DE445227C - Gewinnung der Metalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und -Konzentraten - Google Patents

Gewinnung der Metalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und -Konzentraten

Info

Publication number
DE445227C
DE445227C DEA40720D DEA0040720D DE445227C DE 445227 C DE445227 C DE 445227C DE A40720 D DEA40720 D DE A40720D DE A0040720 D DEA0040720 D DE A0040720D DE 445227 C DE445227 C DE 445227C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
zinc
sulfur
chloride
metals
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA40720D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE445227C publication Critical patent/DE445227C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • C22B1/08Chloridising roasting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Gewinnung der Netalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und -Konzentraten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung der Metalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und -konzentraten, bei welchem der Schwefel abgetrieben, die Metalle als Chloride ausgezogen und diese letzteren in bekannter Weise im Schmelzfluß der Elektrolyse unterworfen werden. Sie bezweckt eine geeignete Ausbildung und Vereinigung dieser Arbeitsstufen zu einem betriebswirtschaftlichen Ganzen, unter im wesentlichen verlustloser Gewinnung des Bleis, und sie kennzeichnet sich dadurch, daß man das Bleichlorid von den anderen Metallchloriden durch Ausziehen derselben mittels einer kalten konzentrierten Zinkchloridlösung trennt und das gefällte unlösliche Bleichlorid für die Schmelzflußelektrolyse scheidet und trocknet, während die in Lösung gegangenen Chloride ihrerseits in bekannter Weise aufgearbeitet werden. Im einzelnen -wird dieses Verfahren etwa in folgender `'eise durchgeführt.
  • Der Ausgangsstoff wird mittels Chlor oder Chlorschwefel bei einer Temperatur von etwa 6oo bis 7oo° C chloriert und der abgetriebene Schwefel kondensiert. Das erhaltene Gemisch von Metallchloriden wird dann nach Erkaltenlassen in der Kälte mit einer konzentrierten Zinkchloridlösung behandelt, um die Zink- und Eisenchloride sowie die anderen löslichen Metallchloride auszulaugen. Dieses Auslaugen kann erforderlichenfalls durch eine Nachbehandlung mit einer schwächeren Zinkchloridlösung und schließlich mit reinem Wasser vervollständigt werden. Der verbleibende Bleichloridrückstand mit Einschluß von etwaigem Silberchlorid und anderen untergeordneten Beimengungen wird dann getrocknet und im Schmelzfluß der Elektrolyse unterworfen, um in bekannter Weise das Blei und Chlor getrennt zu gewinnen. Zweckmäßig wird die Elektrolyse in einem Vielfachzellen-Eleb-trolysiergefäß durchgeführt. Das bei der Elektrolyse entweichende Chlor wird dabei zum Chlorieren von frischem- Rohstoff verwendet, während die abgetriebenen Schwefeldämpfe auf der Oberfläche einer starken wässerigen Rohzinkchloridlösung kondensiert werden, die von der durch das Auslaugen der Zink- und Eisenchloride enthaltenen Lösung stammt. Mit dem Schwefel mag auch etwas Metallchlorid, vornehmlich Zinkchlorid, überdestillieren ; dasselbe löst sich dann in der Kondensationslösung, während der kondensierte Schwefel auf deren Oberfläche als Schwimmschicht zurückbleibt und von Zeit zu Zeit entfernt wird. Von der sich mit der Zeit konzentrierenden Lösung im Kondensationsgefäß kann ein Teil anderweitiger Verwendung zugeführt werden.
  • Die Elektrolyse des geschmolzenen Bleichlorids zur Gewinnung von Blei kann fortlaufend oder fraktionsweise erfolgen.
  • Vorzugsweise wird man in allen Stufen des Vorgangs nach dem Chlorieren, wo geschmolzene Chloride in Behandlung stehen, bei Temperaturen von etwa q00° bis q.50° C arbeiten, da es sich gezeigt hat, daß die Schmelzen, -*ährend sie bei diesen Temperaturen hinreichend flüssig bleiben, an der Luft keine Rauchentwicklung auftreten lassen. Dieselben können frei gehandhabt werden, greifen weder Eisen noch Stahl an und gestatten daher die Verwendung eiserner und stählerner Gefäße, ohne daß sie deshalb verunreinigt werden.
  • Die Zeichnung stellt schematisch den Arbeitsverlauf bei der Anwendung des Verfahrens auf Bleikonzentrate dar, die etwa folgende typische Gewichtszusammensetzung zeigen: Blei 6o Prozent, Zink io Prozent, Eisen 5 Prozent, Schwefel 2o Prozent und Silber 2 Prozent mit einem Rest als Gangart.
  • Der Rohstoff wird mittels Chlor, das etwa aus dem Elektrolysierapparat C mit 38 Prozent mittels einer Pumpe Cl herbeigeschafft wird, in einem Konverter A bei ungefähr 6oo bis 7oo° C in bekannter Weise chloriert. Der abgetriebene Schwefel (etwa 2o Prozent) wird in einem Kondensierraum A 2 auf der Oberfläche einer starken Lösung von rohem Zinkchlorid etwa vom spezifischen Gewicht 2,2 kondensiert und auf einer Temperatur von ungefähr 13o° C erhalten. Der kondensierte Schwefel wird von Zeit zu Zeit oder fortlaufend entfernt. Die geschmolzene Metallchloridmischung wird mit 118,6 Prozent aus dem Konverter A abgelassen, erkalten gelassen, zerkleinert und in einem Auslaugeapparat B kalt mit einer Zinkchloridlösung gewaschen, um die Zink- und Eisenchloride auszulaugen. Zweckmäßig wird die Auslaugung systematisch durch Behandlung der zerkleinerten Schmelze zunächst mit konzentrierter Rohzinkchloridlösung, dann mit schwächerer Lösung und endlich mit reinem Wasser vorgenommen, wobei die Auslaugflüssigkeiten zur Behandlung weiterer Mengen von zerkleinerter Schmelze verwendet und allmählich auf eine solche Konzentrationsstärke angereichert werden, daß die Lösung zur Überführung in den Schwefelkondensierraum A 2 geeignet ist. Teilmengen der konzentrierten Zink- und Eisenchloridlösung werden von Zeit zu Zeit aus dem Kondensierraum A 2 abgezogen und zur Rückgewinnung des Zinkgehaltes verarbeitet. Vorzugsweise werden sie einer getrennten Anlage zugeführt, in welcher Zinkkonzentrate in Behandlung sind, um sie dort mit denselben zu verarbeiten. Das Bleichlorid mit Einschluß von Silberchlorid und wenigen Verunreinigungen, das nach dem Auslaugen mit 79,2 Prozent zurückbleibt, wird dann geschmolzen und in geschmolzenem Zustande der Elektrolyse im Vielfachzellen-Elektrolysierapparat C unterworfen, um das Blei mit etwa 59 Prozent zu gewinnen und das frei werdende Chlor mit 2o,2 Prozent zum Chlorieren einer neuen Rohmasse zu verwenden.
  • Der Gehalt an Eisen, Kupfer und anderen untergeordneten Stoffen in der der Elektrolyse zu unterwerfenden Schmelze soll je o,i Prozent nicht übersteigen.
  • Es hat sich gezeigt, daß ein Gehalt von i bis 5 Prozent Manganchlorid in der Schmelze bei der Elektrolyse gewisse Vorteile bietet. Sollte dasselbe nicht schon von Anfang an in der Schmelze vorhanden sein, so empfiehlt es sich, kleine Mengen Mangan der Masse zuzusetzen:

