DE452993C - Vorrichtung zum Ausrichten des Satzbetts und Druckzylinders einer Druckpresse - Google Patents
Vorrichtung zum Ausrichten des Satzbetts und Druckzylinders einer DruckpresseInfo
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- DE452993C DE452993C DEC35526D DEC0035526D DE452993C DE 452993 C DE452993 C DE 452993C DE C35526 D DEC35526 D DE C35526D DE C0035526 D DEC0035526 D DE C0035526D DE 452993 C DE452993 C DE 452993C
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Ausrichten der bei der Druckarbeit
zusammenwirkenden Hauptteile einer Druckpresse. Als solche Glieder kommen das hin
und her gehende Satzbett und der Druckzylinder in Betracht.
Beim Drucken mit solchen Druckpressen werden die besten Ergebnisse dann erzielt,
wenn der Umfang des Druckzylinders eine genau zylindrische Fläche zu der Drehungsachse
darstellt, und wenn gleichzeitig jene Oberfläche des Betts, auf der die Form aufruht,
sich in einer Ebene befindet, die genau parallel ist zur Drehungsachse des Druckzylinders.
Der Zweck der Erfindung ist nun, diese Beziehung zwischen den beiden obenerwähnten
Flächen herbeizuführen und aufrechtzuerhalten.
Die beim Betrieb auftretenden Drücke an Pressen dieser Art sind sehr groß, und infolge,
ihrer Größe führen sie zu zusätzlichen Ungenauigkeiten oder Abweichungen in der Beziehung zwischen den Umfangsflächen des
Druckzylinders und der Auflagerfläche für die Typen, Druckstöcke usw. auf dem Bett.
Durch diese Drücke wird namentlich das Metall an diesen Teilen immer verschoben oder
verzerrt; außerdem stellen sich zusätzliche Ungenauigkeiten im Laufe der Zeit bei solchen
Druckpressen durch die Abnutzung ein, eine Abnutzung, die den auftretenden Arbehsdrükken
zwischen dem Druckzylinder und dem Satzbett zuzuschreiben ist.
Nach der Erfindung wird das Satzbett und der Druckzylinder bearbeitet, während sich
die an diesen Teilen angebrachten Auflagerflachen von den beim Arbeiten der Druckpresse
auf den Auflagerflächen ruhenden Druckstöcken bzw. Aufzügen befreit sind. Diese Ausrichtung findet gerade dann statt,
wenn diese Teile der Presse jene Stellungen einnehmen, die sie bei der wirklichen Druckarbeit
durchwandern, wobei sie im wesentlichen die bei der Druckarbeit notwendigen Beziehungen zueinander haben. Es ist jedoch
nicht unbedingt notwendig, daß sie dabei den zur Druckarbeit erforderlichen Abstand voneinander
haben oder mit jener Geschwindigkeit bewegt werden, die bei der Druckarbeit erforderlich ist, oder selbst in jener Richtung
bewegt werden. Gegebenenfalls werden aber die Antriebsmittel für die Presse, die bei der
Druckarbeit dem Bett und dem Druckzylinder die notwendige Bewegung übermitteln, auch
bei der Ausrichtung dieser Teile benutzt.
