DE445792C - Verfahren zum Entfetten von Rohwolle - Google Patents

Verfahren zum Entfetten von Rohwolle

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DE445792C
DE445792C DE1925SC074282 DESC074282D DE445792C DE 445792 C DE445792 C DE 445792C DE 1925SC074282 DE1925SC074282 DE 1925SC074282 DE SC074282 D DESC074282 D DE SC074282D DE 445792 C DE445792 C DE 445792C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool

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Description

Durch das Hauptpatent ist ein Verfahren zum Entfetten von Rohwolle unter Verwendung von Aceton als Fettlösungsmittel geschützt.
Für die Durchführung dieses Verfahrens hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, die zu entfettenden Rohwollen, welche im allgemeinen 15 bis 20 Prozent Feuchtigkeit enthalten, vor der Behandlung mit Fettlösungsmitteln von dem vorhandenen Wasser weitgehend zu befreien,
to zweckmäßig derart, daß der Wassergehalt z. B. durch vorsichtiges Trocknen bis auf etwa 2 bis 3 Prozent erniedrigt wird. Erfolgt die Wasserentfernung durch Erwärmen, z. B. mittels heißer Luft, so wird zugleich das in Klümpchen an der Faser hängende Wollfett zum Schmelzen gebracht und gleichmäßig in dem Fasergut verteilt, was den Vorteil bietet, daß bei der darauffolgenden Extraktion in erster Linie das überschüssige, auf der Oberfläche der Faser befindliehe Fett entfernt wird, während das die Elastizität der Faser begünstigende Kapillarfett erhalten bleibt. Im übrigen wird durch die der Extraktion vorangehende weitgehende Entwässerung der Rohwolle das Lösungsvermögen des Acetons, insbesondere mit Bezug auf das an sich schwer lösliche Wollwachs (hochschmelzende Cholesterinester), sehr erheblich gesteigert und eine gleichmäßige Entfettung der Wolle gewährleistet. Schließlich wird durch die Entwässerung der Wolle vor der Extraktion noch der Vorteil erzielt, daß ein unerwünschtes Inlösunggehen der wasserlöslichen Kalisalze und Kaliseifen während der Fettextraktion verhindert wird, so daß dieselben nach Beendigung des Extraktionsvorganges restlos gewonnen und z. B. zur Pottaschebereitung nutzbar gemacht werden können.
Weiterhin wurde gefunden, daß es von sehr großer Wichtigkeit ist, die mit Aceton behandelte Wolle nach .Beendigung des Extraktions-Vorganges unter solchen Bedingungen mit Wasser zu behandeln, daß einerseits das organische Lösungsmittel aus dem Innern der Faser entfernt wird und anderseits eine gewisse Menge von Wasser von der Faser aufgenommen wird. Versuche haben ergeben, daß das Aceton infolge seiner Wasserlöslichkeit durch einfaches Waschen und Spülen der entfetteten Wolle mit Wasser das darin vorhandene Lösungsmittel restlos entfernt und gleichzeitig dem Wasser Eingang in das Innere der Faser gewährt wird.
Gemäß dem Hauptpatent ist z. B. als erstrebenswert bezeichnet worden, in der Faser noch ein Fettgehalt von 2 bis 5 Prozent zu erhalten. Es hat sich nun gezeigt, daß man die Entfettung unbesorgt auch weitertragen kann,

Claims (2)

