DE436476C - Logarithmischer Rechenschieber - Google Patents

Logarithmischer Rechenschieber

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DE436476C DEC36396D DEC0036396D DE436476C DE 436476 C DE436476 C DE 436476C DE C36396 D DEC36396 D DE C36396D DE C0036396 D DEC0036396 D DE C0036396D DE 436476 C DE436476 C DE 436476C
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Description

  • Logarithmischer Rechenschieber. Die Genauigkeit von Rechenschiebern nimmt unter sonst gleichen Umständen mit der Länge der Skalen zu. Da jedoch bei großen Skalenlängen der Rechenschieber groß und unhandlich wird, so verkleinert man dessen Abmessung, indem man die logarithmischen Skalen auf mehreren parallel angeordneten Teilstrecken aufträgt.
  • Vorliegende Erfindung bezieht sich auf vorbeschriebene Rechenschieber mit auf mehreren parallelen Teilstrecken aufgetragenen Skalen und bezweckt eine einfache, rasche und übersichtliche Bestimmung des Rechenergebnisses bzw. der zur Ablesung kommenden Teilstrecke. Sie besteht in der Anbringung von Hilfsskalen bzw. eines Hilfsschiebers, aer das Rechenergebnis zwar nur annähernd, jedoch sehr rasch ergibt, gleichzeitig eine Rechnungskontrolle ermöglicht und daher auch allein zu raschen Überschlagsrechnungen verwendet werden kann. Der Hilfsschieber kann in der aus der folgenden Beschreibung ersichtlichen Weise auch durch ein Hilfsadditionswerk ersetzt werden.
  • Abb. i zeigt die beiden nebeneinander aufgetragenen Skalenarten, nämlich die auf mehreren parallelen Linien aufgetragene Hauptskala sowie die auf einer ununterbrochenen Linie aufgetragene Hilfsskala, wobei jeder Zahl = der langen Hauptskala die gleiche Zahl der Hilfsskala entspricht (z. B. 5o bzw. 5). .
  • In Abb. 2 und 3 sind die Ansichten eines Rechenschiebers dargestellt, dessen Schieber i und Zunge 3 schraubenlinienförmig angeordnete Skalen besitzen, entsprechend der auf den Zylinder gerollten langen Skalen der Abb. i und dessen Markenträger 5 in bekannter Weise als festes Fundament ausgebildet ist, während Schieber i und Zunge 3 beim Rechnen in dem (in Abb.2 fortgelassenen) festen Markenträger 5 mittels der Handhaben 2 und 4 gedreht werden können, und zwar einmal Schieber i und Zunge 3 gemeinsam und einmal die Zunge 3 allein.
  • Um einerseits das Aufsuchen einer Zahl zu erleichtern, anderseits die richtige Ablesung des Rechenergebnisses zu ermöglichen, sind am unteren Teil des feststehenden Fundamentkörpers logarithmische Hilfsskalen 6 und 6' angebracht, die man durch Projektion der Schraubenlinienskala auf die Achsenrichtung erhält und die der kurzen Skala der Abb. i entsprechen. Längs dieser Skalen 6 und 6' ist auf einer Zunge 7 die gleiche Skala 6" angebracht und mit der Zunge 7 am Fundamentkörper 5 verschiebbar. Die Skalen 6 und 6" stellen somit einen stabförmigen Hilfsschieber vor, mit dem beim Rechnen mit dem zylinderförmigen Hauptschieber nebenher eine Rechenkontrolle ohne Feineinstellung rasch, übersichtlich und ohne Läufer (Marke) erfolgen kann, da die genaue Rechnung mit dein Hauptschieber mit großer Teilung und mit Marke erfolgt. Als Beispiel ist auf Haupt-und Hilfsschieber die Multiplikation 3 1 X r5:8 = 4898 in Abb. 2 angedeutet. Die richtige Ablesung ist einerseits durch Kenntnis. des ungefähren Wertes aus der Kontrollrechnung, anderseits dadurch ermöglicht, daß das Ergebnis auf der Hauptskala stets mit dem Ergebnis des Hilfsschiebers die gleiche achsiale Entfernung vom Skalenanfangspunkt besitzt, somit korrespondiert. (In Abb. 2 durch gestrichelte Linien angedeutet.)-Wird die in Abb. i gezeichnete, auf Teilstrecken aufgetragene Skala statt auf zwei Zylindern auf zwei geraden, gegenseitig verschiebbaren Stäben je einmal angeordnet, so entsteht ein stabförmiger Iiauptschieber gewöhnlicher Art mit auf parallelen Teilstrecken angeordneten logarithmischen Skalen, für den die oben erklärte Kontroll- und Hilfsrechnung in analoger Weise vorgenommen werden kann, wenn auf dem nunmehr eben ausgebildeten beweglichen oder festen Markenträger die durch Projektion entstandene Hilfsskala 6 angebracht und auf einer am Markenträger verschiebbaren Zunge 7 die gleiche Skala 6" verschoben werden kann.
