DE34833C - Neuerung an Signalleinen für Eisenbahnzüge - Google Patents
Neuerung an Signalleinen für EisenbahnzügeInfo
- Publication number
- DE34833C DE34833C DENDAT34833D DE34833DA DE34833C DE 34833 C DE34833 C DE 34833C DE NDAT34833 D DENDAT34833 D DE NDAT34833D DE 34833D A DE34833D A DE 34833DA DE 34833 C DE34833 C DE 34833C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- chain
- locking
- ratchet wheels
- train
- innovation
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 claims description 5
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 235000020777 polyunsaturated fatty acids Nutrition 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L15/00—Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
- B61L15/0018—Communication with or on the vehicle or train
- B61L15/0036—Conductor-based, e.g. using CAN-Bus, train-line or optical fibres
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. August 1885 ab.
Die Bandkette A läuft über Leitrollen ab c de, Fig. ι bis 8, und kann in den Coupes eines
jeden Waggons durch eine Spannrolle f und damit verbundener Zahnstange g vermittelst
Zahnrades h und Kurbel i, Fig. 2 und 3, von jedem Reisenden bequem in Wirksamkeit gesetzt
werden. Ebenso wirksam ist diese Vorrichtung auch beim Abreifsen eines Zugtheiles,
indem die Kette bei normaler Lage frei zwischen den Rollen α b und /, Fig. 2 und 3,
über die Leitrollen c d und die Sperrrolle e läuft. Letztere ist mit in die Kette A eingreifenden
Zähnen versehen und hat in Verbindung mit zwei Sperrrädern pp1, Fig. 5, 6, 7
und 8, den Zweck, die nach der Maschine führende Kette in ihrer festen unveränderten
Ruhelage zu sichern und nach dem Gebrauch am Zurückgehen zu hindern.
Jeder Waggon hat ein Stück Kette für sich, welches durch einen langen und schmalen
Blechkasten B, worin auch die Leitrollen liegen, gegen ä'ufsere Einflüsse geschützt und mit der
Kette des nächsten Waggons durch Karabinerhaken leicht und sicher zu verbinden ist.
Aufserdem erhält jede Kette an den Enden Scheiben, welche im Durchziehen verhindern
sollen, wenn die Sperrhaken ο ο1 nicht in der Verzahnung der Sperrräder pp1 liegen.
.Bei der Spannvorrichtung, Fig. 2, 3 und 4, ist das in die Zahnstange g eingreifende Zahnrad
h mit dem Sperrrad k auf der kurzen Achse ή festgekeilt; letztere ist in der Rückwand
des Gehäuses C gelagert, ebenso der Zapfen 0, woran der Sperrkegel I befestigt ist.
Der ganze Mechanismus -ist durch das Gehäuse C geschützt und an der Wand des
Coupes so angebracht, dafs er bequem zu erreichen ist, ohne die Reisenden irgendwie zu
belästigen.
Der Gebrauch dieser Nothsignalkette geschieht folgendermafsen:
Tritt ein Nothfall ein, so dreht man die Kurbel i nach der Richtung des auf dem Gehäuse
C deutlich sichtbar angebrachten Pfeiles so lange herum, bis eine merkliche Anspannung
der ganzen Kette entsteht und die Lokomotivpfeife infolge der hierdurch bewirkten Verkürzung
der Bandkette A ertönt. Da letztere infolge des auf der Mitte eines jeden Waggons
angebrachten und Fig. 5 bis 8 gezeichneten Gesperres sich nur nach der Lokomotivpfeife
hin verkürzen kann und aufserdem frei über sämmtliche Rollen läuft, so mufs beim Herunterwinden
der Zahnstange g durch die daran befestigte Sperrrolle /, welche auf die Kette A
drückt, jedesmal der Hebel der Dampfpfeife nach hinten gezogen und letztere hierdurch geöffnet
werden und ertönen.
