DE455394C - Drehtrommelofen zum Roesten von Zinkblende und anderen sulfidischen Erzen - Google Patents
Drehtrommelofen zum Roesten von Zinkblende und anderen sulfidischen ErzenInfo
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Description
- Drehtrommelofen zum Rösten von Zinkblende und anderen sulfidischen Erzen. Die nachstehend beschriebene Erfindung bezieht sich auf Trommelöfen, wie sie zum Rösten von Erzen bereits vorgeschlagen sind. Es sind derartige Öfen bekannt, in denen die Trommel senkrecht zur Ofenachse in mehrere Kammern unterteilt ist, weiterhin Öfen, bei denen die Beheizung durch parallel zur Ofenachse verlaufende, hin und zurück führende Feuerungskammern erfolgt, und Ofen, bei denen das Gut durch am inneren Rande der Trommel sitzende Mitnehmer emporgehoben und wieder fallen gelassen wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, diese bei solchen Öfen an und für sich bekannten Vorrichtungen derart zu kombinieren und auszubilden, daß dadurch eine Vereinfachung der Abröstung erzielt wird. Dies wird dadurch bewirkt, daß die Oberflächen der Feuerungskammern als Rostflächen nutzbar gemacht sind und das Gut diesen Rostflächen durch Mitnehmer zugeführt wird. Weiterhin aber wird der Ofen noch dadurch verbessert, daß -die Röstluft durch einen mit dem Ofen rotierenden Rekuperator vorgewärmt wird.
- Der Ofen soll nun an Hand der Zeichnungen näher beschrieben werden. . Er besteht aus einer in Eisenblech hergestellten Trommel i (Abb. 2 und q.), welche an mehreren Stellen auf Rollenpaaren 2 (Abb. 3 bis 5) aufgelagert und sowohl vorwärts wie rückwärts drehbar ist, letzteres zum späteren Zweck der Entleerung. Der Antrieb erfolgt mittels endloser, nach beiden Bewegungsrichtungen drehbarer Schnecken 3 (Abb. 2), welche in die Zahnkränze q. (Abb. 2) eingreifen. Zur Beheizung dient ein Generator 5 (Abb. 2) oder sonst eine Zuführung von Heizgas. 'Die Verbrennungsluft für das Heizgas kann bei 6 (Abb. 2) oder an anderer Stelle zugelassen werden. Ähnlich wie bei einem mechanischen Sodaschmelzofen (sogenanntem Revolverofen) ist die Verbindung zwischen dem feststehenden Heizgasrohr und dem Drehtrommelo'fen durch ein lose aufgehängtes sogenanntes »Auge« j (Abb.2) hergestellt.
- Der Drehtrommelofen ist, wie aus Abb. 2 und 5 ersichtlich ist, mit Schamottesteinen ausgekleidet und in mehrere voneinander unabhängige Röstkammern g eingeteilt. Längs durch den Ofen sind zwei dreiteilige Muffeln io und ii (Abb. 2 und 5) gelagert. Die Feuergase streichen vom Generator aus durch den Verbrennungsraum 8 (Abb. 2) und die oberen drei Feuerzüge io bis zum Ende der Muffel; fallen dann nach unten und streichen durch die Feuerzüge i i zurück nach dem Raume 12. Rings um den vorderen Teil der Trommel läuft der Rekuperator, welcher aus dem Feuergaskanal 13 und dem Luftkanal 14. (Abb. i und 2) besteht, zur Ausnutzung der Abhitze dient und sich zusammen mit der Trommel bewegt. Der Lauf der Feuergase und der vorzuwärmenden, zur Verbrennung des Sulfidschwefels bestimmten Luft ist aus Abb. i ersichtlich und durch Pfeile kenntlich gemacht. Rings um diesen beweglichen Rekuperator ist der feststehende Feuergaskanal 15 gelagert, durch den die Feuergase in den Fuchs 16 und nach der Esse gelangen. Der kreisförmige Feuergaskanal 15 (Abb. i und 2) führt also bei jeder Lage der Rösttrommel die Feuergase nach der Esse ab.
- Für die Zuführung der Luft zur Verbrennung des Sulfidschwefels sind auf der vorderen Stirnseite des Ofens (Abb. 3) zwei elektrisch angetriebene Ventilatoren 17 angebracht, die sich mit dem Ofen bewegen und denen der elektrische Strom durch zwei Schleifringe i8 zugeführt wird. Am besten wird, der leichteren Regulierbarkeit wegen, zum Antrieb Gleichstrom verwendet. Die Ventilatoren treiben die Verbrennungsluft zuerst durch den beweglichen Rekuperator 14 (Abb. i und 2) der Richtung der Feuergase entgegen, wodurch der Wärmeaustausch erfolgt. Die Bewegung der Feuergase und die Gegenbewegung der Verbrennungsluft ist, wie bereits erwähnt, in Abb. i durch Pfeile gekennzeichnet. Vom Rekuperator aus gelangt die Verbrennungsluft durch die in die Ofenwandung eingelagerten Kanäle ig (Abb. i und 5) nach den einzelnen Röstkammern 9 (Abb. 2). Die Luftzufuhr ist durch die Schieber 2o (Abb. 2 und 5) regulierbar.
