DE4436676C2 - Verfahren zur Herstellung von längs- und/oder quergereckten, insbesondere simultan biaxial gereckten Folienbahnen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von längs- und/oder quergereckten, insbesondere simultan biaxial gereckten FolienbahnenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung
von längs- und/oder quergereckten, insbesondere simultan
biaxial gereckten Folienbahnen nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Bei derartigen Vorrichtungen ist es bekannt, daß längs
einer Schienenanordnung Kluppen verfahren werden, mit
denen der Rand der zu reckenden Folienbahn ergriffen,
dabei fortbewegt und gereckt werden kann. Es sind Längs-
und Querreckanlagen sowie biaxiale Reckanlagen zum simul
tanen biaxialen Recken von Folienbahnen bekannt. Insbeson
dere bei simultan biaxialen Reckanlagen werden die Kluppen
oder Spannmittel in der Regel durch Lenker untereinander
verbunden, die in zickzackförmiger Anordnung längs zweier
Führungsbahnen in der Streck- und Fixierzone geführt sind.
Die beiden Führungsbahnen sind in Längsrichtung in der
Streckzone mit zunehmend geringer werdendem Abstand und in
der Fixierzone mit zunehmend größer werdendem Abstand
zueinander verlegt. Dadurch ändert sich der Abstand zweier
Kluppen bzw. Kluppenwagen, wodurch die simultane biaxiale
Reckung bewerkstelligt werden kann.
Eine nach dem Stand der Technik bekannte Kluppe, die längs
einer Schienenanordnung verfahren werden kann, ist bei
spielsweise aus der DE 39 28 454 A1 bekannt geworden.
Die Vorrichtung umfaßt eine Schiene mit rechteckförmigem
Querschnitt quer zu deren Längsrichtung. Die Kluppe ist
mit oberen und unteren vertikalen und mit links und rechts
der Schiene liegenden horizontalen und in Längsrichtung
versetzt liegenden Laufrollen ausgestattet, worüber die
Kluppe längs der vier Laufflächen an der Schiene längs
verfahrbar ist.
Die Kluppe gliedert sich in den die Laufrollen umfassenden
Kluppenwagen sowie die zugehörigen Spannmittel zum Ergrei
fen und Festhalten des Randes einer zu reckenden Folien
bahn, wozu am Kluppenwagen in etwa in Höhe der Führungs
schiene ein Kluppentisch vorgesehen ist, auf welcher in
der Ebene der Folienbahn verlaufend der Rand der Folien
bahn ergriffen und durch einen in der Vorveröffentlichung
nicht näher gezeigten Kluppenhebel gespannt und festge
halten wird.
Obgleich dies in der DE 39 28 454 nicht näher dargestellt
ist, kann noch eine Abschirmwand vorgesehen sein, die
längs der Schienenanordnung verläuft und den freien Be
reich unterhalb des Kluppenwagens bis unterhalb des Klup
pentisches abschirmt.
Eine bezüglich des gattungsbildenden Standes der Technik
weitgehend vergleichbare Führungseinrichtung für Spann
kluppen ist auch aus der DE 27 49 119 A1 bekannt geworden.
Bei dieser Führungseinrichtung werden bevorzugt anstelle
von Laufrollen Gleitelemente verwendet, worüber die Klup
penwagen an der Schienenanordnung gleitend gehalten und
gegenüber der Führungsschiene verfahrbar sind. Die Füh
rungsschiene selbst ist ebenfalls im Querschnitt recht
eckförmig gestaltet und weist entsprechende, an der Trag- und
Führungsschiene eingesetzte auswechselbare Führungs
elemente auf, die im Querschnitt ebenfalls im wesentlichen
rechteckförmig oder zumindest annähernd rechteckförmig
gestaltet sind.
