DE448944C - Verfahren zur Herstellung sehr duenner Draehte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung sehr duenner Draehte

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Publication number
DE448944C
DE448944C DEN24549D DEN0024549D DE448944C DE 448944 C DE448944 C DE 448944C DE N24549 D DEN24549 D DE N24549D DE N0024549 D DEN0024549 D DE N0024549D DE 448944 C DE448944 C DE 448944C
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DE
Germany
Prior art keywords
wires
wire
diameter
cathode
production
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Expired
Application number
DEN24549D
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English (en)
Inventor
Dr Gustav Ludwig Hertz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE448944C publication Critical patent/DE448944C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/04Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of rods or wire
    • B21C37/047Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of rods or wire of fine wires

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung sehr dünner Drähte. Die Priorität der Anmeldung in den Niederlanden vom 18. Juni 1924 ist in Anspruch genommen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von sehr dünnen Drähten, insbesondere von solchen mit einem Durchmesser von der Größenordnung einiger Mikron. In der Praxis können dünnere Metalldrähte mittels eines Ziehverfahrens hergestellt werden. Nach einem solchen Verfahren können Stäbchen oder dickere Drähte mittels Ziehdüsen im Durchmesser verkleinert werden. Diese Ziehdüsen können z. B. aus Diamant bestehen, durch den ein dem Durchmesser des herzustellenden Drahtes entsprechendes Loch gebohrt ist. Mittels Ziehdüsen ist es aber nicht möglich, Drähte mit einem Durchmesser von nur einigen Mikron zu ziehen, da solche Drähte während des Ziehverfahrens zerbrechen. Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung dünner Drähte besteht darin, daß man die auf gewöhnlichem Wege hergestellten Drähte als Anode der Elektrolyse unterwirft, zum Zweck, die Drähte in ihrem Querschnitt beliebig zu verringern.
  • Ferner ist es bekannt, das Ende eines Wolframdrahtes. .als Kathode in ein elektrolytisches Bad zu tauchen und mittels eines Gleichstromes von hoher Dichte zum Glühen zu bringen, um auf diese Weise eine Spitze zu erzeugen, die beim Ziehen des Drahtes dessen Einführung in die Ziehlöcher ermöglichen soll.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren. nach dem man sehr dünne Drähte herstellen kann, und zwar mittels ,elektrischen Stromes. Mit diesem Verfahren ist es möglich, Drähte mit einem Durchmesser, der, kleiner als i o Mikron ist, herzustellen.
  • Gemäß der Erfindung besteht das. Verfahren zur Herstellung sehr dünner Drähte darin, daß Drähte von größerem Durchmesser als Kathode für eine Glimmentladung .geschaltet werden, die mit einer solchen Stromdichte erfolgt, daß Zerstäubung der Kathode auftritt.
  • Bekanntlich tritt bei einer Glimmentladung Zerstäubung der Kathode auf, wenn die Stromdichte einen bestimmten Wert überschreitet. In diesem Falle ist das Potentialgefälle an der Kathode größer als der normale Kathodenfall.
  • Es «hat sich herausgestellt, daß, wenn man. zwischen dem dünner zu gestaltenden und zu diesem Zweck als Kathode geschalteten Draht und einer Hilfsanode für .eine geraume Zeit eine Glimmentladung mit genügend hoher Stromdichte herbeiführt, der Kathodendraht im Durchmesser abnimmt, und daß in dieser Weise Drähte erhalten werden können, deren Durchmesser io Mikron oder noch weniger beträgt.