- Wie aus Abb. 5 ersichtlich, ist der Ofenmantel in der Weise ausgebildet, daß an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen Je zwei Einbuchtungen 21 angebracht sind, welche bei der Drehung der Trommel das Röstgut mitnehmen und über die Röstflächen 22 ergießen. Durch die Drehbewegung wird das Erz gezwungen, langsam über die erhitzten Röstflächen 22 zu rollen und dadurch auf die erforderliche Verbrennungstemperatur gebracht. Die fortwährende Erneuerung der Erzoberfläche beschleunigt die Verbrennung des Schwefels ganz-außerordentlich, wodurch gegenüber der sonst üblichen Arbeit: im Handröstofen nicht'nur (auf die Einheit Röstfläche bezogen) eine Vervielfachung der Produktion an Röstgut, sondern dementsprechend auch eine große Ersparnis an Brennmaterial erreicht wird. Die Teilung der Trommel in mehrere voneinander unabhängige Röstkammern gestattet ferner, verschiedene Ärten von Röstgut zu gleicher Zeit durchzusetzen, dabei aber die einzelnen Sorten absolut getrennt zu halten.
- Unter den beiden Röstherden ist der Gas= abzugskanal23. (Abb.2 und 5) angeordnet, der auf der oberen Decke oder an den Längsseiten mit Löchern versehen ist, durch welche die. Röstgase eintreten und nach dem Ende der Trommel in den Raum 24 und von diesem durch das Austrittsrohr 25 nach der Staubkammer geführt werden. Von letzterer aus werden sie zur Kondensation geleitet.
- Die Füllung und Entleerung der Trommel erfolgt durch die mit Deckel verschließbaren Öffnungen 26 (Abb. 2 und 5); zum Zweck der Entleerung werden die Deckel geöffnet und die Trommel in der der gewöhnlichen Arbeitsweise entgegengesetzten Richtung gedreht. Um die Entleerung möglichst staubfrei zu gestalten, sind schmiedeeiserne, rings um die untere Hälfte der Trommel anschließende Trichter 27 angebracht (Abb. 2 und 5), in welche das Röstgut fällt, um nach den unter dem Ofen - angebrachten gemauerten Taschen 28 (Abb. 2 und 5) zu gelangen, aus denen sie dann in Kippwagen usw. abgezogen werden. Die Taschen können mittels des an die Esse oder einen Ventilator angeschlossenen Abzugsrohres 29 (Abb. 5) während der Zeit des Entleerens unter Depression gehalten werden, wodurch ein vollständig staubfreies Arbeiten gewährleistet wird.
- Der Ofen kann nicht allein zum Rösten von Zinkblende, sondern auch von anderen sulfidischen oder sonstigen Materialien angewandt-werden, welche in erhitztem Zustand mit einem. heißen Luftstrom unter fortwährender Erneuerung der Oberfläche behandelt werden sollen, z. B. zur chlorierenden Röstung. In letzterem Falle entweicht am Austrittsrohr 25 (Abb. 2) Salzsäuregas, das ebenfalls, nach Passieren einer Staubkammer, der Kondensation zugeführt werden kann. Durch Vereinigung mehrerer öfen, deren Beschickung und Entleerung zu verschiedenen Zeiten vorgenommen wird, zu einem System kann ein Gasstrom von absolut gleichmäßiger Beschaffenheit erzielt werden, wodurch die Kondensation des SOz bzw. des H Cl-Gases günstig beeinflußt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i.' 'In eine beliebige Anzahl durch Scheidewände senkrecht zur Ofenachse voneinander getrennter, selbständiger Röstkammern unterteilter Drehtrommelofen zum Rösten von Zinkblende und anderen sulfidischen Erzen sowie zum Behandeln anderer chemischer Verbindungen mit einem heißen, zwangläufig zugeführten Luftstrom, mit parallel zur Ofenachse verlaufenden, hin und zurück führenden Feuerungskammern, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Feuerungskammern als Röstflächen nutzbar gemacht sind und das Gut diesen Röstflächen durch an und für sich bekannte, am inneren Teil des Ofenmantels befindliche Mitnehmer zugeführt wird. a. Ofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB die Röstluft durch einen mit dem Ofen rotierenden Rekuperator, dessen Abgase durch einen rings um den Rekuperator gelagerten Feuerungskanal nach der Esse abgeführt werden, vorgewärmt wird.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE455394C true DE455394C (de) | 1928-02-01 |
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| DEK100175D Expired DE455394C (de) | 1926-08-05 | 1926-08-05 | Drehtrommelofen zum Roesten von Zinkblende und anderen sulfidischen Erzen |
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1926
- 1926-08-05 DE DEK100175D patent/DE455394C/de not_active Expired
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