Die Zeichnungen veranschaulichen Ausführungsbeispiele
einer Druckpresse mit solchen Bearbeitungsvorrichtungen, und zwar stellen dar:
Abb. ι einen senkrechten Längsschnitt durch die Ausrichtevorrichtung, unter Darstellung
eines Ausrichtewerkzeugs in Verbindung mit dem Druckzylinder, ■ '■
Abb. 2 einen Schnitt ähnlich dem der Abb, 1
mit dem Ausrichtewerkzeug gegen "das Bett 6g hin gerichtet,
Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 : der Abb. 1, - : ;
Abb. 4 einen Querschnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 2,
Abb. 5 in Draufsicht die Vorrichtung zur Querführung des Schlittens,
Abb. 6 im. Aufriß die Vorrichtung, durch die einer Rolle im Farbtrog eine schrittweise
Bewegung übermittelt wird,
Abb. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 der Abb. 6,
Abb. 8 im Aufriß eine Einzelheit der Vorrichtung an der Farbkastenwalze, um der
Spindel zur Querverschiebung des Schlittens Bewegung zu übermitteln,
Abb. 9 einen Aufriß dieser Teile von der anderen Seite aus,
Abb. 10 einen Schnitt nach der Linie 10-10
der Abb. 8,
Abb. 11 einen Aufriß einer Einzelheit jener
Vorrichtung, durch die der Spindel zur Querverschiebung die Drehung übermittelt wird,
Abb. 12 einen Schnitt ähnlich der Abb. 1
und zeigt als Ausrichtewerkzeug eine Schmirgelscheibe in Eingriff mit dem Druckzylinder,
Ab'b. 13 in einem ähnlichen Schnitt die Schmirgelscheibe in Eingriff mit dem Satzbett,
Abb. 14 eine Draufsicht auf dieselben Teile,
Abb. 15 eine Rückansicht und und
Abb. 16 eine Draufsicht auf eine Lehre für die Anstellung des Trägers der Ausrichtewerkzeuge.
Die Vorrichtung zum Ausrichten der Hauptteile der Druckpresse hat Ständer, die sich
leicht an dem Gestell der Druckpresse anbringen lassen. Diese Ständer tragen eine
Führung für das Werkzeug, um es zur Einwirkung auf das Satzbett bzw. den Druckzylinder
zu bringen, ohne daß eine Verschiebung der Ständer notwendig wäre. Die Anordnung
ist demnach eine solche, daß nach der festen Verbindung der Unterstützungen für die Werkzeuge eine Vorschaltung der
Werkzeuge parallel zur Drehungsachse des Druckzylinders stattfinden kann, um beide
Hauptteile der Presse, den Druckzylinder und das Satzbett, genau auszurichten, ohne daß
eine Abnahme und Wiedereinstellung dieser Unterstützungen notwendig wäre.
Das Grundgestell 151 dieser Unterstützungen
wird an den Seitenteilen des Hauptgestells der Druckpresse auf beliebige Weise, z. B. unter Vermittlung der Bolzen 152
(Abb. 1), befestigt. Diese Bolzen durchsetzen den Seitenrahmen des Gestells und sind in
Bohrungen eingeschraubt.
Auf diesem Grundgestell ruht ein Querbalken 155, und zwar so, daß eine Winkelverstellung
oder Drehung dieses Balkens zur Unterlage ermöglicht ist; beispielsweise kann
der Querbalken 155 von der in Abb. 1 wiedergegebenen
Lage zur Bearbeitung des Druckzylinders in die Lage nach Abb. 2 zur Bearbeitung der TypenauflagerfLäche am Bett gebracht
werden. Das Gestell 151 hat zu diesem Zweck Nuten 156, in welche Ansätze 157
bzw. 158 des Querbalkens 155 eingreifen. Wie
besonders aus den Abb. 1 und 2 hervorgeht, sind diese Ansätze 157 und 158 an zwei im
rechten Winkel zueinander stehenden Flächen des Querbalkens 155 angebracht.
Ein Schlitten 161 ist längsweise auf dem
Querbalken ι s 5, also quer zur Maschine, verschiebbar.
Er wird bei dieser Verschiebung durch Leisten 162, 163 an der Oberfläche des
Querbalkens (Abb. 1) geführt; die Leisten 162, 163 wirken mit Führungsstücken 164,
165 des Schlittens 161 zusammen. Der Führungsansatz
162 und die zugehönge Leiste 165
sind hier als rechtwinklig begrenzte Stücke dargestellt, während die Führungsleiste 163
an dem Balken 155 und die mit ihr zusammenwirkende
Leiste 164 am Schlitten 161 winkelförmig
dargestellt sind. Zwischen der Leiste 164 des Schlittens 161 und der Schrägfläche
der Leiste 163 des Querbalkens 155 ist eine
Einlegeplatte 166 angeordnet, die durch Schrauben 167 angedrückt wird, um dadurch
die Reibung in diesen Führungen veränderlich machen zu können. Die bei 168 (Abb. 1 und 2)
angedeuteten Muttern halten die Einstellschrauben 167 in der gewünschten Lage fest.
