DE449853C - Vorrichtung zum Auslegen von Seekabeln mit Spulenbelastung - Google Patents
Vorrichtung zum Auslegen von Seekabeln mit SpulenbelastungInfo
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- DE449853C DE449853C DEN24530D DEN0024530D DE449853C DE 449853 C DE449853 C DE 449853C DE N24530 D DEN24530 D DE N24530D DE N0024530 D DEN0024530 D DE N0024530D DE 449853 C DE449853 C DE 449853C
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G1/00—Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines
- H02G1/06—Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for laying cables, e.g. laying apparatus on vehicle
- H02G1/10—Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for laying cables, e.g. laying apparatus on vehicle in or under water
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Description
Die Auslegung langer Unterseekabel vollzieht sich bisher in der Weise, daß das Kabel
aus den kreisrunden Lagerräumen des Kabelschiffes durch zweckmäßig geformte und verteilte
Führungsaugen und -rollen nach dem Heck des Schiffes· und von. dort über eine
Heckrolle ins Wasser geleitet wird. Um jedoch die Auslaufgeschwindigkeit des Kabels
den in Betracht kommenden Wassertiefen entsprechend regeln zu können, wird das Kabel
auf dem beschriebenen Wege noch mehrere Male um eine meist glatte Windentrommel
herumgeführt, auf deren Welle eine geeignete Bremsvorrichtung sitzt. Um ein gesichertes
Aufundablaufen des Kabels auf und von der Windentrommel zu erzielen, ist vor derselben ein sogenanntes Rückhaltegetriebe
angeordnet, und am Umfange der Trommel sind ein oder mehrere sogenannte
so Abstreifmesser vorgesehen.
Mit derartig gebauten Kabelwinden sind bisher fast alle langen Unterseekabel verlegt
worden, deren Durchmesser, wie bekannt, etwa zwischen 19 und 65 mm schwankt.
Stobald jedoch, an einzelnen Stellen im
Kabel plötzliche Verdickungen in Form von Spulen vorhanden sind, deren Durchmesser
ein Mehrfaches des Kabeldurchmessers beträgt, wie es z. B. bei Pupinkabem der Fall
ist, so kann die oben beschriebene Auslege· winde keine Verwendung mehr finden. Die
Verdickungen wurden weder das Rückhaltegetriebe noch die eigentliche Windentrommel
ungehindert passieren können. Vielmehr würde das Kabel aller Voraussicht nach an
diesen Stellen reißen. Zur Verlegung solcher Kabel sind daher abweichende Konstruktionen
erforderlich und zum Teil auch bereits bekannt. Alle diese Vorrichtungen haben aber
den Nachteil, daß sie zu kompliziert und daher ungeeignet sind, und zwar um so mehr,
je näher die Spulen im Kabel aufeinanderfolgen bzw. je größer die Abmessungen der
Spulen sind.
Gegenstand der Erfindung ist dagegen eine Auslegevorrichtung für solche mit Spulen versehenen
Kabel, die, wie eingehende Versuche ergeben haben, die Auslegung solcher Kabel
mit Sicherheit ermöglicht. Die wesentlichsten Teile der Auslegevorrichtung sind in den
Zeichnungen schematisch dargestellt.
Zunächst wird das Kabel durch Führungsaugenrillen und Rückhaltegetriebe aus den
Lagerräumen im Dampfer nach der Kabelauslegewinde geleitet. Nach der Erfindung
besteht diese jedoch nicht aus einer Trommel mit glattem Umfang, sondern aus zwei
getrennt gelagerten Rülentrommeln, wie Abb. ι und. 2 im Auf- und Grundriß zeigen,
mit einer passenden Anzahl von Rillen, deren Durchmesser demjenigen der Verdickungen
oder Spulen im Kabel entspricht (a und b in Abb. 2).
Getrennt gelagerte Rülentrommeln sind erforderlich, weil sich bei einer glatten Trommel
mit mehreren nebeneinanderliegenden Windungen des Kabels die verdickte Spulenstelle
über die folgenden Windungen schieben und dadurch ein ungehindertes Weiterauslaufen
des Kabels verhindert würde, wie die Versuche bestätigt haben. Bei den beiden hintereinanderliegenden Rillentrommeln ist
jede Windung für sich geführt, ohne Berührung mit der nächsten zu haben, so daß ein
Unklarlaufen auf der Trommel auch bei den dicken Spulenstellen sicher vermieden wird.
