DE4440906C2 - Vorrichtung zum Überwachen von Drücken - Google Patents
Vorrichtung zum Überwachen von DrückenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überwachen von
Drücken in flüssigen oder gasförmigen Medien nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus DE 87 07 812 U1 be
kannt. Der dort vorgesehene Mikroschalter wird durch Ein
drücken eines Schaltstößels ausgelöst, so daß nach dem
Eindrücken des Stößels ein Überhub der Bourdonfeder nicht
in einfacher, zuverlässiger Weise aufgefangen werden kann.
Aus GB 2 276 453 A1 und US 3 678 758 sind Druckknopfschal
ter bekannt, die direkt, also ohne Zwischenschaltung eines
am Schalter befestigten Hebels, von einer Bourdonfeder be
tätigt werden. Der Prospekt der Firma Matsushita Automa
tion Controls 2012 de de 5/72 A zeigt zwar an einem Mikro
schalter befestigte Betätigungshebel, es ist jedoch un
klar, ob die Schaltstößel dieser Schalter einen Kontakt
dann auslösen, wenn sie durch die Betätigungshebel freige
geben werden. Die Schaltstößel könnten auch als Druck
knöpfe ausgebildet sein und vom Betätigungshebel niederge
drückt werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Vorrich
tung so weiterzubilden, daß auch nach dem Auslösen des Mi
kroschalters die Bourdonfeder in einfacher und zuverlässi
ger Weise einen Leerhub auszuführen vermag, ohne daß sie
selbst oder der Schalter beschädigt werden würde.
Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Vorrichtung von
der Erfindung durch die im Kennzeichnungsteil des Patent
anspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Die nachstehende Beschreibung einer bevorzugten Ausfüh
rungsform der Erfindung dient im Zusammenhang mit beilie
gender Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht einer Drucküber
wachungsvorrichtung entlang der Linie
1-1 in Fig. 3;
Fig. 2 eine Schnittansicht der Drucküber
wachungsvorrichtung entlang der Linie
2-2 in Fig. 3;
Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie
3-3 in Fig. 1 und
Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie
4-4 in Fig. 1.
Die auf der Zeichnung dargestellte Vorrichtung zum Über
wachen von Drücken in flüssigen oder gasförmigen Medien,
insbesondere in Hydraulikflüssigkeiten von Kraftfahrzeu
gen, umfaßt ein z. B. aus Metall gefertigtes, kreiszylin
drisches Schaltergehäuse 1, dessen eines Ende (in Fig. 1
und 2 oben gelegen) offen und dessen anderes Ende durch
einen Boden 2 verschlossen ist. In einer durchgehenden
Bohrung 3 des Bodens 2 ist das offene Ende 4 einer an sich
bekannten Bourdonfeder 5 abgedichtet befestigt, z. B. durch
Verlötung, so daß die Windung 6 und das freie (geschlos
sene) Ende 7 der Bourdonfeder 5 frei in den Innenraum des
Schaltergehäuses 1 hineinragen. Mit dem durch den Boden 2
verschlossenen Ende des Schaltergehäuse 1 ist ein Kupp
lungsteil 8 unter Zwischenschaltung einer Dichtung 9 fest
verbunden, beispielsweise durch Gewinde, so daß zwischen
dem Boden 2 und dem Kupplungsteil 8 ein Druckraum 11 ent
steht, in den das Medium, z. B. ein Hydraulikmedium, dessen
Druck überwacht werden soll, über eine im Kupplungsteil 8
ausgebildete Bohrung 10 eingeleitet werden kann. Aus dem
Druckraum 11 gelangt das Medium in die Bourdonfeder 5.
Das Kupplungsteil 8 kann statt durch Gewinde auch in ande
rer Weise mit dem Schaltergehäuse 1 verbunden werden. Auch
eine einstückige Ausbildung von Schaltergehäuse 1 und
Kupplungsteil 8 ist möglich.
Wenn sich der Druck des die Bourdonfeder 5 füllenden Me
diums ändert, erfährt deren Windung 6 in bekannter Weise
eine entsprechende Verformung, die zu einer druckabhängi
gen Bewegung des freien Endes 7 der Bourdonfeder 5 führt.
