DE44314C - Antrieb- und Bremsvorrichtung für Wagen - Google Patents

Antrieb- und Bremsvorrichtung für Wagen

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DE44314C
DE44314C DENDAT44314D DE44314DA DE44314C DE 44314 C DE44314 C DE 44314C DE NDAT44314 D DENDAT44314 D DE NDAT44314D DE 44314D A DE44314D A DE 44314DA DE 44314 C DE44314 C DE 44314C
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DE
Germany
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wheels
wheel
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drive
shaft
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44314D
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English (en)
Original Assignee
D. M. PFAUTZ in Philadelphia, Pennsylvanien, V. St. A
Publication of DE44314C publication Critical patent/DE44314C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
    • B62M1/10Rider propulsion of wheeled vehicles involving devices which enable the mechanical storing and releasing of energy occasionally, e.g. arrangement of flywheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antrieb- und Bremsvorrichtung für Wagen, bei welcher während des Bergabfahrens die lebendige Kraft des Wagens zum Spannen von Federn nutzbar verwendet wird; dagegen kann beim Befahren von Steigungen der Wagen auch durch Muskelkraft und Federkraft zusammen getrieben werden. Auch ist eine Vorrichtung getroffen, dafs der Wagen nur vermittelst Handbetriebes allein bewegt werden kann.
Der Wagen kann eine beliebige Gestalt haben, nur mufs das Vorderrad (oder die Vorderräder) so angeordnet sein, dafs man den Wagen durch Drehung dieses Rades (oder der Räder) leicht vom Sitz aus lenken kann.
Auf beiliegender Zeichnung stellt:
Fig. ι den Wagen im Aufrifs, von der Seite gesehen, dar;
Fig. 2 zeigt denselben von oben gesehen, mit abgenommenem Sitz;
Fig. 3 ist ein Längenschnitt durch den Wagen, welcher die Feder, die Bremsvorrichtung, sowie die Vorrichtung zum selbstthätigen Aufwinden der Feder beim Bergabfahren veranschaulicht;
Fig. 4 zeigt das Spannrad, Triebrad und einen Theil der Bremsvorrichtung in der Endansicht;
Fig 5 zeigt einen Schnitt durch das Spannrad und Triebrad;
Fig. 6, 7 und 8 zeigen den Mechanismus zum Anzeigen der Federkraft-;
Fig. 9 zeigt die Bremsscheibe der Laufradwelle mit Tritthebelverbindung;
Fig. 10 und 11 stellen den Fedefkraftanzeiger in Verbindung mit dem Wagen und einzelne Theile des ersteren dar.
Als Beispiel eines Wagens ist auf den Zeichnungen ein Dreirad gewählt, bei welchem die beiden Laufräder mit A, das vordere Leitrad mit B bezeichnet sind. Die Speichen sind an der Radnabe durch Muttern α α befestigt; am Radkranz sind die Speichenenden in Hülsen eingepafst und durch die Muttern a1 festgehalten (s. Fig. 1).
Mit der sich nach innen erstreckenden Radnabe c ist ein Triebrad c1 verbunden (Fig. 2), welches die durch die Spannung der Federn erzeugte Kraft auf das Laufrad A überträgt. Die Federn bestehen aus spiralförmig gewundenen und auf der Laufradwelle C im Innern der Zahnräder D und E angeordneten, Stahlbändern, wie in den Fig. 3,4 und 5 dargestellt. Der Flantsch d des Rades D hat die nämliche Breite wie das Stählband; ebenso hat auch die nach innen vorstehende- Nabe e des Rades E die nämliche Breite oder Länge. Zwischen den beiden Radscheiben ist die Feder um die Nabe e herumgewickelt, und zwar ist das innere Ende der Feder an dieser Nabe e des Rades E und das äufsere Ende derselben an dem Flantsch d des Rades D befestigt.
Infolge dieser Anordnung der Feder wird bezweckt, dafs die Drehungsrichtung des Rades E beim Spannen oder Aufwinden der Feder die gleiche ist, wie die Richtung, nach welcher das Rad D durch die Wirkung der gespannten Feder gedreht wird.
Das Zahnrad E ist das zum Aufwinden oder Spannen der Feder dienende Rad oder das Spannrad, das Zahnrad D dagegen das Triebrad oder dasjenige, dessen Drehung auf die Laufräder übertragen wird. Letzteres geschieht
vermittelst einer vorgelegten Welle oder Triebwelle / mit Hülfe der auf dieser Welle sitzenden Triebe i, welche in die lose auf der Laufradwelle sitzenden Triebräder D eingreifen (s. Fig. 2 und 3). Durch die auf beiden Enden der .Triebwelle / sitzenden Stirnräder z'1 wird die Drehung der Welle /auf die Laufradwelle C durch die Triebe cl übertragen (s. Fig. ι und 2).
