DE436632C - UEberstromrelais fuer Anlagen stark wechselnder Belastung mit einer Einrichtung zur Erzielung stets gleichen und kuerzesten Ausloeseweges des Ausloeseankers - Google Patents
UEberstromrelais fuer Anlagen stark wechselnder Belastung mit einer Einrichtung zur Erzielung stets gleichen und kuerzesten Ausloeseweges des AusloeseankersInfo
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- DE436632C DE436632C DEP49363D DEP0049363D DE436632C DE 436632 C DE436632 C DE 436632C DE P49363 D DEP49363 D DE P49363D DE P0049363 D DEP0049363 D DE P0049363D DE 436632 C DE436632 C DE 436632C
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/24—Electromagnetic mechanisms
- H01H71/26—Electromagnetic mechanisms with windings acting in opposition
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBENAM
9. NOVEMBER 1926
9. NOVEMBER 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE (P 40363
Überstromrelais fUr Anlagen stark wechselnder Belastung mit einer Einrichtung
zur Erzielung stets gleichen und kürzesten Auslöseweges] des Auslöseankers.
Die bisher zum Schütze der Stromkreise in elektrischen Anlagen verwendeten Maximalschalter
sind mit Auslöserelais versehen, welche nur von dem im Netzstromkreise fließenden Strome beeinflußt werden und die
Maximalschalter nach Überschreitung einer eingestellten Auslösestromstärke zum Abschalten
bringen. Dieser Betriebsstrom ib erzeugt in dem Maximalrelais ein magnetisches
Feld0"6, welches bei annähernd voller
Belastung des Stromkreises den beweglichen . Anker des Maximalrelais in einer solchen
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Stellung hält, daß er bei einer kleinen Zunahme des Stromes ib den Maximalschalter
direkt oder mittels Hilfskontakt zur Auslösung bringt. In dem Augenblick, wenn die
Auslösung erfolgt, hat das Feld 0b sein Maximum. Es sei mit 0bm bezeichnet. Tritt
bei einem Belastungszustande, welcher annähernd der Vollast des Stromkreises gleichkommt,
ein Kurzschluß ein, so erfolgt die ίο Auslösung des Maximalschalters mit der geringsten
Verzögerung, also in der kürzesten Zeit, da von dem Kurzschlußstrome ik zur
Auslösung des Maximalschalters nur noch ein Feld im Maximalrelais aufzubringen ist,
welches der Differenz der Felder 0bm — 0b
entspricht. Würde beispielsweise mittels einer Windung, welche von einem Strome
it = 3000 Amp. durchflossen wird, in dem Maximalrelais ein magnetisches Feld 0b erzeugt,
so entspricht dasselbe einem Felde von 3000 A. W. (Amperewindungen). Die mit Hilfe einer veränderlichen Feder oder
sonstigen Einrichtung eingestellte Auslösestromstärke ibm sei 3100 Amp., so wäre von
dem Kurzschlußstrom ik noch das zur Auslösung des Maximalschalters nötige Feld
0d = 3100 — 3000 = 100 A. W. aufzubringen.
Dieses Feld 0d, welches vom Kurzschlußstrome ik erzeugt werden muß, wird
um so größer, je mehr der Betriebsstrom ib und damit das Feld 0b im Maximalrelais abnimmt.
Bei vollständiger Entlastung des Stromkreises wird das Feld0"d gleich dem
zur Auslösung des Maximalschalters erforderlichen Felde 0bm. Vom Kurzschlußstrome
ist also dann das gesamte FeIdJZT6n,,
welches im angeführten Beispiele einem Felde von 3100 A. W. entsprechen würde, allein
aufzubringen, da der Stromkreis bei Eintritt des Kurzschlusses unter Spannung stand, jedoch
nur der Strom ib und damit auch das
Feld 0b Null war. Diesem außerordentlich ungünstigen Zustande wurde bisher wenig
Beachtung geschenkt. Der die Auslösung des Maximalschalters tätigende Anker des Maximalrelais
geht bei dem Verschwinden des Feldes 0b in seine Ruhelage. Tritt dann ein
Kurzschluß im betrachteten Stromkreise ein, so muß der Kurzschlußstrom ik erst ein
magnetisches Feld hervorrufen, welches den trägen Anker aus seiner Lage bringt und die
der Bewegung entgegenwirkende Federkraft überwindet. Ferner hat der Anker von dieser
Stellung aus bis zur Kontaktgabe am Hilfskontakt oder bis zur direkten Auslösung des
Maximalschalters den längsten Weg zurückzulegen. Die Auslösung des Schalters wird
also durch das träge Arbeiten des Maximalrelais stark verzögert; es wird in diesem
Falle von dem Relais die längste Zeit bis zur Auslösung des Maximalschalters benötigt.