Die Querverschiebung des Schlittens 161 auf dem Balken 155 wird durch eine Schraubspindel
171 besorgt (Abb. 3), die eine sehr feine Teilung hat. Auf ihr reitet eine am
Schlitten 161 befestigte Mutter 172. Die Spindel
171 trägt an dem einen Ende fest ein Schaltrad 173 und wird an beiden Enden in
den Lagern 174 des Querbalkens 155 unterstützt.
Ein Hebel 176 ist um das eine Ende der
Spindel 171 ausschwingbar (Abb. 11) und
trägt beweglich eine Klinke 177, die unter dem Einfluß der Feder 178 auf die Zähne des
Schaltrads 173 einwirkt. An das Ende dieses Hebels 176 ist eine Stange 180 angelenkt.
Diese wird durch einen in der Druckpresse angeordneten Teil, beispielsweise den in
Abb. 6 ersichtlichen Hebel 119, der die schrittweise Drehung der Farbkastenwalze 85 herbeiführt,
hin und her gestoßen. Die Verbindung des Hebels 119 mit dem Lenker 180 ist vorzugsweise
eine einstellbare Verbindung, da- 11s mit.die Größe der Drehung für das Schaltrad
173 und die Spindel 171 geändert werden
kann. Es ist wohl zu bemerken, daß diese Änderung im Zusatz zu jener Änderung ermöglicht
wird, die bei Druckpressen dieser Art gewöhnlich vorgesehen ist, um die Drehung der Farbkastenwalzen regeln zu kön-
neu. Die Verbindung zwischen dem Hebel 119
und dem Lenker 180 erfolgt durch die im nachstehenden beschriebenen Teile:
Ein Arm 182, der auf dem Zapfen 120 der
Farbkastenwalze 85 sitzt (Abb. 8j, hat einen Schlitz 184. Eine kurze Hülse 186 (Abb. 9
und 10) ist auf der Stange 180 längsweise
verstellbar und wird durch eine Stellschraube 186 in der gewünschten Lage auf der Stange
180 gehalten. Die Hülse 185 kann sich nach Abb. 10 in einem Gelenk 187 drehen, das am
Kopf eines Bolzens 188 angeordnet ist. Dieser Bolzen tritt durch den Schlitz 184 hindurch;
eine Mutter 189 klemmt den Bolzen 188 in bestimmter Entfernung von den Enden
des Schlitzes 184 fest.
Wenn nun der Druckpresse ihre gewöhnliche Betriebsbewegung übermittelt wird, wird
der Hebel 119 an der Farbkastenwalze 8 5
durch den Lenker 116 (Abb. 6) hin und her geschwungen, der von dem Antrieb der Druckpresse
beherrscht wird. Diese Schwingbewegung wird in schrittweise Drehbewegung des Zapfens 120 der Farbkastenwalze 85 umgesetzt;
diese schrittweise Drehbewegung des Zapfens 120 wird auf den Arm 182 übertragen,
der ebenfalls eine schrittweise Drehbewegung ausführt und dadurch den Werkzeugschlitten
161 weiterschaltet.
Ein Werkzeugträger 191 (Abb. 1 und 2)
ist quer zum Querbalken 155 an einer Führungsleiste 192 (Abb. 3) verschiebbar; zu
seiner Verschiebung mit Bezug auf den Querbalken 155 dient eine Schraube 193, die sich
durch den Hakenansatz 194 des Trägers 191
drehbar erstreckt, ohne darin in der Längsrichtung verschiebbar zu sein. Die Schraube
193 hat sehr geringe Steigung, um eine genaue Einstellung des Werkzeugs mit Bezug
auf die zu bearbeitende Fläche zuzulassen. Die Genauigkeit der Einstellung wird durch
eine Gradeinstellung 195 an dem einen Ende der Schraube ablesbar (Abb. 1).