Der im Gehäuse C angebrachte und für das Publikum unzugängliche Sperrkegel / verhindert
das Rückwärtsdrehen des Mechanismus, daher ist das Zugpersonal in der Lage, am Stand der
Zahnstange g jedesmal leicht zu erkennen, von wo das Nothsignal gegeben ist, und somit ist
jedem Mifsbrauch desselben vorgebeugt; nur der Schaffner kann das mit einem Schlofs versehene
Gehäuse C öffnen, den Sperrkegel I hochheben und hierauf durch Rückwärtsdrehen
die Zahnstange g mit der Spannrolle f wieder in ihre alte Lage bringen. Während das Nothsignal
von einer Stelle» aus gegeben wird, bleiben alle übrigen Signalstellen davon unbe-
rührt in Ruhe, da die Bandkette überall frei zwischen den Leitrollen α b und Spannrollen f
hindurchläuft.
Reifst ein Theil des Eisenbahnzuges ab, so spannt sich die Bandkette und wird nach erfolgtem
Bruch am vorderen Zugtheil durch die Sperrvorrichtung, Fig. 5, 6, 7 und 8, in gespannter
Lage gehalten, infolge dessen das Nothsignal so lange ertönt, bis der Lokomotivführer
die Bandkette A von dem Hebel der Dampfpfeife löst.
Der Schutzkasten B erhält an den Stellen, wo die Rollen gelagert sind, mit Klappen versehene
Oeffnungen, um die Rollen jederzeit schnell und leicht controliren und schmieren
zu können. Ueber der Rolle α bezw. b des
Zugführercoupes ist noch eine kleine Klemmrolle r, Fig. ι, angebracht, welche bewirkt,
dafs bei jedesmaligem Gebrauch bezw. Bewegung der Kette A sich auch die Rolle α mitdreht
und dabei durch Ver.mittelung einer Schnur s den Hebel t eine im Coupe des
Zugführers angebrachte Weckerglocke in Thätigkeit versetzt, Fig. 11, 11 a und 12, damit, wenn
der Zugführer das Nothsignal der Lokomotive bei stürmischem Wetter überhören sollte, derselbe
alsdann durch den Alarm des Weckers auf die Gefahr aufmerksam gemacht wird.
Die Sperrräder pp1 sind so auf die Achse
der Sperrrolle e aufgekeilt, dafs ihre Verzahnung nach entgegengesetzter Richtung zu einander
steht, und mufs vor Ablassen eines Zuges immer darauf geachtet werden, dafs die Sperrkegel
in der Verzahnung liegen, welche der Bandkette A gestatten, sich nach der Richtung
hin zu bewegen, welche der Zugrichtung entgegengesetzt ist. Statt der in Fig. 5 bis 8 dargestellten
Sperrvorrichtung kann die in Fig. 14 bis 16 gezeichnete Construction noch vortheilhafter
zur Verwendung kommen, indem hierbei jeder Waggon beliebig in den Zug einrangirt
sein kann; durch einfaches Umlegen des Hebels I1 verschiebt sich die mit einem
sehr. steilen Gewindegang im Lager ν versehene Welle M, auf welcher die doppelten Sperrklinken
o2 o3 sitzen, somit nach rechts oder
links, so dafs eine Sperrung in der einen oder anderen Richtung erfolgt.
Wenn sämmtliche Hebel I1 aller Waggons
nach derselben Richtung liegen, so werden auch sämmtliche Sperrvorrichtungen nach derselben
Richtung gesperrt sein, nämlich der Zugrichtung entgegengesetzt; dies ist äufserlich
daran zu erkennen, dafs die Knöpfe sämmtlicher Hebel I1 nach der Richtung des hinteren Endes
des Zuges hin liegen.
