DE443552C - Verzoegerungszuender - Google Patents

Verzoegerungszuender

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DE443552C
DE443552C DEF60028D DEF0060028D DE443552C DE 443552 C DE443552 C DE 443552C DE F60028 D DEF60028 D DE F60028D DE F0060028 D DEF0060028 D DE F0060028D DE 443552 C DE443552 C DE 443552C
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DE
Germany
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detonator
sleeve
delay
ignition
sleeves
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Expired
Application number
DEF60028D
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Elek Scher Zuender Fab GmbH
Original Assignee
Elek Scher Zuender Fab GmbH
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/16Pyrotechnic delay initiators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Verzögerungszünder. Das Kennzeichen der neuen Art des Verzögerungszünders besteht darin, daß der Entgasungsraum entsprechend dem größer werc1eiiden Gasdrucke durch Auseinanderziehen der den Zünder bildenden in- bzw. aufeinanclergleifendenMetallhülsen vergrößert wird, ebne daß also eine Entgasung nach außerhalb (les Zünders erforderlich wird.
  • Derartige Zünder eignen sich besonders für ganz nasse Sprengarbeiten, bei welchen die Bohrlöcher mit Wasser angefüllt sind, das häufig sogar noch ziemlich hoch über den Bohrlöchern stehenbleibt, wie das z. B. beim Schachtabteufen häufig der Fall zti sein pflegt.
  • Der in dein Hohlraum des Zünders sich `bildende Gasdruck entsteht zunächst einmal durch die explosionsartige Mlirkung bzw. Entzündung des Zünderköpfchens, des weiteren aus den durch die Verbrennung des Zün-(lerköpfchens und des Verzögerungsmittels entstehenden Gasen. Entweder vermeidet man nun die Verwendung eines Zünderköpfchens, indem man in einer besonderen freistehenden Hülse das Verzögerungsmittel unterbringt und dicht neben .dem Verzögerungssatze bzw. dem Verzögerungsmittel eine möglichst langsam brennende Anfeuerung anordnet, in welche dann gleichzeitig auch der Glühdraht eingebettet ist, so daß also dieser selbst eine entsprechend gewählte Anfeuerung zur Entzündung bringt.
  • Order wenn Köpfchenzünder verwendet werden, so entfernt man diese möglichst weit von dem Verzögerungsmittel, so daß die detonationsartige Wirkung des Köpfchens nicht unmittelbar auf die Brennseele des Verzögerungsmittels einwirken und das Anbrennen eles Zündmittels etwa totschlagen kann. Eine solche Wirkung ist nur zu befürchten, wenn das-Zündköpfchen verhältnismäßig dicht dein Zündmittel gegenüber angeordnet ist, Bei genügender Entfernung wirkt eben mir der Zündstrahl bzw. die Flamme, die auftritt, nachdem die erste detonationsartige Entflaminüng des Zündköpfchens vorüher ist, auf die Seele des Verzögerungsmittels.
  • Steigert sich dann innerhalb .des Hchlraumes während der Entgasungszeit allmählich der Druck, so schiebt .dieser die Hülse, welche mit dem elektrischen Zünder verbunden ist, so weit hinaus, wie es erforderlich ist, um <lein Drucke nachzugeben. Die verschiedenen ineinander sich- verschiebenden Hülsen des Zünders sind dabei so lang zu nehmen, daß sie selbst bei starker Gasentwicklung =lizlit auseinandergetrieben werden.
  • Zünder mit sich gleitend verschiebenden Teilen sind zwar schon bekannt. Bei diesen ;ilteren Zündern diente aber die Verschiebung dazu, sofort nach der Zündung Entgasungslöcher für den Austritt der Gase nach außen zu öffnen, während bei dem Gegenstand der Irrfindung die Verschiebung einen zur Gasaufnahme im Innern des Zünders ausreichenden Raum herstellen soll. Außerdem besteht bei der älteren Konstruktion der eigentliche Zünder aus nur einer Hülse, und als verschieblicher Teil dient "die in den Zünder eingesetzte Sprengkapsel, während bei dem Gegenstand der Erfindung, abgesehen von der Sprengkapsel, mindestens zwei Hülsen den Zünder bilden.
