DE438561C - Rohrleitung fuer die Bremse oder Heizung von Eisenbahnwagen - Google Patents
Rohrleitung fuer die Bremse oder Heizung von EisenbahnwagenInfo
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- E21D15/14—Telescopic props
- E21D15/16—Telescopic props with parts held together by positive means, with or without relative sliding movement when the prop is subject to excessive pressure
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Rohrleitung für die Bremse oder die Heizung von Eisenbahnwagen.
Die Erfindung kennzeichnet sich durch die Vereinigung eines geradlinigen, an sich bekannten
Rohres, welches unter dem Wagen derart angeordnet ist, daß es sich in der Längsrichtung
teleskopartig verschieben kann, mit einer Kupplungsvorrichtung, welche ebenfalls
an sich bekannt ist und es gestattet, die Rohre zweier benachbarter Wagen derart miteinander
zu verbinden, daß sie in gegenseitiger Verlängerung liegen und keine. Knie bilden.
Ein anderes Merkmal der Erfindung besteht darin,, daß der bewegliche Teil des Teleskoprohres,
dessen eines Ende am Kupplungskopfe befestigt ist und dessen anderes Ende in der
Teleskopmuffe gleitet, durch ein Führungsstück gehalten wird, das am Wagengestell sitzt, und
daß dieser bewegliche Teil des Rohres gleichzeitig die gerade erforderliche Starrheit und
Biegsamkeit besitzt, um sich nicht zu verbiegen und sich nicht in der Teleskopmuffe zu
klemmen, dagegen zwischen der Führung und dem Kupplungskopf nachgeben zu können und
infolgedessen den seitlichen und senkrechten Verschiebungen dieses Kupplungskopfes zu folgen.
Man hat bereits vorgeschlagen, unter den Wagen geradlinige Rohrleitungen anzuordnen,
welche aus teleskopartig ineinandergleitenden Teilen ziisammengesetzt sind. Ebenso sind
Kupplungsvorrichtungen bekannt, welche es ermöglichen, Rohrleitungen derart miteinander
zu verbinden, daß sie in gegenseitiger Verlängerung"
liegen.
Jedoch ist die Vereinigung dieser beiden bekannten Anordnungen neu, und sie gestattet
es, alle Krümmer in der Leitung zu beseitigen. Sie besitzt somit den erheblichen Vorteil, daß
sie es gestattet, eine Leitung herzustellen, welche von einem Ende des Zuges zum anderen
geradlinig verläuft und somit nur geringe Druckverluste verursacht. Dieses Ergebnis
ist von großer Bedeutung, besonders falls es vom Standpunkt des sicheren und raschen
Arbeitens der Bremsen betrachtet wird.
Keine der bekannten Anordnungen dieser Art gestattet es, die gleiche Wirkung zu erzielen;
denn die Mehrzahl der Wagenleitungen, die bisher vorgeschlagen worden sind, besitzen biegsame
Rohre mit Rohrkupplungen, in welchen plötzliche Krümmungen vorhanden sind, welche
xo folglich erhebliche Leitungsverluste verursachen. Falls jedoch eine der bekannten Vorrichtungen
biegsame Rohrenden besitzt, so kann sie mit dem Gegenstand der Erfindimg nicht verglichen werden; denn gemäß der Erfindung
hat man gerade danach gestrebt, diese biegsamen Rohrenden zu beseitigen, welche nicht
nur Rohrkupplungen mit scharfen Krümmungen besitzen, sondern auch unter erheblichen Kosten
unterhalten werden müssen. Es ist nun allerdings richtig, daß bei gewissen Einrichtungen dieser Art keine biegsamen
Rohrenden vorhanden sind, jedoch besitzen diese Leitungen trotzdem plötzliche Richtungsänderungen, durch welche gezwungenerweise
Leitungsverluste verursacht werden.
Wenn nun-auch die Rohrleitung gemäß der
Erfindung in ihrer Gesamtheit geradlinig ist, so muß sie sich doch den Krümmungen des
Gleises anpassen können. Gemäß der Erfindung gelangt man zu diesem Ergebnisse ohne Rohrgelenke.
Zu diesem Zwecke besitzt der gleitbar angeordnete Teil des Metallrohres gleichzeitig die
erforderliche Starrheit, um den Beanspruchungen des Längsdruckes widerstehen zu können i
und sich nicht in dem Teile zu verbiegen, der geführt ist, und eine genügende Biegsamkeit,
um zwischen den Führungen nachgeben zu können und den seitlichen Verschiebungen des
Kupplungskopfes beim Durchfahren von Kurven und auch dessen senkrechten Bewegungen zu
folgen. Die neue Anordnung besitzt den Vorteil einer sehr großen Einfachheit und eines
sicheren Arheitens.