Diese Verzögerung ist aber in Anlagen mit stark wechselnder Belastung und hoher Kurzschlußmöglichkeit
eine große Gefahr für die Stromerzeuger. Besonders in den Tageszeiten der niedrigen Belastung, wenn die auf das
Netz arbeitende Maschinenleistung herabj gesetzt, jedoch die Einstellung der Maximal-
; relais an den die Stromkreise schützenden j Maximalschältern für die höchste am Tage
■ auftretende Belastung belassen wurde, ist die ι Gefahr sehr groß. Kurzschlüsse, welche
während dieser Zeit auftreten, sind für die Stromerzeuger besonders gefährlich, da dann
die Differenz der, Felder 0bm — 0b meistens
sehr groß bzw. das Feld 0b bei Eintritt des Kurzschlusses gar nicht vorhanden ist.
Die angeführten Übelstände beseitigt die Erfindung dadurch, daß ein Steuerrelais einen
Erregerstrom zur Erzeugung eines besonderen magnetischen Feldes im Maximalrelais
schaltet. In einer besonderen Ausführungsform schaltet das Steuerrelais den Erregerstrom
so, daß bei Änderung oder dem Verschwinden des Betriebsstromes ein magnetisches Feld bestehen bleibt, welches in
seiner Stärke dem Auslösefelde annähernd gleich ist.
Die Einrichtung besteht beispielsweise, wie die Abbildung schematisch darstellt, aus
einem Maximalrelais d. Es wird in bekannter Weise von dem Betriebsstrom magnetisiert
und ist mit einem beweglichen Auslöseanker f versehen. Eine verstellbare Feder g wirkt
der Bewegung des Ankers / entgegen. Zur Erzeugung eines besonderen magnetischen
Feldes sind am Maximalrelais d die Spulen c angebracht. Über das vom Betriebsstrome
beeinflußte Steuerrelais a, welches mit einer Kontakteinrichtung b versehen ist, wird ein
Erregerstrom für die Spulen c geschaltet. Die Kontakteinrichtung b ist so ausgebildet,
daß bei Zu- oder Abnahme oder bei dem Verschwinden des Betriebsstromes die Spulen c
gesamt oder teilweise aus- bzw. eingeschaltet werden. Ein beweglicher Hebel e mit
Kontaktfedern, welche auf feststehenden Segmenten schleifen, betätigt diese Schaltung.
Die Wirkungsweise der Einrichtung für . den Grenzfall der vollen Belastung und den
der vollständigen Entlastung (Strom ib = o)
in einem Stromkreise ist folgende:
Der Betriebsstrom ib sei annähernd gleich
dem Auslösestrom ibm, dann steht der Kon-,
takthebel e, wie die Abbildung zeigt, in der punktiert gezeichneten Stellung, so daß über
die Kontakteinrichtung b kein Strom nach den Spulen c am Maximalrelais d fließen kann.
Es ist dann nur ein Feld entsprechend dem Betriebsstrome vorhanden, welches den beweglichen
Anker / bis zu einer vom Felde 0b gegebenen Stellung anzieht. Er steht
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unmittelbar vor der Auslösung. Eine Feder g wirkt der Zugkraft des Feldes 0"6 entgegen.
Ein plötzlich auftretender Kurzschlußstrom hätte dann nur noch ein Feld zu erzeugen,
welches der Differenz zwischen dem Felde 0b des Betriebsstromes ib und dem Felde 0bm des
Auslösestromes ibm entspricht, um den Maximalschalter
zur Auslösung zu bringen. Da das Feld 0b annähernd gleich dem Felde 0bm
ίο ist, so ist bei Eintritt des Kurzschlusses die
Differenz dieser Felder klein, und die Auslösung des Maximalschalters erfolgt mit geringster
Verzögerung, also in kürzester Zeit. In diesem zum weiteren Verständnis der Einrichtung eben beschriebenen Falle, der
Vollast eines Stromkreises, ist die Wirkungsweise des Maximalrelais noch nicht von der
bis jetzt allgemein bekannten abweichend. Wie im folgenden beschrieben ist, tritt
nun gemäß der Erfindung die Einrichtung in Tätigkeit, sobald der Betriebsstrom ib und
damit sein Feld 0b abnimmt.
Der Betriebsstrom ib soll Null werden.