Auch bei dieser Anordnung sind die Spannelemente mit dem
Kluppentisch und dem Kluppenhebel am Kluppenwagen freilie
gend angeordnet, da die gesamte Führungsschiene nur über
einen im Querschnitt C-förmigen Kettenbahnträger gehalten
ist, dessen obere und untere Flanschenden des C-förmigen
Kettenbandträgers im Abstand oberhalb und unterhalb des
eigentlichen Kluppenkörpers enden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ausgehend von
dem gattungsbildenden Stand der Technik eine gegenüber dem
Stand der Technik verbesserte Vorrichtung zum Längs-
und/oder Querrecken oder zum simultanen biaxialen Recken
von Folienbahnen zu schaffen, die insbesondere bei einem
Folienriß weniger anfällig ist, und bei der die zu recken
de Folienbahn vor Verschmutzung besser geschützt ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im An
spruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausge
staltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen ange
geben.
Es ist bekannt, daß die Führungsmittel der Kluppenwagen,
d. h. in der Regel die Laufrollen sowie die Führungsschiene
selbst, stets mit entsprechenden Schmiermitteln, d. h. Ölen
oder Fetten, geschmiert werden müssen. Es hat sich nunmehr
gezeigt, daß derartige Öl- und Schmiermittelreste zumin
dest in Form kleiner Partikel und Tröpfchen in Richtung
der Folienbahn geschleudert werden, wodurch sich die Qua
lität der Folienbahn deutlich vermindert.
Umgekehrt ist aber auch bekannt, daß es bei der Herstel
lung und beim Recken derartiger Folienbahnen immer wieder
zu einem Folienbahnriß kommen kann. Folienreste und
-schnitzel werden dann durch die über die Kluppe in die
Folienbahn eingeleiteten Reckkräfte in Richtung der Klup
penwagen beschleunigt und bis auf die Schiene und damit
die Lauf- oder Gleitbahn selbst gelangen. Mit anderen
Worten können sich die Folienreste im Kluppenwagen und in
den dort vorgesehenen Führungsmitteln verheddern, wodurch
im schlimmsten Fall sogar ein Stillstand der Anlage er
forderlich ist. Durch den Kontakt des Schmieröls mit der
Folie können auch Folienrisse beim Reckvorgang ausgelöst
werden.
Diese Nachteile können erfindungsgemäß mit vergleichsweise
einfachen Mitteln überwunden werden. Und dies im Falle
einer Schienenanordnung - mit einer oder mehreren Einzel
schienen - und einer Kluppenwagenanordnung, bei der die
Führungsmittel der Kluppenwagen, also die Laufrollen
und/oder die Gleitelemente, die entsprechenden Führungs
schienenabschnitte zumindest teilweise übergreifen. Denn
die Ausbildung derartiger Schienenanordnungen bietet die
Möglichkeit, daß die Schienen mit vergleichsweise ein
fachen Mitteln kompakt und die hohen Kräfte gut aufnehmend
ausgebildet sein können, wobei nunmehr erfindungsgemäß
gleichwohl eine optimale Abschirmfunktion für die Füh
rungsschienen und die Führungsmittel an den Kluppenwagen
möglich ist.
Dazu weisen die Kluppen eine neue Konstruktion auf, die
sich dadurch auszeichnet, daß die eigentlichen, den Rand
der Folienbahn haltenden Spannmittel jeweils mit dem längs
der Schiene verfahrbaren Kluppenwagen über eine obenlie
gende Brückenkonstruktion verbunden sind. Dadurch wird
zwischen den Spannmitteln und den Kluppenwagen ein un
terhalb der Brücke liegender Abstandsraum gebildet, in
welchem eine untere Abschirmwand, getrennt von der eigent
lichen Schienenkonstruktion, angeordnet werden kann. Der
obere Rand der Abschirmwand kann dabei deutlich höher als
die Spannelemente, d. h. die Lage der Folienbahn, enden.
Der obere Rand der Abschirmwand kann damit auch deutlich
höher liegen, als die Lauf- oder Gleitflächen an der oder
den Führungsschienen.