Das Werkzeug selbst ruht auf diesem Träger 191, unter Vermittlung einer Platte 197,
die bei 198 an der Oberfläche des Trägers 191 ausschwingbar befestigt ist. Das in
Abb. ι und 2 bei 199 angedeutete Werkzeug
in Gestalt eines Drehstahls ruht in demWerkzeughalter
200 und wird darin durch die Klemmschraube 201 festgehalten. Der Drehstahl
199 ist bei der Ausführungsform nach Abb. ι und 2 so ausgebildet, daß er die Oberfläche,
die zu bearbeiten ist, abschabt und dadurch glättet.
Soll die Vorrichtung, die eben beschrieben worden ist, zum Ausrichten der Hauptteile
einer Druckpresse verwendet werden, so wird erst ein Ausrichten der Laufleisten der Presse
und jener reibungsvermindernden Rollen νοτ-genommen,
die unter dem Satzbett der Presse vorgesehen sind, oder es können die abge-.
nutzten Teile durch neue ersetzt werden. In ähnlicher Weise wird auch die Lagerung des
Druckzylinders ausgerichtet und genau parallel zur Auflagerfläche für die Satzform,
d. h. zu einer wagerechten Ebene, gebracht. Eine genaue Einstellung auf den bei der
Druckarbeit notwendigen Abstand zwischen diesen Teilen ist jedoch dabei nicht notwendig.
Das Grundgestell 151 für die Vorrichtung
zum Ausrichten ist auf dem Seitengestell der Maschine durch die Bolzen 152
befestigt. Die Befestigung geschieht an solcher Stelle, daß die Nuten 156 quer zur Oberfläche
des Rahmens und parallel zur Achse des Druckzylinders verlaufen; dadurch wird
auch die Schaltbewegung des Schlittens 161 auf dem Querbalken 155 genau parallel, und
die Oberfläche des Druckzylinders kann dann auf eine rein zylindrische Oberfläche ausgerichtet
werden, die konzentrisch mit der Achse des Druckzylinders ist.
Um eine solche genau parallele Verlegung des Querbalkens 155 herbeizuführen, kann eine
Lehre verwendet werden. Diese in Abb. 16 dargestellte Lehre besteht aus einem Stab 205
mit einem Stift 206, der in den Mittelpunkt eines Zapfens und des Druckzylinders eingesetzt
werden kann. Ein anderer längerer Stift 207 ist an der Lehre verstellbar, da er in einem Schlitz 208 des Stabes 205 ruht. Er
wird in einem bestimmten Abstand von dem Stift 206 durch die Klemmschraube 209 auf
dem Gewindeteil 210 des Stifts 207 gesichert. Dadurch wird ein am Stift 207 angebrachter
Bund 211 fest gegen die eine Seite des Stabs 205 angezogen. Dieser Stift 207 der Lehre
wird so eingestellt, daß seine Spitze in den Mittelpunkt der Schaltschraubspindel 171 eindringt.
Nachdem die Stifte 206 und 207 in dem gewünschten Abstand voneinander an der Lehre
eingestellt worden sind und der Querbalken 155 auf der Grundplatte 151 der Druckpresse
vorläufig aufgebracht worden ist, wird eine endgültige Einstellung dieses Querbalkens 155
durch die Lehre besorgt, indem diese rechtwinklig zur Drehungsachse des Druckzylinders
gehalten wird, wobei die Stifte 206 und 207 in die Stirnflächen der Zapfen für den
Druckzylinder und in die Stirnflächen der Schaltspindel 171 eingesetzt werden. Diese
Ausrichtung wird auf beiden Seiten der Presse vorgenommen und eine Verstellung so lange
herbeigeführt, bis die gewünschte Gleichheit des Abstands auf beiden Seiten erreicht worden
ist. Dann werden die Befestigungsbolzen 152 angezogen und vielleicht eine nochmalige
Prüfung durch die Lehre vorgenommen.
