DE45016C - Tonpapier - Google Patents

Tonpapier

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DE45016C
DE45016C DENDAT45016D DE45016DA DE45016C DE 45016 C DE45016 C DE 45016C DE NDAT45016 D DENDAT45016 D DE NDAT45016D DE 45016D A DE45016D A DE 45016DA DE 45016 C DE45016 C DE 45016C
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Germany
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Application number
DENDAT45016D
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imprimerie Artistique Internationale Societe anonyme in Brüssel
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F1/00Originals for photomechanical production of textured or patterned surfaces, e.g., masks, photo-masks, reticles; Mask blanks or pellicles therefor; Containers specially adapted therefor; Preparation thereof
    • G03F1/68Preparation processes not covered by groups G03F1/20 - G03F1/50

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das patentirte Tonpapier dient zur Herstellung billiger Metallcliches, welche im Druck den Holzschnitt täuschend nachahmen.
Zur Herstellung des Papieres werden Formen benutzt, in deren unterer Fläche ein Grund von entsprechend angeordneten Linien eingravirt ist, welche genau die den Holzschnitten eigenthümliche Schraffirung wiedergeben. Diese Formen oder Cliches können in der erforderlichen Gröfse sowohl aus Holz als auch aus Metall , hergestellt werden und werden durch Eindrücken in nachgebendes Material übertragen, derart, dafs die Vertiefungen oder Rillen der Form im Material erhabene oder Relieflinien bilden.
Solche Formen können selbstverständlich in den mannigfaltigsten Varianten hergestellt werden, z.B. Grund von Laubwerk, Mauerwerk, Baumrinde u. dergl. darstellen. Als Papier wird mit Zinkweifs oder dergleichen überzogenes Papier benutzt.
Die Herstellung des Tonpapieres erfolgt im Einzelnen durch folgende vier Operationen:
1. Einen zuerst mit einer Weifsschicht versehenen Papierbogen prägt man mit einer Form, welche in der Schicht die als Hintergrund des herzustellenden Bildes angeordneten Linien zurückläfst, so dafs also die vorher glatte Weifsschicht jetzt eine gleichmäfsig scharfscheitlig gerillte und gerippte Fläche darstellt.
2. Letztere wird nun mit einer Schicht von gallertartigem Schwarz in solcher Weise überzogen, dafs sämmtliche Rillen bis an die Scheitel der Rippen mit Schwarz ausgefüllt sind, so dafs die Oberfläche der Schwarzschicht wieder vollständig glatt erscheint.
3. Letztere wird alsdann aufs Neue mit einer oder mehreren Schichten Zinkweifs bis zur erforderlichen Dicke oder Höhe der neuen Weifsschicht überzogen.
4. In die letztere prägt man eine zweite Form ein, welche dann wie vorhin den aus Rillen und Rippen gebildeten Grund von entsprechend angeordneten Linien in der zweiten Weifsschicht zurückläfst, wobei die Linien bezw. Rippen dieses Grundes demjenigen des unteren mit Schwarz bedeckten Grundes gegenüber in entsprechende Richtung gestellt sind.
Die Anfertigung der Zeichnung auf dem so hergestellten Tonpapier wird in folgender Weise ausgeführt.
Auf die obere gerippte Weifsfläche wird mittelst eines entsprechenden Zeichnerstiftes das hervorzubringende Bild wie auf gewöhnliches Zeichnungspapier gezeichnet, wobei selbstverständlich, da der Stift nur die Scheitel der Formrippen berührt und letztere die Schraffirung des Holzschnittes nachahmen, das entstehende Bild unfehlbar einem Holzschnitt ähnlich sein mufs.
Um nun dem Bilde seinen entsprechenden Hintergrund zu geben, wird mittelst eines geeigneten Radirers die ganze, das eigentliche Bild umgebende Fläche wegradirt,' und zwar bis auf die Scheitel der in der ersten unteren Weifsschicht eingeprägten Rippen, so dafs von der Schwarzschicht nur noch die schwarz ausgefüllten Rillen stehen bleiben, welche in diesem

Claims (1)

