DE439403C - Einrichtung zur Regelung des Betriebes von Dampferzeugungsanlagen, insbesondere bei Lokomotiven, die in mehreren Dampferzeugern Dampf von verschiedenen Druecken erzeugen - Google Patents

Einrichtung zur Regelung des Betriebes von Dampferzeugungsanlagen, insbesondere bei Lokomotiven, die in mehreren Dampferzeugern Dampf von verschiedenen Druecken erzeugen

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DE439403C
DE439403C DESCH75733D DESC075733D DE439403C DE 439403 C DE439403 C DE 439403C DE SCH75733 D DESCH75733 D DE SCH75733D DE SC075733 D DESC075733 D DE SC075733D DE 439403 C DE439403 C DE 439403C
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steam
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Schmidtsche Heissdampf GmbH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B13/00Steam boilers of fire-box type, i.e. boilers where both combustion chambers and subsequent flues or fire tubes are arranged within the boiler body
    • F22B13/06Locomobile, traction-engine, steam-roller, or locomotive boilers
    • F22B13/065Combination of low- and high-pressure locomotive boilers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Einrichtung zur Regelung des Betriebes von Dampferzeugungsanlagen, insbesondere bei Lokomotiven, die in mehreren Dampferzeugern Dampf von verschiedenen Drücken erzeugen. Die Erfindung betrifft die Weiterausbildung einer Einrichtung- zur Regelung des Betriebes von Dampferzeugungsanlagen, insbesondere bei Lokomotiven gemäß dem Hauptpatent, bei welcher die Regler der beiden oder mehreren Dampferzeuger verschiedenen Druckes mittels einer gemeinsamen Verstellungsvorrichtung bedient werden. Das Hauptpatent gibt verschiedene Ausführungsformen, eine, bei welcher die Reglerwelle mechanisch durch einen Hebel verstellt wird und eine solche, bei welcher neben der mechanischen Verstellung eine selbsttätige Verstellung der die Regler beeinflussenden Reglerwelle durch den Dampfdruck vorgesehen ist.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Weiterausbildung der Regelungseinrichtung nach dem Hauptpatent, einmal hinsichtlich der Verstellung von Hand und zweitens hinsichtlich der Ergänzung der Handverstellung durch eine selbsttätige Regelung mittels des Dampf druckes.
  • Die rein mechanische Regelung von Hand geschieht bei der Einrichtung nach dem Hauptpatent mittels einer Reglerwelle, die zwei Steuernocken trägt, deren gegenseitige Lage und Form die Bewegung der Reglerventile bestimmt. Um die gleichen Ergebnisse einer gegenseitig veränderlichen Einstellung des Hochdruckreglers und des Niederdruckreglers ohne Zuhilfenahme von solchen Steuernocken und dazugehörigen Gabelhebeln zu erzielen und hierdurch einerseits die Herstellung zu vereinfachen, anderseits aber auch während der Fahrt eine gegenseitige Änderung der Stellung der die Stellbewegung der Welle auf die Ventilgestänge der Regler übertragenden Glieder zu ermöglichen, ist gemäß der vorliegenden Erfindung die den Handhebel im Führerhaus tragende Reglerwelle mit einer Hohlwelle versehen, deren Hebel mit dem Hebel der Reglerwelle durch eine verriegelbare und ausklinkbare Stellvorrichtung verbunden ist, wobei die Übertragung der Stellbewegung nach dem Reglerventil nicht durch gegenseitig in ihrer Lage während des Betriebes festliegende