DE44652C - BeiSeilbruchselbstthätigschliefsende Eisenbahn-Barriere mit Signalvorrichtung - Google Patents

BeiSeilbruchselbstthätigschliefsende Eisenbahn-Barriere mit Signalvorrichtung

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DE44652C
DE44652C DENDAT44652D DE44652DA DE44652C DE 44652 C DE44652 C DE 44652C DE NDAT44652 D DENDAT44652 D DE NDAT44652D DE 44652D A DE44652D A DE 44652DA DE 44652 C DE44652 C DE 44652C
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DE
Germany
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barrier
chain
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44652D
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English (en)
Original Assignee
W. WÖLLERT in Berlin N., Chausseestr. 113
Publication of DE44652C publication Critical patent/DE44652C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L29/00Safety means for rail/road crossing traffic
    • B61L29/02Guards or obstacles for preventing access to the route

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tires In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. September 1887 ab.
Bei vorliegender Doppeldrahtzugbarriere fällt, um bei einem Reifsen des Drahtes ein selbstthätiges Schliefsen der Barriere herbeizuführen, ein unmittelbar in den Drahtzug eingehängtes Gewicht herunter und versetzt hierbei durch eine Zugstange einen doppelarmigen Hebel in Drehung, welcher mit dem einen Schenkel zunächst die Sperrklinke des Schlagbaumes ausschaltet und alsdann mit dem zweiten Schenkel gegen einen am Schlagbaum befestigten Zapfen stöfst und hierdurch den Schlagbaum mitnimmt und umlegt, zugleich aber dem Landfuhrwerk eine Warnungstafel sichtbar macht.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι eine Endansicht des Schlagbaumes nebst dem Mechanismus zum Umlegen desselben, Fig. 2 ist eine Seitenansicht hierzu, Fig. 3 zeigt das Umlegen des Schlagbaumes unter normalen Verhältnissen, Fig. 4 bei gerissenem Drahtzug.
Der obere Theil des doppelten Drahtzuges führt unmittelbar nach dem auf der Achse a des Schlagbaumes A lose drehbaren Kettenrade -B, welches auf der äufseren Seite in der üblichen Weise mit den Stiften b besetzt ist, welche beim Drehen des Rades das Läutewerk bethätigen. Auf der inneren Seite trägt das Kettenrad B einen Stift c, welcher nach fast einmaliger Rechtsdrehung des Rades B den Arm d1 der Klinke d trifft und dieselbe ausschaltet, durch welche der aufgerichtete Schlagbaum in seiner Lage gesichert wird. Ferner sitzt an der inneren Seite des Kettenrades ein Knaggen e, welcher unmittelbar nach Ausschaltung der Klinke d sich von links (Fig. 2) her hinter den am Schlagbaum befestigten Mitnehmerstift f legt und bei der weiteren Drehung den Schlagbaum umlegt (Fig. 3).
Der untere Theil des Drahtzuges führt zunächst über eine am Gestell gelagerte Rolle C, dann um die freie Ablenkrolle D, welche in dem Gewicht E gelagert ist. Zufolge der im Drahtzuge stattfindenden Spannung bleibt die durch das Gewicht E belastete Rolle D in der aus Fig. 2 und 3 ersichtlichen Lage hängen, in welcher sich der obere Rand des Gewichtes gegen die am Gestell befestigten Stifte g legt.
Beim Ziehen des Drahtzuges in der durch Pfeil Fig. 2 angedeuteten Richtung wird also zunächst in der üblichen Weise das Läutewerk zum Ertönen gebracht. Nachdem das Kettenrad B nahezu eine volle Drehung gemacht hat, stöfst der Stift c auf den Schenkel dl der Klinke d, hebt letztere von dem am Schlagbaum befestigten Arretirstift h ab, und unmittelbar darauf legt sich der Knaggen e hinter den Stift f und nimmt nunmehr den Schlagbaum mit.
