DE43624C - Forstbestands-Massenkluppe - Google Patents

Forstbestands-Massenkluppe

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DE43624C
DE43624C DE188743624D DE43624DD DE43624C DE 43624 C DE43624 C DE 43624C DE 188743624 D DE188743624 D DE 188743624D DE 43624D D DE43624D D DE 43624DD DE 43624 C DE43624 C DE 43624C
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Germany
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Expired
Application number
DE188743624D
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English (en)
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E. hirschfeld, Forstassessor in Oberaula, Reg.-Bez. Kassel
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/0035Measuring of dimensions of trees

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. September 1887 ab.
Die in der beiliegenden Zeichnung dargestellte, für forsttaxatorische Zwecke bestimmte Kluppe dient sowohl zum Messen des cubischen Inhalts als auch der Stammgrundflächen von Forstbeständen und macht die Führung eines Kluppmanuals sowie weitere Berechnung dadurch überflüssig, dafs die durch die Kluppe ermittelten Gröfsen durch ein mit derselben verbundenes Zählwerk addirt werden.
Die Bestandtheile der Kluppe sind:
Gerüst,
Höhenscalenstreifen,
Curvenschiene,
Zählwerk.
Das Gerüst besteht, wie die bisher üblichen Durchmesserkluppen, aus einer Schiene A mit einem festen und einem beweglichen Tastschenkel, α und al. Diese Schiene ist so breit, dafs sie den Höhenscalenstreifen zwischen zwei Längsleisten a2 aufnehmen kann. Die eine Seite des Streifens ist mit Centimetertheilung versehen, um nöthigenfalls auch den Stammdurchmesser ablesen zu können. Es ist dies für Messungen eingesprengter Stämme, welche nicht durch die Kluppe addirt werden sollen, von Wichtigkeit. Aufserdem sind auf dem Streifen noch Curven verzeichnet, deren einzelne Punkte nach den erfahrungsmäfsig bestimmten Holzmassentafeln von H. Behm gefunden und entsprechend dem Baumgehalte von der am Rande des Scalenstreifens befindlichen Nulllinie entfernt sind. Nachdem die Baumhöhen für alle Stammstärken des betreffenden Bestandes mittelst eines der gebräuchlichen Höhenmesser gemessen und mit den zugehörigen Brusthöhendurchmessern notirt sind, bildet man daraus von 10 zu 10 m abgestufte Stärkeklassen unter der Annahme, dafs alle Stämme von gleicher Stärke auch ein und dieselbe Höhe bezw. eine durch Einschaltung gewonnene Durchschnittshöhe haben. Es werden wie bei dem bisherigen Verfahren zur Aufstellung dieser Stammklassen die Höhen und Durchmesser von nur einigen Bäumen als Vertreter ihrer Klassen im Bestände gemessen. Wenn z. B. gemessen wurden: etwa 5 bis 10 Eichen 38 cm stark 14 m hoch, und 42 cm stark 16 m hoch, so ergiebt sich für Stammstärken von 40 cm eine Höhe von 1 5 m. In diesem Falle wird demnach die Curvenschiene B bei 40 cm über den für Eichen zur Höhe 15 m gehörigen Scalenstrich festgeschraubt. In gleicher Weise werden die Höhen für die Stärken von 10, 20, 30, 50,-60, 70, 80, 90 und 100 cm entwickelt, und zwar durch Messung einiger Stämme der verschiedenen Stärken. Diese Ermittelung ergiebt z. B. die zu obigen Stärken von 10 bis 100 cm zugehörigen Höhen von 9, 11, 13, 14, 16, 17, 18, 19 und 20 m. Hiernach wird die Curvenschiene B für den Eichenbestand festgestellt ; die Thätigkeit des Arbeiters beschränkt sich dann darauf, jeden Stamm zu kluppen, d. h. zwischen den Tastschenkeln a a' zu fassen und die Kurbel zu bewegen.
Der Apparat kann von jedem, auch dem ungeübten Arbeiter zur Messung benutzt werden. Die dabei zu beobachtenden Handgriffe sind folgende: Der zu messende Stamm wird zwischen den Tastschenkeln a a' gefafst und darauf die Kurbel k bewegt, bis der an dem Hebel ks befindliche Stift s, Fig. 3, gegen die