Claims (1)

  1. L@r1'J'J?NTAN SI'hUCli: Verfahren zur Gewinnung der Metalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und -Konzentraten durch Chlorieren unter Abtreiben des Schwefels, Ausziehen der Metalle als Chloride und Elektrolysieren der letzteren, dadurch gekennzeichnet, daß man das Bleichlorid von den anderen Metallchloriden durch' Auslaugen der festen Chloridmasse mittels einer kalten konzentrierten Zinkchloridlösung trennt und das gefällte unlösliche Bleichlorid für die Schmelzflußelektrolyse scheidet und trocknet, während die in Lösung gegangenen Chloride ihrerseits in bekannter Weise aufgearbeitet werden.
DEA40720D 1923-06-02 1923-09-26 Gewinnung der Metalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und -Konzentraten Expired DE445227C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB445227X 1923-06-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE445227C true DE445227C (de) 1927-06-04

Family

ID=10433693

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA40720D Expired DE445227C (de) 1923-06-02 1923-09-26 Gewinnung der Metalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und -Konzentraten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE445227C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2746661C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Silber oder zusätzlich Gold aus einem festen Ausgangsmaterial
DE2817749A1 (de) Verfahren zur gewinnung von titanverbindungen aus einem titanhaltigen material
DE445227C (de) Gewinnung der Metalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und -Konzentraten
DE3312247C2 (de)
DE441169C (de) Verfahren zur Aufbereitung von Zink-Roherzen, -Konzentraten usw. fuer die Elektrolyse
DE293967C (de)
DE620350C (de) Verfahren zur Zerlegung von Legierungen aus 30 bis 70% Kupfer, Rest im wesentlichen Silber
DE690815C (de) gierungen und zum Rueckgewinnen von Magnesium aus Abfaellen durch Einschmelzen mit Salzen
DE307085C (de)
DE350648C (de) Verfahren zum Raffinieren von Zinn und Antimon durch Chlorieren
DE439876C (de) Raffinieren von Blei
DE490304C (de) Extraktion von Blei aus komplexen Bleisulfiderzen und -aufbereitungsprodukten
DE747880C (de) Verfahren zur Gewinnung von Wismut
CH106824A (de) Verfahren zur Gewinnung der Metalle aus Blei-Zink-Schwefelerzen und Blei-Zink-Konzentraten.
DE665101C (de) Verfahren zur Abscheidung von Osmium aus dieses als Tetroxyd, gegebenenfalls neben Ruthenium, enthaltenden waessrigen Loesungen
DE297767C (de)
DE304375C (de)
DE665187C (de) Verfahren zum Scheiden hochgoldhaltigen, platinfreien oder platinarmen Scheidgutes
DE403715C (de) Verfahren zur Reinigung von Zinkloesungen
DE91002C (de)
CH106823A (de) Verfahren zur Aufbereitung von Zink-Roherzen, Zink-Konzentraten und dergleichen für die Elektrolyse behufs Gewinnung des Zinks.
AT101002B (de) Verfahren zur Behandlung metallhaltiger Materialien.
DE662231C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Kupferoxychlorid
DE199554C (de)
DE350520C (de) Verfahren zur Reinigung von Zinn sowie zur Herstellung von Zinnsalzen aus Rohzinn