Am freien Ende 7 der Bourdonfeder 5 ist starr ein Stift 12
mit einem kugeligen Abschnitt 13 ausgebildet, wobei der
kugelige Abschnitt 13 an einem Betätigungshebel 14 eines
noch zu beschreibenden Mikroschalters 15 angreift. Somit
kann die Bewegung des freien Endes 7 der Bourdonfeder 5
dazu benutzt werden, druckabhängige Schaltvorgänge auszu
lösen.
Wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich, ist der Betätigungs
hebel 14 an einer mit dem Mikroschalter 15 verbundenen
Drehachse 16 schwenkbar befestigt und durch eine Schrau
benfeder 17 (in Fig. 3 nach abwärts) vorgespannt. Die
Schraubenfeder 17 greift einerseits am Betätigungshebel 14
an und ist andererseits an einem mit dem Mikroschalter 15
verbundenen Plattenteil 18 gelagert. Zwischen dem mit dem
freien Ende 7 der Bourdonfeder 5 verbundenen Stift 12 und
der Achse 16 liegt ein Stößel oder Auslöseknopf 19 des
Mikroschalters 15, der durch eine Feder 21 (in Fig. 3 nach
oben) vorgespannt und in Anlage am Betätigungshebel 14
gehalten ist. Der Mikroschalter 15 weist in bekannter
Weise einen sogenannten "Sprungkontakt" auf, der dann
augenblicklich ausgelöst wird, wenn der Auslöseknopf 19
entsprechend weit aus dem Gehäuse des Mikroschalters 15
(in Fig. 3 nach oben) herausgeschoben ist. Der Verschie
beweg des Auslöseknopfs 19 ist (in Fig. 3 nach oben) durch
entsprechende Anschlagmittel begrenzt. Der Aufbau des
Mikroschalters 15 mit Auslöseknopf 19 und Sprungkontakt
ist konventionell und braucht daher hier im einzelnen
nicht beschrieben zu werden.
Der Mikroschalter 15 ist über zwei Schrauben 22, 23 mit
einer kreiszylindrischen Platine 24 verbunden, die in das
offene Ende des Schaltergehäuses 1 eingesetzt und durch
einen Stift 25 verdrehgesichert ist. An der dem Innenraum
des Schaltergehäuses 1 zugewandten Seite der Platine 24
ist eine Führungsplatte 26 befestigt, die eine Gleitfüh
rung für den Mikroschalter 15 bildet, der somit relativ
zur Platine 24 (senkrecht zur Zeichnungsebene der Fig. 1)
verschieblich ist. Wenn somit nach Lösen der Schrauben 22,
23, die in die bereits erwähnte, mit dem Mikroschalter 15
verbundene Platte 18 (Fig. 1) eingreifen, der Mikroschal
ter und damit der an ihm drehbar befestigte Betätigungshe
bel 14 verschoben werden, ändert sich der Angriffspunkt
des am Stift 12 vorgesehenen, kugeligen Abschnitts 13 am
Betätigungshebel 14, so daß letzten Endes der druckabhän
gige Auslösepunkt des Mikroschalters 15, der ja von dem
Verschwenkungsweg des Betätigungshebels 14 abhängig ist,
eingestellt werden kann. Nach vollzogener Einstellung wer
den die Schrauben 22, 23 wieder angezogen. Die Schrauben
22, 23 durchdringen einen in der Stirnwand der Platine 24
ausgebildeten Längsschlitz 27 (Fig. 3), der eine lineare
Verschiebung des Mikroschalters 15 auf der Führungsplatte
26 ermöglicht. Ein in der Stirnwand der Platine 24 ausge
bildetes Fenster 28 (Fig. 3) gestattet es, die Einstellung
des kugeligen Abschnitts 13 des Stiftes 12 am Betätigungs
hebel 14 zu beobachten.
Die Platine 24 ist ihrerseits durch eine Platte 29 abge
deckt (Fig. 1), welche insbesondere auch das Fenster 28
und die Köpfe der Schrauben 22, 23 überfängt. Die Platte
29 wird nach vollzogener Justierung des Mikroschalters 15
aufgebracht und mittels Gießharz 31 am Schaltergehäuse 1
befestigt.