Die erfindungsgemäße Lösung verhindert, daß Schmiermittel
oder Schmiermittelreste in Richtung der Folienbahn ge
schleudert werden, oder daß umgekehrt bei einem Riß der
Folienbahn Folienbahnbestandteile oder -schnitzel in den
Bereich der Laufrollen oder Gleitstücke bzw. der Führungs
schiene gelangen können. Denn diese Folienreste können bei
der erfindungsgemäßen Konstruktion nur bis zur Abschirm
wand gelangen. Auf diese Weise wird erreicht, daß die
Kluppen gegen einen Folieneinzug geschützt sind, und daß
dabei wiederum vor allem die Führungsmittel an den Klup
penwagen sowie die Lauf- oder Gleitbahnen sowie die Mo
toren gegen ein Eindringen der Folie geschützt sind.
Zwar ist aus der DE 33 39 149 A1 ein rinnenförmiges Profil
für die Führung und Abstützung einer Spannrahmenkette
bekannt geworden, das aus einem U-förmigen Profilteil und
einem winkelförmigen Profilteil kastenförmig zusammenge
setzt ist. Im Inneren dieses kastenförmigen Profils sind
mehrere Gleitstücke vorgesehen, an welchen die einzelnen
Glieder der Spannrahmenkette gleitend geführt sind. Dieses
rinnen- oder kastenförmige Profil weist einen obenliegen
den Schlitz auf, worüber ein mit dem im Inneren der
U-förmigen Profilschiene verlaufenden Kettenglieder verbun
dener sog. Nadelleistentragarm herausgeführt ist. Das
Endteil des Nadelleistentragarms ist über eine diesem
Endteil vorausgehende Kröpfung so angeordnet, daß es etwa
in Höhe der Mitte der U-förmigen kastenförmigen Profils zu
liegen kommt.
Bei diesem vorbekannten rinnenförmigen Profilteil handelt
es sich aber grundsätzlich um ein völlig andersartiges
Konstruktionsprinzip mit völlig anders artiger Schienen
anordnung. Eine derartige kasten- oder rinnenförmige
Profilschiene ist aber vergleichsweise mit der im gat
tungsbildenden Stand der Technik beschriebene und im Quer
schnitt im wesentlichen rechteckförmige Schienenanordnung
sehr viel aufwendiger zu realisieren, insbesondere dann,
wenn berücksichtigt werden muß, daß praktisch alle Wände
dieses kastenförmigen Profils entsprechend dick dimensio
niert sein müssen, um die von den Kluppenwagen auf die
Führungsschiene eingeleiteten Kräfte verwindungssteif
aufzunehmen. Im übrigen ist in dieser Vorveröffentlichung
die Frage einer Ölabschirmung bzw. eines Schutzes der im
Inneren des rinnen- oder kastenförmigen Schienenprofils
geführten Kettenglieder nicht beschrieben oder auch nur
erwähnt. Schließlich aber ist ein derartiges rinnenförmi
ges Profil für die Herstellung von zu reckenden Kunst
stoffolien in der Regel völlig ungeeignet, weshalb auch
keine, wie in der Kunststoffolien-Herstellung übliche
Kluppenhebelkonstruktion, sondern nur ein sog. Nadellei
stentragarm zum Einsatz kommt und an welchem nach oben
vorstehend lediglich Nadeln gehalten sind.
Schließlich wird ergänzend auch bezüglich einer aus der
DE 42 35 648 A1 bekannten Vorrichtung zum simultanen, biaxia
len Recken und axialen Schrumpfen thermoplastischer Folien
bahnen angemerkt, daß diese beispielsweise aus den Fig.
4 und 8 dieser Vorveröffentlichung bekannte Konstruktionen
zeigt, daß auch hier wesentliche Teile der Führungsmittel,
d. h. der Laufrollen am Kluppenkörper so angebracht sind
und an Teilen der Führungsschiene so ablaufen, daß eben
falls aufgrund der völlig unabgeschirmten
Anordnungsschmiermittel- und Ölreste zur Folienbahn und
umgekehrt im Falle eines Folienbahnrisses Folienreste
zwischen Laufrollen und Führungsschienenflächen gelangen
können.
Eine weitere Verbesserung kann grundsätzlich auch noch
dadurch erzielt werden, daß noch eine obere Abschirmwand
vorgesehen ist, die von oben her folienbahnseitig die
Spannmittel der Kluppe zur Folienbahnseite hin abdeckt.
