DE431940C - Krarupleiter ohne permanente Magnetisierung - Google Patents

Krarupleiter ohne permanente Magnetisierung

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DE431940C
DE431940C DEW66361D DEW0066361D DE431940C DE 431940 C DE431940 C DE 431940C DE W66361 D DEW66361 D DE W66361D DE W0066361 D DEW0066361 D DE W0066361D DE 431940 C DE431940 C DE 431940C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/12Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics
    • H01B11/14Continuously inductively loaded cables, e.g. Krarup cables

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  • Heat Treatment Of Articles (AREA)
  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)

Description

  • Krarupleiter ohne permanente Nagnetisierung. Bei Krarupleitungen, bei denen der eigentliche Leiter mit einem ferromagnetischen Material umgeben ist, kommt es, um eine möglichst hohe Induktivität zu erzielen, darauf an, daß die Permeabilität dieses ferromagnetischen Materials möglichst groß ist, und zwar die Permeabilität bei schwachen Wechselströmen, d. h. die Anfangspermeabilität oder die reversible Pertneabilität. Letztere ist wesentlich, wenn das :Material bereits eine permanente Magnetisierung besitzt; das ist praktisch bisher stets der Fall, weil jedes Material durch die Bearbeitung im erdmagnetischen Feld oder auch in anderen Streufeldern eine solche permanente Magnetisierung annimmt. Nun wird die reversible Permeabilität mit wachsender Stärke der permanenten Magnetisierung kleiner, und zwar zunächst kaum merklich, dann aber rasch. Solange also die permanente Magnetisierung nur geringe Werte annimmt, wie z. B. im Erdfeld bei gewöhnlichen Temperaturen, wird sie -die Größe der reversiblen Permeabilität und damit die der Induktivität des Krarupleiters nicht beeinträchtigen. Das ist aber gänzlich anders, wenn ein für diesen Zweck hochwertigstes Material, das an sich schon bei verhältnismäßig schwachen Feldern eine hohe Induktion erreicht, nun auch noch während der Abkühlung nach dem Ausglühen, das zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften vorgenommen wird, unmittelbar unterhalb des magnetischen Umwandlungspunktes einen Zustand durchläuft, in dem die Permeabilität ganz extrem hohe Werte annimmt. Selbst kleine magnetische Kräfte, wie z. B. die des Erdfeldes, können in diesem Zustande permanente Nlagnetisierungen hervorbringen, die dann beim Abkühlen auf gewöhnliche Temperatur ganz von selbst zu beträchtlichen Werten ansteigen, wie sie sonst nur durch große Kräfte hervorgebracht werden können; daher wird in diesen Fällen die reversible Permeabilität und damit die Induktivität des Leiters beträchtlich kleiner sein, als die Materialeigenschaften es eigentlich gestatten würden. Zur Erzielung einer möglichst hohen Selbstinduktion sind auf ,Grund der vorliegenden Erfindung die Krarupleiter so herzustellen, daß sie keine oder nur eine unwesentliche permanente Magnetisierung besitzen. Dieses Ziel läßt sich auf verschiedene Weise erreichen.
  • Es kann einmal wiihrend der Fabrikation die Bildung einer permanenten Magnetisierung nach Möglichkeit verhindert werden, indem der Leiter in den Stadien, in denen er besonders zur Aufnahme einer Magnetisierung neigt - also in erster Linie während der Abkühlung nach dem Glühprozeß -, mit deiner Längsrichtung in einer zur Richtung des herrschenden magnetischen Feldes senkrechten Lage gehalten und bewegt wird. Zum gleichen Zweck kann auch das herrschende Magnetfeld in irgendeiner bekannten Weise in seinerWirkung auf den Leiter kompensiert werden, z. B. durch Anbringen einer oder mehrerer gleichstromdurchflossener Spulen, deren Feld das störende Magnetfeld an der erwünschten Stelle gerade aufhebt, was sich mit physikalischen Meßmethoden immer leicht feststellen läßt. Es kann anderseits die bei der Herstellung hervorgerufene permanente Magnetisierung nachträglich durch Entmagnetisierungseinrichtungen ganz oder nahezu wieder beseitigt werden. Diese Entmagnetisierung kann sowohl gleich nach dem Ausglühen, wo die Gefahr einer Magnetisierung am größten ist, oder auch erst bei der Verlegung oder an jeder anderen Stelle des Fabrikationsganges vorgenommen werden, beispielsweise durch gleichmäßiges Hindurchziehen des Krarupleiters durch eine oder mehrere von Wechselstrom durchflossene Spulen, so daß jeder Punkt der Umspinnung mindestens einmal von hohen zu verschwindendenWechselfeldern wandert, ohneSprünge der Wechselfeldstärke zu überschreiten. In solchen Fällen, wo das Ausglühen in einem durch Wechselstrom geheizten Ofen erfolgt, kann -das Wechselfeld des Ofens geeignet abgestuft sein, so daß die Entmagnetisierung während des Herausziehens des Krarupleiters vor sich geht. Gerade beim Entmagnetisieren kann es -wesentlich sein, daß etwa vorhandene konstante magnetische Felder unwirksam gemacht werden.

Claims (6)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Erhöhung der Selbstinduktion von Krarupleitern, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung die Entstehung permanenter Magnetisierung in dem Umspinnungsmaterial verhindert oder entstandene permanente Magnetisierung wieder beseitigt wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung eines Krarupleiters nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, um die Entstehung einer permanenten Magnetisierung möglichst zu verhindern, der Leiter während der Abkühlung nach dem Glühprozeß in einer zur Richtung des herrschenden magnetischen Feldes senkrechten Lage gehalten und bewegt wird.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung eines Krarupleiters nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Krarupmaterial nach der Umspinnung einem Entmagnetisierungsprozeß unterworfen wird. d..
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Entmagnetisierung im Anschluß an das Ausglühen des mit der Kraruphülle versehenen Leiters ausgeführt wird.
  5. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch q. für den Fall, daß das Ausglühen in einem durch Wechselstrom geheizten Ofen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselfeld des Ofens geeignet abgestuft ist, so daß die Entmagnetisierung whrend des Herausziehens des Krarupleiters vor sich geht.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Krarupkabel während der Verlegung eine Entmagnetisierungseinrichtung durchläuft.
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