Die einzelnen Rillenscheiben einer Trommel können entweder fest auf einer gemeinsamen
Welle aufgekeilt sein oder, wenn erforderlich, lose auf dieser laufen. Wie aus Abb. 2 ersichtlich ist, sind die Rillen der
einen Trommel gegen die der andern in achsialer Richtung je um eine halbe Rillenbreite
versetzt, so daß das Kabel bei seinem Lauf um die Rillentrommeln, wie in Abb. 1 und 2
angedeutet, eine Art Schraubenlinie mit der Steigung einer Rillenbreite beschreibt.
Diese Versetzung der Rillenscheiben um eine halbe Rillenbreite bewirkt, daß das Kabel
auf seinem Lauf um die Rillentrommeln eine gleichmäßige und die Ideinstmögliche Verschiebung in achsialer Richtung erfährt.
Würde man die Rillenscheiben der einen Trommel nicht gegen die der andern in ach-
sialer Richtung versetzen, so würde das Kabel bei einer vollen Windung auf der einen Hälfte
derselben, z. B. von b nach α in Abb. 2, gar
keine achsiale Verschiebung und auf der andern Hälfte der Windung, von α nach b
in Abb. 2, eine solche von einer ganzen' Rillenbreite erleiden. In diesem letzten Falle,
in dem das Kabel auf' dem halben Wege dieselbe achsiale Verschiebung durchmachen
muß wie bei entsprechend achsial versetzten Rillenscheiben auf dem ganzen Wege einer
Windung, besteht die Gefahr, daß das Kabel über die Kante der Rillenscheibe läuft
und dabei beschädigt wird, wie die Versuche ebenfalls ergeben haben. Diese Versetzung
der Rillen der einen Trommel gegen die der andern in achsialer Richtung um je eine
halbe Rillenbreite ist also durchaus erforderlich, um ein Unklarlaufen und eine Beschädigung
des Kabels zu vermeiden.
Zur Regelung der Anlaufgeschwindigkeit des Kabels kann man entweder die beiden
Wellen der Rillentrommeln zwangläufig, beispielsweise durch Zahnradübersetzung c, d, e,
miteinander verbinden und auf der Zwischenwelle eine Bremsvorrichtung/ vorsehen, oder
es kann jede Rillentrommelwelle eine gesonderte Bremsvorrichtung erhalten.
Um ein gesichertes Auflaufen des Kabels auf die Rillentrommeln zu erzielen und um
die Bremsmöglichkeit zu erhöhen, wird der Kabelwinde noch ein sogenanntes Rückhaltegetriebe
vorgeschaltet. Dieses Rückhaltegetriebe ist bei den bekannten Einrichtungen gewöhnlich eine Scheibe mit einer Rille in
V-Form, in die ein gewichtsbelastetes sogenanntes Reiterrad das Kabel hineindrückt. Da
auf der Welle der Rillenscheibe eine Bremse angebracht ist, so erreicht man mit dieser
Vorrichtung, _ daß das Kabel bereits unter Zug auf die Kabeltrommel aufläuft. Diese
Ausführung des Rückhaltegetriebes ist bei einem Kabel mit Spulen nicht möglich, weil
einerseits die Spulenstelle beim Durchgang durch das Rückhaltegetriebe infolge auftretender
Stöße und zu starken Druckes durch das verhältnismäßig schmale, aber stark belastete
Reiterrad beschädigt werden würde, und weil anderseits das schmale Reiterrad beim Durchgang der dicken Stelle die genaue
Mittelführung verliert und nicht wieder auf die Mitte des gewöhnlichen dünnen Kabels trifft, sondern häufig an einer Seite
desselben läuft und dadurch die Bremswirkung des Rückhaltegetriebes zum Teil aufhebt
und das Kabel leicht durch seine scharfen Kanten beschädigt. Abb. 3 und 4 zeigen
die Anordnung des Rückhaltegetriebes nach der Erfindung im Auf- und Grundriß. Um ein glattes Durchlaufen des Kabels ohne
Quetschen der Spulenstellen zu erzielen, erhalten die Rillen dar- Scheiben eine für den
Spulenumfang genügend weite Form. Ein Teil der Scheiben dieses Getriebes ist fest
auf dem Deck des Schiffes aufgebaut und wird in geeigneter Weise gebremst. Die dazwischenliegenden
Scheiben sind in vertikaler Richtung beweglich angeordnet und können gegebenenfalls ebenfalls gebremst werden.