Mit anderen Worten endet die obere Abdeckwand in entspre
chend ausreichendem Abstand oberhalb des Kluppentisches
bzw. der Folienbahn. Dadurch ergibt sich eine mäanderför
mige, d. h. in Seitenansicht parallel zur Folienbahn eine
überlappende Abdeckung, wodurch die Raumtrennung zwischen
Folienbahn und Kluppenwagenanordnung nochmals verbessert
wird. Schmiermittelreste können damit selbst in ungün
stigen Situationen nicht mehr in Richtung zur Folienbahn
geschleudert werden, wie umgekehrt aber auch im Falle
eines Folienbahnenrisses Folienbestandteile völlig von der
Laufschiene und der Kluppenwagenanordnung abgeschirmt sind
und nicht in diesen Bereich gelangen können.
Die erfindungsgemäß beschriebene Abschirmung weist beson
dere Vorteile bei Reckanlagen zum simultanen biaxialen
Recken von Folien auf. Denn in der Reckzone wird hier der
Kluppenabstand zwischen zwei Kluppen zunehmend größer, mit
der Folge, daß durch den größer werdenden Freiraum zwi
schen zwei Kluppenwägen ohne die erfindungsgemäße Abschir
mung die Gefahr zunimmt, daß durch die Rotation der Lauf
rollen Öl- oder Schmiermittelreste in Richtung Folienbahn
geschleudert werden und diese kontaminieren können, und
daß umgekehrt bei einem Folienbahnriß Folienreste in den
Bereich der Schiene und damit der Kluppenwägen sowie deren
Laufräder gelangen können.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung
werden nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles unter
Bezugnahme auf eine beigefügte Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung ist eine nachfolgend zum Teil auch als
Schienenanordnung bezeichnete Schiene 1 im Querschnitt
gezeigt, die quer zur Zeichenebene verläuft und längs der
die in der Figur in Querschnittdarstellung wiedergegebene
Kluppe 3 verfahrbar ist.
Die Schiene 1 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel eine
Rechteckform auf und ist über einen nach links verlaufen
den Träger 5 gehalten.
Der Kluppenwagen selbst weist eine U- bis C-förmige Grund
struktur, d. h. im wesentlichen einen U-förmigen Rahmen 7,
auf, an welchem mehrere in Längsrichtung des Kluppenwagens
versetzt liegende vertikale und horizontale Laufrollen 9
bzw. 11 auf den durch die oberen und unteren bzw. linken
wie rechten Seiten der Schiene 1 gebildeten Laufbahnen 13
abrollen. Die vertikalen Laufrollen 9 sind mit ihrer Achse
in Horizontalrichtung verlaufenden Vertikallagern und die
horizontalen Laufrollen 13 mit ihrer Achse in Vertikal
richtung verlaufenden Horizontallagern versehen.
Anstelle der erwähnten Laufrollen können unter Umständen
teilweise auch andere Führungsmittel, beispielsweise unter
Verwendung einer Gleitlagerung eingesetzt werden.
Aus der zeichnerischen Darstellung ist ersichtlich, daß
sich die Kluppe 3 in einen Kluppenwagen 17 (der im wesent
lichen den U-förmigen Tragrahmen 7 mit den erwähnten ver
tikalen und horizontalen Laufrollen 9, 11 etc. umfaßt) und
die Spannmittel 19 gliedert, die im gezeigten Ausführungs
beispiel einen Kluppentisch 21 und einen Kluppenhebel 23
umfaßt, an dessen unteren Ende die in der Folienbahnebene
25 verlaufende Folienbahn an ihrem seitlichen Rand ergrif
fen und zwischen dem unteren Ende des Kluppenhebels 23 und
dem Kluppentisch 21 eingespannt gehalten werden kann. Wie
aus der zeichnerischen Darstellung ersichtlich ist, liegt
die obere Auflagefläche des Kluppentisches 21 und damit
die Folienbahnebene 25 zumindest in etwa in mittlerer Höhe
der Schiene 1. Dadurch ergibt sich eine vergleichsweise
verkippfreie Abstützung des Kluppenwagens an der Schiene
1. Davon abweichend sind aber auch andere Konstruktionen
möglich.