Um das Gleiten der Rohre zu erleichtern und die Dichtung der Verbindungen zu sichern,
ist eine Schmiervorrichtung vorgesehen worden, welche das Schmiermittel unter ständigem
Druck erhält, dies in der ringförmigen Verbindung, welche zwischen den .Rohren vorgesehen
ist. Um diesen Druck auf sehr einfache Weise zu erzielen, ist zu empfehlen, den in den
Leitungen selbst herrschenden Druck auszunutzen.
Zwei Ausführungsformen des Gegenstandes gemäß der Erfindung sind auf der Zeichnung in
Anwendung auf eine Bremsleitung dargestellt. Abb. ι zeigt schematisch eine Zusammenstellung
auf einem Wagen, der mit einer selbsttätig wirkenden Kupplung versehen ist. Abb. 2 ist ein Längsschnitt durch die Leitung
und die Verbindung mit dem Schmierbehälter.
Abb. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie A-A der Abb. 2.
Abb. 4 zeigt schematisch eine zweite Ausbildung des Gegenstandes der Erfindung.
Abb. 5 ist ein Längsschnitt durch die Enden der teleskopartigen Verbindungen dieser Aus- *
führung.
Abb. 6 ist ein Querschnitt gemäß der Linie A-A der Abb. 5.
Gemäß Abb. 1 besitzt jeder Wagen beiderseits des fast in der Mitte angebrachten Luftkessels
1 eine feststehende Leitung 2, welche mit einer Stopfbüchse 3 ausgerüstet ist und in
welcher ein bewegliches Rohr 4 gleiten kann, welches mit dem dazugehörigen Kupplungsteller 5 verbunden ist.
Zur Sicherung der Dichtung und zur Erleichterung des Gleitens des Rohres 4 in der Leitung 2
ist seitlich am Rohre 2 ein Schmierbehälter 6 vorgesehen, der mit dem Rohre an einem seiner
Enden durch eine Öffnung 7 verbunden ist. Durch diese Öffnung dringt der Druck des
Rohres 2 in den Behälter 6 und wirkt auf einen Kolben 8, der in diesem Behälter gleitend angeordnet
ist.
Dieser Kolben sucht somit das Schmiermittel durch eine Öffnung 9 zu verdrängen, welche in
eine Hohlkehle 10 des Rohres 2 ausmündet. Aus der· Hohlkehle gelangt das Schmiermittel
in den ringförmigen Raum, welcher sich zwischen den beiden Rohren befindet.
Da im Rohre und in der Hohlkehle gleicher Druck herrscht, so wird das Schmiermittel nicht
in großer Menge in das Rohr 2 dringen; andererseits wird dessen Entweichen nach der Außenseite
hin durch die Stopfbüchse 3 und erforderlichenfalls durch eine Reihe von Hohlkehlen
verhindert, welche in der Wand des Rohres 2 zwischen der Hohlkehle 10 und der Stopfbüchse
vorgesehen sind. Der Inhalt des Behälters 6 wird derart bemessen, daß er nur in großen Zeitabständen
von neuem gefüllt werden muß, z. B. jährlich zweimal.
Um das Eindringen des Rohres 4 in das Rohr 2 zu erleichtern, wird man gegebenenfalls
die Wirkung von Federn benutzen können. Zu diesem Zweck trägt z. B. das Rohr 4 einen Anschlagring
11, an dem das eine Ende von Federn 12 befestigt ist, deren anderes Ende am Rohre 2
angreift. ·
Die Führung des Rohres 4 wird durch einen oder ditrch mehrere Kragen 13 gesichert, durch
welche das Rohr mit genügendem Spiel hindurchgeht, daß jedes Klemmen verhindert wird.
Zwischen diesen Führungen und dem Kupplungsteller 5 muß natürlich ein genügend großer
Spielraum gelassen werden, damit das Rohr 4 sich etwas biegen kann, während es den Bewegungen
des Tellers nach allen Richtungen hin folgt.
Die Leitungen der verschiedenen Wagen
werden in bekannter Weise miteinander verbunden, z. B. mit Hilfe von Kupplungsmuffen,
welche auf dem Kupplungsteller sitzen und welche beim Kuppeln der Wagen selbsttätig
ineinandergreifen.
Wenn auch die Biegsamkeit der Rohre im allgemeinen genügend ist, so ist doch selbstverständlich,
daß man, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen, diese Biegsamkeit dato durch erhöhen kann, daß man in einem oder
in mehreren Punkten der Rohre 4 nachgiebige oder gelenkige Teile einschalten kann. In allen
Fällen wird jedoch die Leitung geradlinig oder annähernd geradlinig sein können infolge der
Möglichkeit des teleskopartigen Ineinandergreifens der einzelnen Leitungsteile.
Ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen, kann man ebenfalls die Anordnung des Behälters
des Schmiermittels ändern. Dieser Behälter kann beispielsweise senkrechtstehend angeordnet sein, und zwar oberhalb der Stopfbüchse,
gegenüber der Öffnung 9 (Abb. 1), in welchem Falle dann der obere Teil des Behälters durch ein geeignetes Rohr mit der Lei-
tung 2 verbunden wird. Um die Abmessungen der Einrichtung zu vermindern, wird es von Vorteil
sein, den Behälter konzentrisch zum Rohre 2 und 4 anzuordnen, wie dies aus den Abb. 4
und 5 hervorgeht.
Das Rohr 2 ist mit einer mit Gewinde versehenen Muffe 14 versehen, in welche Muffe sich
das ebenfalls mit Gewinde ausgerüstete Ende eines Rohres 15 einschrauben läßt. Auf das
andere Ende dieses Rohres ist ebenfalls Gewinde geschnitten, auf welches eine Sechskantüberwurfmutter
16 paßt, welche für den Durchgang des Gleitrohres 4 mit einer Bohrung versehen
ist. Die Verbindung wird durch eine Packung 17 nach außen hin abgedichtet, welche
Packung z. B. aus Asbest oder Sägemehl bestehen kann. Die Dichtung wird außerdem
durch das Schmiermittel gesichert, welches sich im Hohlraum befindet, der zwischen den
beiden Rohren 4 und 15 freigelassen ist. Dieser Hohlraum enthält außerdem einerseits zwei
Bronzeringe 18, welche dem Rohre 4 als Führung dienen, und andererseits zwei ringförmige
Kolben 19 und 20, welche lose auf dem Rohr 4 und im Rohre 15 gleiten.
Der Kolben 19 wird ständig gegen den Ring 18 gedruckt, und der Kolben 20 unterliegt dem
Drucke der verdichteten Luft, welche zwischen den Rohren 2 und 4 hindurchströmt. Das Entweichen
des Schmiermittels aus dem ringförmigen Behälter wird durch eine Stopfbüchse 17 ;
und erforderlichenfalls durch eine Reihe ring- ] förmiger Hohlkehlen verhindert, welch letztere !
in den äußeren und inneren Wänden der Kolben und 20 vorgesehen sind.
- Bei den beschriebenen Ausführungsformen ist das bewegliche Rohr oder sind die beweglichen
Rohre im Falle von mehreren Leitungen starr mit dem Kupplungsteller verbunden.
Es liegt jedoch auf der Hand, daß diese Verbindung mit einer gewissen Biegsamkeit erfolgen
könnte, z. B. mit Hilfe eines Kugelgelenkes oder mit einer gewissen seitlichen Bewegungsfreiheit
.
Es liegt ebenfalls auf der Hand, daß die beweglichen Rohre auch mit anderen Teilen des
Wagens verbunden werden können, z. B. mit den Puffern. Statt selbsttätig ineinanderzugreifen,
können sie auch mit von Hand zu betätigenden Kupplungsteilen versehen sein.
Claims (3)
1. Rohrleitung für die Bremse oder die Heizung von Eisenbahnwagen, gekennzeichnet
durch die Vereinigung eines geradlinigen, an sich bekannten Rohres, welches unter
dem Wagen derart angeordnet ist, daß es sich in der Längsrichtung teleskopartig verschieben
kann, mit einer Kupplungsvorrichtung, welche ebenfalls an sich bekannt ist und es gestattet, die Rohre zweier benachbarter
Wagen derart miteinander zu verbinden, daß sie in gegenseitiger Verlängerung liegen und keine Knie bilden.
2. Rohrleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil des
Teleskoprohres, dessen eines Ende am Kupplungskopfe (5) befestigt ist und dessen anderes
Ende in der Teleskopmuffe (3) gleitet, durch ein Führungsstück (13) gehalten wird, das
am Fahrgestell des Wagens sitzt, und daß dieser bewegliche Teil des Rohres gleichzeitig
die gerade erforderliche Starrheit und Biegsamkeit besitzt, um sich nicht zu verbiegen
und sich nicht in der Teleskopmuffe zu klemmen, dagegen zwischen der Führung
(13) und dem Kupplungskopf (5) nachgeben zu können und infolgedessen den seitlichen
und senkrechten Verschiebungen dieses Kupplungskopfes zu folgen.
3. Rohrleitung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Behälter (6), der einerseits
mit dem ringförmigen Raum einer Stopfbüchse (3) und andererseits mit dem
Innenraum der Rohrleitung (2) verbunden ist und ein Schmiermittel enthalt, welches
dazu dient, die Teleskopmuffe zu schmieren und für eine praktisch absolute Dichtung
zu sorgen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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| FR30933E (fr) | 1926-10-05 |
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