DE433149C - Neuerung bei der Erzeugung von Eisfarben - Google Patents

Neuerung bei der Erzeugung von Eisfarben

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DE433149C
DE433149C DEC35788D DEC0035788D DE433149C DE 433149 C DE433149 C DE 433149C DE C35788 D DEC35788 D DE C35788D DE C0035788 D DEC0035788 D DE C0035788D DE 433149 C DE433149 C DE 433149C
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Germany
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Expired
Application number
DEC35788D
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English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Christ
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JG Farbenindustrie AG
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JG Farbenindustrie AG
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/68Preparing azo dyes on the material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Neuerung bei der Erzeugung von Eisfarben. Die Herstellung von Eisfarben mit Hilfe solcher Azokomponenten, welche einen gewissen substantiv en Charakter besitzen, erfolgt bekanntlich in der Weise, daß man das mit einer Lösung der betreffenden Azokomponente grundierte Baumwollgut durch Abquetschen, Abpressen, Absaugen oder Schleudern so weit als möglich entwässert und sodann, ohne zu trocknen, in feuchtem Zustande mit einer Diazoverbindung entwickelt. Auch bei einer möglichst weitgehenden Entwässerung haftet der Faser immer noch eine nicht unbeträchtliche Menge der Grundierungsflotte rein mechanisch an. Besonders bei gepacktem Material und Kettbäumen schließen die Hohlräume noch erhebliche Mengen des Klotzes ein, deren Entfernung zur Erzielung einwandfreier Färbungen erwünscht und bei der Verwendung von Azokomponenten mit nur schwach substantivem Charakter besonders wichtig ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man finit Sicherheit einwandfreie Färbungen erhalten kann, wenn man entweder unmittelbar nach der Grundierung oder nach - vorherigem Schleudern, Abpressen oder Absaugen die dem Material noch mechanisch anhaftende Klotzlösung durch Behandeln mit einer schwächeren Klotzlösung, welcher Natronlauge und ein Elektrolyt zugesetzt ist, oder, falls die verwendete Azokomponente ausgesprochen substantiven Charakter hat, lediglich durch Spülen mit einer Lösung eines Elektrolvten, welche unter Umständen mit etwas Natronlauge versetzt ist, oder auch nur mit verdünnter -Natronlauge verdrängt. Beim nachfolgenden Entwickeln erhält man so besser reibechte Färbungen, als sie ohne Entfernung der nicht auf der Faser fixierten Klotzlösung zu erlangen sind, so daß auch der weniger sorgfältig arbeitende Färber mit Sicherheit einwandfreie Färbungen erzielen kann.
  • Das vorliegende Verfahren kann mit Vorteil Anwendung finden z. B. bei der Erzeugung von Eisfarben mit Hilfe der Arylide oder Arylendiimine der 2 # 3-Oxynaphthoesäure (vgl. Patentschrift 26269d und 2<85d.2) oder unter Verwendung von Acetoacetyl- oder Diacetoacetylverbindungen von Aminobasen, wie sie in den englischen Patentschriften 211772 und 211814 beschrieben sind, sowie in allen Fällen, bei denen eine Azokomponente, deren substantivier Charakter die Entwicklung der grundierten Ware in feuchtem Zustande gestattet, zur Verwendung kommt.
  • Ein weiterer, erheblicher Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß es auf diese Weise möglich ist, etwaige Schädigungen, welche der Klotz auf der Faser durch die Einwirkung der Luft beim Schleudern, Absaugen oder Hingeres L iegenlassen erlitten haben könnte, die möglicherweise zur Bildung streifiger oder magerer Färbungen führen, durch die Behandlung mit alkalischen Spüllösungen wieder zu beheben. Da ein weiteres Scliietidei-n oder Absatzgen unnötig ist und somit die Luft nicht mehr einwirken kann, so erhält man auf diese Weise noch völlig einwandfreie Färbungen.
