DE442238C - Leitungsrohr fuer Wasser und andere Fluessigkeiten mit unter Spannung aufgelegter Metallarmatur - Google Patents
Leitungsrohr fuer Wasser und andere Fluessigkeiten mit unter Spannung aufgelegter MetallarmaturInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 28. MÄRZ 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47 f GRUPPE 3 (P 49831 xm 47f)
Agenor-Franpois Proust in Paris.
Leitungsrohr für Wasser und andere Flüssigkeiten mit unter Spannung
aufgelegter Metallarmatur.
Die Priorität der Anmeldung in Frankreich vom 21. Februar 1924 ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung bezieht sich auf Leitungen
für Wasser und andere Flüssigkeiten unter Druck und bezweckt die Schaffung eines
Rohres oder den Umbau bestehender Rohre aus verschiedenen Materialien, z. B. Stein,
fähigkeit und Dichtheit aufweisen, und zwar gegen Druck oder Unterdruck der Flüssigkeit,
die durch sie hindurchströmt, weiterhin die Vereinigung mehrerer Rohre verschiedener
Art zu einer einzigen Leitung.
Ton, Metall, welche eine große Widerstands- j Das Wesen der Erfindung besteht darin,
daß das Rohr, und zwar ein gewöhnliches schon vorhandenes Rohr oder eine besonders
hergestellte, für die zu bauende Rohrleitung dienende Rohrseele, auf der Außenseite mit
einer unter Spannung umgelegten Metallarmatur versehen ist, die in eine Schicht aus
Beton, Bitumen oder anderen Stoffen eingebettet ist, die seinerseits nach - irgendeinem
Verfahren aufgetragen wird. Die Metallarmatur kann um die Rohrseele in Schraubenwindungen zur Erhöhung der Druckfestigkeit
umgelegt werden oder auch in Längsrichtung zur Erhöhung der Zugfestigkeit
oder kombiniert in beiden Richtungen. Außer der Widerstandserhöhung,, welche die
umgelegte Armatur der Rohrseele verleiht, schützt die über dieselbe gebrachte Schicht
die Armatur gegen Oxydation und hält sie durch Adhäsion auf der Rohrseele fest, auch
im Falle des Durchschneidens, welches z. B. zur Anbringung von Anzapfstellen für Wasserleitungen
oft notwendig ist. Die Deckschicht kann auf ein Rohrstück getrennt aufgebracht werden oder auf mehrere schon miteinander
zu einer Rohrleitung oder einem Leitungszweig verbundene Rohre.
Der Erfindungsgegenstand kann auch in der Weise ausgebildet werden, daß in der
Anschlußmuffe eines Rohrstückes und auf den Außenstutzen des Gegenrohres eine Verbindungsgarnitur
von der erforderlichen Form und Größe angebracht wird, die vorher hergestellt sein kann und an Ort und Stelle
eingeschaltet oder erst an Ort und Stelle aus plastischem Material mit eingebetteter Armatur
hergestellt wird. Die Verbindung erfolgt dabei mittels irgendwelcher Dichtungsstücke, z. B. Kautschukringe, wobei das Verbindungsverfahren
bei Rohren aller Art anwendbar ist, ohne daß die Rohre eine unter sich gleiche genaue geometrische Form aufweisen
müssen.
In der Zeichnung ist in einem Ausführungsbeispiel die Erfindung veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. 1 ein besonders mit Quer- und Längsarmatur hergestelltes Rohrstück
und eine Einrichtung zur Aufbringung der Längsarmatur unter Spannung; Abb. 2
stellt schaubildlich einen Klemmteil dar, um die schraubenförmige Armatur in der'richtigen
Lage festzuhalten; Abb. 3 zeigt in An-r sieht eine Platte mit Nuten für die Aufbringung
der Längsarmatur unter Spannung; Abb. 4 zeigt schematisch eine Einrichtung
zum Aufrollen der quer angeordneten oder schraubenförmigen Armatur; Abb. 5 zeigt ein
Rohr mit Verbindungsgarnitur,- welches so ausgebildet ist, daß ein Kautschukdichtungsring
eingeschaltet werden kann; Abb. 6 als Längsschnitt zu Abb. 7, die ihrerseits wieder
einen Schnitt nach der Linie J-J der Abb. 6
darstellt, zeigt eine Anordnung, um die Verbindungsgarnitur durch Zentrifugalwirkung
in der Verfoindungsmuffe anzubringen.