Der Querbalken 155 ruht auf der Unterlage
151 unter Vermittlung der aus Abb. 3 ersieht-
lichen Schrauben 214 auf, welche die Bohrungen 215 in der oberen Abschlußwand 216
der Untergestelle 151 durchsetzen und' mit
ihrem Gewinde in die Endteile 217 des Querbalkens 155 eindringen. Nachdem diese Unterlagen
einmal in die richtige Lage gebracht worden sind, werden sie in dieser Lage festgehalten,
bis die Bearbeitung oder Ausrichtung der Oberfläche des Druckzylinders sowie der Auflagerfläche des Betts beendet sind.
Zum Ausrichten der Oberfläche des Betts der Druckpresse wird der Querbalken 155 einfach
auf seiner Unterlage verdreht, so daß das Werkzeug 199 nach abwärts gerichtet ist und
nicht seitwärts, wie aus Abb. 2 ersichtlich ist.' Die obenerwähnten Leisten 157 und 158,
welche auf zwei Seitenflächen des Querbalkens 155 sitzen, können wahlweise mit der
Nut 156 auf der Unterlage in Eingriff geao bracht werden. Da diese Leisten 157, 158
und die Nut 156 parallel zueinander sind, so bestimmen sie die Lage des Querbalkens 155
und sichern dadurch eine Bewegung des Werkzeugschlittens 161 parallel zur Achse des Druckä5
zylinders, gleichgültig, ob das Werkzeug zur Bearbeitung des Druckzylinders oder zur Bearbeitung
der Auflagerfläche des Betts benutzt wird. Diese Anordnung bietet auch den Vorteil
einer äußerst starren Ausbildung, indem dem Arbeitsdruck des Werkzeugs 199 zufolge der
Auflagerung ein fester Widerstand nahe der Arbeitskante entgegengesetzt wird, so daß bei
gehöriger Einsetzung des Werkzeugs in seinem Halter jedes Zurückdrängen des Werkzeugs
von seiner Einstellung oder jedes* klappernde Geräusch vermieden wird. Zu diesem Zweck
ist auch der Querbalken 155 als verhältnismäßig·
schweres Gußstück ausgebildet, das einen Hohlraum aufweist.
Die drehbare Platte 197, 198 zum Tragen
des Werkzeugs 199 ist besonders bei der Bearbeitung der Auflagerfläche des Betts der
Druckpresse wertvoll. Die Schneidekante des Werkzeugs kann nämlich bei der Rückbewegung
des Betts selbsttätig von dem Arbeitseingriff auf der Oberfläche aufgehoben werden,
während bei der nächsten Hinbewegung des Betts selbsttätig dieser Eingriff der
Schneidekante auf der Oberfläche wiederhergestellt wird. Um Platz für das Anbringen
der Führungsleisten des Werkzeugschlittens 161 zu gewinnen, sind die Zungen-i58 des
Querbalkens 155 nur an den Enden 217 des Balkens 155 angeordnet.
Bei dieser Vorrichtung zum"Ausrichten empfiehlt
es sich, die Späne, die von dem Werkzeug 199 abgenommen werden, sofort zu" entfernen,
so daß die Oberfläche frei von allen Abfällen bleibt. Zu diesem Zweck ist in der
Nähe des Werkzeugs 199 eine kräftige Saugvorrichtung angebracht. Sie besteht aus einer
Saugdüse 221 (Abb. 3) in Verbindung mit
einem Rohr 222, das sich an ein Knie 223 ansetzt. Diese Anordnung ist durch die Schelle 224 an dem Werkzeugschlitten 161 befestigt
und ist natürlich an eine passende Saugpumpe o. dgl. angeschlossen.
