DE52061C - Flüssigkeitsmesser - Google Patents

Flüssigkeitsmesser

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DE52061C
DE52061C DENDAT52061D DE52061DA DE52061C DE 52061 C DE52061 C DE 52061C DE NDAT52061 D DENDAT52061 D DE NDAT52061D DE 52061D A DE52061D A DE 52061DA DE 52061 C DE52061 C DE 52061C
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Germany
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liquid
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mefs
cylinder
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DENDAT52061D
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English (en)
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CHR. PÖLEKE in Ballenstedt
Publication of DE52061C publication Critical patent/DE52061C/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/36Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with stationary measuring chambers having constant volume during measurement
    • G01F3/38Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with stationary measuring chambers having constant volume during measurement having only one measuring chamber

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. September 1889 ab.
Der Zweck der Erfindung ist, den bei der Rübenzuckererzeugung abgezogenen Diffusionssaft (oder auch sonstige Flüssigkeiten) in unterschiedlichen Mengen derart genau pro Diffusem· zu messen, dafs eine ganz genaue quantitative Bestimmung des in die Fabrikation eingeführten Zuckers ermöglicht wird.
Der Mefsapparat besteht aus einem cylindrischen, mit konischem Obertheil und Hals versehenen Gefäfs-, in welches die zu messenden Flüssigkeiten durch den Stutzen a, Fig. 1 und' 2, ein- und ausgeführt werden. Im Innern des Halses, sowie auch des ganzen Mefsgefäfses befindet sich ein allseitig geschlossener Cylinder i von der Höhe des Mefsgefäfses und einem derart berechneten Durchmesser, dafs der zwischen Hals und Cylinder verbleibende Raum ungefähr den doppelten Querschnitt des Einlaufrohres ausmacht, in keinem Falle aber bei einer Höhe von 10 mm den Inhalt eines Liters übersteigt. Der einhängende Cylinder ist der Länge nach in seinem Mittelpunkt behufs Geradeführung mit einem Röhrchen versehen. Durch dieses Röhrchen. führt, am Boden des Mefsgefäfses und einem Steg oberhalb des Halses befestigt, eine Rundeisenstange s.
Auf dieser Rundeisenstange kann nun durch irgend eine Vorrichtung der einhängende Cylinder auf- und niederbewegt werden, ihm also eine Stellung gegeben werden, welche der zur Zeit pro Diffuseur abzuziehenden Saftmenge genau entspricht. Am Hals des Mefsgefäfses befindet sich eine Ueberlaufrinne von dem doppelten Querschnitt des Einlaufrohres. Diese Ueberlaufrinne . ist, um ein selbstthätiges Anzeigen nach jeder Füllung zu ermöglichen, mit einem Ueberlaufrohr nach unten versehen, in welchem ein kleiner, nach oben geschlitzter, an einem Hebel hängender Kolben auf- und niederbewegt werden kann, um auf diese Weise die Verbindung mit einem elektrischen Contact herbeizuführen.
Um den überlaufenden Saft aufzufangen und ihn nach jeder Entleerung des Mefsgefäfses in dasselbe wieder zurückführen zu können, hat der cylindrische Theil des Mefsgefäfses eine Fortsetzung nach oben bis zur Höhe des Halses. Von diesem Raum führt dann ein Rohr d zurück nach dem Einlauf-T-Stück, welches letztere mit dem Einlaufstutzen α unterhalb des Mefsgefäfses verbunden ist.
Der Vorgang beim Messen der' Flüssigkeit ist also folgender: Der einhängende Cylinder i wird nach dem zu messenden Flüssigkeitsquantum genau eingestellt. Die drei Ventile in der Rohrleitung seien geschlossen. Man öffnet nun Ventil m, und die Flüssigkeit tritt in das leere Gefäfs, welches sich nach oben verjüngt; am engsten Theil (dem Hals) angekommen, tritt die Flüssigkeit in die Ueberlaufrinne ν und das Ueberlaufrohr t. Hier bewirkt das Gewicht der Flüssigkeit ein Sinken des Kolbens r und demzufolge eine Bewegung des Hebels u, welcher eine elektrische Glocke in Bewegung setzt und gleichzeitig auf einem durch Uhrwerk gedrehten Papierstreifen die Zeit einer jeden Füllung vermerkt. Sobald die elektrische Glocke ertönt, wird das Einlaufventil m geschlossen und Ablaufventil 0 geöffnet. Nach Entleerung des Gefäfses wird Ventil 0 wieder geschlossen und Ventil ρ ge-
öffnet, um den übergelaufenen Saft wieder in das Mefsgefäfs zurückzuführen. 'Sobald dies geschehen, wird Ventil ρ wieder geschlossen, und die Füllung des Gefäfses kann von neuem geschehen. Um die Zeit des Einlaufens, des Ablaufens und des Zurücklaufens der übergelaufenen Flüssigkeit ebenfalls zu vermerken, kann in dem Stutzen a ■ ein mit schrägen Flügeln besetztes Rädchen mit Hebel und Verlängerungsstange nach oben angebracht werden, welches je nach Richtung des Flüssigkeitslaufes eine Links- oder Rechtsdrehung vollführt und auf diese Weise einen Stift gegendie Papierrolle drückt.
Durch den geringen Zwischenraum, welcher sich zwischen dem einhängenden Cylinder und dem Hals des Mefsgefäfses befindet, und welcher in einer Höhe von io mm nicht mehr als ι 1 enthält, wird ein stets sich gleichbleibendes, ganz genaues Messen erzielt.
Der Eintauchcylinder, dessen Inhalt bezw.~ Raumverdrängung durch Messung festgestellt ist, gestattet durch den zu wählenden Durchmesser des Einlaufcylinders eine genaue Einstellung der zu messenden Flüssigkeit in bestimmten Grenzen, bis herunter zu 50 pCt. des Gesammtinhalts und ,mehr.
Der Kolben im Ueberlaufrohr ist so eingerichtet, dafs er nur dann sinkt, also die Glocke in Thätigkeit setzt und die Vermerkung vornimmt, wenn wirklich Flüssigkeit überläuft, dagegen in seiner oberen Stellung verharrt, sobald nur Schaum und nicht Flüssigkeit überlaufen sollte.
Mit dem ganzen Apparat ist also eine Einrichtung geschaffen, welche die alte Art der Messung von Diffusionssäften im weiten Raum übertrifft und es ermöglicht, die Säfte derart genau zu messen, dafs unter Zuhülfenahme eines Probenehmers eine genaue Bestimmung des in die Fabrikation eingeführten Zuckers ermöglicht ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Flüssigkeitsmesser, welcher durch einen in den engen Hals eines Mefsgefäfses eintauchenden, stellbaren Cylinder gestattet, in diesem Gefäfs verschieden grofse Flüssigkeitsmengen bei sich gleichbleibendem Ueberlauf zu messen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT52061D Flüssigkeitsmesser Active DE52061C (de)

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