DE44651C - Wassermesser für Anschlufsleitungen - Google Patents

Wassermesser für Anschlufsleitungen

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DE44651C
DE44651C DENDAT44651D DE44651DA DE44651C DE 44651 C DE44651 C DE 44651C DE NDAT44651 D DENDAT44651 D DE NDAT44651D DE 44651D A DE44651D A DE 44651DA DE 44651 C DE44651 C DE 44651C
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Germany
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water
flowed
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water meter
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DENDAT44651D
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Original Assignee
W. SCHEIDEMANDEL, Kgl. Bauamtmann und Vorstand des technischen Bureaus für Wasserversorgung im k. b. Staatsministerium des Innern in München, Marsstr. Nr. 28IIr
Publication of DE44651C publication Critical patent/DE44651C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F5/00Measuring a proportion of the volume flow

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. September 1887 ab.
Der vorliegende Wassermesser soll zur Controle der aus öffentlichen Wasserleitungen zu entnehmenden Wassermengen dienen.
Nach den bisherigen Controlvorrichtungen wird das Wasser entweder nach Aichsystem (Zeitcubikeinheiten), oder nach Turbinenwassermessern (Geschwindigkeitsmessern), oder nach Kolbenwassermessern (absolute Cubikeinheiten) abgegeben.
Der vorliegende Wasserverbrauchsanzeiger soll das entnommene Wasser relativ anzeigen und wird in zweierlei Anordnungen zur Verwendung gebracht:
A. in der aus der beiliegenden Zeichnung dargestellten Weise, woselbst der Apparat ohne Einschaltung eines Turbinen- oder Kolbenmessers die Wassermenge relativ anzeigt, oder
B. nach einer Anordnung, bei welcher der Apparat an Stelle der Saugdüse einen Turbinenoder Kolbenwassermesser erhält, somit nur als Theil- oder Entlastungsapparat vor letzterem Wassermesser eingeschaltet wird.
Bei der Anordnung A. und B. wirkt die Geschwindigkeit des ablaufenden Wassers in der Richtung des Pfeiles (s. Zeichnung) auf die nach Art eines sogen. Stromquadranten aufgehängte Ventilkugel a, welche je nach den Verhältnissen durch Gewichts- oder Federbelastung an den Ventilsitz b mehr oder weniger angedrückt wird. Entsprechend der Gröfse der Ventilöffnung dreht sich der gebogene Winkelarm c und die Gerade d um den Drehpunkt e, wodurch das mit der Düsennadel f durch die Oesenklemme g verbundene Zugstängchen h einen Weg nach rückwärts beschreibt und die Düse i mit ihrer Capillarverjüngung k entsprechend öffnet.
Damit die auf die Ventilkugel α wirkende Geschwindigkeit schon bei relativ geringerer Wasserentnahme grofs genug wird, die Kugel zu heben, ist der Kanal /-/ gegenüber dem Diameter der zu messenden Leitung wesentlich verjüngt. Die Belastung der Ventilkugel α wird so eingerichtet, dafs sie sich bei sehr geringer Oeffnung eines Entnahmehahnes gar nicht, sondern erst bei einer bestimmten gröfseren Oeffnung dieses Hahnes hebt. Geringe Undichtheit von Auslaufhähnen wird dadurch unschädlich gemacht. Die Einschaltung der Abschlufshähne m-m ist bei dem Falle A. und B. gleich. Es werden dadurch zwei sonst nöthige grofse Hähne erspart.
Die Messungen des durch den Kanal I fliefsenden Wassers geschehen in der Anordnung A. in folgender Weise:
Entsprechend dem Wege der Düsennadel f öffnet sich die konische Düse i und läfst durch die Capillaröffnung k einen Minimalwasserstrahl nach der Düsenerweiterung η durch. Durch diese Erweiterung tritt bekanntlich dadurch, dafs der Wasserstrahl die ihm innewohnende Geschwindigkeit beibehält, ein Vacuum ein, was zur Folge hat, dafs proportional der Geschwindigkeit durch das Capillaransatzröhrchen 0 Wasser aus dem mit diesem verbundenen geaichten Gefäfse ρ entnommen wird. Die diesem
Gefäfse entnommene Wassermenge wird empirisch mit der durch die Leitung geflossenen Menge verglichen und danach das Gefäfs^> von Fall zu Fall ealibrirt, so dafs an der Eintheilung dieses Gefäfses die wirkliche Wasserentnahme in genügender Genauigkeit ohne Weiteres abgelesen werden kann.
Bei der Anordnung B. tritt an Stelle des Düsenapparates i-k-n-o nur die Düse i mit der Capillaröffnung k, welche in ein Capillarröhrchen fortgesetzt wird. Dieses mündet in einen Turbinen- bezw. einen Kolbenwassermesser von minimaler Gröfse, welcher daher das durch den Kanal / geflossene Wasser relativ anzeigt. Die Anzeige wird auch hier erst empirisch controlirt und danach das Zifferblatt des Zählerwerkes von Fall zu Fall eingetheilt. Bei letzterer Anordnung B. dient der Apparat also weniger als vollständiger Verbrauchsanzeiger, sondern nur als Voreinschaltung vor Wassermessern bekannter Art, so dafs diese, nur von minimalen Wassermengen durchlaufen, sehr klein und empfindlich hergestellt werden können, ohne gröfserer Abnutzung unterworfen zu sein.
Wenn auch die Genauigkeit der Messungen bei der Anordnung A. und B. nicht so grofs : ist als die bisher übliche Messung durch Wassermesser, so wird dieselbe für praktische Zwecke vollauf genügen.
Pat

Claims (1)

  1. ["-Ansprüche:
    Ein WTassermesser für Anschlufsleitungen, dadurch gekennzeichnet, dafs der durch den Wasserdruck bezw. die Wassergeschwindigkeit im verengten Rohr Z-/ vermittelst der Kugel α des in c drehbaren Winkelhebels c, sowie des Gestänges h g und der Düsennadel f bethätigte Düsenapparat i k η infolge der capillaren Verjüngung bei k und der darauf folgenden Erweiterung η in letzterer ein Vacuum entstehen läfst, nach welchem der Zuflufs aus einem gefüllten, geaicluen und calibrirten Gefäfse ρ durch ο derart erfolgt, dafs die durch /-/ geflossenen Wassermengen nach proportionalen Quantitäten an einer Scala des Behälters ρ abgelesen werden können.
    An dem durch Anspruch ι. charakterisirten Apparat an Stelle des Gefäfses hinter der Capillaröffnung k die Einschaltung eines minimalen Wassermessers, zu dem Zwecke, diejenige Wassermenge, welche durch die mittelst der Kugel α und des übrigen Mechanismus in sub ι. offen gemachte Capillaröffnung k nach η zum Durchflusse gebracht wird, zu messen, um daraus nach proportionalen Verhältnissen die durch l-l geflossene Wassermenge berechnen zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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