DE437645C - Schwelofen - Google Patents

Schwelofen

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DE437645C
DE437645C DEG62121D DEG0062121D DE437645C DE 437645 C DE437645 C DE 437645C DE G62121 D DEG62121 D DE G62121D DE G0062121 D DEG0062121 D DE G0062121D DE 437645 C DE437645 C DE 437645C
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smoldering
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smoldering furnace
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DEG62121D
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Gelsenkirchener Bergwerks AG
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Gelsenkirchener Bergwerks AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Schwelofen. Das Schwelen von Kohlen geschieht in Retorten, Generatoren oder hauptsächlich in Drehtrommeln, welche von außen beheizt werden.
  • Die Ausnutzung der Heizfläche bei den Drehtrommeln ist gering. Es kommen nur 20 Prozent derselben zur Wirkung, weil die Kohle nicht über den ganzen Umfang verteilt werden kann. Die Bewegung der Trommel bedingt laufende Ausgaben für Kraftbedarf. Außerdem nutzen sich die bewegten Teile rasch ab, erfordern Wartung, Schmierung und Ergänzung und geben Anlaß zu Betriebsstörungen. Wird backende Kohle verschwelt, so bilden sich große Klump; n, für «-elche die Austragöffnung zu klein wird. Schabevorrichtungen haben sich nicht bewährt. Ver-#topft sich die Aufgabevorrichtung, so wird dies mitunter erst bemerkt, wenn kein Halbkoks mehr ausgetragen wird. Abgesehen vom Produktionsausfall, werden hierbei beträchtliche Luftmengen angesaugt, welche bei der Weiterverarbeitung mittels Hochdruckkompression Anlaß zu Explosionen geben können. Bei dem in folgendem beschriebenen und auf beiliegender Zeichnung dargestellten Schwelofen werden diese Nachteile vermieden.
  • Der Schwelofen besteht aus einer oder mehreren Retorten a, welche durch einen 1Tantel b und eine Glocke c gebildet werden. GTber den Retorten sind Kohlenbunker d angeordnet, welche durch Schurren c mit ersteren in Verbindung stehen. Werden die in die Schurren eingebauten Verschlüsse f geöffnet, so stürzt Kohle in den Hohlraum g, welcher durch Mantel und Glocke gebildet wird. Die Retorten sind vom Mauerwerk Ir. umgeben und «-erden durch die Gas- oder Kohlenstaubbrenner i beheizt. Die Heizgase durchströmen teils die Züge k, teils die Glocke c, werden durch den Heizgaskanal l einem Abhitzekessel zugeführt und gelangen dann durch einen Schornstein ins Freie. Zur Erzielung einer guten Wärmeübertragung sind der Mantel b und die Glocke c mit Rippen in versehen. Dieselben dienen gleichzeitig auch als Versteifungen bzw. als Führungsleisten. Das Schwelgas sammelt sich im Hohlraum ä und wird durch die Rohre iz zur Kondensationsanlage gefördert. Der Sandverschluß o verhindert ein Austreten von Schwelgas in die Heizgaskanäle.
  • Ist die Kohle verschwelt, so wird die Glocke c in die Kokskammer p abgesenkt. Die an der Glocke befindliche Leiste q schabt die ztt Halbkoks gewordene Kohle ab und stürzt sie in die Kokskammer p. Dann wird der Halbkoks durch die Verschlüsse;- abgezogen und gelöscht. Nach der Entfernung des Kokses wird die Glocke wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht, und es kann von neuem Kohle zum Schwelen aufgegeben werden.
  • Durch die hohe Kokssäule in der Retorte wird der Koks während des Schwelens zusämmengedrückt. Außerdem hat er das Bestreben, sich während des Schwelens auszuclehnen, wird aber hieran durch die hohe Kokssäule und durch die Seitenwände der Retorte gehindert. Infolgedessen preßt sich der Halbkoks fest zusammen und ist aus diesem Grunde von vorzüglicher Beschaffenheit. Er bildet große Stücke, welche beim Aufbringen in die Feuerungen nicht zerbröckeln und auch beim Lagern in großen Halden nicht zerdrückt werden. Der Anteil an feinkörnigem Halblooks ist sehr gering.
  • Das gebildete Schwelgas kann leicht durch die Kokssäule entweichen, da letztere trotz ihrer Festigkeit porös ist. Den Schwelgasen steht in der Retorte nur ein beschränkter Querschnitt zur Verfügung, weshalb die Gasgeschwindigkeit hoch wird und eine Überhitzung der Schwelgase nicht eintreten kann. Außerdem ist die Möglichkeit gegeben, das Schwelgas entsprechend dem Zustand des Kokses periodisch zu verarbeiten. Will man trotzdem vermeiden, daß das Schwelgas eine hohe Kokssäule passieren muß, so bringt inan seitlich Rohre s bei der Retorte an und säugt durch diese das Schwelgas ab.
  • Durch Anwendung mehrerer Ofen bzw. Retorten kann ein gleichmäßiger Gas- und Koksaustritt, ähnlich wie bei Kokereien, erzielt werden. Der Querschnitt von Schacht und Glocke kann kreisrund, quadratisch oder rechteckig sein.
  • Bei dem beschriebenen Schwelofen werden sämtliche Heizflächen voll ausgenutzt. Bei Verwendung der gleichen Menge Material und bei gleichem Raumbedarf ist die wirksame Heizfläche -und siebenmal größer als beim Drehofen: Infolgedessen ist die Leistung ebenfalls entsprechend höher. Die Wirkung der Heizung wird besonders günstig, weil die Kohlenschicht von zwei Seiten beheizt wird.
  • Die Gefahr des Einsaugens von falscher Luft ist ausgeschaltet. Verstopft sich eine Aufgabeschttr re, so wird dies sofort bemerkt. Bewegliche -Teile, welche Kosten für Wartung, Kraft, Schmierung und Verschleiß verursachen, sind auf ein Mindestmaß gebracht. Der Ofen ist einfach und für den rohen Hüttenbetrieb besonders geeignet. Mit demselben Bedienungspersonal wie beim Drehofen kann eine bedeutend gesteigerte Produktion erreicht werden.