Wie erwähnt, ist es für ein genaues Ausrichten der Teile und namentlich für ein genaues
Ausrichten des Betts von Vorteil, das Ausrichten dann vorzunehmen, wenn sich das
Bett in Arbeitslage befindet, d.h. wenn es auf dem Gestell der Presse hin und her bewegt
wird. Ferner soll die Oberfläche, auf der die Typen, Druckstöcke usw. aufgesetzt
werden, zur Umfangsfläche des Druckzylinders eine derartige Lage einnehmen, daß die
Typenauf lager fläche parallel .zur Drehungsachse des Druckzylinders ist. Wenn nun eine
zusätzliche Belastung auf das Bett ausgeübt werden soll, um das Bett fest auf seine Rollen
oder andere Unterstützungen aufzudrükken und um dadurch, den beim Betrieb auftretenden
Arbeitsdruck im wesentlichen auch während der Ausrichtarbeit auf dem Bett zu erzeugen, ist eine besondere Anlage vorgesehen,
die auf diese Fläche des Betts aufdrückt, während sie ausgerichtet wird.
Nach Abb. 2 umfaßt diese zusätzliche Belastungsvorrichtung für die Auflagerfläche am
Bett einen Querbalken 228 mit seitwärts nach unten gerichteten Verlängerungen 229. Befestigungsschrauben
230 und 231 durchdringen Schlitze 226 bzw. 227 in diesem Querbalken
228 und seinen Verlängerungen; diese Schrauben werden in passende Gewindebohrungen
der Seitenrahmen des Druckpressengestells eingesteckt. Als Gewindebohrungen können zu diesem Zweck auch jene Gewindelöcher
Verwendung finden, durch die bei der eigentlichen Benutzung der Druckpresse die Lager für die Walzen des Farbwerks an diesen
Seitengestellen befestigt sind. Auf Zapfen 233 drehbare Rollen 232 sind mit diesem
Querbalken 228 vereinigt. Die Zapfen 233 ruhen in den Zinken 234 von Lagergabeln
235, die in dem Querbalken 228 gleitbar sind. Die Anzahl dieser Druckrollen 232, deren Zapfen
quer zum Bett verlaufen, kann beliebig gewählt werden. Beabsichtigt ist, den Druck
quer über die Auflagerfläche- des Betts gleichmäßig durch die Rollen 232 zu verteilen.
Jede der Lagergabeln 235 sitzt'an einem
Stiel 236, der sich in einer senkrechten Bohrung 237 des Querbalkens 228 verschieben
kann. Eine Drehung dieses Stiels 236 um seine eigene Achse wird dadurch vermieden,
daß bei 239 ein Keil in eine entsprechende Nut des Stieles eindringt und in einer Nut
der Bohrung 237 geführt ist. Eine verjüngte Verlängerung 241 des Stiels 236 ragt nach
oben und wird von einer ,verhältnismäßig
starken Schraubenfeder 242 in der Bohrung 237 umschlossen. Der Druck dieser Feder
242 wird durch einen Schraubstöpsel 243 geregelt, der in das obere Ende der Bohrung
237 eingeschraubt werden kann und eine Mittelöfjfnung zur Führung der Verlängerung
241 besitzt.
Wie aus Abb. 2 deutlich hervorgeht, ist bei dem gewählten Ausführungsbeispiel diese zusätzBche
Druckanordnung unabhängig von der Bearbeitungsvorrichtung für die Oberfläche. Erschütterungen, die bei der Bewegung des
Betts auf die Rollen 232 und vielleicht dadurch auf den Querbalken 228 übertragen
werden, werden also dem Querbalken 155 für das Ausrichtewerkzeug nicht übermittelt.
Während in den Abb. 1 und 2 als Werkzeug ein Drehstahl 199 wiedergegeben ist, der
Späne abnimmt, ist in einer anderen Aus-
ao führungsform (Abb. 12 und 15) als Ausrichtewerkzeug
eine Schleifscheibe 248 dargestellt; die übrigen Teile sind jedoch im
wesentlichen die gleichen wie in der zuerst beschriebenen Ausführungsform und haben
dieselben Bezugszeichen mit einem Index.