Die Verbindung zwischen Spannmittel 19 und Kluppenwagen 17
erfolgt über eine obenliegende Brücke 27 unter Ausbildung
eines darunter befindlichen Abstandsraumes 29 zwischen fo
lienbahnseitig liegenden Spannmitteln 19 und dazu gegen
überliegendem Kluppenwagen 17. in diesem Abstandsraum 29
verläuft eine Abschirmung bzw. Abschirmwand 31. Am unteren
Ende der im wesentlichen vertikal verlaufenden Abschirm
wand 31 geht diese unterhalb des Kluppenwagens in eine Bo
denabschirmwand 33 über. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Abschirmung 31 im Querschnitt zumindest ansatz
weise U-förmig gestaltet und weist auf der zur Folienbahn
abgewandt liegenden Seite noch einen sich über eine gerin
ge Teilhöhe erstreckenden Abschirmrand 35 auf. Diese so
gebildete Abschirmwand oder -wanne verläuft parallel zu
der in ihrem inneren Bereich verlaufenden Schiene 1.
Die Ausführungsform ist derart, daß die Oberkante 37 der
Abschirmwand 31 oberhalb der Folienbahn bzw. der Folien
bahnebene 25 liegt. Gleichzeitig liegt die Oberkante 37
auch oberhalb der auf der Schiene 1 ausgebildeten horizon
talen bzw. vertikalen Laufbahnen 13. im gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel ist sogar gewährleistet, daß nicht nur die
Horizontallager der horizontalen Laufrollen 11, sondern
vor allem auch die Vertikallager der vertikalen oberen
Laufrollen 9 noch unterhalb der Oberkante 37 der Abschirm
wand 31 zu liegen kommen. Lediglich in einer geringen
Teilhöhe (die kleiner ist als der Radius der oberen Lauf
rollen) überragen die oberen vertikalen Laufrollen 9 in
Seitenansicht noch die Oberkante 37 der Abschirmung 31.
Aber auch bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel kann die
Brücke 27 zwischen Spannmitteln 19 und Kluppenwagen 17
so gestaltet sein, daß die Oberkante 37 relativ zu
der maximalen oberen Erstreckungshöhe der vertikalen Lauf
rollen 9 zu liegen kommt.
Da die erwähnten Lauf- oder Rollenbahnen 13 und die Fo
lienbahn deutlich unter der Oberkante 37 der vertikalen
Abschirmung 31 liegen, ergibt sich eine optimale Öl- und
Schmiermittelabschirmung gegenüber der Folienbahn. Diese
Wirkung wird dadurch verstärkt, daß alle horizontalen und
vertikalen Lager unterhalb der Oberkante 37 der Abschirm
wand 31 liegen.
Wenn im gezeigten Ausführungsbeispiel die oberen vertika
len Laufrollen 9 noch zumindest in einem geringen Bereich
oberhalb der Oberkante 37 der unteren Abschirmwand 31
liegen, so können hier auch noch sogenannte "integrierte
Kotflügel" 39 vorgesehen sein, die die vertikalen Laufrol
len 9 sowie deren Lager in Richtung zur Folienbahnseite
hin zusätzlich noch abdecken.
Umgekehrt wird aber auch ein Schutz gegen das Eindringen
der Folie bzw. von Folienbahnresten bei einem Folienbahn
riß dadurch erreicht, daß die Einspannstelle der Spann
mittel 19 und damit die Folienbahnebene 25 deutlich un
terhalb der Oberkante 37 der unteren Abschirmwand 31
liegt. Bei einem Folienbahnriß können die Folienbahnreste
frei nach unten fallen, ohne daß sie in den Bereich des
Kluppenwagens bzw. der Laufflächen gelangen können. Der
freie Fall nach unten wird allein durch die Gravitations
kräfte bewirkt. Bei Bedarf könnte hier auch noch eine
Unterstützung mittels von oben nach unten gerichteter
Luftströmung vorgesehen sein (Gebläse etc.), was in der
Zeichnung im einzelnen nicht näher dargestellt ist.