Nocken, sondern durch einfache Hebel erfolgt, von denen einer, beispielsweise der des Niederdruckkessels, auf der erwähnten Hohlwelle sitzt. Diese Einrichtung ist bei einer weiteren Ausführungsform noch in der Weise weiter ausgebildet, daß die Übertragung von der Reglerwelle bzw. Hohlwelle statt durch Hebel mittels Zahnsegmenten erfolgt, welche die Stellbewegung mit verschiedenem Übersetzungsverhältnis auf die Reglerventile übertragen. Die Zeichnung zeigt in den Abb. T bis 4 diese weitere Ausbildung der Reglereinrichtung von Hand, und zwar zeigt Abb. i schematisch die eine Ausführungsform mit einfachem Hebel, Abb.2 ein dazugehöriges Diagramm, Abb. 3 die Stellvorrichtung in größerem 1Vlaßstabe, während Abb. 4 die abgeänderte Ausführungsform mit Übertragungssegmenten und Abb. 5 ein dazugehöriges Diagramm zeigen. In der Zeichnung bedeutet i den Hochdruckkessel, 2 den Niederdruckkessel, 3 den Niederdruckregler, 4 den Hochdruckregler. 7 ist die Reglerwelle, welche an dem einen Ende den Hebel 6 trägt, von dem aus mittels geeigneten Gestänges das Reglerventil des Hochdruckreglers verstellt wird. Am anderen Ende trägt die Reglerwelle den Handhebel 9 im Führerhaus. Auf dieser Welle drehbar sitzt eine Hohlwelle 8, die an einem Ende den Hebel 5 für das Übertragungsgestänge nach dem .Niederdruckregler 3 trägt und am anderen Ende einen zweiten Hebel io. Dieser ist durch eine Stellvorrichtung nach Art eines Spannschlosses mit dem Handhobel 9 verbunden. Durch Drehung des Stellrades T i läßt sich der Abstand beider Hebel gegen die Wirkung einer Feder 2o verändern, und mittels einer Ausklinkvorrichtung i3 läßt sich eine Verriegelung 14 lösen, sobald eine Klinke der Ausklinkvorrichtung 13 gegen einen festen Anschlag 12 trifft. Die Wirkungsweise ist folgende: Der Hochdruckregler 4 wird mittels des Hebels 9 der Reglerwelle 7 und des Hebels 6 verstellt. Gleichzeitig damit erfolgt auch die Verstellung des Niederdruckreglers 3 durch den Hebel 9 mittels des Hebels io der Hohlwelle 8 und des Hebels 5. Wird die gegenseitige Lage der beiden Hebel 9 und io nicht geändert, so ergibt sich beispielsweise eine Ventilöffnungskurve x in Abb. 2, wobei beide Regler gleichmäßig öffnen und schließen. Sinkt nun während der Fahrt die Dampferzeugung imNiederdruckkessel gegenüber der im Hochdruckkessel und soll entsprechend der Niederdruckregler im schließenden Sinne verstellt werden, so ändert der Führer durch Drehen des Handrades i i den Abstand der beiden Hebel 9 und io. Dies ist möglich, da die Abb. 3 die Anfangsstellung zeigt, während in einer Fahrtstellung der Hebel 9 eine vom Anschlag 12 entferntere Lage hat, so daß die beiden Hebel 9 und io gegenseitig gespreizt werden können, ohne daß die Auslöseklinke gegen den Anschlag 12 trifft. Wenn die Hebel 9 und io gegen die Wirkung der Zugfeder 20 am weitesten gegeneinander gespreizt sind, ergibt sich beispielsweise dann für den Niederdruck die Ventxlöffnungskurv e y der Abb. i. Schwingt der Führer zur Ausschaltung -der Regler den Hebel 9 in die Anfangslage zurück bzw. et«,as über die Anfangsstellung hinaus, so trifft die Klinke der Ausklinkvorrichtung 13 gegen den Anschlag 12, die Verriegelung 14 wiru angerückt, und infolgedessen schnellt der Hebel io durch Wirkung der Zugfeder 2o wieder in die Ursprungslage zurück.
  • Bei der Ausführungsform der Abb. 4 vollzieht sich die Regelung in derselben Weise. Der Unterschied besteht darin, daß hier auf der Reglerwelle 7 und auf der Hohlwelle 8 j e ein Zahnsegment 15 bzw. 16 sitzen, von denen das Segment 15 das Hebelgestänge nach dem Ventil des Hochdruckreglers mittels eines Zahnrades 17 mit geringerer Übersetzung antreibt wie das Zahnsegment 16 das Hebelgestänge des Niederdruckreglers 3. mittels des kleineren Zahnrades 18. Hierdurch wird erreicht, daß beim Anfahren der Niederdruckregler voreilt und somit Niederdruckzylinder und Aufnehmer bereits unter Niederdruckdampf stehen, wenn der Hochdruckzylinder Dampf aus dein Hochdruckkessel bekommt. Ohne gegenseitige Verstellung der Hebel 9 und io ergeben sich herbei die Ventilöffnungskurven u und v für Hochdruck bzw. Niederdruck und bei gegenseitig am weitesten auseinandergestellten Hebeln 9 und zo die Ven= tilöffnungskurven u und zer für bzw. Niederdruck (Abb. 5), Bei der Weiterausbildung der Regelungseinrichtung nach dem Hauptpatent hinsichtlich der selbsttätigen Beeinflussung durch den Dampfdruck wirkt flicht wie bei den diesbezüglichen Ausführungsformen des Hauptpatentes der Dampfdruck auf einen Stellkolben der Reglerwelle, sondern es ist in die Niederdruckdampfleitung ein vom Niederdruckdampf beeinfiußtes Zusatzreglerventil eingeschaltet, welches bei sinkendem Dampfdruck in diesem Kessel die Dampfentnahme aus dem Niederdruckkessel verringert, unabhängig davon, wie weit von der Reglerwelle aus der Niederdruckregler-geöffnet ist. Durch diese Ausbildung der selbsttätigen Beeinflussung des einen Reglers durch den Dampfdruck wird die Steuerung wesentlich vereinfacht, indem die Reglerw eile nur durch den Handhebel im Führerhaus gedreht und nicht durch den Dampfdruck verschoben wird. Die selbsttätige Regelung erfolgt vielmehr durch den in der Niederdruckdampfleitung vorgesehenen zusätzlichen Regler. Dieser kann entsprechend sowohl bei der Handregelung mittels Steuernocken auf der Reglerwelle nach dem Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes Anwendung finden als auch bei den vorgeschriebenen Ausführungsformen mit oder ohne Hohlwelle und Stellvorrichtung mit Zahnsegmenten oder mit einfachen Hebeln auf der Reglerwelle.
  • Die Zeichnung zeigt in Abb. 6 schematisch die letztere Ausführungsform. In dieser Abbildung ist i der als Feuerbüchse ausgebildete Hochdruckkessel und 2 der als Langkessel ausgebildete Niederdruckkessel einer Zweidrucklokomotive. 3 ist der Hochdruckregler und 4. der Niederdruckregler, 25 ist die Niederdruckdampfleitung. In diese ist gemäß der Erfindung ein Zusatzregler 26 eingeschaltet. Unter den Stellkolben 24 des Ventils dieses Zusatzreglers kann durch die Leitung 28 über ein Rückschlagventil 27 Dampf. aus dem Niederdruckkessel treten. Die Ventilspindel steht gleichzeitig unter Wirkung einer Schraubenfeder 23, welche bestrebt ist, das Ventil des Reglers zu schließen. Die beiden Regler 3 und 4 werden von der Reglerwelle aus, die im Führerhaus den Handhebel 21 trägt, mittels der Reglergestänge 22 eingestellt. Nach dem Beispiel sind einfache Hebelgestänge gewählt, es -können aber auch Nocken mit Gabelhebel wie bei der Ausführungsform des Hauptpatentes oder Segmente mit Übersetzung wie bei den Abb. i und .4 angewendet werden. Hierbei kann die Hohlwelle mit Stellvorrichtung der Abb. i und 4 fortfallen oder . auch beibehalten werden. Im letzteren Falle kann dann bei Befahren einer Steigung der Führer mittels des in folgendem näher beschriebenen Absperrventils 2o den Zusatzregler ausschalten und durch die Stellvorrichtung ii das gegenseitige Verhältnis der Dampfentnahme aus Hochdruckkessel und Niederdruckkessel verändern. Zur zeitweiligen Ausschaltung des Zusatzreglers 26 ist eine Leitung 29 aus dem Hochdruckkessel i nach dem Rückschlagventil 27 vorgesehen, in welche im Führerhaus ein Absperrventil 2o eingeschaltet ist.