DE44256C - Neuerung an Funktionsventilen für Luftdruckbremsen der Eisenbahnfahrzeuge - Google Patents

Neuerung an Funktionsventilen für Luftdruckbremsen der Eisenbahnfahrzeuge

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DE44256C
DE44256C DENDAT44256D DE44256DA DE44256C DE 44256 C DE44256 C DE 44256C DE NDAT44256 D DENDAT44256 D DE NDAT44256D DE 44256D A DE44256D A DE 44256DA DE 44256 C DE44256 C DE 44256C
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brake cylinder
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Westinghouse Brake and Signal Co Ltd
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/08Brake cylinders other than ultimate actuators
    • B60T17/10Two or more cylinders acting on the same brake with means for rendering them effective selectively or successively, the number of effective cylinders being variable

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Das sogenannte Zweikammersystem benutzt einen Bremscylinder, in welchem während der Fahrt auf beiden Seiten des Bremskolbens Luftdruck vorhanden ist. Um die Bremsen in Thätigkeit zu setzen, wird die Luft auf der einen Seite des Bremskolbens (welche Cylinderseite oder todter Raum genannt wird) abgelassen, damit die Luft auf der anderen Seite des Kolbens (der Arbeitsraumseite) Druck auszuüben vermag.
Die Bremsapparate der verschiedenen Fahrzeuge eines Zuges stehen durch ein Rohr mit einander in Verbindung und wird das Ablassen der Luft vermittelst eines Hahnes auf der Lokomotive bewirkt. Es ist daher nothwendig, den ganzen Inhalt der Rohrleitung sowohl, als auch denjenigen der sammtlichen todten Räume der Bremscylinder völlig zu entleeren, bevor die Maximalbremskraft erzeugt wird, und ist hierzu ein verhältnilsmäfsig langer Zeitraum erforderlich.
Das vorliegende Ventil steht mit der Hauptleitung und dem Bremscylinder in Verbindung und ist derartig construirt, dafs man nur einen Theil des Luftinhaltes der Hauptleitung abzulassen braucht, um die Bremsen voll zur Wirksamkeit zu bringen. Es soll hierdurch eine erhebliche Zeit- und Luflersparnifs erzielt und überdies die Wirkung des Zweikammersystems mit anderen Bremssystemen mehr in Einklang gebracht werden, welche ebenfalls nur einen Theil der Luft aus der Hauptleitung abzulassen brauchen, um die Maximalbremskraft zu erzeugen, wie z. B. das W estinghouse- Bremssystem.
Das Ventil enthält die Kolben oder Diaphragmen A und B1 (Fig. 1), welche das Oeffnen und Schliefsen der Auslafsöffnung O vermitteln, und dem Druck in der Hauptleitung, dem Druck im todten Räume des Bremscylinders und dem nahezu constanten Druck in einem (Luft-) Behälter ausgesetzt sind.
In das in Fig. 1 dargestellte Ventil V tritt Prefsluft aus der Hauptleitung P durch das Rohr c und den Kanal E ein und hebt die Scheidewand nebst Platte A (welche auch durch einen Kolben ersetzt werden kann) nach oben, wobei die Federn 1 und 2 etwas zusammengedrückt werden. Hierdurch wird das Füllventil Ζ) geöffnet, da dasselbe durch die Führungsstange S des Ventils C verhindert wird, der Aufwärtsbewegung der Platte A zu folgen. Die Luft kann nunmehr durch die Oeffnungen a, das Ventil D und den Kanal b in die Räume I und K7 sowie in den durch F unmittelbar damit verbundenen todten Raum X des Bremscylinders übertreten und gelangt ferner durch das Rückschlagventil N und das Rohr H auch in den Arbeitsraum Y des Bremscylinders.
Die Kammer K ist nach oben mittelst einer Scheidewand B nebst Versteifungsplatten abgeschlossen, welche durch einen constanten Druck zu belasten ist. Dieser constante Druck, welcher bestrebt ist, die Scheidewand B nach unten zu drücken, wird dadurch erzeugt, dafs Prefsluft aus der Hauptleitung P durch das Rohr d mit Rückschlagventil W in den Luftbehälter R eingeleitet wird, welcher durch G mit dem Raum L oberhalb der Scheidewand B in freier Verbindung steht. (Wird eine Belastung des Diaphragmas B durch eine Feder, ein Gewicht etc. ausgeführt, so kommt der

Claims (1)