Dann verschwindet auch das magnetische Feld 0b im Maximalrelais. Da aber mit dem
Abnehmen des Stromes ib der Kontakthebel e
am Steuerrelais α in die in der Abbildung ausgezogen gezeichnete Stellung geht und die an
dem Kontakthebel e befindlichen Kontaktfedern nacheinander die Kontaktsegmente 1,
2, 3, 4 und 5 berühren, so wird über die Kontakteinrichtung b ein Erregerstrom, welcher
auf seinem Wege die Spulen c am Maximalrelais durchfließt, geschaltet, so daß dem
Maximalrelais ein besonderes magnetisches Feld 0er aufgedrückt wird. Die Einschaltung
der Spulen c geschieht je nach Unterteilung derselben in mehr oder weniger Stufen so,
daß bei Einschaltung jeder neuen Stufe durch diese besondere Erregung ein Feld 0'er erzeugt
wird, welches immer wieder das mit dem Strome ib verschwindende Feld 0b annähernd
zu dem Felde 0bm ergänzt. Dabei ändert sich aber auch zwangläufig die am
Maximalrelais für die höchste im Stromkreise auftretende Stromstärke ibm fest eingestellte
Auslösestromstärke. In dem Augenblick, wenn der Strom ib und damit das Feld 0b
Null wird, so daß der Stromkreis nur noch unter Spannung steht, wird das Feld 0er, weil
dann sämtliche Spulen c am Maximalrelais d eingeschaltet sind, annähernd gleich dem
Felde 0bm. Der Anker f kann gar nicht in
seine Ruhelage gelangen und bleibt bei jeder Stromänderung und der damit verbundenen
Feldänderung in einer bestimmten Stellung stehen. Er steht unmittelbar vor der Auslösung.
Ein auftretender Kurzschlußstrom hat in diesem Falle wiederum, wie im zuerst beschriebenen Falle, nur ein Feld aufzubringen,
welches der Differenz zweier Felder entspricht, also 0bm — 0er. Der Maximalschalter
wird ebenfalls mit geringster Verzögerung ausgelöst. Der wieder eine Windung am Maximalrelais d durchfließende Betriebsstrom
ib und damit das magnetische Feld 0b sei z. B. Null geworden. Der Stromkreis
steht noch unter Spannung. Bei Verschwinden des Betriebstromes ib ist der Kontakthebel
e der Kontakteinrichtung am Steuerrelais auf die in der Abbildung ausgezogen
gezeichnete Stellung gegangen. Nun werden alle Spulen c am Maximalrelais von
einem Erregerstrome durchflossen, so daß ein magnetisches Feld 0er erzeugt wird, welches
3000 A.W. entspricht. Der Anker f wird so weit angezogen, daß er wieder kurz vor der
Auslösung des Maximalschalters steht. Die eingestellte Auslösestromstärke ibm sei
3100 Amp. Ein in diesem Betriebszustande eintretender Kurzschlußstrom hat nach diesem
Beispiel zur Auslösung des Maximalschalters nur ein Feld 0d aufzubringen, welches der
Differenz von 3100 — 3000 = 100 A. W.
entspricht.
Das vom Kurzschlußstrome aufzubringende Feld 0d kann durch entsprechende Unterteilung
der Spulen und mittels geeigneter Reguliervorrichtungen beliebig klein gewählt werden, so daß bei vollkommen entlastetem go
Stromkreise sowie in den verschiedenen Belastungsstufen zwischen Voll- und Entlastung
eine Auslösegeschwindigkeit erreicht wird, welche bei eintretendem Kurzschluß der Geschwindigkeit
gleichkommt, welche das Maximalrelais bei vollbelastetem Stromkreise besitzt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Überstromrelais für Anlagen stark wechselnder Belastung mit einer Einrichtung zur Erzielung stets gleichen und kürzesten Auslöseweges des Auslöseankers, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet des Überstromauslösers (d) mehrere von einem Strom erregte besondere Spulen (c) trägt, die durch ein vom Betriebsstrom abhängiges Steuerrelais (b) in der Weise selbsttätig zu- und abgeschaltet werden, daß ihr Magnetfeld entsprechend der Abnahme der Stärke des durch den Betriebsstrom erzeugten Magnetfeldes in dem gleichen Maße an Stärke zunimmt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP49363D DE436632C (de) | 1924-12-21 | 1924-12-21 | UEberstromrelais fuer Anlagen stark wechselnder Belastung mit einer Einrichtung zur Erzielung stets gleichen und kuerzesten Ausloeseweges des Ausloeseankers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP49363D DE436632C (de) | 1924-12-21 | 1924-12-21 | UEberstromrelais fuer Anlagen stark wechselnder Belastung mit einer Einrichtung zur Erzielung stets gleichen und kuerzesten Ausloeseweges des Ausloeseankers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE436632C true DE436632C (de) | 1926-11-09 |
Family
ID=7383705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP49363D Expired DE436632C (de) | 1924-12-21 | 1924-12-21 | UEberstromrelais fuer Anlagen stark wechselnder Belastung mit einer Einrichtung zur Erzielung stets gleichen und kuerzesten Ausloeseweges des Ausloeseankers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE436632C (de) |
-
1924
- 1924-12-21 DE DEP49363D patent/DE436632C/de not_active Expired
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