Nach Abb. 12 und 15 sitzt die Schleifscheibe
248 auf einer Welle 249, die in Lagerböcken 250 eines Werkzeugschlittens 191'
unterstützt ist. Die Lagerböcke können fest mit dem Rahmen eines elektrischen Motors
251 verbunden sein, der die Schleifscheibe 248 dreht. Diese kann unmittelbar auf der
Ankerwelle 249 des Motors befestigt sein. Die Schleifarbeit kann entweder trocken oder
feucht vor sich gehen; jedoch muß Vorsorge getroffen werden, zu verhindern, daß die bei
der Schleifarbeit abgenommenen Teilchen zwischen die verschiedenen Teile der Druckpresse
eindringen. Dieser Abfall muß deshalb durch eine Absaugvorrichtung entfernt werden,
die ähnlich der mit Bezug auf die erste Ausführungsform beschriebenen Vorrichtung
ausgebildet ist.
Das Satzbett und der Druckzylinder werden während der Ausrichtarbeit in Bewegung gesetzt,
und zwar zweckmäßig durch dieselbe Kraftquelle, die sie auch beim eigentlichen Betrieb antreibt. Die gesamte Breite der Auflagerfläche
für den Aufzug auf dem Druckzylinder und für die Form auf dem Bett wird vorzugsweise nach diesem Verfahren ausgerichtet.
Bei der Ausrichtung des Betts können auch die seitlichen Arbeitsleisten 2 5 entfernt
werden, die gewöhnlich an dem Satzbett soleher
Druckpressen vorgesehen sind.
Jene Teile der Druckpresse, die das Gewicht des Druckzylinders und den Druck des
Betts aufnehmen, d. h. die Arbeitsleisten 73 des Druckzylinders bzw. der Leisten 25 des
Satzbetts, werden ausgebessert oder in den vorigen Stand versetzt, während sie an dem
Druckzylinder und am Bett sitzen, so daß sie die durch die Ausrichtarbeit erzeugte Formveränderung
dieser Teile mitmachen.. Die Veränderungen an diesen Trageteilen können durch dieselbe Vorrichtung vorgenommen
werden, die auch die freigelegten Tragflächen des Betts und des Druckzylinders bearbeitet,
solange sie sich noch am Rahmen der Druckpresse befindet und solange sich Bett und
Zylinder noch im wesentlichen in jener Lage befinden, die sie während der Druckarbeit
einnehmen. Das Ausrichten der Arbeitsleisten des Betts kann dabei stattfinden, wenn sich
das Bett unter jenem Druck bewegt, der beim eigentlichen Betrieb erzeugt wird.
Die Verbindung zwischen dem Zapfen 120 der Farbkastenwalze 8S und dem Arm 182 zur
Übermittlung einer schrittweisen Bewegung an die Stange 180 geschieht am besten durch
die in Abb. 5 und 8 bis 11 dargestellten Teile. Der auf dem Zapfen 120 angebrachte Arm
182 besitzt eine Nabe 254, die den Zapfen 120 umgibt; der Arm 182 wird in Stellung
mit Bezug auf den Zapfen 120 durch einen Kragen 255 gehalten, der durch die Stellschraube
256 (Abb. 5 und 8) gesichert ist. Auch ist an dem Zapfen 120 ein Schaltrad
257 durch die Stellschrauben 258 (Abb. 9) unveränderlich angebracht. Eine Klinke 261
ist am Arm 182 durch Vermittlung des Stifts
262 drehbar befestigt und trägt einen Schwanz
263 sowie einen Auslösestift 264. Die Klinke 261 ist so angeordnet, daß sie in Eingriff
mit einem Zahn des Schaltrads 257 treten kann, um die Bewegung des Arms 182 in
einer Richtung herbeizuführen, jedoch außer Eingriff mit dem Zahn des Schaltrads 257
tritt, wenn dieser Arbeitsschritt beendet ist. Der Arm 182 wird dann selbsttätig auf seine
ursprüngliche Stellung zurückgeführt und wird wieder bei der nächsten schrittweisen
Drehbewegung des Zapfens 120 unter Vermittlung des Schaltrads 257 und der Klinke
261 weitergeschaltet.