In Abb. ι ist 1 eine Rohrseele, die aus 6g
Steinmasse' besonders hergestellt ist, mit einem kegelförmigen Ansatzstutzen. Auf
dieses Rohrstück wird längs seinen Mantellinien eine aus parallelen und bekannten. Metalldrähten
2'bestehende Armatur aufgebracht. Das-Aufbringen dieser Drähte kann mit einer
besonders dargestellten Vorrichtung erfolgen, und zwar in der Weise, daß unter Zwischenschaltung
von Kautschukscheiben c, c' auf die Stirnfläche des Rohres durch eine Welle 5
zentrierte Abschlußplatten 4, 4' aufgebracht werden, H welche durch Muttern 6 fest verspannt
werden und auf denen Ringe 8,8' durch Abstandsschrauben 7, 7' abgestützt
sind. Diese Ringe weisen, wie aus Abb. 3 hervorgeht, in der Umfangsrichtung Einschnitte
auf für den Durchtritt und die Umbördelung der Enden der Drähte 2. Die Spannung derselben wird durch Vergrößerung
des Abstandes der Ringe 8,8' mittels der Schrauben 7, 7' erzielt. Hierauf wird über
die Längsarmatur eine Ouerarmatur aus einem Metalldraht 9 gerollt, und zwar gleichfalls·
schraubengangförmig unter Spannung. Um die Festhaltung dieser Armatur zu erleichtern,
können auf der Mantelfläche der Rohrseele Löcher, Buckel, Ringe oder andere Mittel vorgesehen sein. Im Ausführungsbeispiel
hat man besondere Klemmrippen 10 aus Blech mit hochgebogenen Zähnen 10' angeordnet,
die als versetzte Anschläge wirken.
Abb. 4 zeigt in einem Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung zum kreisförmigen Aufwickeln
der Armatur auf die Rohr seele 1. Durch Anschlagrollen g, g', die mit Kautschukfelgen
versehen sind und gegen die
Rohrseele, an den Aufwickelstellen der
Drähte 9 gepreßt werden, verhütet man, daß die Wirkung der Drahtspannung auf die
Rohrseele übertragen wird. Es ist bei der Anordnung noch eine selbsttätige Reglung der
Drahtspannung vorgesehen, indem der Hebel I, der mit Gegengewicht versehen ist,
unter Zwischenschaltung einer Feder die Bremse f für den Drahtzulauf regelt.
Wenn die beiden Armaturen 2 und 9 angebracht sind, bringt man eine Deckschicht,
Beton, Bitumen oder anderes Material, z. B. durch Aufwerfen, Umgießen oder sonstwie
auf. Diese Deckschicht hält nach dem Erhärten die Armatur unter Spannung ■ fest,
selbst wenn einzelne Drähte derselben, z. B. um Anzapfleitungen in der Rohrleitung herzustellen,
durchschnitten werden müssen. Zweckmäßig besteht in diesem Falle die verwendete Deckschicht aus einem leicht zu
durchbohrenden oder zu durchschneidenden
Stoff, der Kies oder Kalk enthält. Das Ende 12 der Deckschicht 11 wird mittels genauer
Formen hergestellt, so daß es die genaue Form für die Verbindung besitzt. Auch kann die
Verbindungsmuffe ebenfalls genau gegossen oder eingeformt werden oder aber auch, wie in
Abb. ι dargestellt, mit größerem Durchmesser versehen werden und mit einer Rippung,
um ein besonderes Verbindungsstück von genauen Abmessungen aufzunehmen,
welches vorher hergestellt und mit einer Zementschicht umgössen worden ist, oder
welches auch durch Zentrifugierung mit der Deckschicht aus plastischem oder adhärieren-
X5 dem Material versehen sein kann. Dadurch
wird die Verbindung des Rohres mit anderen ähnlichen Rohren unter Erzielung vollkommener
Dichtung ermöglicht.
Die Ausführungsformen nach Abb. 5, 6 und 7 beziehen sich auf besondere Verbindungsgarnituren
mit genauen Abmessungen, welche auf Rohrstücke gewöhnlicher Art oder solche, die nach der vorliegenden Erfindung
._ hergestellt sind, aufgebracht werden, um die Verbindung mit einer bisher nicht möglichen
Genauigkeit auch bei Abweichung der einzelnen Rohrstücke untereinander ausführen
zu können. Die Abb. 5 zeigt ein Rohrstück i° aus Sandstein ohne äußere Verstärkung.
