DE432847C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wasserdichten Stoffes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wasserdichten StoffesInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M17/00—Producing multi-layer textile fabrics
Landscapes
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- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 14. AUGUST 1926
■REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8 k GRUPPE 3
(Sch 75423
Firma Wilhelm Schlochauer Nachf. in Hamburg.
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wasserdichten Stoffes.
Zur Herstellung von Säcken für das Lagern und den Versand insbesondere pulverförmiger
Güter, wie Zement, Mehl u. dgl., verwendet man einen Stoff, der aus Papier mit einer Zwischen- oder Auflage aus Jutegeivebe
besteht. Dieses Jutegewebe wird entweder auf das Papier oder zwischen zwei Lagen Papier geklebt. Da man zur Erreichung
der notwendigen Festigkeit mit einem verhältnismäßig losen Gewebe auskommt,
sind aus derartigem Stoff hergestellte Säcke wesentlich billiger als solche aus reiner Jute.
Sind die in die Säcke eingefüllten Stoffe sehr stark wasseranziehend, wie es beispielsweise
bei Kalksalpeter u. dgl. der Fall ist, so muß das für die Herstellung der Säcke benutzte
Papier bzw. das Gewebe außerdem noch mit einem wasserdichten Überzug versehen werden, z. B. mit einem Pech- oder
to Teeraufstrich.
Das Zusammenkleben der Bahnen des aus Papier und Jutegewebe bzw. zwei Papierbahnen
und Jutegewebe bestehenden Stoffes und das Aufstreichen des Teers erfolgt in
einem Arbeitsgange mittels einer geeigneten Vorrichtung. Trotzdem der Teer in erwärmtem
Zustande mit Hilfe einer Walze gleichmäßig auf die Papierbahn oder das Gewebe
aufgetragen wird, hat es sich jedoch gezeigt, daß infolge der mangelhaften Adhäsion von
Teer auf Papier und Jutegewebe einzelne, wenn auch verhältnismäßig kleine Stellen des
Untergrundes nicht mit Teer bedeckt werden. Da die Bahnen sofort zusammengeklebt werden,
wobei der Teeraufstrich nach innen kommt, sind diese freien Stellen in dem fertigen
Stoff nicht mehr sichtbar. Sie machen sich aber später, wenn die Säcke hergestellt
und gefüllt sind, dadurch unangenehm bemerkbar, daß hier die Feuchtigkeit der Luft
durchzudringen vermag. Es entstehen dort nasse Flecke in dem Sack, und sein Inhalt
kann unter Umständen vollständig verderben.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, mit dessen Hilfe es gelingt, diese
Mängel zu vermeiden.
Zu diesem Zwecke wird eine aus einem an sich bekannten Walzenstuhl bestehende
Streich- und Klebevorrichtung zur Herstellung des aus Papier und Jutegewebe zusammengesetzten
Stoffes benutzt, bei welcher die mit Teer o. dgl. bestrichene Fläche der Papier-
bzw. Gewebebahn vor dem Zusammenkleben eine gewisse Strecke, z.B. 0,5 bis 1,5 m
lang, so an den Augen des die Vorrichtung bedienenden Arbeiters vorbeigeführt wird,
daß dieser in der Lage ist, unbedeckt gebliebene Stellen nachträglich durch Aufstrei-
5* chen von Teer auszubessern.
Streichvorrichtungen, bei welchen mehrere zu vereinigende Stoffbahnen mit einem Bindemittel
bestrichen werden, sind bereits bekannt. Hierbei laufen aber die beiden Stoffbahnen
in der Mitte der beiden Teile der Streichvorrichtung zusammen und werden in derselben vereinigt, so daß es unmöglich ist,
die Fläche vor diesem Zusammentreffen zu beobachten und die Mangel des Aufstrichs
auszubessern. Die gleichen Nachteile weist eine andere bekannte Vorrichtung auf, bei
welcher eine Walze angeordnet ist, die die Beobachtung des Aufstrichs auf die Stoffbahn
verhindert. Auf eine solche kommt es aber in jenem Falle auch nicht an, weil es 6g
sich dort um die Herstellung wasserdichter Stoffe handelt, die aus einer Schicht Gummi
und einer Schicht Faserstoff bestehen. Infolgedessen ist das wasserschützende Mittel
auch nicht der aufgestrichene Stoff, wie hier, sondern das Gummituch. Es liegt deshalb
keine Veranlassung vor, den Aufstrich zu beobachten und etwaige Mängel auszubessern,
weil diese in jenem Falle gar keine nachteilige Wirkung besitzen.
Der zur Ausübung des Verfahrens benutzte Walzenstuhl ist in der Zeichnung in beispielsweiser
Ausführungsform schematisch im Aufriß dargestellt.
Das Papier oder Gewebe läuft von der Walze ι über die Führungswalze 2 zu der
Walze 3, welche sich in einem Behälter 4 umdreht, der mit dem erwärmten Teer o. dgl. gefüllt
ist. Hierdurch wird die Papier- oder Gewebebahn auf der der Walze zugekehrten Seite mit Teer bestrichen. Alsdann wird die
nach unten gekehrte bestrichene Seite der Bahn durch Leiten über die Walzen 5 und 6
so gewendet, daß die bestrichene Fläche nach oben liegt und beobachtet werden kann, so
daß es möglich ist, frei gebliebene Stellen auszubessern. Die gestrichene Bahn vereinigt
sich in dem Walzenpaar 7 mit einer zweiten, von. der Rolle 8 ablaufenden, aus Papier oder Gewebe bestehenden Bahn, die
vorher mit Klebstoff bestrichen ist, so daß die Verbindung der beiden Bahnen stattfindet.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Stoffes für Säcke, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit einem Aufstrich von Teer o. dgl. zu versehenden Papier- oder Gewebebahnen vor ihrem
Zusammenkleben so geführt werden, daß die beim Auftragen des Teers unbedeckt gebliebenen Stellen beobachtet und nachgebessert
werden können.
2. Walzenstuhl zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Auftragwalze (3) für den Teeraufstrich und der Stelle, an welcher die Bahnen zusammengeklebt
werden, ein größerer Zwischenraum gelassen ist, in welchem die bestrichene Fläche von oben sichtbar wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH75423D DE432847C (de) | 1925-09-17 | 1925-09-17 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wasserdichten Stoffes |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE432847C true DE432847C (de) | 1926-08-14 |
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ID=7441146
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DESCH75423D Expired DE432847C (de) | 1925-09-17 | 1925-09-17 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wasserdichten Stoffes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE432847C (de) |
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1925
- 1925-09-17 DE DESCH75423D patent/DE432847C/de not_active Expired
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