Die Länge dieses Drehschritts des Zapfens 120 kann durch Verstellen des aus Abb. 6 ersichtlichen
Arms 134 mit der Hubkante 135 verändert werden. Es sind deshalb Mittel
angeordnet, um den Eintritt bzw. Austritt der Klinke 261 in oder aus dem Schaltrad 257 in
Übereinstimmung mit jenem Drehschritt zu bringen, den der Zapfen 120 ausführt.
Eine Auslöseleiste 266 (Abb. 9) am Klemmklotz 267 dient diesem Zweck. Der Klemmklotz
267 hat U-förmigen Querschnitt und reitet auf der Wand 122 des Farbtrogs. Er
wird durch die Flügelschrauben 268 (Abb. 8) in Stellung gehalten. Bei entsprechender Verschiebung
oder Einstellung dieses Klotzes 267 wird die Hubleiste 266 gegen jene senkrechte
Ebene hin- oder aus ihr wegbewegt, in
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Ausrichten des Satzbetts
und Druckzylinders einer Druckpresse, dadurch gekennzeichnet, daß an
der Druckpresse eine Bearbeitungsvorrichtung (155, 199, 248) angeordnet ist, die die
Oberflächen des in der Druckpresse verbleibenden Satzbetts und Druckzylinders
genau parallel zur Drehungsachse des Druckzylinders bearbeitet, und daß die Bearbeitungsvorrichtung von einem in der
Druckpresse befindlichen Drehkörper (85), der bei der Druckarbeit der Presse angetrieben
wird, in Bewegung gesetzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Bearbeitungsvorrichtung aus einem
Werkzeug besteht, das in einer Führung gleitet, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeugführung (161) an einem Quer-105
balken (155) angebracht ist, der so gedreht
werden kann, daß das Ausrichtewerkzeug (199, 248) die mit Bezug aufeinander
in Arbeitslage befindlichen Oberflächen des sich drehenden Druckzylinders und des sich hin und her bewegenden
Satzbetts bearbeiten kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Druckpresse
in Bewegung setzende Kraftquelle auch jene Schaltvorrichtung antreibt, durch' die das Ausrichtewerkzeug (199,
248) über die auszurichtende Fläche hin weitergeschaltet wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche
Belastungsvorrichtung (232) das aus-
zurichtende Satzbett während der Ausrichtarbeit unter jenen Druck versetzt, der
beim Betrieb der Druckpresse auf sie ausgeübt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ohneVerrükken
der Auflagerfläche (151) für den Querbalken
(155) der Werkzeugschlitten (161)
nacheinander in verschiedenen Richtungen einstellbar ist, um die Bearbeitung verschieden
gerichteter Auflagerflächen durch das gleiche Werkzeug zuzulassen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem von der Kraftquelle der Druckpresse in Bewegung gesetzten Drehkörper
fSs), der bei der Ausrichtarbeit dieselbe
Lage einnimmt wie beim Arbeiten der Druckpresse, und einer Schraubspindel (171) für den Werkzeugschritt ein Schaltgestänge
eingeschaltet ist, durch das der Schraubspindel (171) eine Bewegung in
Übereinstimmung mit der Bewegung des Drehkörpers (85) übermittelt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC35526D DE452993C (de) | 1924-10-15 | 1924-10-15 | Vorrichtung zum Ausrichten des Satzbetts und Druckzylinders einer Druckpresse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC35526D DE452993C (de) | 1924-10-15 | 1924-10-15 | Vorrichtung zum Ausrichten des Satzbetts und Druckzylinders einer Druckpresse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE452993C true DE452993C (de) | 1927-11-26 |
Family
ID=7021853
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC35526D Expired DE452993C (de) | 1924-10-15 | 1924-10-15 | Vorrichtung zum Ausrichten des Satzbetts und Druckzylinders einer Druckpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE452993C (de) |
-
1924
- 1924-10-15 DE DEC35526D patent/DE452993C/de not_active Expired
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