DE42939C - Einrichtung zur Entnahme von Wasser aus Hauswasserleitungen - Google Patents

Einrichtung zur Entnahme von Wasser aus Hauswasserleitungen

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DE42939C
DE42939C DE188742939D DE42939DA DE42939C DE 42939 C DE42939 C DE 42939C DE 188742939 D DE188742939 D DE 188742939D DE 42939D A DE42939D A DE 42939DA DE 42939 C DE42939 C DE 42939C
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Germany
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water
valve
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air
pipes
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Application number
DE188742939D
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English (en)
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F. BRENNER VON BRENNERBERG, Bürgermeister in Kronstadt in Ungarn
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B7/00Water main or service pipe systems
    • E03B7/07Arrangement of devices, e.g. filters, flow controls, measuring devices, siphons or valves, in the pipe systems
    • E03B7/08Arrangement of draining devices, e.g. manual shut-off valves
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B7/00Water main or service pipe systems
    • E03B7/04Domestic or like local pipe systems

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 85: Wasserleitung.
Bei den Wasserleitungen besteht gegenwärtig der Uebelstand, dafs nach erfolgter Wasserentnahme in den Steigröhren das Wasser stehen bleibt. Der ins Auge springende Nachtheil dieses Umstandes besteht darin, dafs dieses Wasser in den Steigröhren zur heifseren Jahreszeit warm wird, daher eine gröfsere Quantität unnützerweise abgelassen werden mufs, um geniefsbares Wasser zu erhalten, während dasselbe im strengeren Winter dem Gefrieren ausgesetzt ist.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung, welche berufen ist, den beregten Uebelständen abzuhelfen.
Dieselbe dient dem Zweck, das nach der Wasserentnahme in den Steigröhren der Hauswasserleitungen stehende Wasser in einen Behälter, der im Keller an die Leitung angeschlossen ist, abzulassen und bei der nächsten Wasserentnahme sofort wieder in die Steigröhren zu drängen.
Dieses Eindrängen in die Steigröhren, sowie auch das Oeffnen der Hauswasserleitung erfolgt durch Verdichtung des in genanntem Behälter vor einem Kolben befindlichen Luftvolumens; das Ablassen und das Schliefsen der Hauswasserleitung geschieht durch Reduction des genannten Luftyolumens auf seine gewöhnliche Dichte.
Die Vorrichtung gewährt angeblich den Vortheil der Wasserersparnifs, indem nicht nur kein Tropfen verloren geht, sondern auch der Wasserentnehmer gezwungen ist, die Wasserentnahme zu überwachen; ferner wird das Verderben des Wassers in den Steigröhren, sowie auch das Gefrieren in denselben im Winter verhindert.
Die ganze Vorrichtung besteht aus zwei ' Haupttheilen, und zwar:
ι. aus einer am Orte der Wasserentnahme· (also im Stockwerk) befindlichen Luftcompressiohspumpe, Fig. 1 und 2, und
2. aus einem im Keller' befindlichen Apparate, Fig. 4 und 5.
Die Einrichtung der Luftcompressoren ist im allgemeinen bekannt. Der gegenwärtige weicht von den bisher bekannten nur darin ab, dafs das Luftrohr α, Fig. 1, welches die comprimirte Luft dem im Keller befindlichen Apparate zuführt, mit einem kurzen Nebenrohr b in Verbindung steht, welches mit einem Luftventil c, Fig. 3, versehen ist, welch letzteres während der Function des Luftcompressors durch einen Druck mit dem Fufs des Wasserentnehmers zugehalten werden mufs. Wie und warum dies geschieht, folgt weiter unten.
Die Aufstellung des Luftcompressors erfolgt am Ort der Wasserentnahme, derart, dafs die das Wasser entnehmende Person, während sie den Hebel des Luftcompressors bewegt, jenen Fufs, auf dem das Gewicht des Körpers mehr ruht, auf den Knopf e des Ventils c, welch ersterer zum Schutz vor Staub noch eine Bedeckung mit einem Lederlappen hat, bequem stellen kann (s. Fig. 2).
Der im Keller placirte Apparat besteht aus folgenden Theilen: A ist ein Cylinder, in welchem sich der zusammengesetzte, gehörig dichtende Kolben C auf- und abbewegen kann. Die Kolbenstange H desselben ist durchbohrt und trägt an ihrem unteren Ende einen zweiten
Kolben C\ der, in dem Cylinder F gehörig dichtend, sich mitbewegt. Im Kolben C bezw. dessen Kolbenstange befindet sich ein Kolben D, In der durchbohrten Kolbenstange H sind an ihrem unteren Ende Löcher T angebracht. Die zwei Cylinder A und F sind durch eine Wand G von einander getrennt, in welcher sich Löcher befinden, um die Communication der Luft zwischen beiden Cylindern zu vermitteln.