Auf das Ende 12° ist eine Garnitur 12' aus irgendeinem Material, beispielsweise
durch Umgießen mittels einer Metallform, aufgebracht. In die Verbindungsmuffe 13°
ist eine Garnitur 13' aus plastischem Material, die-mit einer Metallarmatur 14 versehen
ist, eingesetzt. Diese Verbindungsgarnitur besitzt die erforderliche Widerstandsfähigkeit
zur Aufnahme der durch den Dichtungsring 15 aus Kautschuk auf sie ausgeübten
Kraft. Diese Garnitur 13' kann z. B. auch durch Zentrifugalkraft hergestellt
werden. Abb. 7 veranschaulicht eine Vorrichtung hierzu. Man bringt zunächst die Armatur
14 ein, setzt dann die Kokille 16 ein,
die den Gummiring 7 enthält, und klemmt sie mittels der Schraubenbügel 18 fest, worauf
man die Ausführung der Garnitur 13' durch Zentrifugalwirkung vornehmen kann. Danach
entfernt man die Kokille 16 nach Aufschrauben der Schraubenmutter und Umklappen
der Klemmbügel 18. Man beschneidet hierauf die so hergestellte Garnitur,
um die Einführung 20 zur leichteren Montage zu erweitern.
Das beschriebene Verfahren zur Aufbringung dieser Armatur unter Spannung eignet
sich sowohl für vorhandene Rohre aus irgendwelchem Material als auch für neu herzustellende,
sowie für die Anfertigung von Verbindungsstücken, die eine genaue Verbindung der Rohre irgendwelcher Art ermöglichen.
Claims (6)
1. Leitungsrohr für Wasser und andere Flüssigkeiten mit unter Spannung aufgelegter
Metallarmatur, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallarmatur nach dem Auflegen unter Spannung von einer vorbereiteten
Schicht aus Beton, Bitumen oder ähnlichen Stoffen, die in plastischem Zustand aufgetragen wird, umhüllt wird.
2. Leitungsrohr nach Anspruch 1, dessen Enden so geformt sind, daß das
eine Ende eines Rohrstückes sich in das entsprechend erweiterte Ende des nächstfolgenden
einlegt, dadurch gekennzeichnet, daß die ineinandergreifenden Rohrenden von verlängerter kegeliger Form sind, um
das Auflegen der Armatur unter Spannung zu erleichtern.
3. Leitungsrohr nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß längs
der kegelig verlaufenden Rohrenden auf der Rohrseele Klemmreifen (10) aus
Blech mit durch Einschnitte hergestellten und hochgebogenen Zungen (10', Abb. 2)
aufgelegt sind, welche die aus einem schraubengangf ör mig aufgewickelten Draht
bestehende Ouerarmatur in ihrer Lage sichert.
4. Leitungsrohr nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Armatur umhüllende Außenschicht nach Zusammenfassung mehrerer Rohrteile zu
einer einzigen Rohrleitung auf diese aufgebracht ist.
5. Leitungsrohr nach Anspruch 1, 2 und 4 mit Einsatzringen für die ineinandergreifenden
Rohrenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung einer genauen Rohrverbindung beliebiger Rohre
vorher oder an Ort und Stelle hergestellte Verbindungsstücke (Einsatzringe), welche
die genau erforderliche Größe jeweils aufweisen, mit einer Deckschicht aus plastischem und haftendem Material verwendet
werden.
6. Leitungsrohr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstücke
(Einsatzringe) bzw. der eine der Einsatzringe aus Zement mit Verstärkungsarmatur
besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR442238X | 1924-02-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE442238C true DE442238C (de) | 1927-03-28 |
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ID=8900192
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|---|---|---|---|
| DEP49831D Expired DE442238C (de) | 1924-02-21 | 1925-02-20 | Leitungsrohr fuer Wasser und andere Fluessigkeiten mit unter Spannung aufgelegter Metallarmatur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE442238C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1077927B (de) * | 1956-06-20 | 1960-03-17 | Hans Worm Fa | Verfahren zum Befestigen von Hydraulik- oder Pneumatikzylindern in ihren Lagerboecken und in ihren Endflanschen |
-
1925
- 1925-02-20 DE DEP49831D patent/DE442238C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1077927B (de) * | 1956-06-20 | 1960-03-17 | Hans Worm Fa | Verfahren zum Befestigen von Hydraulik- oder Pneumatikzylindern in ihren Lagerboecken und in ihren Endflanschen |
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