Die erwähnte Abschirmung kann noch dadurch weiter verbes
sert werden, daß, wie in der Zeichnung dargestellt ist,
auch eine obere Abschirmung oder Abschirmwand 41
vorgesehen ist, die im Bereich oberhalb der Schiene 1
parallel dazu, d. h. dieser folgend und oberhalb der darauf
längs verfahrbaren Kluppenwagen 17 angeordnet ist und fo
lienbahnseitig mit zumindest vertikaler Komponente auf die
Folienbahn zu verläuft. Ihre Unterkante 47 endet in aus
reichendem Abstand oberhalb der Folienbahnebene 25 und
damit in der Querdarstellung gemäß der beigefügten Zeich
nung auf der Seite der Folienbahn liegend seitlich neben
den Spannmitteln 19, d. h. insbesondere dem Kluppenhebel 23
und dessen Lagerung.
Durch diese Anordnung ist gewährleistet, daß die Unter
kante 47 der oberen Abschirmung 41 deutlich unterhalb der
Oberkante 37 der unteren Abschirmung 31 liegt. Es ergibt
sich dadurch in Seitenansicht, d. h. bezogen auf die Fo
lienbahnebene 25, eine überlappende Abschirmung mit einem
mäanderförmig verlaufenden Verbindungsweg zwischen Folien
raum und Laufwagenanordnung. Die gegenseitige Abschirmungs
wirkung der Folienbahn gegenüber Öl- und Schmiermittel
sowie umgekehrt der Schutz der Laufwagenanordnung, der
Laufrollen und der Laufflächen gegenüber Folienbahnresten
und -schnitzel wird dadurch noch weiter erhöht und ver
bessert. Im gezeigten Ausführungsbeispiel geht die zumin
dest mit einer Vertikalkomponente verlaufende obere Ab
schirmwand 41 oberhalb des Kluppenwagens und der Spann
mittel 19 in eine horizontal von der Folienbahn wegver
laufende Deckenwandung 49 über.
Wie in der Zeichnung anhand der Pfeile L dargestellt ist,
könnte durch geeignete Weise (beispielsweise durch Gebläse
etc.) noch ein von oben nach unten gerichteter Luftstrom
zwischen der oberen und unteren Abdeckwand 41, 31 nach
unten geleitet werden. Im Falle eines Folienbahnrisses
wird dadurch gewährleistet, daß die Folienbahnbestandteile
und -schnitzel noch leichter und besser nach unten mit dem
Luftstrom mitgenommen werden, wodurch die Abschirmwirkung
gegenüber den Kluppen und Kluppenwagen noch weiter ver
bessert wird.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Herstellung von längs- und/oder quer
gereckten, insbesondere simultan biaxial gereckten Folien
bahnen, mit den folgenden Merkmalen
- - mit einer Schienenanordnung (1),
- - längs der Schienenanordnung (1) sind Kluppen (3) mittels Kluppenwagen (17) verfahrbar,
- - der jeweilige Kluppenwagen ist mittels unterschiedlich ausgerichteten und vorzugsweise aus Laufrollen bestehen den Führungsmitteln (9, 11) längs der an der Schienenan ordnung (1) ausgebildeten Laufbahnen (13) verfahrbar,
- - die Kluppenwagen (17) und die Schienenanordnung (1) sind so ausgebildet, daß die Führungsmittel (9, 11) der Klup penwagen (17) die Schienenanordnung (1) zumindest teil weise über- und/oder umgreifen,
gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale
- - die Spannmittel (19) sind mit dem sie tragenden Kluppen wagen (17) in Queransicht über eine obenliegende Brücke (27) unter Ausbildung eines unter der Brücke (27) gebil deten Abstandsraumes (29) gehalten und verankert,
- - in diesen Abstandsraum (29) ragt eine von unten nach oben verlaufende und zur Schienenanordnung versetzt liegende untere Abschirmwand (31),
- - die Oberkante (37) der unteren Abschirmwand (31) endet im Abstand oberhalb der Folienbahnebene (25), und
- - die Führungsmittel (9, 11) des Kluppenwagens (17) liegen auf der zu den Spannmitteln (19) gegenüberliegenden Seite der Abschirmwand (31) bzw. der durch die Abschirm wand (31) gebildeten Schirmungsebene.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die an der Schienenanordnung (1) ausgebildeten Lauf
bahnen (13) unterhalb der Oberkante (37) der unteren Ab
schirmwand (31) liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die horizontalen Führungsmittel vorzugsweise
in Form von horizontalen Laufrollen (11) unterhalb der
Oberkante (37) der unteren Abschirmwand (31) liegen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vertikallager der als Führungs
mittel dienenden vertikalen Laufrollen (9) unterhalb der
Oberkante (37) der unteren Abschirmwand (31) liegen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die obenliegenden vertikalen Laufrollen (9)
mit Kotflügeln (39) in Richtung zur Folienbahn hin abge
schirmt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine weitere obere Abschirmung bzw.