  • Es ist zu bemerken, daß es nicht möglich; ist, durch Verdampfung bei höherer Temperatur aus Drähten mit größerem Durchmesser dünne Drähte herzustellen. Verdampfung ist ein unstabiler Vorgang, denn ein glühender Draht weist an den dünnsten Stellen die höchste Temperatur auf, so daß die Verdampfung am stärksten da ist, wo der Draht am dünnsten ist. Es ist ersichtlich, daß dieser Umstand zum Bruch des Drahtes Veranlassung gibt. Zerstäubung hingegen ist ein stabiler Vorgang, bei dem die bei der Verdampfung auftretenden Erscheinungen sich nicht zeigen und der,die Herstellung dünner Drähte gestattet, deren Durchmesser über die- ganze Länge praktisch derselbe ist.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung eignet sich- besonders zur Herstellung sehr dünner Einkristalldrähte. Die bekannten Verfahren. zur Herstellung von Einkristalldrähten gestatten nicht, diese Drähte mit einem geringeren Durchmesser als io Mikron herzustellen, und das Ziehen dickerer Einkrista.lldrähte zu einem kleineren Durchmesser ist nicht möglich, ohne daß dabei die Einkristallstruktur verlorengeht. Das Verfahren gemäß der Erfindung kann für alle Einkristalldrähte angewendet werden; beispielsweise seien erwähnt: Zinn, Zink, Wolfram, Wismuth, Cadmium, Thalium, Blei.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt. Ein Wolframdraht 2, dessen Länge 20 cm und dessen Durchmesser 5o Mikron ist und aus dem man einen sehr dünnen Draht herzustellen wünscht, ist bei 3 .und q. in eine Glasbirne i mit einem Durchmesser von 6 cm eingeschmolzen. Überdies ist ein zweiter Draht 5, z. B. aus Nickel, bei 6 und 7 in die Birne eingeschmolzen. Der Draht 2, dessen Enden leitend miteinander verbunden sind, ist über einen als Potentiometer an eine Stromquelle 8 mit einer Spannung von Soo Volt. geschalteten regelbaren Widerstand 9, über den Widerstand io von io ooo Ohm und ein Galvanometer i i, das gestattet, o, i Milliampere abzulesen, mit dem Draht 5 verbunden. Die Birne i ist mit Argon unter einem Druck von o,2 Millimeter Quecksilbersäule gefüllt. Wenn man den Schiebekontakt auf dem Widerstand 9 so einstellt, daß das Galvanometer einen Strom von i Milliampere anzeigt, so wird die Stromdichte hoch genug sein, um die Zerstäubung der Kathode herbeizuführen.
  • Die Dicke des I#,'-athodendrahtes kann durch eine Widerstandsmessung dieses Drahtes während des Zerstäubungsvorganges kontrolliert werden. Läßt man den Zerstäubungsvorgang andauern, bis der Widerstand des Drahtes 2 bis, auf etwa den zwanzigfachen Betrag des -Widerstandes-des-ursprünglichen- Drahtes-vergrößert ist, so ergibt sich, daß der Kathodendraht nur noch einen Durchmesser von einigen Mikron aufweist. Es ist aber möglich, den Vorgang noch weiter andauern zu lassen und in dieser Weise Drähte herzustellen, die einen noch bedeutend kleineren Durchmesser aufweisen. Ist der. Durchmesser des Katho@dendrahtes klein genug geworden, so kann man durch Zerbrechen der Einschmelzstellen 2 und 3 den Draht aus. -der Birne z herausnehmen.
  • Nach diesem Verfahren hergestellte Drähte eignen sich -insbesondere zur Verwendung als I6'iderstandsthermometer in Saitengalvanometern nach Einthoven und anderen Vorrichtungen, in denen es. erwünscht ist, sehr dünne Drähte zu benutzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung sehr dünner Drähte, z. B. Einkristalldrähte, mittels elektrischen Stromes, dadurch gekennzeichnet, daß Drähte von größerem Durchmesser als Kathode für eine Glimmentladung geschaltet werden, die mit einer solchen Stromdichte erfolgt, daß Zerstäubung der Kathode auftritt.
DEN24549D 1924-06-18 1925-05-10 Verfahren zur Herstellung sehr duenner Draehte Expired DE448944C (de)

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