Beim Rückziehen des Drahtzuges bewirkt der Stift c zunächst einen blinden Anhub der Klinke d dl. Nach nahezu einmaliger Rückdrehung des Kettenrades B legt sich der Knaggen e von der entgegengesetzten Seite wiederum hinter den Stift f, und es findet nunmehr das Aufrichten des Schlagbaumes in die Lage Fig. 2 statt. Hierbei tritt der Stift h unter die Spitze der Klinke d, hebt dieselbe an und wird schliefslich beim Niederfallen der Klinke festgelegt. Das Gewicht E verbleibt während dieser Vorgänge in Berührung mit den Stiften g.
Um bei einem Reifsen des Drahtzuges, welches erfahrungsgemäfs fast immer gerade beim Ziehen des Drahtzuges eintritt. ein selbstthätiges Sehliefsen der Barriere herzeizuführen, ist das Gewicht E durch eine Zugstange F mit einem lose auf der Achse α des Schlagbaumes drehbaren zweiarmigen Hebel HH] verbunden, dessen unterer Schenkel H1 bei normaler Stellung des Gewichtes E auf einem mit der Klinke dd1 verbundenen Arm d- aufliegt.
Falls nun der Drahtzug reifst, fällt das Gewicht E mit der Rolle D herab , schwingt hierbei, wie Fig. 4 zeigt, frei zur Seite und dreht den Hebel H Ηλ mittels der Zugstange F nach rechts. Hierbei drückt der Schenkel H1 zunächst den Klinkenarm d'2 nieder und schaltet dadurch die Klinke d aus. Unmittelbar darauf legt sich der Schenkel H gegen den Mitnehmerstift / und wird nun der Schlagbaum durch die Wirkung des Gewichtes E umgelegt.
Falls das Reifsen des Drahtes im Ruhezustande oder unmittelbar beim Anziehen desselben eintritt. wird also die Kettenrolle um einen Viertelkreis mitgenommen und das Läutewerk eine entsprechende Zeit lang zum Ertönen gebracht.
Um jedoch für alle Fälle, also auch dann, wenn das Reifsen des Drahtes erst nach theilweiser Drehung des Rades B erfolgt, ein sichtbares Signal zu geben, ist auf der Aufsenseite des Gestells G eine Tafel A' mit der Aufschrift »Halt!« befestigt, welche beim Niederlegen des Schlagbaumes sichtbar gemacht wird, indem hierbei eine zweite an einer Stange / befestigte Tafel k1, auf deren Innenseite sich die gleiche Aufschrift »Halt!« befindet, zur Seite schwingt, so dafs das Wort »Halt!« hierdurch also nach beiden Seiten hin sichtbar wird (Fig. 3). Zum selbsttätigen Seitwärtsschwingen der Tafel k' ist die Stange / an dem einen Schenkel m eines Winkelhebels befestigt, dessen zweiter Schenkel ml an eine Kette η angeschlossen ist, welche um die Nabe des Kettenrades B geschlungen und mit dem anderen Ende an dieser Nabe befestigt ist. Im Ruhestande wird die Kette η derart gespannt gehalten, dafs die Tafel A"1 die Tafel k deckt; sobald eine Drehung des Rades B eintritt, wird die Kette η lose, und da der Schenkel m durch die Stange / mit der Tafel kl Uebergewicht hat, so erfolgt eine Drehung des Winkelhebels mm1, wobei die Tafel k zur Seite schwingt und beide Aufschriften sichtbar werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Barrieren, welche bei Seilbruch sich selbstthäti" sehliefsen und mit Signalvorrichtung versehen sind, die Combination des zweischenkligen , auf der Welle des Schlagbaums drehbaren und mit dem unmittelbar in den Drahtzug eingeschalteten Gewicht E mittels der Stange F verbundenen Hebels HH1 mit dem Sperrhaken dd"1, den Stiften/und h, dem Ansatz e der losen Kettenrolle B, der um die Nabe von B geschlungenen Kette η und dem Winkelhebcl 1mm1 derart, dafs bei einem Seilbruch das Gewicht E durch den Hebelarm H1 zunächst den Sperrhaken d von dem im Baum festen Stift h abhebt und unmittelbar darauf durch den gebogenen Hebelarm H den Stift/ mitnimmt und so den Baum umlegt, dabei die Kettenrolle B am Ansatz e ergreift und so weit dreht, dafs die Kette η lose wird und die Warnungstafeln A" A"1 sichtbar werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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