DE433147C - Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose

Info

Publication number
DE433147C
DE433147C DEB114675D DEB0114675D DE433147C DE 433147 C DE433147 C DE 433147C DE B114675 D DEB114675 D DE B114675D DE B0114675 D DEB0114675 D DE B0114675D DE 433147 C DE433147 C DE 433147C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
derivatives
parts
cellulose
isatoic
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB114675D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Guenther
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
J G FARBEINDUSTRIE AG
Original Assignee
J G FARBEINDUSTRIE AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by J G FARBEINDUSTRIE AG filed Critical J G FARBEINDUSTRIE AG
Priority to DEB114675D priority Critical patent/DE433147C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE433147C publication Critical patent/DE433147C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/02General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes
    • D06P1/12General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes prepared in situ
    • D06P1/122General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes prepared in situ the textile material containing one component

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose. Es wtir de die überraschende Beobachtung gemacht, da13 die Cellulose, beispielsweise die Baumwollfaser, bei der Behandlung mit Isatosä ureanhvdrid eine Veränderung erfährt, derart, daß sie bei der Einwirkung von Diazotierungsinitteln Diazoverbindungen liefert, die sich bei der Behandlung mit Chroniogenen zu Farbstoffen vereinigen lassen. Vermutlich beruht die Reaktion darauf, ilaß durch Einwirkung des Isatosäureanhvdrids auf die C ellulose Aminobenzovlderivate der letzteren entstehen, die diazotierbar und kupplungsfähig sind. Danach würden die Einwirkungsprodukte des Isatosäureanhvdrids auf die C elltilose und ebenso die durch Diazotieren und Kuppeln gebildeten Farbstoffe Cellulose im -Molekül enthalten.
  • Man kann hierbei die verschiedensten Formen der Cellulose, ferner Cellulosederivate sowie auch die mit derselben verwandten Körper verwenden; ebenso wie Isatosäureanhvdrid selbst sind auch dessen Derivate oder überhaupt Körper, welche den für das Isatosiitireanlivdrid charakteristischen Atomkomplex enthalten, verwendbar. Insbesondere sind auch solche Derivate, welche Azonreste enthalten, wie sie z. B. aus den aus Diazoverbindungen und o-Aminokarbons äuren * oder deren Abkömmlingen entstehen-<ien Farbstoffen, z. B. durch Behandlung mit Phosgen, erhältlich sind. Beispiel i.
  • 5 Teile Isatosätireanhydrid werden mit 5oo Teilen Wasser, das d. Teile Soda calc. gelöst enthält, angerührt. In diese Suspension bringt man sofort Zoo Teile Baumwollstoff (Satin), der gut angefeuchtet ist, und bewegt oder schüttelt bei gewöhnlicher Temperatur mehrere Stunden kräftig.
  • Xach dem Spülen mit Wasser wird getrocknet.
  • Analog verfährt man bei Verwendung von Derivaten des Isatosäureanhydrids, z. B. von \'itroisatosäureanlivdr id.
  • Beispiel e. !- Der nach Beispiel i mit Isatosäureanhvdrid behandelte Stoff wird in feuchtem oder getrocknetein Zustande kalt mit Salzsäure und Nitrit diazotiert und nach dem Spülen z. B. mit /3-N aphthol entwickelt.
  • Man erhält ein leuchtendes Orange. An Stelle von /3-\ aphthol können auch andere Chroinogene verwendet werden. Beispiel 3. 5 Teile Sulfanilsäure-azo-Isatosäureanhydrid (erhältlich aus Sülfanilsäure-azo Anthranilsäure durch Einwirkung von Phosgen) als Natriumsalz werden mit 5oo Teilen Wasser, das 2,6 Teile Soda calc. gelöst enthält, angerührt. Hierzu gibt man sofort ioo Teile Baumwollstoff: (Satin), der gut angefeuchtet ist, und bewegt oder schüttelt bei gewöhnlicher Temperatur -mehrere Stunden kräftig.
  • Nach dem Spülen mit Wasser wird getrocknet.
  • Man erhält ein intensiv gelb gefärbtes Gewebe.
  • Statt 5oo Teile Wasser kann man auch vorteilhaft 5oo Teile gesättigte oder auch verdünnte Kochsalzlösung verwenden. Beispiel q.. Der nach Beispiel 3 erhaltene Stoff wird analog wie im Beispiel e beschrieben behandelt. Man erhält nach dem Entwickeln mit ß-Naphthol ein leuchtendes Rot. Beispiel s. 0,3 Teile des aus dem Azofarbstoff aus i-Amino-2-chlorbenzol-5-sulfosäure und Anthranilsäure hergestelltenIsatosäureanhydrids werden in 3oo Teilen Wasser gelöst unter Zufügung von o,25 Teilen Soda calc., gelöst in 5 Teilen Wasser. Man geht ohne Verzug bei gewöhnlicher Temperatur mit io Teilen. Baumwolle ein, setzt nach und nach etwa ioo Teile einer gesättigten Kochsalzlösung zu und hantiert etwa i Stunde. Nach dem Auswaschen mit Wasser erhält man eine intensiv gelbe Färbung von guten Eigenschaften. Durch weiteres Diazotieren= und Entwickeln mit den verschiedensten Komponenten können die mannigfachsten Töne erzielt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose und verwandter Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Körper mit Isatosäureanhydrid oder dessen Derivaten oder Körpern, welche den für das Isatosäureanhydrid charakteristischen Atomkomplex enthalten, behandelt und eventuell nachträglich diazotiert und mit Chromogenen kuppelt.
  2. 2. Spezielle Ausführungsform des unter i beanspruchten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man als Isatosäureanhvdridderivate solche verwendet, welche Azoreste enthalten.
DEB114675D 1924-06-29 1924-06-29 Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose Expired DE433147C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB114675D DE433147C (de) 1924-06-29 1924-06-29 Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB114675D DE433147C (de) 1924-06-29 1924-06-29 Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE433147C true DE433147C (de) 1926-08-21

Family

ID=6993819

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB114675D Expired DE433147C (de) 1924-06-29 1924-06-29 Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE433147C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE433147C (de) Verfahren zur Darstellung von Derivaten der Cellulose
DE1644096B2 (de) Monoazofarbstoffe
DE870148C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE965346C (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserunloeslichen Monoazofarbstoffes
DE1644125B2 (de) Wasserunloesliche monoazofarbstoffe der dispersionsreihe
DE547823C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE1153839B (de) Verfahren zur Herstellung methylolgruppenhaltiger Farbstoffe
DE562048C (de) Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen
DE914300C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferbaren Polyazofarbstoffen
DE374991C (de) Verfahren zur Darstellung von substantiven Farbstoffen
DE693022C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE548614C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE710405C (de) Verfahren zur Herstellung von o-Oxyazofarbstoffen
DE693586C (de) Verfahren zur Herstellung von Faerbungen auf tierischen Fasern oder Cellulosefasern oder auf Gemischen aus beiden Faserarten
DE413611C (de) Verfahren zum Faerben von Celluloseacetaten
DE742810C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE559251C (de) Verfahren zur Herstellung von Faerbungen auf Celluloseestern
DE718148C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE550354C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE663824C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE640260C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisfarben auf Wolle oder Gemischen von Wolle mit Cellulosefasern
DE495114C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE746076C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Disazofarbstoffe
DE1644125C3 (de) Wasserunlösliche Monoazofarbstoffe der Dispersionsreihe
DE842380C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen