DE440321C - Darstellung von reinem Zucker aus Holzzucker - Google Patents

Darstellung von reinem Zucker aus Holzzucker

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DE440321C
DE440321C DEI24916D DEI0024916D DE440321C DE 440321 C DE440321 C DE 440321C DE I24916 D DEI24916 D DE I24916D DE I0024916 D DEI0024916 D DE I0024916D DE 440321 C DE440321 C DE 440321C
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Germany
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DEI24916D
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Dr Eduard Faerber
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INTERNAT SUGAR AND ALCOHOL COM
Original Assignee
INTERNAT SUGAR AND ALCOHOL COM
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K1/00Glucose; Glucose-containing syrups
    • C13K1/02Glucose; Glucose-containing syrups obtained by saccharification of cellulosic materials
    • C13K1/04Purifying
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K13/00Sugars not otherwise provided for in this class

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Description

  • Darstellung von reinem Zucker aus Holzzucker. Bekanntlich kann man cellulosehaltige Stoffe, wie Zellstoff oder Holz, durch Behandlung mit Säuren verzuckern. In der Technik erfolgt das Aufschließen und Verzuckern von Holz mit konzentrierten Säuren, insbesondere konzentrierter Salzsäure. Das bei Anwendung von konzentrierter Säure in guter Ausbeute erhaltene Aufschließungsprodukt von Holz wird in der Technik als Holzzucker bezeichnet. Es ist ein Gemisch von einfachen und komplexen Zuckern (Mono-und Polysaccharide), deren chemische Definition zum Teil noch aussteht.
  • Es gelingt nicht, in befriedigender Weise diesen komplexen Zucker zu reinigen, d. h. ihn von Säure und anderen störenden 13egleitstoffen zu befreien. Versuche mit Elektrolyse, Dialyse und sonstigen Methoden haben zu keinern technischen Erfolg geführt. Es war auch nicht zu erwarten, daß zu diesem Zweck die Benutzung von Erdalkalien, analog den vorn Rohrzucker her bekannten Methoden, möglich wäre. Da Holzzucker, wie erwähnt, eine chemisch bisher unerforschte Zuckerart ist, war nicht einmal vorauszusehen, ob er überhaupt eine unlösliche Verbindung mit Erdalkalioxyden _ einzugehen vermag. Bei der Empfindlichkeit gerade dieses Zuckers gegen Alkalien war ferner zu befürchten, daß durch Alkaliwirkung große Verluste eintreten würden.
  • Überraschenderweise hat sich jedoch gezeigt, daß man mit Erdalkalien bei Innehaltung bestimmter Bedingungen eine Fällung und Reinigung des Holzzuckers erzielen kann. Zu diesem Zweck muß man in die starke Zuckerlösung in der Kälte fein verteiltes Calciumoxyd eintragen. Die ausgeschiedene Zucker-Kalk-Verbindung wird abfiltriert und, in Wasser suspendiert, durch Säuren, die unlösliche Kalksalze geben, zersetzt.
  • Beispielsweise wird die zweckmäßig 2o- bis 3oprozentige Zuckerlösung nach der Neutralisation, die vorzugsweise mit Calciumcarbonat geschieht, unter 2o0 C mit dem entweder fein gepulverten oder fein zerstäubten Calciumoxyd verrührt. Nach kurzer Zeit scheidet sich eine reichliche Fällung der Zucker-Kalk-Verbindung aus. Nach, Abpressen und Auswaschen mit möglichst geringen Wassermengen wird die feuchte Verbindung mit Säuren, wie Kohlensäure oder schweflige Säure, zersetzt.
  • Man erhält auf diese Weise sehr reine Lösungen von Holzzucker, ohne daß wesentliche Verluste eintreten. Würde man nach den von der Rohrzuckerindustrie her bekannten Methoden bei höheren Temperaturen arbeiten, so würde ein sehr großer Teil des Zuckers zerstört werden.
  • An Stelle des Calciumoxyds können auch z. B. Strontium- und Bariumoxyd Anwendung finden.
  • Aus f ührungsbeispiel :2 kg Holzzuckersirup, die 6oo g Zucker und 36 g Chlorwasserstoff enthalten, werden mit So g Calciumcarbonat neutralisiert und auf etwa iol C abgekühlt. Dann trägt man 6oo g gepulvertes Calciumoxyd unter starkem Rühren ein. Die Temperatur wird gegebenenfalls durch Kühlung unterhalb 2o0 C gehalten. Man preßt die breiige Masse scharf ab, wäscht den Preßkuchen mit wenig kaltem *Wasser und reibt ihn dann mit frischem Wasser an.
  • Durch Einleiten von Kohlensäure unter geringem Überdruck fällt man Calciumcarbonat aus und trennt es von der Lösung, die den freigemachten Zucker enthält.- - Bezüglich der Ausbeute kann angegeben werden: iooo Gewichtsteile trockenes Holzmehl geben rund 65o Gewichtsteile Zucker, die in Form eines .5oprozentigen salzsauren Zuckersirups vorliegen. Nach der Behandlung nach dem beschriebenen Verfahren erhält man daraus 52o Gewichtsteile Zucker in Form des Kalkniederschlags, der quantitativ in gereinigten Zucker übergeführt wird. Die Ausbeute beträgt somit rund 5o Prozent Holzzucker bezogen auf wasserfreies Holzmehl.

Claims (1)

  1. PATENTAXSPRUCII: Darstellung von reinem Zucker aus Holzzucker, dadurch gekennzeichnet, daß fein verteiltes Erdalkalioxyd, vorzugsweise Caleiumoxyd, in die starke Zuckerlösung unter Kühlung eingetragen wird, so daß die Temperatur unter 2,oO C bleibt, worauf man die ausgeschiedene Zucker-Erdalkali-Verbindung in der aus der Rübenzuckerindustrie bekannten Weise durch Säuren, die unlösliche Kalksalze bilden, zersetzt.
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