Diese biegen durch ihr Gewicht das Kabel durch, so daß dasselbe die einzelnen Scheiben
auf einem größeren Bogen berührt und dadurch mehr abbremsbare Reibung erzeugt. Dadurch wird zunächst die Möglichkeit geschaffen,
schon vor dem Auflaufen des Kabels auf die großen Rillentrommeln der Kabelwinde erhebliche Bremskräfte auszuüben und
auch diejenigen der Kabelwmde selbst bedeutend zu vergrößern. Dies ist aus dem Grunde
erforderlich, weil bei plötzlichen Richtungsänderungen, welche die Spulen beim Aufundablaufen
von den Trommeln erfahren, infolge des erheblichen Gewichts, das diese Spulen besitzen, auch beträchtliche Fliehkräfte
auftreten. Ferner ermöglicht ein Rückhaltegetriebe dieser Bauart ein glattes Durchlaufen
der Spulen durch dasselbe, indem die beweglichen Scheiben desselben selbsttätig nach oben ausweichen können, ohne
daß dadurch die Führung des Kabels während des Durchlaufens verdickter Stellen und
danach verlorengeht.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Auslegen von Seekabeln mit Spulenbelastung, bestehend aus
mindestens zwei einzeln oder nach zwangläufiger Verbindung gemeinsam abbremsbaren
Rill en trommeln mit Rillen, die den Spulenstücken angepaßt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillen der Trommeln gegeneinander um eine halbe Rillenbreite in achsialer Richtung versetzt sind,
so daß das Kabel die Rillentrommeln in einer schraubenförmigen Linie durchläuft.
2. Vorrichtung zum Auslegen von Seekabeln mit Spulenbelastung nach Anspruch
i, dadurch gekennzeichnet, daß den Rillentrommeln ein Rückhaltegetriebe vorgeschaltet
ist, bestehend aus abbremsbaren Rillenscheiben, von denen der eine Teil ortsfest ist, der andere auf dem Kabel
läuft und selbsttätig senkrecht verschiebbar ist, so daß schon vor dem Auflaufen
auf die Rillentrommeln Bremskräfte auf das Kabel ausgeübt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN24530D DE449853C (de) | Vorrichtung zum Auslegen von Seekabeln mit Spulenbelastung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN24530D DE449853C (de) | Vorrichtung zum Auslegen von Seekabeln mit Spulenbelastung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE449853C true DE449853C (de) | 1927-09-22 |
Family
ID=7343050
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN24530D Expired DE449853C (de) | Vorrichtung zum Auslegen von Seekabeln mit Spulenbelastung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE449853C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107311B (de) * | 1956-11-27 | 1961-05-25 | Telegraph Constr & Maintenance | Verfahren und Vorrichtung zum Regeln der Bewegung eines Seekabels beim Auslegen oderEinholen |
| DE1175307B (de) * | 1960-05-31 | 1964-08-06 | Western Electric Co | Kabelverlegemaschine |
| DE3019667A1 (de) * | 1980-05-22 | 1981-11-26 | SIEMENS AG AAAAA, 1000 Berlin und 8000 München | Zwischenabzug fuer die verlegung langer kabel |
| US4875661A (en) * | 1984-09-07 | 1989-10-24 | Langston Ralph C | Method for pulling multiple runs of fiber optic cable |
-
0
- DE DEN24530D patent/DE449853C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107311B (de) * | 1956-11-27 | 1961-05-25 | Telegraph Constr & Maintenance | Verfahren und Vorrichtung zum Regeln der Bewegung eines Seekabels beim Auslegen oderEinholen |
| DE1175307B (de) * | 1960-05-31 | 1964-08-06 | Western Electric Co | Kabelverlegemaschine |
| DE3019667A1 (de) * | 1980-05-22 | 1981-11-26 | SIEMENS AG AAAAA, 1000 Berlin und 8000 München | Zwischenabzug fuer die verlegung langer kabel |
| US4875661A (en) * | 1984-09-07 | 1989-10-24 | Langston Ralph C | Method for pulling multiple runs of fiber optic cable |
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