  • Die Abbildungen zeigen in Längsschnitten Ausführungsformen der Erfindung, und zwar -ebb. i einen Zünder mit in die langsam b.renliende Anfeuerung eingeschobenem Glühdraht, Abb. z und 3 Zünder mit Köpfchen: Bei der Ausführung nach Abb. i und 2 ist die zurückgehende Hülse außerhalb Lind nach Abb. 3 innerhalb der anderen Zünderhülse angeordnet.
  • In Abb. 2 ist i eine Hülse, in der .die Verzögerung 2, bestehend in einem Stück Zündschnur oder einem beliebigen anderen Verzögerungsmittel, untergebracht ist und die am Zünderende mit einer Anfeuerung 3 und am Spreilgkapselende erforderlichenfalls auch finit einer Anfeuerung d. versehen ist. Die Verzögerungshülse i steckt in einer Hülse 5, die an dem einen Ende zu einem die Verz5gerungshülse fest umfassenden Halse 6 zusainmengezogen, am anderen Ende offen ist. Uni die Lage, der Hülsen gegeneinander besser zu sichern, ist auf die Verzögerungshülse eine kurze Hülse 7 aufgesetzt, die an den Enden Flanschen von einem Durchmesser gleich der Lichtweite der Hülse 5 hat; der dein offenen Ende der Hülse 5 zugewandte Flansch ist von Üffnungen 8 durchbrochen, so daß der Raum zwischen den beiden Flanschen mit dem übrigen Raum der Hülse in Verbindung steht.
  • Die Hülse 5 ist in eine lange Hülse y fest eingesetzt, die zur Aufnahme der Sprengkapsel io mit dem Knallsatz i i dient und ,licht über dem geschlossenen Ende der Hülse 5 eine Innensicke 12 als Rast für die Unterkante der Sprengkapsel hat und in kurzem Abstand von dieser eine Außensicke 13 als Anschlag für eine über die Hülse g leicht schließend überzogene Hülse 1.4. In die 1-Iülse 1.4 ist an ihrem unteren Ende das Zünderköpfchen i 5. mittels der Vergußmasse i 6 eingesetzt, wobei die Befestigung durch eine Innensicke 17 unterstützt wird.
  • Die A.bb. 3 zeigt einen "Zünder wesentlich gleicher Bauart, bei dem jedoch die das Zündköpfchen tragende Hülse 14' im Innern der Hülsen g und 5 gleitet und dementsprechend die Innensicke 17 durch eine Außensicke 17' ersetzt und die Außensicke 13 an dem Rohr 9 weggelassen ist.
  • Bei dem Zünder nach Abb. i ist die Allordnung der Hülsen ähnlich wie bei dem nach Abb. 2. Er weicht insofern von diesem ab, als in der Verzögerungshülse i dicht lieben dem Verzögerungsmittel 2 eine Allfeuerung 18 langsam brennender Art vorgesehen ist, in :die der all zwei Poldrähten i9, i 9 befestigte Glühdraht 2o eingeschoben ist.

Claims (3)

  1. PATRNTANSI'RÖCIIL: i. Elektrischer Verzögerungszünder ohne äußere Entgasung, dadurch gekennzeichnet, daß der den Zündsatz enthaltende Hohlraum aus mehreren dicht aufeinanderschließenden Hülsen gebildet wird, so daß bei Größenwerden des Gasdruckes innerhalb des Zünders die Hülsen auseinandergeschoben werden, ohne daß eine Entgasung nach außen stattfindet.
  2. 2. Elektrischer Verzögerungszünder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Zünd- oder das Verzögerungsmittel oder beide freistehend innerhalb der äußeren Zündesrhülse angeordnet sind, um so den Hohlraum des Zünders möglichst groß auszugestalten.
  3. 3. Elektrischer Verzögerungszünder nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der das Verzögerungsmittel aufnehmenden inneren Hülse auch ein Zündsatz langsam brennender Art, der gleichzeitig als Anfeuerung dient; dicht neben dein Zündmittel angeordnet ist.
DEF60028D 1925-10-14 1925-10-14 Verzoegerungszuender Expired DE443552C (de)

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