  • Bei Anwendung der beschriebenen Arbeitsweise ist es also nicht mehr nötig, den Klotzlösungen z. B. aus 2 # 3-Oxynaphtlioesätirearvliden Formaldelivd zuzusetzen, wodurch die geklotzte Ware bekanntlich gegen die Einwirkung der Luft geschützt wird, sofern man nach <lern Entwässern des Materials nach der vorliegenden Arbeitsweise verfährt und darauf sogleich entwickelt. Spült man jedoch vor dein Schleudern oder Absaugen niit den erwähnten Lösungen, oder ist man genötigt, das Gut vor <lein Entwickeln noch einige Zeit liegen -zu lassen, so arbeitet man vorteilhaft in der Weise, daß man mit einem Klotz oh-ie Forinaldeliydztisatz grundiert und den Formal(lelivd clen erw@ihnten Vercirängungslhstingen zusetzt. NL-Ian erreicht dadurch auf einfachste Weise, daß die Grundierungsbäder frei von Formaldehyd bleiben und somit eine ungeschwächte Haltbarkeit besitzen, während anderseits die grundierten Garne mit Sicherheit luftbeständig sind.
  • Das neue Verfahren kommt für alle Anwendungsgebiete der auf der Faser zti erzeugenden Entwicklungsfarbstoffe in Betracht und bedeutet einen erheblichen, technischen Fortschritt. da auf diese einfache Weise in allen Fällen einwandfreie und gut reibechte Färbungen zu erhalten sind.
  • Beispiel i.
  • Auf einer Wanne werden 30 kg Garn mit einerLösung, die 7 g 2 # 3-Oxynaphthoesäureanilid und 7 ccm Formaldehyd im Liter enthält, grundiert. Man schleudert die Garne und spült sie auf der Wanne mit einer Lösung, welche 0,5 g 2 # 3-Oxynaphthoesäureanilid und außer der zu deren Lösung erforderlichen Menge Natronlauge weitere to ccm Natronlauge von 3.1.° Be und 30 g Kochsalz im Liter enthält. Nach dein Spülen läßt man die Spülflotte abtropfen und entwickelt in der bekannten Weise. Beispiel e.
  • Man grundiert in einem geschlossenen oder offenem Färbeapparat einen Kettbaum von 5o kg mit einer Lösung, die im Liter 2 g 2 # 3-Oxvnaphthoesäure-ß-naphthalid enthält, pr eßt ihn mit Druckhift ab und spült den abgepreßten Baum mit einer Flotte, die .fo g Kochsalz und f o ccm N atroiilauge 34.° Be im Liter enthält. Nach dein Spülen entwässert man wieder durch Abpressen und entwickelt in der bekannten Weise. Beispiel foo kg Kreuzspulen werden auf einem Apparat nach dem Packsystem grundiert mit einer Lösung, welche 1,5 g Bis-2 # 3-oxvnaphi-hovIdianisidin im Liter enthält. Nach dein Grundieren spült man im Pack mit einer Flotte, die 12 ccin Natronlauge 3d.° Be im Liter enthält, und entwickelt, ohne zu sc@@@ttdern, in der bekannten Weise. Beispiel 4. 5 o k- Baumwollgarn werden in f ooo fiter einer Lösung, die :2g 2 # 3-Oxytiaphthoylaniinolivdrochinondiinethyläther im Liter enthält, grundiert. Das Grundierungsbad ist frei von Formaldehyd. Nach dem Grundieren läßt riian abtropfen, setzt die grundierte Ware auf ein Spülbad, das 5o g Kochsalz, i o ccin N atronlatige 34° Be und 2 ccin Formaldehyd im Liter enthält, wirft nach dem Spülen auf, schleudert und entwickelt in der bekannten Weise.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Neuerung bei der Erzeugung von Eisfarben, darin bestehend, claß man bei Verwendung von Azokomponenten, deren Charakter die Entwicklung der grundierten Ware in feuchtem Zustande gestattet, entweder unimittelbar nach der Grundierung oder nach vorherigem Schleudern, Abpressen oder Absaugen die dein Material noch anhaftende Klotzlösung durch Behandeln init einer schwächeren Klotzlösung, welcher Natronlauge und ein Elektrolyt zugesetzt ist, oder gegebenenfalls mit der Lösung eines Elektrolyten, welche unter Umständen mit etwas Natronlauge versetzt ist, oder auch nur mit verdünnter Natronlauge, in allen Fällen mit oder ohne Formaldehydzusatz, verdrängt.
DEC35788D 1924-12-02 1924-12-02 Neuerung bei der Erzeugung von Eisfarben Expired DE433149C (de)

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