafft, wenn der Kolbenschieber 3 auf Schließstellung steht, während gleichzeitig durch die obenerwähnte besondere Ausbildung des Schlitzes i, d. h. durch die Lage des @ Schlitzes i gegenüber dem Steg 5, die für den Dampfeintritt zur Verfügung stehende Öffnung schnell verkleinert wird, wodurch verhindert wird, daß die in die Zylinder doder i eintretende @ Dampfmenge unzweckmäßig groß wird. Die bei verkleinerter Füllung erreichte Dampfersparnis wird in keiner Weise durch die Hilfsöffnung i gestört. Dies ergibt sich auch daraus, daß die normale Fläche und Form des Indikatordiagrammes unverändert bleibt.
  • An Stelle der getrennten Ausbildung des Hilfsschlitzes i und des Steges 5 könnte auch eine Anordnung gewählt werden, bei welcher beide zusammenhängen. Es könnte auch eine Mehrzahl von Schlitzen i und Stegen 5, die in Ringform oder anderswie ausgebildet sind, Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Dampflokomotive, bei welcher die Höchstfüllung jedes Zylinders 50 Prozent beträgt und eine Einrichtung zur vorübergehenden Vergrößerung der Füllung bis auf 8o Prozent des Kolbenhubes beim Anfahren vorgesehen ist, gekennzeichnet durch einen eigenen Antrieb des Tenders mit gleichen Eigenschaften. a. Dampflokomotive nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Füllungsvergrößerung aus mindestens einem in dem Steuerschieber (a) angeordneten, quer zur Bewegungsrichtung des Schiebers sich erstreckenden Schlitz (i) und einer mit diesem zusammenwirkenden und mit dem Zylinderinneren in Verbindung stehenden Öffnung (3) besteht, deren Breite nach der Dampfauslaßseite des Steuerzylinders zu erheblich abnimmt.
DEY503D 1925-06-04 1925-10-28 Dampflokomotive Expired DE453370C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB453370X 1925-06-04

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DE453370C true DE453370C (de) 1927-12-06

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ID=10436833

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DEY503D Expired DE453370C (de) 1925-06-04 1925-10-28 Dampflokomotive

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