Curvenschiene B anschlägt. Die Bewegung der Kurbel k wird mittelst des Gestänges kl k2 k3 und der Sperrklinken / an dem freien Ende des letzteren Hebels auf das Rad r übertragen. Wird die Kurbel freigelassen, so stellt sich der Hebel ks infolge der Wirkung der Spiralfeder f wieder auf den Nullpunkt ein, welcher durch den Anschlag S angegeben wird.
Auf der Welle des Rades r sitzt dasjenige t, welches in u kämmt, von dem aus mittelst eines Zahnes ν die Uebersetzung auf das Rad tv geschieht. An diesem kann alsdann die durch Kluppung einer beliebigen Anzahl von Stämmen addirte Masse in Festmetern mit einer Decimalstelle abgelesen werden. Es bedeutet je ein Theilstrich des Rades r ein Zehntel Festmeter.
Man stellt die Schiene B über die Scalen i, 3, 5 oder 7, um so den einfachen Festgehalt für alle Stämme bis ca. 1 m Durchmesser in Brusthöhe zu ermitteln. Für jüngere, nur »angehend haubare« Bestände erfolgt die Schieneneinstellung über den Scalen 2, 4 oder 6. Diese sind in doppeltem Mafsstabe wie diejenigen 1, 3, 5 und 7 aufgezeichnet, so dafs die mit denselben erhaltene Summe allerdings noch mit 2 zu dividiren ist; man erlangt jedoch durch dieses Verfahren eine gröfsere Genauigkeit.
Aufser den Höhenscalen finden sich noch zwei Linien E und D auf demselben Streifen in der Schiene A verzeichnet. Diese dienen zur Bestimmung der Stammgrundflächen.
Die schwächer gekrümmte Curve E dient, analog den auf diesem Theile des Streifens verzeichneten Höhenscalen, zur Messung der Stammgrundflächen stärkerer, die stärker gekrümmte Linie D zur Messung schwächerer Stämme; letztere Curve steht zu ersterer gleichfalls im Verhältnifs 2:1, es ist das mit derselben ermittelie Ergebnifs wiederum zu halbiren. Auf diese Curve D ist der Scalenstreifen B in der Fig. 1 eingestellt.
Derartige Messung ist anwendbar, wenn die Stämme gleiche Höhe, eine Bestandhöhe, haben, was auch bei verschiedenem Alter und verschiedenem Durchmesser der Fall sein kann. Hierbei bedeutet jeder Theilstrich des Rades r einen Quadratdecimeter.
Die alsdann erhaltenen Ergebnisse sind zur Gewinnung des Massengehaltes mit einer nur von der Bestandhöhe abhängigen Constanten, nämlich mit dem Product aus Höhe und Formzahl zu multipliciren. Behufs Erlangung des Resultates bei schwächeren Beständen mufs dieser Werth, entsprechend der an der doppelmäfsig gekrümmten Curvenlinie erfolgten Messung, wie bereits erwähnt, halbirt werden.
Um bei dem Messen nur den Bestand an Stämmen einer gewissen Stärke zu gewinnen, werden auf der Schiene A an den Leisten α2 für den gröfsten und für den kleinsten Stammdurchmesser je eine kleine Kluppe KK1 befestigt, durch welche die Verschiebung des mit dem Zählwerk verbundenen Tastschenkels al auf die zwischen ihnen liegende Strecke begrenzt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einer Forstbestands-Massenkluppe die Anordnung eines mittelst Kurbel k bethätigten Zählwerkes, dessen Stift s gegen eine Curvenschiene B schlägt, welche eingestellt wird:
    a) über Höhenscalenstreifen 1, 3, 5 und 7, die nach den von H. Behm aufgestellten Massentafeln getheilt sind , um die Bestandsmasse zu messen;
    b) über Scalenstreifen 2, 4 und 6, um »angehend haubare« Bestände durch doppelmäfsige Messung mit gröfserer Genauigkeit zu messen, wobei die Summe zu halbiren ist;
    c) über die Linien E und D, um Stammgrundflächen zu messen, wobei Einstellung über Linie D doppelmäfsige Summe ergiebt, welche gleichfalls zu halbiren ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188743624D 1887-09-17 1887-09-17 Forstbestands-Massenkluppe Expired DE43624C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE43624T 1887-09-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE43624C true DE43624C (de) 1888-06-19

Family

ID=33546384

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DE188743624D Expired DE43624C (de) 1887-09-17 1887-09-17 Forstbestands-Massenkluppe

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