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Wenn das Absperrventil 2o geschlossen ist, steht durch die Leitung 28 der Raum unter dem Stellkolben 24 im Zusatzregler 26 unter dem Dampfdruck des Niederdruckkossels, welcherder Feder 23 das Gleichgewicht hält. Je höher der Dampfdruck im Niederdruckkessel,-um so stärker wird die Feder 23 zusammengedrückt und entsprechend das Ventil des Zusatzreglers 26 für den nach der Maschine strömenden Niederdruckdampf geöffnet. In dem Maße wie der Druck im Niederdruckkessel sinkt, verringert sich auch der Durchgangsquerschnitt im Zusatzregler 26. Hierdurch wird der durchströmende Niederdruckdampf gedrosselt und entsprechend die Dampfentnahme aus dem Niederdruckkessel verringert. Infolgedessen steigt der Druck im Niederdruckkessel. Sobald dieser Druck das vorbestimmte Maß überschreitet, wird entsprechend durch den steigenden Dampfdruck der Zusatzregler weiter geöffnet. Dieser ist also bestrebt, bei eintretenden Schwankungen den Druck im Niederdruckkessel auf einer bestimmten Höhe zu halten. Nun ist es in gewissen Betriebslagen, beispielsweise beim Anfahren, erwünscht, im Niederdruckzylinder den vollen zur Verfügung stehenden Dampfdruck zu haben, auch wenn der Druck im Niederdruckkessel, der volle Kesseldruck, noch nicht erreicht ist. Für diesen Fall oder auch in dem obenerwähnten Fall des Befahrens einer Steigung öffnet der Führer das Absperrventil2o, so daß durch die Leitung 29 über das Rückschlagventil 27 Dampf aus dem Hochdruckkessel unter den Stellkolben 24 des Zusatzreglers 26 tritt. Hierdurch wird das Ventil dieses Zusatzreglers 26 ganz geöffnet und bleibt in dieser Öffnungsstellung so lange, bis der Führer das Absperrventi12o wieder schließt. Der hochgespannte Dampf sowie das etwa entstehende Kondensat gelangen dann durch die kleinen Undichtheiten an der Kolbenstangenführung des Zusatzreglers in die Niederdruckleitung, so daß entsprechend der Dampfdruck unter dem Kolben wieder sinkt und das Ventil des Zusatzreglers 26 seine dem Dampfdruck im Niederdruckkessel entsprechende Stellung einnimmt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Regelung des Betriebes von Dampf erzeixgungsanlagen, insbesondere bei Lokomotiven, nach Patent 426927, bei welcher die einzelnen Regler für die Dampferzeuger verschiedener Spannung durch eine gemeinsame Reglerwelle mit Handhebel verstellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die den Handhebel im Führerhaus tragende Reglerwelle mit einer Hohlwelle versehen ist, deren Stellhebel mit dem Handhebel durch eine ausklinkbar.e und verriegelbare Stellvorrichtung verbunden ist, derart, daß sich die gegenseitige Lage beider Hebel während der Fahrt ändern läßt, beim Zurückgehen in die Anfangsstellung aber eine selbsttätige Herstellung der Ursprungslage eintritt, wobei das Stellgestänge des einen der beiden Regler von der Hohlwelle aus verstellt wird.
  2. 2. Regelungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung der Stellbewegung von der Reglerwelle und von der Hohlwelle auf die Stellgestänge der Reglerventile mittels Zahnsegmenten und Zahnrädern von verschiedenen übersetzungsverhältnissen erfolgt, so daß bei gleichem Drehungswinkel der Segmente die Ventilöffnungskurven beider Regler verschieden werden.
  3. 3. Einrichtung zur Regelung des Betriebes von Dampferzeugungsanlagen, insbesondere bei Lokomotiven, bei welchen die einzelnen Regler für die Dampferzeuger verschiedener Spannung durch eine gemeinsame Reglerwelle mit Handhebel verstellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß in die Niederdruckdampfleitung ein vom Niederdruckdampf beeinflußter Zusatzregler eingeschaltet ist, welcher bei sinkendem Dampfdruck im Niederdruckkessel die Dampfentnahme aus diesem verringert. q.. Regelungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzregler zeitweise von Hand unter den Einfluß des hochgespannten Dampfes aus dem Hochdruckdampferzeuger gesetzt und ihm wieder entzogen werden kann.
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