  • Anstatt auf dem beweglichen Läufer kann dz Hilfsschieber auch an einem Ende des festen Hauptschiebers in analoger Weise angebracht werden. Es ist der. soeben beschriebene stabförmige Schieber nichts anderes als ein in- eine Ebene ausgebreiteter. zylinderförmiger Rechenschieber mit schraubenlinienförmig. angeordneten Skalen der in Abb.2 dargestellten Art, so daß sich. eine Abbildung erübrigt.
  • Sinngemäß kann vorliegende Erfindung auch auf scheibenförmige Rechenschieber angewendet werden, wobei die lange Skala entweder auf konzentrischen Kreisen oder längs, einer Spirallinie aufgetragen wird.
  • Man kann die in Abb: i dargestellten Skalen auch in der anderen. Richtung auf einen Zylinder aufrollen,. wodurch anstatt des in Abb: 2- dargestellten Rechenschiebers der in-Abb. q, und 5 gezeichnete entsteht. B.ei diesem ist die lange Skala statt auf einer eingängigen Schraubenlinie von geringer Steigung, auf mehrgängigen Schraubenlinien von großer Steigung aufgetragen. Der Schieber besteht aus dem Hauptschieber i, der in dem festen. Gehäuse 8 drehbar gelagert ist und mittels der Handhabe. 2, gedreht werden kann, ferner aus der Zunge 3, die mittels der Handhabe q. in dem Schlitten 9, gedreht werden kann. Der Schlitten 9 ist in dem: Gehäuse 8 analog der Zunge eines stabförmigen Rechenschiebers der Länge nach verschiebbar gelagert. Sowohl auf Hauptschieber i als auch auf der Zunge 3 sind die kurzen Hilfsskalen 6 und 6' am Kreisumfang aufgetragen und erleichtern das Aufsuchen einer Zahl der langen Skala in der bereits beschriebenen Weise. Auf dein Hauptschieber i ist neben der Skala 6 eine gleiche Skala 6" auf einer mittels Handhabe io gegenüber i verdrehbaren Scheibe 7 aufgetragen, so daß durch die Skalen 6 und 6" der zylindrische Hilfsschieber gebildet wird. 5 ist der auf dem Gehäuse 8 verschiebbare Markenträger (Läufer).
  • Als Beispiel ist in Abb. .4 die Multiplikation 12 X 13 = r56 auf Haupt- und Hilfsschieber durch gestrichelte Linien markiert. Anstatt der kurzen logarithmischen Skala 6 kann auch die in Abb. ia angedeutete Skala 6« verwendet werden, die die Entfernungen der Teilstrecken vom Skalenanfang angibt und der gleichteiligen Logarithmusskala entspricht. Es gehört zu jeder Zahl der Hauptskala ein bestimmter Wert auf der Skala 6, der dem Logarithmus der Zahl proportional ist. Es kann somit die Skala 611 in analoger Weise wie die Skala 6 zur Bestimmung der zur Ablesung gelangenden Teilstrecke dienen.
  • Um Rechenschieber mit auf mehreren parallelen Linien aufgetragener Hauptskala inden- Abmessungen besonders klein zu erhalten, ist es zweckmäßig, die Hauptskala nur einmal anzuordnen,. während: die kurzen Hilfsskalen mindestens zweimal angeordnet sind, um die Hilfs- und: Kontrollrechnung -in der bereits beschriebenen Weise, einfach und rasch durchführen zu können. Für die. genaue Rechnung mit der Hauptskala sind zwei gegenseitig verschiebbare Markenträger nötig.
  • In Abb. 6 ist eiri Aufriß eines. Ausführungsbeispieles dargestellt. i ist der Schieber in der Ansicht mit den parallelen Skalenlinien 2, längs welchen natürlich die-- Hauptskala. aufgetragen zu denken ist. 3 ist die kurze Hilfsskala, ¢ die, Handhabe zum Verdrehen des Schiebers i. 6, und 7 sind zwei Hilfsskalen, die einen: Hilfsschieber bäden,. im? dem die Scheibe mit der Skala 6 auf der Drehachse des zylindrischen: Schiebers i befestigt ist und sich mit diesem mitdreht, während die Scheibe mit der Skala 7 mittels des vorstehenden Randes 5 gegen die: Scheibe mit der Skala. 6 relativ verdreht werden kann.. 8 ist das Gehäuse, in, welchem der Schieber i drehbar gelagert. ist.