Wie aus Fig. 1 und 3 hervorgeht, weist der Mikroschalter
15 mehrere Anschlußkontakte 32 auf, die mit Anschlußdräh
ten 33 verbunden werden können. Zumindest der den An
schlußkontakten 32 benachbarte Teil dieser Anschlußdrähte
33 ist flexibel ausgebildet, so daß der Mikroschalter 15
in der beschriebenen Weise justiert werden kann.
Wesentlich bei der beschriebenen Vorrichtung ist, daß sich
das freie Ende 7 der Bourdonfeder 5 nach Auslösen des
Mikroschalters 15 über den Betätigungshebel 14 und den
Auslöseknopf 19 unter Mitnahme des durch die Feder 17 vor
gespannten Betätigungshebels 14 in einem "Leerhub" weiter
(in Fig. 1 nach rechts, in Fig. 3 nach oben) bewegen kann,
ohne den Mikroschalter 15 zu beschädigen, was der Fall
wäre, wenn der mit dem freien Ende 7 der Bourdonfeder
verbundene Stift 12 beispielsweise direkt auf einen
Druckknopf eines Mikroschalters einwirken würde. Der Druck
in der Bourdonfeder 5 kann also auch nach Erreichen des
Auslösepunktes des Mikroschalters 15 weiter ansteigen. Die
dadurch hervorgerufene Weiterverschwenkung des Betäti
gungshebels 14 bleibt ohne Einfluß auf den Mikroschalter
15. Nach Absinken des Druckes in der Bourdonfeder 15 und
Zurückbewegung des Stiftes 12 wird der Betätigungshebel 14
durch die Feder 17 in Richtung der Ruhelage des Betäti
gungshebels 14 nachgeführt. Wichtig ist also bei der be
schriebenen Drucküberwachungsvorrichtung, daß der Betäti
gungshebel 14 nach dem Auslösen des Sprungkontaktes des
Mikroschalters 15 bei einer weiteren Bewegung des freien
Endes 7 der Bourdonfeder 5 noch einen zusätzlichen Leerhub
ausführen kann.
Aufgrund des kugeligen oder balligen Körpers 13 greift das
freie Ende 7 der Bourdonfeder 5 im wesentlichen mit Punkt
kontakt am Betätigungshebel 14 an, so daß eine sehr genaue
Justierung der Vorrichtung möglich ist.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Überwachen von Drücken in flüssigen
oder gasförmigen Medien mit einem Schaltergehäuse, mit
einer im Schaltergehäuse angeordneten, mit dem Medium
verbundenen Bourdonfeder, deren freies Ende druckabhän
gige Bewegungen ausführt, und mit einem einen vorgespann
ten Auslöseknopf umfassenden, ebenfalls im Schalterge
häuse angeordneten Mikroschalter mit Sprungkontakt,
dadurch gekennzeichnet, daß
am Mikroschalter (15) ein in eine Ruhelage vorgespannter
Betätigungshebel befestigt ist, der durch Freigabe des
zunächst durch ihn eingedrückten Auslöseknopfes den
Sprungkontakt des Mikroschalters auslöst, und daß das
freie Ende (7) der Bourdonfeder (5) am Betätigungshebel
(14) angreift und ihn aus seiner Ruhelage herausver
schwenkt, wobei der vom Betätigungshebel (14) ausführ
bare Hub so bemessen ist, daß der Betätigungshebel nach
dem Auslösen des Sprungkontakts aufgrund einer weiteren
Bewegung des freien Endes der Bourdonfeder (5) noch einen
zusätzlichen Leerhub ausführt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am freien Ende (7) der Bourdonfeder (5) ein kuge
liger Körper (13) vorgesehen ist, der im wesentlichen
mit Punktkontakt am Betätigungshebel (14) angreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Angriffspunkt des freien Endes (7, 13) der
Bourdonfeder (5) am Betätigungshebel (14) einstellbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mikroschalter (15) mit dem Betätigungshebel
(14) im Schaltergehäuse (1) relativ zum freien Ende
(7, 13) der Bourdonfeder (5) verschieblich und in ver
schiedenen Positionen feststellbar ist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN101038829B (zh) * | 2006-03-17 | 2011-06-29 | 苏丽芳 | 加高操作臂抗振型指针式sf6气体密度继电器 |
Families Citing this family (1)
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1994
- 1994-11-17 DE DE19944440906 patent/DE4440906C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE4440906A1 (de) | 1996-05-23 |
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