was ζ. B. für das spätere Färben der Faser von Vorteil ist, wenn man durch die an die Extraktion anzuschließende Wasserbehandlung der Faser Gelegenheit gibt, eine gewisse Wassermenge aufzunehmen,-also-gewissermaßen das entzogene Fett durch Einlagerung von Wasser in die Faser zu ersetzen. Hierdurch werden die Fasern auch bei weitergehender Entfettung gegen Schädigungen geschützt. -■■■■- ίο Bei der Behandlung der entfetteten Wolle mit. Wasser werden gleichzeitig - die wasserlöslichen Kalisalze und Kaliseifen1 gewonnen. Die die Kaliverbindungen enthaltenden Waschwässer können nach Wiedergewinnung des Acetons in üblicher Weise, z.B. auf Pottasche, weiterverarbeitet werden oder zu anderen Zwecken nutzbar gemacht werden. Schließlich bietet die Wasserbehandlung der entfetteten Lösungsmittel noch den Vorteil, daß hierdurch die auf der Wolle vorhandenen Schmutzbestandteile entfernt werden, und zwar ohne daß Zusätze, welche, wie z.B. Soda, zu Verfilzungen Veranlassung geben können, erforderlich sind. Schließlich wurde noch gefunden, daß das vorstehend erläuterte Verfahren der Wollentfettung mit Vorteil auch angewendet werden kann zur Reinigung bereits bearbeiteter Textilien, insbesondere wenn es sich darum handelt, Spinn- oder Schmieröle von Wollabfällen, Garnen und Geweben u.dgl. zu entfernen. ... Nach einer Äusführuhgsform der Erfindung wird die Entfettung stufenweise vorgenommen, z. B. derart, daß das Aceton durch mehrere hintereinandergeschaltete, mit Rohwolle beschickte Reaktionsgefäße geleitet wird, oder derart, daß das zu entfettende Gut mit Hilfe eines geeigneten Transportmittels durch die hintereinandergeschalteten, mit Aceton beschickten Extraktionsräume durchgeführt wird, oder derart, daß sowohl die Rohwolle wie auch das Lösungsmittel, z.B. auch im Gegenstromprinzip, durch die Extraktionsräume gefördert wird. ■ Hierbei wird das Aceton zunächst mit niedrigschmelzenden Bestandteilen des Wollfettes angereichert. Die hochschmelzenden Anteile werden durch das frisch zugeführte Aceton in Lösung gebracht. Die Überführung der hochschmelzenden Anteile in Lösung kann durch mäßiges Erwärmen des Acetons, z. B. auf etwa 30 bis 40°, begünstigt werden. Die Anwendung warmer Lösungen erfolgt demnach mit besonderem Vorteil in den späteren Stufen des Extraktionsverfahrens, bei welchem die Wolle bereits von der Hauptmenge der niedriger schmelzenden Bestandteile befreit ist. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Rohwolle zuerst mittels Benzin zu entfetten und hierauf erst das Auswaschen der Salze vorzunehmen. Dieser Vorschlag beruht auf der Erkenntnis, daß Benzin in nasse Wolle nur sehr schlecht eindringt; er hat also die Bedeutung, daß auf eine der Benzinextraktion vorangehende Behandlung mit Wasser oder wässerigen Lösungen ,verzichtet werden soll. Demgegenüber beruht vorliegende Erfindung auf dem Gedanken, die, an sich trockene Rohwolle, welche im allgemeinen ϊ5 bis 20 Prozent Feuchtigkeit enthält, zunächst weitgehend von Wasser zu befreien, z. B. bis zu einem Wassergehalt von nur 2 bis 3 Prozent,! und das so vorbehandelte Gut mit einem bestimmten Lösungsmittel, ■nämlich mit Aceton, zu behandeln, wodurch einerseits bessere und gleichmäßigere Fettextraktion gewährleistet, anderseits unerwünschte Verunreinigung des wasserlöslichen Acetons verhindert wird. Weiterhin ist, wie bereits oben erwähnt, vorgeschlagen worden, mit Benzin entfettete Rohwolle zwecks Auswaschung der Salze mit Wasser zu behandeln. Bei praktischer Durchführung dieses Verfahrens wird man derart verfahren, daß das Benzin zunächst so weitgehend wie irgend möglich von der Wolle entfernt wird, worauf dann die Wasserbehandlung vorgenommen wird. Bei vorhegender Erfindung hat die Behandlung der entfetteten Wolle durch Waschen mit Wasser eine besondere Bedeutung, welche auf der Wasserlöslichkeit des Acetons beruht. Es hat sich nämlich gezeigt, daß man trotz der beträchtlichen Netzfähigkeit der Wolle mit Aceton durch einfaches Nachspülen der extrahierten Wolle das darin befindliche Aceton restlos entfernen* kann, und zwar auch die Acetonteile, welche sich innerhalb der Fasern befinden. Ein solcher Erfolg ist bei Verwendung wasserunlöslicher Lösungsmittel, wie z. B.Ben- S5 zin, nicht möglich: Im übrigen bietet die Wasserbehandlung im vorliegenden Fall noch den besonderen Vorteil der Einlagerung von Wasser in die Fasersubstanz, wodurch, wie bereits obenstehend erwähnt wurde, eine Verbesserung der Eigenschaften der Faser bewirkt wird. PATENTANSI1RUCHiS: .
1. Verfahren zum Entfetten von Rohwolle u. dgl. unter Verwendung von Aceton
- als Fettlösungsmittel nach Patent 411 334, _ dadurch gekennzeichnet, daß die zweckmäßig weitgehend von Wasser befreite, z. B. bis auf einen Wassergehalt von 2 bis 3 Pro-. zent getrocknete Wolle mit Aceton behandelt . und hierauf einer Nachbehandlung mit Wasser unterworfen wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfettung stufenweise vorgenommen wird.
BERUK. GEDKfCKT IN
DE1925SC074282 1922-10-27 1925-05-26 Verfahren zum Entfetten von Rohwolle Expired DE445792C (de)

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