DE44392C - Zündvorrichtung für Sicherheitslampen - Google Patents

Zündvorrichtung für Sicherheitslampen

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DE44392C
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44392D
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English (en)
Original Assignee
c. Wolf, i. F.: Friemann & Wolf in Zwickau, Sachsen, Am Bahnhof
Publication of DE44392C publication Critical patent/DE44392C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q1/00Mechanical igniters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zündvorrichtung für Sicherheitslampen, die mit schwerem OeI oder einem Gemisch von Petroleum und Paraffin gespeist werden. Zum Entzünden des Dochtes ist in diesem Falle eine länger andauernde Flamme erforderlich , als durch die Zündpillen von Amorcestreifen zu erzeugen möglich ist. Es werden deshalb Streifen mit Zündpillen verwendet, die nicht durch Schlag, sondern durch Reibung entzündet werden und eine lang andauernde Flamme abgeben. Die zur Zündung der Pillen erforderliche Zündvorrichtung ist in beiliegender Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist theilweise Ansicht, theilweise Schnitt durch eine Sicherheitslampe mit der im Oelbehälter angeordneten Zündvorrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Zündvorrichtung, theilweise im Schnitt,
Fig. 3 eine Stirnansicht derselben, theilweise im Schnitt, während
Fig. 4 und 5 Ansichten der zur Bethätigung des Reibers der Zündvorrichtung dienenden Spindel mit excentrischem Stift und Ansatz sind.
Durch das nur am oberen Ende theilweise offene Gehäuse α der Zündvorrichtung geht ■ ein fest gelagerter Bolzen b, welcher innerhalb des Gehäuses die zur Transportirung des spiralförmig um einen festen Stift gewickelten und an der Platte f geführten Zündstreifens e dienenden Zahnräder cc1 und zwischen diesen den eigentlichen Reiber d aufnimmt. Der Reiber d ist in der Mitte mit einem Schlitz versehen, der gröfser als der durch ihn tretende Stift b ist, so dafs der Reiber nicht allein eine Auf- und Abwärtsbewegung, sondern auch eine seitliche Bewegung ausführen kann. Im unteren Theile des Reibers d ist ein zweiter Führungsschlitz vorgesehen, durch den ein gleichfalls in dem Gehäuse α gelagerter Stift g tritt. Ein am Reiber d befestigter Stift h tritt durch einen Schlitz i des Gehäuses α nach aufsen und wird hier von dem einen Ende einer um den Bolzen k gewickelten Feder / ergriffen, welche bestrebt ist, den Bolzen h und hierdurch den Reiber d selbst hochzuschnellen (Fig. 2). Soll der Reiber d zur Bethätigung der Zündvorrichtung nach unten gezogen und die Feder I gespannt werden, so dreht man die aus dem Oelbehälter der Lampe heraustretende Spindel m in der Pfeilrichtung (Fig. 1 und 2) herum, wobei die Nase η an dem excentrischen Stift 0 der Spindel den Reiber d zuerst nach der Seite drückt, so dafs der aus dem Kasten a heraustretende Arm dl mit dem zugespitzten gebogenen Ende i2 des Reibers d von dem Papierstreifen e abgehoben und in dieser abgehobenen Lage nach unten geführt wird, ohne den Papierstreifen e mitzunehmen. Die Nase η läfst zwischen sich und den Theilen m m1 der Spindel einen genügenden Zwischenraum, um die Transportirräder cc1 aufzunehmen. Bei weiterer Drehung der Spindel und nach Abheben des Reibers von dem Zündstreifen e greift der excentrische Stift 0 in die Zähne der Transportirräder cc1 ein, dreht dieselben um einen Zahn herum und schiebt dadurch gleichzeitig den Papierstreifen e um die Entfernung
zweier Zündpillen in die Höhe. Der Reiber d wird durch die Nase η in seiner untersten Lage so lange festgehalten (Fig. i), bis letztere bei weiterer Drehung der Spindel m einen Schulteransatz am Reiber d passirt' hat und in die in Fig. 2 dargestellte Lage gelangt ist. Nun kann die Schlagfeder Z in Wirkung treten, die zuerst durch den Angriff an den Stift h den Reiber d nach der anderen Seite drückt, damit die Spitze d2 des Armes dl fest an dem Papierstreifen e zur Anlage kommt und alsdann den Reiber in gerader Führung schnell nach oben treibt, wobei die Spitze des Reibers d die Zündpille aufreifst und dadurch eine Zündung herbeiführt. Um nicht ein Abreifsen der ZUndpille ohne Zündung derselben zu veranlassen, empfiehlt es sich, dieselbe in der Mitte zu schlitzen. Die durch die besondere Art Zündmasse durch Reibung derselben erzeugte Flamme brennt ausreichend lange, um den mit schweren Oelen oder Petroleum und Paraffin gespeisten Docht zum Entflammen zu bringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Zündvorrichtung für mit schweren, fetten Oelen gespeiste Sicherheitslampen, bestehend aus dem Reiber d, der bei Drehung der Spindel m durch die Nase η des excentrischen Stiftes 0 der Spindel von dem Zündstreifen e abgehoben wird, worauf die durch den Stift 0 bewegten Transportirräder c cl den Streifen um die Entfernung zweier Zündpillen nach oben schieben, während nach Freigabe des Reibers durch die Nase η bei weiterer Drehung der Spindel m die an den Stift h des Reibers angreifende Schlagfeder I ein Anlegen des Reibers d an den Zündstreifen e und Hochtreiben des ersteren zur Zündung der Pille veranlafst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT44392D Zündvorrichtung für Sicherheitslampen Expired - Lifetime DE44392C (de)

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