Eine zweite Wand E, Fig. 4, theilt von dem Cylinder A eine Kammer J ab, in welche das Steigrohr R einmündet. In diese Kammer J ragt die Spindel K eines in seiner Construction bekannten Ventiles L hinein, welches mit Kreisausschnitten versehen ist. Unmittelbar unter dem Kopf ist das Ventil auf etwa 8 cm Höhe cylindrisch und pafst mit ganz geringem Spielraum in die Führungsbüchse N. Die untere Fläche des Ventiles hat eine Lederdichtung V. Oberhalb des Ventiles befindet sich eine Feder, welche das Ventil beim Schliefsen andrückt. W ist das Anschlufsrohr an die Hauptwasserleitung, Q. eine Vorkammer, P ein Seiher, V1 ein Schrä'ubchen, welches zum Ablassen des etwa durchsickernden Wassers dient.
Der Arbeitsgang ist nun folgender:
Man stelle sich zum besseren Verständnisse den Cylinder A sammt der Kammer / mit .dem aus dem Steigrohr herabgesunkenen Wasser gefüllt vor. Wir haben dann die in Fig. 4 angedeutete Stellung der Kolben und der Ventile. Am Ort der Wasserentnahme, im Stockwerk, soll nun Wasser entnommen werden; das Steigrohr ist leer. Der Wasserentnehmer tritt also mit einem Fufs auf den mit einem Lederlappen überzogenen Knopf e des Ventils c, Fig. 3, verharrt in dieser Stellung während der Wasserentnahme und hält auf diese Weise das Ventil c geschlossen.
Durch die Bewegung des Hebels c° des Luftcompressors wird die Luft im Luftrohr a, Fig. i, verdichtet und drückt auf den Kolben C, Fig. 3, und da in der Kolbenstange Löcher T sich befinden, so dringt die comprimirte Luft durch dieselben auch durch die Löcher der Wand G und wirkt auf den Kolben C in dem Cylinder A. Infolge dieses Druckes geht der Kolben C hinauf und preist das über ihm in A und J befindliche Wasser in das Steigrohr R. Erreicht nun der Kolben C die feste Wand E, so beschränkt sich der noch etwa vermehrte Luftdruck nur auf den Kolben C1 und wirkt durch die durchbohrte Kolbenstange H auf den Kolben D, indem die Löcher T der Röhre H durch den Ausbug der Wand G geschlossen werden.
Der auf den Kolben D wirkende Luftdruck treibt denselben durch die Wand E weiter hinauf, so dafs er mit seiner Aushöhlung die Spindel K des Ventiles L erfafst, letzteres hinaufdrückt, so dafs der cylindrische Theil des Ventils seine Führungsbuchse verläfst und durch die segmentartigen Ausschnitte dem darüber befindlichen Leitungswasser den Zutritt in die Kammer J und von hier in das Steigrohr R gestattet. Ein weiteres Pumpen am Luftcompressor ist nunmehr nicht mehr nothwendig, wohl aber das Stehenbleiben auf dem Knopfe des Ventils c so lange, als die Wasserentnahme dauern soll.
Entfernt sich der Wasserentnehmer und hört also der Druck mit dem Fufs auf den Knopf e auf, so öffnet sich von selbst das Ventil c durch den in den Röhren α und b befindlichen Luftdruck; dann strömt die comprimirte Luft aus den Cylindern F und A und den Luftröhren α und b so lange aus, bis sie die gleiche Dichte mit der atmosphärischen Luft hat. Die Feder schliefst, weil sie keinen Widerstand mehr hat, das Ventil L noch während der Bewegung des Wassers; der starke Druck des über dem Ventil befindlichen Leitungswassers prefst dasselbe nun noch mehr mit seiner Lederdichtung V an die Kante der Führungsbüchse JV, so dafs ein Verschlufs gegen das Leitungswasser gesichert ist. Es wirkt nunmehr das Gewicht der in dem Steigrohr R befindlichen Wassersäule auf den Kolben D, der in seine frühere Lage sinkt und den grofsen Kolben C nach unten zu mitnimmt und auf diese Weise dem aus dem Steigrohr herabsinkenden Wasser im Cylinder A Platz macht, wonach Kolben und Ventil wieder die Stellung von Fig. 4, von welcher ausgegangen wurde, einnehmen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zur Entnahme von Wasser aus Hauswasserleitungen, bestehend aus einer Luftpumpe mit den Röhren α und b, einem Luftventil c; Fig. 3, und einem Cylinder A, Fig. 4, mit Kolben C und einem in letzterem angeordneten Kolben D, welcher letztere bei höchster Stellung von C durch die Druckluft gehoben wird und das Wasserleitungsventil L öffnet, wonach der Wasserdurchflüfs beginnt; bis nach entlastetem Luftventil c die Druckluft unter dem Kolben C entweicht und letzterer sinkt bezw. das Ventil L sich schliefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188742939D 1887-05-24 1887-05-24 Einrichtung zur Entnahme von Wasser aus Hauswasserleitungen Expired DE42939C (de)

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DE42939C true DE42939C (de) 1888-04-06

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DE188742939D Expired DE42939C (de) 1887-05-24 1887-05-24 Einrichtung zur Entnahme von Wasser aus Hauswasserleitungen

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