Bei dieser Anordnung sitzen die Sperrräder p^p"2 und die entgegengesetzt gezahnten Sperrräder
p3 p'2 mit der Sperrrolle Z1 lose auf dem
Bolzen x, sind aber unter sich durch den Niet y fest verbunden. Bei dem Drehen des
Hebels Z1 und einem bestimmten Winkel greifen
die doppelten Sperrklinken o2 o8 abwechselnd
auf p2 p2 und p3ps und bewirkt dadurch ein
Sperren der Kette A nach entgegengesetzter Richtung. Der Hebel ZJ kann mittelst des mit
Vertiefungen versehenen Bogens W festgestellt werden. . ..;.·;,;
Claims (2)
1. Die Sperrung der Bandkette Aj bestehend
aus der Sperrrolle e, Fig. 6 und 7, welche sich mit den nach entgegengesetzter Richtung
verzahnten Sperrrädern ppx auf derselben Achse dreht und durch den Eingriff
des einen oder des anderen Sperrkegels 0 bezw. o1 die Kette nach der einen Richtung
sperrt, dagegen ein Anziehen nach der Lokomotivpfeife hin gestattet. ! j
2. Die in Fig. 14, 15 und 16 dargestellte
Modification der Sperrvorrichtung, gekennzeichnet durch die im Lager ν mit einem
Stück sehr steilen Gewindes versehene Welle n, auf der die doppelten Sperrklinken
o2 o3 festgekeilt sind, welche beim Drehen der Welle u um ein gewisses Stück
mittelst des mit einem Knopf versehenen Hebels Z1 abwechselnd die Sperrräderp2p2
oder die nach entgegengesetzter Richtung gezahnten Sperrräderp3 ps sämmtliche Waggons
eines Zuges so sperren, dafs die Bandkette A ungehindert durch sämmtliche Gesperre
der Waggons von hinten nach vorn so weit angespannt werden kann, dafs die
damit in Verbindung stehende Lokomotivpfeife ertönt, und wobei die Knöpfe der Hebel /1Z1 nach einer Richtung hin liegen,
nämlich nach dem hinteren Ende des Zuges.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34833C true DE34833C (de) |
Family
ID=310721
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34833D Expired - Lifetime DE34833C (de) | Neuerung an Signalleinen für Eisenbahnzüge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34833C (de) |
-
0
- DE DENDAT34833D patent/DE34833C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19522777C2 (de) | Warnvorrichtung für ein Sicherheitsgurtsystem | |
| DE34833C (de) | Neuerung an Signalleinen für Eisenbahnzüge | |
| DE40920C (de) | Signal verriegelung durch einen Pedalhebel | |
| DE439207C (de) | Fahrradschloss mit Stuetze | |
| DE114526C (de) | ||
| DE114965C (de) | ||
| DE392635C (de) | Alarmsicherung fuer Geldschraenke o. dgl. | |
| DE395018C (de) | Vorrichtung zum Feststellen und Sichern von Fenstern, Tueren u. dgl. | |
| DE41109C (de) | Vorrichtung, um beim Reifsen eines Drahtzuges die Rückstellung der Weiche zu verhindern | |
| DE116745C (de) | ||
| DE81772C (de) | ||
| DE15022C (de) | Kompensationsvorrichtung für doppelte Drahtzüge | |
| DE176964C (de) | ||
| AT87300B (de) | Alarmschußvorrichtung. | |
| DE33975C (de) | Ausrückvorrichtung an mechanischen Webstühlen für den Fall von Kettfadenbrüchen | |
| DE549608C (de) | Sicherung eines ueber den obersten Stab eines Rolladens greifenden, unter Federdruck stehenden Riegels | |
| DE599982C (de) | Ausloesungs- und Abwurfvorrichtung fuer Rettungsringe mit Leuchtboje | |
| DE237429C (de) | ||
| DE507842C (de) | Haltevorrichtung fuer das Querzaehlwerk an Schreibrechenmaschinen | |
| DE234597C (de) | ||
| DE221323C (de) | ||
| DE2536549C3 (de) | Vorrichtung zum Auslösen einer Einbruchsicherung | |
| DE123374C (de) | ||
| DE265453C (de) | ||
| DE2010807C3 (de) | Vorrichtung zum Verriegeln und Entriegeln eines unter Zugspannung stehenden kettenförmigen Zugorgans |