  1. Luftbehälter R und das Anschlufsrohr d an die Hauptleitung in Fortfall.)
    Sobald der im Arbeitsraum Y und im todten Räume X des Bremscylinders, sowie der zwischen den beiden Diaphragmen und in der oberen Kammer L herrschende Druck demjenigen in der Hauptleitung gleich ist, drücken die Federn ι und 2 die Diaphragmen in die gezeichnete Stellung zurück. Das Ventil D wird hierdurch geschlossen und somit ein Druckausgleich zwischen dem Raum /und der Haupt leitung P verhindert, und ebenso schliefsen sich. die eingeschalteten Rückschlagventile 2V und W, so dafs die im Arbeitsraum Y des Bremscylinders bezw. die in der Kammer L mit Luftbehälter R vorhandene Prefsluft nicht zu entweichen vermag.
    Wird nun in der Hauptleitung P und damit auch unter dem Diaphragma A eine Druckverminderung erzeugt, so drückt die Luft in / und L die Diaphragmen A und B, welche durch die Stangen M von einander abgesteift sind, nach unten.
    Der Kolben A zieht nunmehr vermittelst des Stiftes f das Ventil C von seinem Sitz, und die Luft aus den Räumen / und K, sowie aus dem damit in Verbindung stehenden todten Räume A' des Bremscylinders strömt alsdann durch die Auslafsöffnung O ins Freie, wodurch der auf A nach unten und der auf B nach oben wirkende Druck vermindert wird, während der Luftdruck in L constant bleibt.
    Es ist stets Gleichgewicht vorhanden, sobald der auf A und B nach oben wirkende Totaldruck dem nach unten gerichteten Gesammtdruck gleich ist. Die Oberfläche von B ist jedoch kleiner als diejenige von A, und zwar in einem bestimmten Verhältnifs, und von der Gröfse dieses Verhältnisses ist die zur Erzeugung der Maximalbremskraft nothwendige Druckverminderung in der Hauptleitung abhängig.
    Sobald durch das Ausströmen von Luft aus der Kammer / der Gleichgewichtszustand hergestellt ist, kehrt der Kolben A in die gezeichnete Stellung zurück, so dafs das Ventil C geschlossen wird und keine Luft mehr ausströmen kann. Es folgt daraus, dafs die Bremskraft beliebig abgestuft werden kann, indem der Druck im todten Raum X sich immer dem Druck in der Hauptleitung P entsprechend ändert.
    Durch eine geringe Steigerung des Druckes im Bremsrohr kann ferner die Bremse auch theilweise gelöst werden; es heben sich alsdann die Diaphragmen ein wenig und eine geringe Luftmenge strömt durch a, D und b nach /, bis wieder Gleichgewichtszustand eintritt, worauf die Federn 1 und 2 die Kolben zurückdrücken und somit das Ventil D wiederum geschlossen wird.
    Wird der Handgriff /2 des Umschalters U um go° gegen die gezeichnete Stellung gedreht, so wird das Rückschlagventil W vermittelst des excentrischen Stiftes K von seinem Sitz gehoben und die Luft des Luftbehälters R bezw. der Kammer L kann in die Leitung zurückströmen. Die Wirkung des beschriebenen Apparates stimmt alsdann mit derjenigen des einfachen Zweikammersystems überein, indem dann jede in der Hauptleitung erzeugte Druckverminderung eine gleiche Verminderung des Druckes im todten Räume des Bremscylinders erzeugt.
    Sind bei dem betreffenden Bremscylinder Mittel vorhanden, welche das Füllen des Arbeits raumes Y mit Luft vom todten Räume X aus gestatten, indem z. B. die Luft über die Lederstülpe des Bremskolbens in den Arbeitsraum überströmt etc., so kommt das Rückschlagventil V, sowie die Verbindung H zwischen Ventil und Bremscylinder in Fortfall. Diese Anordnnng ist in Fig. 2 dargestellt.
    Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c H:
    An dem selbsttätigen, zwischen der Hauptrohrleitung P und dem zweikammerigen Luftdruckbrcmscylinder X eingeschalteten Ventile die Combination der ungleich grofsen, durch Stifte M abgesteiften oder durch Schraubenbolzen mit einander verbundenen Diaphragmen oder Kolben A und B mit dem Rückschlagventil H7, dem Füllventil D und dem Ablafsventil C, zum Zwecke, durch eine geringe Druckverminderung in P eine starke Druckverminderung in X herbeizuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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