Claims (7)

  1. Pt'TEIVTANSPRL CII1;: i. Schwelofen, gekennzeichnet durch die Anordnung von Schwelkammern (a), die aus einem von außen beheizten äußeren Mantel (b) und einer in dem Mantel (b) heb- und senkbar angeordneten, von innen beheizten Glocke (c) bestehen.
  2. 2. Schwelofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Glocke (c) mit Leisten (q) versehen ist, durch die beim Senken der Glocke (c) etwa an den inneren Wandungen des Mantels (b) anhaftendes Schwelgut abgestreift wird.
  3. 3. Schwelofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Mantel (b) als auch die Glocke (c) zur Vergrößerung der Heizfläche sowie zur Versteifung und genauen Glockenführung in an sich bekannter Weise mit Rippen (in) versehen sind.
  4. Schwelofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (b) mit. seitlichen Einlaufscburren (e) versehen ist, durch die das Schwelgut aus über den Schwelkammern (a) angeordneten Kohlenbunkern (d) in die Kammern (a) herabgleiten kann.
  5. 5. Schwelofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß die Glocke (c) mit einer konischen Bodenplatte versehen ist.
  6. 6. Schwelofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (g) durch Sandverschlüsse (o) nach außen abgedichtet sind.
  7. 7. Schwelofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dein Mantel (b) seitlich Rohre (s) angebracht werden, durch welche das Schwelgas abgesaugt werden kann.
DEG62121D 1924-09-02 1924-09-02 Schwelofen Expired DE437645C (de)

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DE (1) DE437645C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744470C (de) * 1939-11-01 1944-01-17 Bergwerksgesellschaft Georg Vo Steinkohlen-Schwelverfahren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE744470C (de) * 1939-11-01 1944-01-17 Bergwerksgesellschaft Georg Vo Steinkohlen-Schwelverfahren

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