Der Flantsch d der Triebräder D ist aufsen elatt abgedreht und bildet die Aufläse für die
OO O
Bremsbänder .F.(Fig. 2 und 3), durch deren Anziehen vermittelst der im Vordertheil des Wagens angebrachten Handhebel J und der Verbindungsstangen gx die Drehung der Triebräder verzögert oder ganz eingehalten werden kann, wenn die Federn gespannt sind. Das eine Ende f des Bremsbandes ist mit einer Schraubenspindel versehen, welche durch die Muttern /]/2 verstellbar mit einem drehbaren Hebel/3 verbunden ist. Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, ist die gemeinschaftliche Drehachse dieser Hebel parallel mit der Laufradachse über den Trieb- und Spannrädern angeordnet.
An der äufseren Seite der Spannräder E sind Sperrradzahnkränze el angebracht, in welche die Sperrhaken e2 (s. Fig. 1)· eingreifen, welche drehbar an dem hinteren Theil des Rahmens des Wagengestelles befestigt sind. Hierdurch werden die Spannräder verhindert, sich nach der der Drehung des Laufrades entgegengesetzten Richtung (s. Fig. 1) zu drehen.
Die Sperrhaken sind mit Nasen versehen, welche sich auf den an der Scheibe des Rades E befestigten Gummiring e3 auflegen, sobald die Haken in die Zähne des Kranzes e1 einfallen (s. Fig. ι und 5). Durch diese Einrichtung wird das unangenehme Geräusch der beim Aufziehen der Federn über die Zähne des Sperrkranzes rasselnden Haken aufgehoben.
Das Aufwinden oder Spannen der Federn erfolgt durch die Spannwelle H, welche oberhalb der Laufradwelle oder Triebwelle zwischen beiden unter dem Wagensitz angeordnet ist. Sie ist an den beiden über den Rahmen des Wagens vorspringenden Enden mit Vierkanten zum Anstecken von Kurbeln behufs Drehens der Welle verbunden. Diese Drehung wird durch Triebe, welche in die Räder E eingreifen, auf die letzteren übertragen und hierdurch die Federn gespannt. Sobald der Druck der Bremsbänder F auf die Flantschen d vermittelst der Hebel J vermindert wird, fangen die Triebräder D an, sich auf der Laufradachse C zu drehen und theilen diese Drehung der Welle / vermittelst der Triebe, i mit, von welchen aus vermittelst der Räder z1 und Triebe c1 die Laufräder A gedreht werden.
Auf der Triebwelle / sitzen die Triebe z'2, und zwar gewöhnlich leerlaufend, welche in die Zähne der Spannräder E eingreifen. Durch Einrücken federnder Klauenmuffen läfst sich jeder einzelne Trieb z"2 fest mit der Wrelle / verbinden; in diesem Falle können durch die Drehung der Laufräder und vermittelst der Triebe c1 und Räder z1, sowie der Triebe z'2 die Spannräder gedreht und die Federn aufgewunden werden. Man rückt die Muffen vermittelst der vor dem Sitz angebrachten Handhebel G ein, welche (s. Fig. 1 und 3) durch Gelenkstück j[ und Winkelhebel j mit genannten Muffen verbunden sind. Durch diese Einrichtung läfst sich die überschüssige lebendige Kraft des Wagens, wie z. B. beim Bergabfahren, zum Treiben des Spannrades E und zum Aufwinden der Federn nutzbringend verwenden.
Auf der Seite des Wagensitzes ist ein Rad K (Fig. 1) angebracht; dasselbe kann vermittelst einer Kurbel vom Sitz aus gedreht werden und ist durch eine endlose Kette mit einem zweiten Rad K1 verbunden, dessen Achse die Triebe k tragt, welche in die Räder i[ der Triebwelle / eingreifen, so dafs man vom Sitz aus den Wagen vermittelst der Kurbel vorwärts treiben kann. Diese Vorrichtung läfst sich zusammen mit der durch die Federn hervorgebrachten Spannkraft oder, wenn letztere aufser Thätigkeit gesetzt sind, allein zum Treiben des Wagens benutzen.
Auf der Achse des Rades K1, und zwar hinter dem in die Räder z1 der Triebwelle eingreifenden Triebwerk, sitzen die gröfseren Triebe A2 lose auf der genannten Achse in Eingriff' mit den Rädern N der Spannwelle H. Vermittelst der Hebel Mm und der von denselben bewegten Klauenmuffen (s. Fig. 2) lassen sich die Triebe k2 und somit auch das Rad K mit der Spannwelle H verbinden und durch Drehen einer Kurbel die Federn spannen und dadurch ein Vorrath von Federkraft in dem Triebwerk des Wagens aufspeichern, ohne dafs man zu diesem Zwecke vom Sitz aufzustehen braucht.