  1. Falle an Stelle der Rippen die Holzschnittlinien des Grundes wiedergeben, wobei noch zu bemerken ist, dafs dieselben durch mehr oder weniger starkes Wegradiren der Rippen in der unteren Weifsschicht feiner oder gröber erscheinen können.
    Aufserdem ist noch hervorzuheben, dafs tiefere Schattentheile im Bilde durch Stehenlassen oder mehr oder weniger Wegradiren der zwischenliegenden Schwarzschicht erzielt werden können.
    Das nach dem beschriebenen Verfahren hergestellte Bild wird nun mittelst Zinkographie oder durch einen anderen geeigneten Vorgang auf eine Zink- oder Kupferplatte reproducirt, und der dadurch erzielte Abklatsch ahmt den Holzschnitt in täuschendster Weise nach.
    Bei der vorbeschriebenen Herstellung des Bildes war zu genauerem Verständnifs nur von zwei Linienformen die Rede, obgleich selbstverständlich solche dem Wesen des herzustellenden Bildes entsprechend in der erforderlichen Anzahl und mit den nöthigen Zwischenlagen von Weifs- und Schwarzschichten zur Anwendung kommen können.
    Soll z. B. mittelst des beschriebenen Verfahrens ein vom Hintergrund abstechendes Gebäude gezeichnet werden, so erhält die untere Weifsschicht des Papierbogens einen Rippendruck, welcher einen Grund von beinahe geraden, parallel laufenden Linien darstellt, welcher darauf mit der Schwarzschicht überzogen ist, während die letztere wieder mit einer Weifsschicht von genügender Dicke belegt wird. Letzterer erhält alsdann einen entsprechenden Linieneindruck. Auf diesem zeichnet man in der beschriebenen Weise das betreffende Gebäude auf und nimmt hiernach mittelst des Radirers die das Gebäude umgebenden Flächen bis auf die Scheitel der unteren Weifsschichtrippen ab.
    Zur Herstellung von Landschaften, Bäumen, Buschwerk u. dergl. werden für den ersten und zweiten Grund zwei verschiedene Formen benutzt.
    An Stelle von Formen, welche Gründe aus geraden oder wenigstens annähernd gleichmäfsig laufenden Linien darstellen, können auch solche benutzt werden, welche aus Linien bestehen, die, nach allen erdenklichen Richtungen krumm verlaufend, möglichst viele Curven beschreiben und von einem Ende des Blattes zum anderen laufen, dabei aber regelmäfsige, scharfscheitlige Rippen und Rillen bilden, wodurch der Zeichner bei Führung des Stiftes über die Rippenkämme abwechselnd feine und grobe Linien hervorbringen kann. Mittelst Formen von der letzteren Gattung kann man zuweilen Bilder auf einem nur einmaligen Eindruck in einer Weifsschicht herstellen.
    Benutzt der Zeichner zwei Einprägungen der beschriebenen Liniengründe in verschiedenen Richtungen und mit Zwischenlage einer Schwarzschicht, so hat derselbe nach allen erdenklichen Richtungen laufende Linien zu seiner Verfügung, mittelst welcher es ihm: gestattet ist, Bilder verschiedenartiger Natur herzustellen, z. B. auf einem Bilde neben einander Bäume, Felsen, Steine, Bretter, Wasser u. s. w. Selbstverständlich sind die Rippen und Rillen jeder Art scharfscheitlig, und es können dieselben in den verschiedensten Gröfsen und Abständen in den unteren Formflächen hergestellt werden. Es hängt eben die Feinheit der herzustellenden Bilder von der Feinheit bezw. der Näherung der Rippen in der Form ab.
    Mittelst des beschriebenen Verfahrens können auch Portraitbilder von bedeutender Feinheit reproducirt werden.
    P ate ν τ-An sp ruch:
    Bei der Herstellung von Metallcliches zur Nachahmung von Holzschnitt die Anwendung von Zeichnungspapier, auf welchem der Grundlinienton dadurch hergestellt wird, dafs die in das Papier eingeprägten Furchen mit Schwarz ausgegossen werden oder das Blatt mit einer Schwarzschicht vollständig bedeckt wird, so dafs bei mehr oder weniger starkem Abschälen bezw. Radiren dieser Schicht und der Rippenkämme die Furchen (schwarz) beliebig schmal und die Rippen (weifs) beliebig breit hervortreten, wodurch der Linienton nach Erfordernifs in entsprechender Schattenstärke ausgeführt werden kann.
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