DE44919C - Zinkdruck-Verfahren - Google Patents
Zinkdruck-VerfahrenInfo
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- DE44919C DE44919C DENDAT44919D DE44919DA DE44919C DE 44919 C DE44919 C DE 44919C DE NDAT44919 D DENDAT44919 D DE NDAT44919D DE 44919D A DE44919D A DE 44919DA DE 44919 C DE44919 C DE 44919C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41N—PRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
- B41N3/00—Preparing for use and conserving printing surfaces
- B41N3/03—Chemical or electrical pretreatment
- B41N3/038—Treatment with a chromium compound, a silicon compound, a phophorus compound or a compound of a metal of group IVB; Hydrophilic coatings obtained by hydrolysis of organometallic compounds
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Unter den verschiedenen Versuchen zur Vervollkommnung des Zinkdruck-Verfahrens, welche
bereits gemacht sind, haben nur diejenigen einigermäfsen befriedigende Resultate ergeben,
bei welchen die Zinkplatten mit einer Schicht unlöslicher Salze yon den Eigenschaften des
lithographischen Steines überzogen wurden. So werden nach dem Möller'sehen Verfahren
die Zinkplatten mit einer Schicht Kalksinter überzogen, indem man sie wiederholt mit einer
Lösung von doppelt kohlensaurem Kalk bestäubt und nach jedesmaligem Bestäuben trocknet. In ähnlicher Weise wird nach dem
Rosenthal'schen Verfahren mit Hülfe von
Alaun und Säuren auf der Zinkplatte eine Schicht von unlöslichen Thonerdesalzen hergestellt.
■
Das Ergebnifs dieser Verfahren bilden also eigentlich sehr dünne künstliche Steinplatten,
welchen Zinkplatten als Unterlage dienen. Diese präparirten Platten bilden einen mehr oder
minder theuren Handelsartikel und werden nach ' länger oder kürzer dauernder Verwendung
unbrauchbar, worauf sie durch neue Platten ersetzt oder in der Fabrik, aus welcher
sie stammen, frisch präparirt werden müssen. '
Diese Erfindung nun hat den Zweck, den Ankauf von theuren, besonders präparirten
Zinkplatten überflüssig zu machen, indem durch dieselbe ein Verfahren geschaffen wird, welches
bei Verwendung gewöhnlicher Zinkplatten günstige Resultate ergiebt und dem Drucker
selbst ermöglicht, vor jedesmaligem Umdrucken eines mit fetter chemischer Tinte geschriebenen
Schriftstückes oder einer mit fetter Farbe hergestellten Zeichnung auf einfache, gar keine
besonderen Apparate erfordernde Weise eine dünne Schicht von Kalkcarbonat und Kalksulfat
herstellen zu lassen, welche durch basische Thonerdesulfate unter einander und
mit der Oberfläche der Metallplatte verbunden sind.
Zur Ausführung der Erfindung wird die zur Aufnahme eines Umdruckes bestimmte Metallplatte
zuerst mit Säure geätzt, sodann mit einem dicken Brei von frisch gelöschtem Kalk
bestrichen, an der Luft trocknen und etwa eine Stunde lang stehen gelassen, abgebürstet
und endlich mit concentrirter Alaunlösung überstrichen. Nach darauf folgendem Waschen
mit reinem Wasser und Trocknen ist die Platte zum Umdruck fertig. Bei dieser Arbeit,
welche vor jedesmaligem Umdrucken vorzunehmen ist, entsteht durch die Einwirkung der
atmosphärischen Luft auf den Kalkbrei etwas kohlensaurer Kalk (Ca C O3), welcher sich fest
mit der durch das Aetzen gerauhten Oberfläche der Zinkplatte verbindet. Behandelt man
die abgebürstete Platte dann mit Alaunlösung (Al2 (SO4)S -f- Ka2 S O4 -f- 24 aq), so wird ein
Theil des kohlensauren Kalkes in schwefelsauren Kalk (Gyps, Ca SO4) verwandelt, wobei
gleichzeitig basische Thonerdesulfate und Thonerde in Gallertform zurückbleiben. Die sehr
bald erstarrende gallertartige Masse bildet ein Bindemittel, welches die Krystalle von kohlensaurem
Kalk und von Gyps unter einander und mit der Metallplatte innig verbindet. Auch macht das Vorhandensein von Thonerde die
die Metallplatte überdeckende Schicht empfänglicher für die Aufnahme von Fett und in ihrer
Zusammensetzung den natürlichen Lithographiesteinen ähnlicher, da ja diese bekanntlich auch
sowohl Kalk als Thonerde enthalten.
Bei Verwendung von Zinkplatten ist als Aetze zum vorbereitenden Rauhen der Platte
eine 3 procentige Lösung von Salpetersäure zu verwenden. Das Aetzen der Platte nach Herstellung
des Umdruckes geschieht vortheilhaft mittelst eines Gemenges von 100 Theilen
flüssigem Gummi, 150 Theilen Wasser und 20 Theilen Salpetersäure. Nach jedesmaligem
Aetzen wischt man die Platte mit einem Gemenge von 100 Theilen Gummi und ι ο Theilen
Phosphorsäure ab und läfst trocknen.
Sollen auf der geätzten Platte Correcturen vorgenommen werden, so behandelt man die
Platte zuvor mit einer Lösung von 20 g Alaun in 2 1 Wasser mit Zusatz von 5 g Essigsäure.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zinkdruck-Verfahren, charakterisirt durch die Vorbereitung der Zinkplatten zum Ueberdrucken, um ihre Oberfläche für Fett empfänglich zu machen, durch Aetzen mit stark verdünnter Salpetersäure, nachfolgendes Bestreichen mit einem Brei von frisch gelöschtem Kalk, Trocknenlassen an der Luft, Abbürsten des Kalkes, Bestreichen der Platte mit einer concentrirten Alaunlösung und schliefsliches Abwaschen mit Wasser.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE44919T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44919C true DE44919C (de) |
Family
ID=5624823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44919D Expired - Lifetime DE44919C (de) | Zinkdruck-Verfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44919C (de) |
-
0
- DE DENDAT44919D patent/DE44919C/de not_active Expired - Lifetime
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