obere Abschirmwand (41) vorgesehen ist, die von oben auf
die Folienbahnebene (25) zulaufend die Spannmittel (19)
und die Kluppenwägen (17) überdeckt und die mit ihrer Un
terkante (47) oberhalb der Folienbahnebene (25) endet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die untere und die obere Abschirmwand (31, 41) in
Seitenansicht parallel zur Folienbahnebene (25) überlap
pen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Unterkante (47) der oberen Abschirmwand
(41) unterhalb der obenliegenden Laufbahn (13) der Schie
nenanordnung (1) endet.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Überlappungshöhe der unteren und
oberen Abschirmwand (31, 41) zumindest 20% der Schienenhö
he (13) beträgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß folienbahnseitig benachbart zur unte
ren Abschirmwand (31), vorzugsweise in Draufsicht zwischen
der unteren und der oberen Abschirmwand (31, 41) hindurch
verlaufend, eine nach unten gerichtete Luftströmung (L)
erzeugbar ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4436676A DE4436676C2 (de) | 1994-10-13 | 1994-10-13 | Verfahren zur Herstellung von längs- und/oder quergereckten, insbesondere simultan biaxial gereckten Folienbahnen |
| JP51290696A JP3810084B2 (ja) | 1994-10-13 | 1995-10-05 | 縦伸長及び/又は横伸長によりフィルムシートを製造する製造装置 |
| EP95935437A EP0785858B1 (de) | 1994-10-13 | 1995-10-05 | Vorrichtung zur herstellung von längs- und/oder quergereckten, insbesondere simultan biaxial gereckten folienbahnen |
| PCT/EP1995/003940 WO1996011787A1 (de) | 1994-10-13 | 1995-10-05 | Vorrichtung zur herstellung von längs- und/oder quergereckten, insbesondere simultan biaxial gereckten folienbahnen |
| DE59509950T DE59509950D1 (de) | 1994-10-13 | 1995-10-05 | Vorrichtung zur herstellung von längs- und/oder quergereckten, insbesondere simultan biaxial gereckten folienbahnen |
| KR1019970701139A KR970705466A (ko) | 1994-10-13 | 1995-10-05 | 종 및/또는 횡방향 연신필름 특히 두축을 따라서 동시에 연신되는 필름의 제조장치(device for producing longitudinally and/or transversely drawn-out foil webs, in particular foil webs simultaneously drawn-out along two axes) |
| US08/793,869 US5791031A (en) | 1994-10-13 | 1995-10-05 | Apparatus for producing longitudinally and/or transversely drawn-out film webs, in particular film webs simultaneously drawn out along two axes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4436676A DE4436676C2 (de) | 1994-10-13 | 1994-10-13 | Verfahren zur Herstellung von längs- und/oder quergereckten, insbesondere simultan biaxial gereckten Folienbahnen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4436676A1 DE4436676A1 (de) | 1996-04-18 |
| DE4436676C2 true DE4436676C2 (de) | 1997-03-27 |
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