DE243780C - - Google Patents

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DE243780C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43MBUREAU ACCESSORIES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B43M1/00Fixing seals on documents

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  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 243780 -■■■ KLASSE 7Od. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. März 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Lampen mit in einem seitlich ausladenden Brennerrohr befindlichem Docht, insbesondere zum, Erwärmen von Siegellack.
Die Erfindung besteht darin, daß das freie Ende des seitlich ausladenden Brennerrohres mit einer Abschrägung ausgestattet ist, die den Docht nach unten zu freiläßt, ihn aber nach oben zu abdeckt, wobei an dem das Dochtende
ίο bedeckenden Ende des Brennerrohrs ein Loch angeordnet sein kann.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
α ist der Brennstoffbehälter der Lampe, b ihre Füllschraube und c ihr Griff, d ist das gebogene, seitlich ausladende Rohr, innerhalb dessen der Docht f geführt ist. g ist die Abschrägung des Rohrendes und h das oberhalb der Abschrägung im Rohr d angeordnete Loch, i ist eine Kapsel, welche durch das Kettchen k mit dem Rohr d oder dem Brennstoffbehälter α zusammenhängt und bei Nichtgebrauch der Lampe auf das freie Ende des Rohres d gesteckt wird, zu dem Zwecke, ein Austrocknen des Dochtes zu verhindern.
Der wichtigste Teil . des Erfindungsgegenstandes ist die Abschrägung g des Rohrendes. Wäre das Rohr nicht abgeschrägt, so würde das aus ihm heraustretende Dochtende, weil auf allen Seiten von Luft umspült, sehr bald verbrennen. Bekannt ist ja auch der weitere Nachteil eines nach allen Seiten frei ,liegenden Dochtendes, daß der in einem solchen Dochtende sitzende Brennstoff (z. B.' Spiritus) _ sehr schnell verdunstet, so daß nur Wasser zurückbleibt und daher das Wiederanstecken der Lampe erst dann möglich wird, wenn man eine ganze Anzahl Zündhölzer vergeblich dazu verbraucht hat. Man hat versucht, diesen Übelständen dadurch abzuhelfen, daß man den Docht ganz innerhalb des Brennerrohrs anordnete, so daß er gar nicht hervortritt. Dadurch wurde die Verdunstung des Brennstoffes allerdings vermindert, aber der sehr erhebliche Nachteil verursacht, daß jeder dieser Brenner erst vorgewärmt werden muß, bevor die Flamme entzündet werden kann.
Bei der vorliegenden Lampe sind diese Mängel vermieden. Denn da der Docht nach oben zu abgedeckt liegt, kann der in ihm enthaltene Brennstoff nicht so vollkommen verdunsten, daß ein Wiederanzünden der Lampe Schwierigkeiten verursacht. Da ferner der Docht nicht ringsum von Luft umspült ist, ist er der Verbrennung bei weitem nicht so ausgesetzt wie gewöhnliche, nach allen Seiten frei liegende Dochtenden. Auch bedarf der Brenner keiner Vorwärmung, da ja die -Unterseite des Dochtes frei liegt, so daß ein darunter gehaltenes Zündholz den Docht unmittelbar trifft, ohne erst das Brennerrohr vorwärmen zu müssen.
Endlich bietet die Abschrägung einen gerade für Siegellampen wichtigen Vorteil, welcher darin besteht,, daß die Äbschrägung g den Docht
gegen den abtropfenden Siegellack schützt. Tropft letzterer sonst in Richtung auf einen Docht nieder, dann hebt er dessen Saugfähigkeit bekanntlich sofort auf. Beim Erfindungsgegenstand kann dieser Fall nicht eintreten, da der abtropfende Siegellack immer nur auf den Metallteil g trifft, dem er natürlich nichts schadet, und von dem er leicht entfernt werden kann, während der geschützt darunter liegende
ίο Docht niemals in Berührung mit dem geschmolzenen Siegellack kommen kann.
In bezug auf die Bohrung h haben Versuche ergeben, daß sie die Richtung und Größe der Flamme beeinflußt. Beides ließ zu wünschen übrig und beide Mängel wurden durch Anordnung der Bohrung h beseitigt. Doch ist diese Bohrung für den praktischen Gebrauch der
Lampe weit weniger wichtig als die Abschrägung g.

Claims (2)

Pate nt-Ansprüche:
1. Lampe mit in einem seitlich ausladenden Brennerrohr befindlichem Docht, insbesondere zum Erwärmen von Siegellack, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Brennerrohrs (d) mit einer Abschrägung (g) ausgestattet ist, die den Docht nach unten zu frei läßt und ihn nach oben zu abdeckt.
2. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem das Dochtende bedeckenden Ende des Brennerrohrs ein Loch (h) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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