Unmittelbar hinter den Trieben c1 sind Bremsscheiben von Holz an den Naben der Laufräder befestigt. Um diese Scheiben sind verstellbare Bremsbänder gelegt, deren Enden durch die auf einer unmittelbar vor den Bremsscheiben quer durch den Wagen laufende waagrechte Achse drehbaren Hebel P mit einander verbunden sind (s. Fig. 9). Diese Hebel P sind durch Gelenke ρ mit den Armen der hin- und herschwingenden Welle pl verbunden; in der Mitte trägt genannte Welle einen abwärts sich erstreckenden Arm ρ'2, welcher vermittelst einer Schnur ps mit einem federnden Fufstritt verbunden ist. Durch Treten des letzteren läfst sich die Geschwindigkeit des Wagens beliebig regeln.
Damit es dem Fahrenden zu jeder Zeit möglich ist, sich von der Gröfse der Spannkraft einer beliebigen Feder überzeugen zu können, wird jeder einzelnen Feder entsprechend vor dem Sitz eine Platte mit einer Eintheilung von ι bis ίο (s. Fig. 8) aufgestellt,' in deren Schlitz ein Zeiger R auf- und abspielen kann.
Die Bewegung des Zeigers erfolgt durch die Drehung einer Schraubenspindel, welche durch die Kegelräder r r1 gedreht wird. Die letzteren stehen in Verbindung mit den Triebrädern D und Spannrädern E.
Da die Triebräder sich in derselben Richtung wie die Spannräder drehen, so sind Zwischenräder angeordnet,, durch welche die Richtung der von den Triebrädern oder von den Spannrädern empfangenen Drehung in die entgegengesetzte verwandelt wird.
Der erwähnte, den Zeiger R treibende Mechanismus ist unmittelbar mit dem Triebrad D verbunden und wird daher auch in der nämlichen Richtung wie dasselbe gedreht; er wird auch durch das Spannrad E vermittelst zweier Zahnräder gedreht, von welchen das eine unmittelbar von dem Spannrad getrieben wird. Durch dieses wird das zweite Rad in der entgegengesetzten Richtung gedreht und in letzterer Richtung auch die Schraubenspindel des Zeigers R (s. Fig. 8 und 9).
5 (Fig. 10) bezeichnet einen hohlen Ständer zur Aufnahme einer senkrecht mit dem Zapfenlager des Leitrades B verbundenen Welle, an deren oberem Ende ein Handhebel S1 angebracht ist, welcher auf einer waagrechten Platte s des Ständers 5 gedreht werden kann, so dafs hierdurch das Leitrad auch entsprechend der Richtung der Fahrt gestellt werden kann. Der Hebel S1 ist zum Verlängern eingerichtet, so dafs er vom Sitz aus bewegt wird und in irgend einer beliebigen Lage festgestellt werden kann,

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Antrieb- und Bremsvorrichtung für Wagen, gekennzeichnet durch das gleichzeitige Vorhandensein folgender Theile:
    a) die mit dem Flantsch der Zahnräder D und der Nabe der Zahnräder E verbundenen Triebfedern, welche entweder durch Vermittelung der von Hebeln Gj1J ein- und ausschaltbaren, in die Räder E eingreifenden Triebe i2 von der beim Bergabfahren zur Wirkung kommenden lebendigen Kraft des Wagens oder von dem Fahrenden. mit Hülfe der Aufzieh welle H durch Vermittelung der Triebe N und k2, der Kettenräder KK\ der Triebe K und der Räder i1 und E aufgezogen werden;
    b) die auf die Aufsenfiäche des Flantsches der Räder D wirkenden, von dem. Handhebel J durch Vermittelung der Stange g und des Hebels^/3 bewegten Bremsbänder F(Fig. 3) zum Anhalten des Wagens;
    c) die Bremsvorrichtung (Fig. 9) für die Triebräder, bestehend aus Bremsscheiben, welche auf der Nabe dieser Räder sitzen und von . einem im Bereiche des Fahrenden befindlichen Fufstritte von Bremsbändern durch Vermittelung der . Schnur j>3 und der Gelenkstücke Pp1P'2 und P gebremst werden.
    Hierzu i Blatt Zeichnungen.
DENDAT44314D Antrieb- und Bremsvorrichtung für Wagen Expired - Lifetime DE44314C (de)

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