  • Abb. 7 zeigt einen Schnitt durch diesen Schieber. Die angeschrägte Wand des Gehäuses muß natürlich aus durchsichtigem Material sein, sofern. man das Gehäuse an dieser Stelle nicht offen. läßt-Abb.B zeigt einen Schnitt durch eine Alternativausführung, bei der die Hauptskala anstatt auf einem Zylinder auf einem Band t c aufgetragen ist, das urn die Trommeln iR und i6 gewickelt wii7d und über eine Fiihrung id geht. Das Baud ic kann auch endlos sein. Der Hilfsschieber ],rann außerhalb des Gehäuses als einfaches Additionswerk angeordnet sein, wie die beiden Scheiben 6 und 7 der Abb. 6 im Prinzip ebenfalls ein Additionswerk darstellen. Die Addenden sind nichts anderes als die Zahlen, die den einzelnen Skalenlinien 2 zugeordnet sind und am Rande des Bandes analog wie beim zylindrischen Schieber am Rande desselben angeordnet sind. Das Adclitionswerk kann auch für größere Zahlen eingerichtet sein, um die Addition bzw. Subtraktion von mit dem Schieber errechneten Zahlen durchführen zu können. Urn fortlaufend mit dem Schizber und Additionswerk rechnen zu können, ist es zweckmäßig, das Additionswerk in zwei Teilen anzuordnen. einen Teil für die Bestimmung der zur- Ablesung gelangenden Teilstrecke, den zweiten Teil zur Addition bzw. Subtraktion von mit dem Schieber errechneten Zahlen. Durch diese Einrichtung ist z. B. die Multiplikation größerer Zahlen, als die Schiebergenauigkeit zuläßt, möglich durch Addition von mit dem Schieber errechneten Teilprodukten. Außer den Hilfsskalen 3, 6 und 7 können natürlich neben diesen auch logarithrnische Hilfsskalen analog der in Abb. i dargestellten angeordnet sein.
  • Abb. 9 zeigt vergrößert den in Abb. 7 dargestellten Schnitt durch den Markenträger. In Abb. io ist dieser in der Ansicht dargestellt. Das Gehäuse 8 trägt in einem Schlitz ein Lineal 9, das mittels der Handhabe io verschoben werden kann. Auf dem Lineal sind mittels der durchsichtigen Träger i i, 12 die Marken 13 angebracht, deren Entfernung der Länge der Teilstrecken 2 entspricht. An dem Lineal 9 ist in einem Längsschlitz desselben ein zweiter Markenträger i-. mit der Handhabe 15 verschiebbar angeordnet, der mittels des durchsichtigen Trägers 16, 17 die Marke 18 trägt.
  • Der Vorgang beim Rechnern ist z. B. bei der Multiplikation folgender: Man stellt die Marken 13 mit einer der Handhaben io auf die Anfangs- bzw. Endlinien der Hauptskala, hierauf die Marke 18 auf den einen Faktor. Hierauf verschiebt man die rechte oder die linke Marke 13 mit einer der Handhaben i o auf den zweiten Faktor. Die Marke 18 zeigt dann das Produkt beider Faktoren an. Auf welcher Teillinie das Produkt abzulesen ist, zeigt in der bereits beschriebenen Weise die Kontrollrechnung mit dem Hilfsschieber 6, 7-Bei der Division ist sinngemäß zu verfahren. Natürlich muß die Reibung des zweiten Markenträgers 14 auf dem ersten Markenträger 9 kleiner sein als die Reibung des letzteren auf dem Gehäuse B. Ferner kann zum Fixieren einer Zahl der Hauptskala eine Vorrichtung zum zeitweiligen Klemmen des zweiten Markenträgers 14 auf dem Gehäuse 8 vorgesehen sein, indem beispielsweise ein geschlitztes Lineal i9 an dem Gehäuse 8 angebracht ist, in dessen Schlitz ein durch eine zentrale Bohrung der Handhabe 15 gehender Schraubenbolzen 2o mit dem Kopf 21 gleitet. Durch Verdrehen des Griffes 12 kann der Schraubenbolzen verdreht werden, wodurch der Markenträger 14 an dem Lineal i9 und somit auch an dem Gehäuse 8 festgeklemmt wird.
  • Die angeführten Beispiele sind nur ein Teil der möglichen Ausführungsformen vorliegender Erfindung. Außer der. logarithrnischen Hilfsskalen können noch graphische Hilfsskalen angeordnet sein, entweder aus verschiedenen breiten Linien (in Abb. ia und 6 angedeutet) oder aus verschieden stark gefärbten Streifen bestehend, wobei die Breite bzw. Farbentönung entsprechend dem Zahlenwert zunimmt. Die graphischen Hilfsskalen erleichtern infolge ihrer Deutlichkeit das Aufsuchen von Zahlenwerten der Hauptskalen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANspRÜcHE: i. Logarithmischer Rechenschieber mit auf mehreren parallelen Teilstrecken aufgetragenen logarithmischen Skalen, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schieber, Schiebergehäuse oder Läufer ein Hilfsschieber oder ein Hilfsadditionswerk zwecks Bestimmung der zur Ablesung des Rechenergebnisses gelangenden Teilstrecke angeordnet ist.
  2. 2. Logarithmischer Rechenschieber nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Hauptskala und zwei gegenseitig verschiebbare Markenträger angeordnet sind.
  3. 3. Logarithmischer Rechenschieber nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Markenträger (i4) an denn Schiebergehäuse zeitweilig festgeklemmt werden kann. q.. Logarithmischer Rechenschieber nach Anspruch i und q., dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsadditionswerk für größere Zahlenwerte als der Hilfsskala entsprechend ausgebildet wird, um die Addition bzw. Subtraktion von auf dem Schieber errechneten Zahlen durchführen zu können.
DEC36396D 1924-05-19 1925-03-18 Logarithmischer Rechenschieber Expired DE436476C (de)

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